Die Mannschaften, die vor uns stehen und derzeit - eklatant deutlich - erfolgreicher spielen als wir, siehe Aalen, Aue, Ingolstadt, holen ihre Punkte nicht, indem sie ihre Gegner unter Druck setzen oder Bälle nach vorne schlagen, sondern weil hinten erstmal die Null steht und sie selbst gegen Spitzenmannschaften in der Lage sind, knappe Führungen über die Zeit zu bringen.
Den Fokus auf die Defensivarbeit zu legen, in Auswärtsspielen wie in Düsseldorf nicht einfach draufloszuspielen, ist daher völlig richtig und keine Eingebung von Norbert Meier. Selbst Stefan Krämer hat diesen Punkt doch zum Schwerpunkt der Wintervorbereitung ausgerufen und am Ende betont, nun stehe die Abwehr und es werde Beton angerührt.
Im Nachhinein hätte man im Wissen um den Unterschied zwischen den Ligen ganz klar schon vor der Saison die Weichen auf eine defensivere Spielanlage umstellen sollen. Stattdessen wurde das in der Dritten Liga erfolgreiche Sytem, noch zudem in viel zu großer Abhängigkeit von einem einzigen Spieler (Klos), weitergespielt. Die guten Ergebnisse zu Anfang der Saison schienen diesen Kurs zu bestätigen - als sich herausstellte, dass die anderen Mannschaften sich sehr leicht auf uns einstellen können und unser Stil mitnichten zum Klassenerhalt reichen würde, war es (fast) zu spät.
Dann kamen noch die vielen Verletzungen hinzu, und der Leistungseinbruch von Spielern wie Hille, Schütz, Rahn, Hübener, Lorenz... Und der Umstand, dass die anderen Mannschaften derzeit eher punkten.
Also, da kommt vieles zusammen. Genauso wenig wie SK an allem Schuld war, genauso wenig sollte man jetzt vorschnell Norbert Meier zum Frust-Ableiter aufbauen.