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Beiträge von Just

  • Vereinsheim/Vereinslokal auf Stadiongelände

    • Just
    • 6. März 2008 um 13:42
    Zitat

    Original von arminia_blue

    Wiso spielen unsere Amas eigentlich nicht auf der Hartalm?
    [...]
    Liegt das an den Nachbarn, das die keine 2 Ama-Spiele am Tag verkraften? Soo laut ist es bei den Spielen nun nicht...

    Das liegt vor allem am Untergrund (Rasen in Brackwede und auf der Rußheide ist u.a. für die OL sinnvoller als Kunstrasen auf der Hartalm) aber auch an den Sicherheitsbedingungen.

    Außer Arminia III tragen eine Reihe weiterer Mannschaften ihre Heimspiele dort aus. Wen interessiert, wer dort alles spielt, sollte bei fussball.de mal "arminia Bielefeld" als Suchbegriff eingeben und sich dann den Vereinsspielplan anzeigen lassen.
    *edit: "Spielstätten anzeigen" muß angeklickt werden, damit man das auch sieht.

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 25. Februar 2008 um 23:58
    Zitat

    Original von Richie

    Ist völlig egal wem man welchen Spieler nun genau zuweisen kann. Ihr verfangt euch immer so sehr in Grundsatzdiskussionen über Details, dass ein Fazit am ende nicht mehr heraus kommt oder (wie hier) völlig untergeht.

    Tatsache ist, dass in der Amtszeit von Reinhard Saftig kaum noch ein Spieler entdeckt und verpflichtet wurde, der ähnliches Potential wie Westermann, Owomoyela oder Buckley hatte. Eigler kommt da am ehesten ran, ist aber immer verletzt. Kamper sehe ich zwar nicht als "Fehleinkauf", aber er ist technisch limitiert und muss entsprechend seiner Stärken eingesetzt werden. Die riesen Transfererlöse können wir da eher in ein paar Jahren durch Halfar erwarten.

    Es ist am Ende die Bilanz die zählt. DIese zeigt deutlich, dass es unter Reinhard Saftig keine Wellenbewegungen mehr gibt, sondern sich das ganze langsam dem Wasserfall nähert. Es geht kontinuierlich bergab und es scheint nur die Frage, ob wir langsam runter gehen oder gleich auf dem Arsch abwärts rutschen!

    So egal finde ich das nicht, und die Wellenbewegung ging erst nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in einen rasanten Sturzflug über. Wäre EM Trainer des KSC gewesen, würde man dort nun vermutlich keinen erstligatauglichen Spieler ausmachen können. Einem Buckley wäre unter EM die Dauerkarte auf Block H sicher gewesen, so abhängig wie er vom Vertrauensvorschuß, von einstudierten Spielzügen und dem Harmonieren seiner Mitspieler war (und ist). Und Kamper ist sicherlich nicht limitierter als Buckley.

    Die Spieler, die Saftig entdeckt und verpflichtet hat, haben schlicht und ergreifend nicht die körperliche und psychische Verfassung, um zu zeigen, daß sie auch ähnliches Potential wie Westermann, Owomoyela oder Buckley haben. Gerade erwähnter Halfar war ein Spieler, den Saftig ohne EMs Wunsch geholt hat, was er aber aufgrund von Kadergröße, limitierten Mitteln und Trainer auch nicht mit weiteren Spielern in Serie machen konnte.

    Wie auch immer. Man kann nur hoffen, daß sich die Mannschaft mit diesem Trainer fängt. Das Vertrauen, daß ein erneuter Trainerwechsel mit nötiger Eingewöhnungszeit bei diesen Rahmenbedingungen erfolgreicher wäre, fehlt mir leider völlig. Wobei ich mich bei allem, das Arminia nützt, gern vom Gegenteil überzeugen lasse!

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 24. Februar 2008 um 14:40
    Zitat

    Original von Renne
    [...] muss es selbstverständlich Konsequenzen geben, oder man reagiert gleich. Dass die Mannschaft selbsttätig wieder anfängt, Fussball zu spielen, scheint mir wenig wahrscheinlich.

    Genau hier liegt der Hund begraben. Sehr, sehr viele haben sich in den letzten Wochen bemüht, der Mannschaft Verantwortung und Druck abzunehmen, um ihnen in größtmöglicher Ruhe die Möglichkeit zu geben, wieder zu sich zu finden, allen voran Frontzeck und zum Teil Saftig, die sich hierfür schon (fast) unglaubwürdig äußern mußten.

    Und die Mannschaft scheint nichts besseres zu tun zu haben, als Anlauf zu nehmen um allen, die sie schützen und unterstützen wollten, in den Rücken zu springen.

    Seit allerspätestens gestern um 17.20 Uhr ist einzig und allein die Mannschaft gefordert, nun endlich mal eine Antwort zu zeigen, die es lohnt, sie auch weiterhin zu unterstützen. Es kann doch wohl nicht angehn, daß sie sich jetzt schön zurücklehen - klar betroffen sind - und beobachten, wie andere Leute ihren Job verlieren, weil sie als Mannschaft nicht in der Lage sind, etwas auf dem Platz zu zeigen, das man ansatzweise mit Kampf, Willen und der richtigen Einstellung bezeichnen könnte.
    Jetzt durch andere Maßnahmen wieder Ruhe ins Umfeld bringen zu wollen wäre meiner Auffassung nach das falsche Signal an die Versager von gestern.

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 21. Februar 2008 um 11:41

    Unter Middendorp konnte sich leider keiner wirklich auszeichnen, aber in Halfar und Kamper sehe ich Spieler, die schon kurzfristig weiterhelfen können, mit Aigner mindestens einen, der das Potential mittelfristig hat. Trainingsbedingungen sollten natürlich so sein, daß sich Spieler auch weiterentwickeln können, von daher würde wohl selbst ein Hajnal hier als untauglich abgestempelt werden, wenn wir ihn vor der Saison geholt hätten.

    Es war ja auch in der näheren Vergangenheit nicht gerade so, daß uns für unsere Spieler die Millionen nur so zugeflogen wären. Da sind Owomoyela, Westermann, Wichniarek die für unsere Verhältnisse teuer Geld vermittelbar waren. Wenn man die Wechsel mitzählt, die durch Fehleinschätzungen der zahlenden Vereine dazukamen noch Buckley, Langkamp und Boakye.

    Eigler hat das Potential später teuer verkauft zu werden, Halfar, Mijatovic und - wenn er sein Talent endlich mal abrufen würde - Masmanidis auch.

    Der - auch wunderbar polemisch verwendbare - "älteste Kader der Geschichte" kommt doch erst dadurch zustande, daß bei erfahrenen Spielern, die früher bereits die eine oder andere (sportliche und persönliche) Krisensituation bewältigt haben, Selbstvertrauen und psychische Stabilität schneller wieder aufzubauen sind als bei jungen Spielern, die solch eine Krise unter Umständen das erste Mal bewältigen müssen.
    Die jüngeren werden schon wieder verstärkt eingebaut werden, sobald sie auch wieder die nötige Stabilität gewonnen haben.

    Bochum und Karlsruhe? Bei Bochum muß man sagen, daß sie bei einzelnen Spielern ein gutes Auge und das notwendige Glück hatten, Karlsruhe hingegen laufen doch gerade fast alle wichtigen Spieler (die teilweise über lange Zeit aufgebaut wurden) weg. Da muß man erstmal abwarten, ob das wirklich zu kompensieren ist (bezweifel ich ehrlich gesagt stark, zumal sie tatsächlich mal einen der noch geringeren Etats als Bielefeld zur Verfügung haben).

  • Ex-Trainer Thomas von Heesen

    • Just
    • 21. Februar 2008 um 10:24
    Zitat

    Original von Swebe
    der punkt ist, dass davon bis jetzt nichts angekommen ist.

    Das hängt wiederum wesentlich davon ab, was man selbst wahrnimmt. Bei mir ist bereits einiges davon angekommen und ich hoffe inständig, daß das zukünftig bei noch mehr Arminen der Fall sein wird.

    Zitat

    Original von Swebe
    entweder fehlt mf in der mannschaft die glaubwuerdigkeit, oder seine system-, aufstellungs- oder auswechselentscheidungen decken sich nicht mit dem, was er verbal vermitteln moechte.
    vielleicht sind auch seine aeusserungen bis jetzt nicht kraeftig genug gewesen, um die mannschaft zu erreichen,

    Das ist eine Analyse, die bei länger anhaltendem Mißerfolg sicherlich Berechtigung hat. Zum momentanen Zeitpunkt sehe ich aber den Hauptgrund nach wie vor im desolaten Zustand der Mannschaft vor Frontzecks Amtsantritt. In meiner Wahrnehmung verbessert sich dieser Zustand kontinuierlich, weshalb seine Entscheidungen und Äußerungen in meinen Augen die Mannschaft durchaus erreichen und in ihr positive Veränderungen bewirken.
    Möglich, daß sie kräftiger sein könnten, um den Prozeß zu beschleunigen. Aber ich gehe auch davon aus, daß er intern noch deutlicher Auftritt. Daß er das kann hat er Dienstag gezeigt.

    Zitat

    Original von Swebe
    wobei sich natuerlich erst noch zeigen muss, ob tvh mit seinen toenen erfolg haben wird.

    Richtig. Und dasselbe sollte auch für Frontzeck gelten. Natürlich können wir das in Nürnberg emotionsloser und mit mehr Abstand betrachten, was es uns erleichtert, ihm auch das ein oder andere Spiel mehr ohne Erfolg zugestehen zu können, bevor sich der Erfolg einstellt. Manchmal wäre dieser Abstand zum Betrachten auch im Hinblick auf Arminia nicht unattraktiv. Während für Nürnberg der Erfolg hier fast neidisch herbeigeredet wird, wird für Arminia oft schon fast der Mißerfolg herbeigeredet.

    Zitat

    Original von Swebe
    ausschlaggebend ist allein, wie sich die mannschaft praesentiert. daran ist zu ermessen, ob die tonlage stimmte oder nicht !

    Genau so sieht es aus. Unsere Mannschaft präsentiert sich bereits anders als in der Hinrunde. Schon die Körpersprache war nach dem 2:0 in Frankfurt eine ganz andere als nach jedem vorigen 2. Gegentor der Hinrunde. Und ich hoffe wirklich, daß diese Entwicklung schnell genug sein wird, um auch den kritischen Ostwestfalen zu überzeugen!


    @ LeckerKnoppers:
    Hat er alles gesagt, ohne Frage. Manches unglücklich, aber alles auch richtig und wahr. Vielleicht muß er da diplomatischer werden, in erster Linie braucht er jedoch Erfolg. Solche Zitate werden von den Medien gern in den Momenten aufgenommen, in denen die zitierte Person angreifbar ist. Hätte er das nach einem Sieg gegen Wolfsburg gesagt, hätte nie wieder jemand darüber gesprochen.
    So aber werden die Zitate immer wieder aufgegriffen und Frontzecks Position dadurch weiterhin und unnötig geschwächt. Kann doch nicht zum Wohle des Vereins sein, wenn wir das auch noch unterstützen, oder? Würde das 3 Wochen später nach 3 weiteren Niederlagen aufkommen, hätte ich Verständnis dafür. Aber doch nicht bereits jetzt und mit unserem Wissen um die Zustände während und nach der Hinrunde... Gerade damit müßte man doch solcher Meinungsbildung entgegenwirken, um die Wende wirklich herbeizuführen.
    Ich habe alle 4 Spiele live gesehen, und in der Tat war von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu sehen, also ist die Feststellung, daß Berlin das beste Spiel unter seiner Regie war, auch absolut zutreffend. Aber viel schlimmer als in Jena gings auch nicht mehr ohne Middendorp zurückzuholen ;)

  • Ex-Trainer Thomas von Heesen

    • Just
    • 21. Februar 2008 um 09:42
    Zitat

    Original von Swebe
    "wir werden benfica zeigen, wo es lang geht"
    (...)
    wenigstens einen glaubwuerdigen versuch zu unternehmen, seinen jungens ein bisschen mehr selbstvertrauen zu vermitteln. ein bisschen mehr mit breiter brust voranschreiten, eben selbstvertrauen, selbstbewusstsein vorleben.

    das braucht die mannschaft, das gefuehl, dass es da einen vortaenzer gibt, der an die faehigkeiten und qualitaeten der truppe glaubt oder noch besser, fest davon ueberzeugt ist. hoffen wir, dass es ihm endlich mal gelingt, diese karte zu ziehen. die faehigkeiten auf diesem gebiet ist mf - ausweislich des alles andere als selbstbewussten auftretens in berlin - bislang schuldig geblieben.
    ein bisschen mehr von thomas fuer michael ! ;)

    Was macht Frontzeck denn die ganze Zeit? Ich hab nicht einmal gehört, daß er nicht an die Chance seiner Mannschaft glaubt, genau dasselbe wie vH jetzt hat er auch gesagt, nur eben nicht im Straßen jargon. Ob das dann als glaubwürdig oder nicht wahrgenommen wird, hängt auch nicht unwesentlich vom Zuhörer/Leser ab, bzw. von dessen Erwartungshaltung.

    vH wird hier unterstellt, das Potential ansatzweise richtig einschätzen zu können, mit breiter Brust aufzulaufen und den selbstbewußten Vortänzer darzustellen, wodurch er die Mannschaft positiv aufbaut und fördert. Frontzeck macht im Kern genau das gleiche. Nimmt zu hohen Druck von der Mannschaft indem er sich mit breiter Brust vor sie stellt, hat nicht nur einmal erklärt, daß er von der Truppe und ihrer Qualität absolut überzeugt ist und macht nicht nur Versprechungen für ein Spiel (werden benfica zeigen, wo es langgeht) sondern sogar für den Rest der Saison (werden den Klassenerhalt schaffen).

    Wo ist in diesem Verhalten genau der Unterschied zwischen beiden? Sehe sie nur in der Ausdrucksweise. Und darin, daß Frontzeck von vielen kein Glauben geschenkt wird, weil die Erwartungshaltung schon zu lange in eine ganz andere Richtung abzielt und kaum Vertrauen in ihn gesteckt wird - während gerade das Vertrauen zu vH und dessen Einschätzungen sehr groß zu sein scheint.

    Ein bißchen mehr vom Vertrauen zu Thomas für Michael ! ;)

  • Vorstandswahl 2008 - Wiederwahl?

    • Just
    • 21. Februar 2008 um 09:20
    Zitat

    Original von Hitchcock
    Eins vorweg: Ich hatte uns auch unter Rapolder und TvH noch lange nicht in der Champions League spielen sehen.

    Wollte ich auch nicht unterstellen. Ich glaube, es sieht uns kein langjähriger Armine auf Sicht in der Champions League. Trotzdem erwecken solche Vergleiche den Eindruck, daß sich Arminia in Bereichen mit großen Vereinen messen lassen können müßte, in denen das eben nicht der Fall ist (und auch auf Sicht nicht sein wird). Es gibt Punkte, in denen man Vergleiche auch zu Arsenal ziehen kann und in denen das mancher in unserem Verein auch mal ruhig für sich tun sollte. Einen hierfür ganz nützlichen Ansatz könnte dieses Interview liefern: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,535719,00.html

    Zitat

    Original von Hitchcock
    Gleichwohl haben beide ein System spielen lassen, was an die Konzepte der derzeit erfolgreichsten Teams Europas angelehnt ist. Moderner Fußball, der auch mit einer Mannschaft bestehend aus Spielern mit überwiegend durchschnittlichem Talent zu spielen ist.

    Da geb ich dir Recht, Konzept und Spielweise hatten lange Zeit Hand und Fuß, waren weitestgehend sinnvoll auf Arminia abgestimmt und wären nach dem Stadionausbau auch durch finanziell erweiterte Mittel ausbaufähig gewesen. [Schade war trotzdem, daß gerade vH dieses als öffentlichkeitswirksames Druckmittel nutzte, ohne konkrete Anhaltspunkte zu nennen, bei welchen Spielern Arminia dieses Konzept zukünftig konkret behindern wolle. Aber das ist wieder in anderen Themen besser aufgehoben und dort auch schon „durch“.]
    Auch Frontzeck ist ein Trainer, der genau auf diese „Linie“ von Konzept und Spielweise paßt, der also eigentlich hier mit offenen Armen empfangen werden müßte. Da er nun in die glückliche Lage versetzt wurde, dieses Konzept mit zukünftig größerem Etat verwirklichen zu können - sobald er bewiesen hat, daß er die bestehenden Altlasten aufzuarbeiten in der Lage ist - sollten wir uns nach Kräften bemühen, das Aufarbeiten zu unterstützen. Wenn wir denn wirklich das langfristige Verwirklichen von solchen Vorhaben erleben möchten.

    Aus bereits an anderen Stellen hier im Forum diskutierten Gründen waren sowohl Rapolder als auch vH letztendlich nicht mehr in der Lage, ihr System unserer Mannschaft auch erfolgbringend zu vermitteln. Für alle Beteiligten eine sehr bedauerliche Entwicklung, die dann im Zusammenspiel mit anderen Nebenkriegsschauplätzen zur Trennung führte. Ich wiederhole mich immer nur ungern, aber was gewesen wäre, wenn einer von beiden trotz allem gehalten worden wäre, bleibt reine Spekulation. Und so wie du auf einen erfolgreicheren Werdegang Arminias spekulierst, geht meine Vermutung dahin, daß wir in beiden Jahren den Abstieg nicht hätten vermeiden können. In dem Punkt, daß trotzdem Chancen für bessere perspektivische Entwicklungen verpaßt wurden, stimme ich dir zu. Im Nachhinein wären andere Entscheidungen wohl besser gewesen. Welche dies gewesen wären und welche noch schlechter gewesen wäre, bleibt wiederum Spekulation.

    Auch das oben von mir schon mal erwähnte Glauben der Einen dargestellten Version der Trennungsgründe ohne die Gegenseite zu kennen, kommt in deinem Beitrag teilweise durch (z.B. mit der Abqualifizierung der wenigen geäußerten Gründe der Vereinsseite zu „Versuchen“, ohne zu berücksichtigen, daß von Vereinsvertretern immer wieder betont wurde, nicht nachkarten zu wollen, bzw. ohne der Möglichkeit Raum zu lassen, daß hier doch noch schwerwiegendere Gründe vorlagen [ :D wobei… „oder weil sie die Nase voll hatten (von Heesen)“ daß die Gründe auch noch in die Richtung gingen, war mir bisher nicht bekannt :D ]).
    Dazu implizierst du mit „dem überwiegenden Teil der dir bekannten Arminenfans“ eine Art Allgemeingültigkeit deines Standpunktes, was – so überzeugt, wie du von ihm bist – doch eigentlich gar nicht nötig ist. Ich will nicht sagen, daß dieser Standpunkt auf jeden Fall falsch sei, auch wenn ich persönlich hiervon ausgehe. Vielmehr empfinde ich diese Art der Diskussionsführung als wenig zielführend, wenn man das Wohl Arminias im Sinn hat [und nicht in erster Linie endlich seine Meinung bestätigt sehen möchte oder durch möglichst plakative Formulierungen vorgefertigte Meinungsbildung betreiben möchte].

    Zu Geideck und Middendorps Verträgen habe ich oben schon Argumente gebracht, die ich nun wirklich nicht noch mal wiederhole. Die populistisch wohl noch nicht zur Genüge ausgelutschte Watsch’n-Zulage hat ihre Begründung im vielfach geforderten langfristigen Konzept, auch wenn bisher nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, daß diesmal alle Entscheidungen (ob personell oder finanziell) richtig getroffen wurden. Das Gegenteil ist aber ebenso keinesfalls bewiesen, auch wenn viele schon davon ausgehen.

    Zur Sicherheit anderer Kommunikationsmedien braucht man glaube ich auch nicht weiter ausholen. Das einzig wirklich sichere wäre (gewesen), die Informationen als versiegelten Brief persönlich auszuhändigen und direkt nach dem Lesen zu verbrennen. Auch interne emails oder per Post zugestellte Briefe anderer Vereine wurden schon Öffentlich. Gerade emails sind bei manchen Vereinen durch einhacken in deren Computer schon systematisch „abgefangen“ worden. Die Schuld ist in solchen Fällen wohl eher bei indiskreten Angestellten eines der Adressaten oder gezielt vereinsschädigend handelnden Personen zu suchen als in der Wahl des Kommunikationsmittels.

    Die Aussage „Der einzige Vollprofi in Arminias Chefetage ist Roland Kentsch. Der überwiegende Rest wirkt blaß.“ würde ich umformuliert in z.B. „Der einzige aus Arminias Chefetage, der sich auch nach außen als Vollprofi darzustellen weiß, ist Roland Kentsch. Der Rest wirkt in der Öffentlichkeit oft blaß.“ sofort unterschreiben. Es kommt in den Medien in jedem Fall so rüber, ob das aber auch den internen Tatsachen entspricht?
    Ich weiß nicht, ob das hier wirklich jemand beurteilen kann. Ich vermute aber eher, daß wir alle zu wenig Einblick in die Abläufe haben, um eine fundierte Schlußfolgerung ziehen zu können, welche personellen Veränderungen im Vorstand für den Verein sinnvoll wären. Von daher wäre der erste Schritt, auf eine verbesserte Kommunikation entweder für sich persönlich oder für Fans allgemein hinzuarbeiten. Eben um Einblicke zu gewinnen, die eine zuverlässigere Einschätzung sowie reellere Rückschlüsse zulassen, als die überwiegend von den Medien Abhängigen.


    [Noch ein wenig kleinkariert zur Wortwahl gestern: Ob der Erhalt der „50+1“-Regel fortschrittlich ist oder nicht, wird von unterschiedlichen Interessensvertretern durchaus auch unterschiedlich bewertet. Gerade weil ein Fortschritt meist mit einer Veränderung einhergehend empfunden wird, würde diese Bezeichnung wohl eher von den Gegnern der Regel verwendet werden. Ich halte ihren Erhalt in der Tat für ungemein wichtig für eine langfristig gesunde Entwicklung des Profifußballs und bin froh, daß unser Vorstand sich hierzu in dieser Weise und weitsichtig positioniert.]

  • Vorstandswahl 2008 - Wiederwahl?

    • Just
    • 20. Februar 2008 um 22:59
    Zitat

    Original von Hitchcock

    Mit Verlaub, aber über dieses Thema lässt sich unter marktliberalen Gessichtspunkten herrlich streiten. (Obschon ich im Grunde dafür bin, dass man die Mehrheitsbeteiligung eines Investors verhindert wird).

    Aber wo Du hier schon das Wort "fortschrittlich" verwendest: ich sehe im Fernsehen gerade dieses herrliche Kurzpass-Spiel von Arsenal.... und muss natürlich direkt wieder an Rapolder und von Heesen denken. Als man von Heesen in Bielefeld rausekelte, wurde der fußballerische Fortschritt mit Füßen getreten.

    Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Außendarstellung unserer Clubführung ist die letzten Jahre mehr als daneben gewesen. Es gibt derzeit nur einen, der sich als Profi erwiesen hat - und das ist Kentsch. Der müsste nur mal etwas offener damit umgehen, wenn etwas schief gegangen ist (Beispiel: Nordtribüne).

    Dann sehe ich da noch Mamerow, dem ich wirklich etwas zutraue.

    Ich will den ganzen Rest der Bande ja nicht partout verteufeln - sie mögen ja durchaus zum Teil auch aufrichtige und verdiente Arminen sein - aber das wirkt schon alles sehr, sehr provinziell und unausgegoren, was man das so mitbekommt. Von einem Verein, der in der deutschen Eliteklasse kickt, kann man da schon mehr erwarten, was die Außendarstellung und das Geschäftsgebahren betrifft.

    Alles anzeigen

    Die marktliberalen Gesetze können weder DFL noch einzelne Vereine oder Vereinsvertreter beeinflussen. Sollte hier irgendwann von gerichtlicher Seite eine Entscheidung gegen das verpflichtende Halten der Aktienmehrheit fallen, liegt das außerhalb des Einflußbereichs unseres Vorstands, wäre diesem also weder positiv noch negativ anzulasten. Solange es aber DFL-interne Entscheidungen betrifft, ist auch unser Vorstand (bzw. unser abgesandter Vertreter) für seine abgegebene Stimme pro oder contra verantwortlich zu machen. In dieser Phase befinden wir uns, und in dem Moment bin ich heilfroh, daß wir Kentsch und nicht Kind als Vorstandsmitglied haben.

    Zum Einen habe ich zwar viele Wörter in den letzten 4 Beiträgen verwendet, "fortschrittlich" war leider nicht darunter :( Eventuell kann ich es irgendwann später nochmal einbauen :D

    Auch der Vergleich mit Arsenal gefällt mir besonders gut. Paßt hervorragend zu der Vermutung in meinem ersten Beitrag weiter oben, daß in Bielefeld von manchen die Finanzierung und "den-Fans-zur-Verfügung-Stellung" eines Kaders (und dadurch einer Spielkultur) erwartet wird, die mit 14 Mio oder auch 24 Mio einfach nicht zu realisieren ist. Weder von einem vH, noch von einem Rapolder oder sonstigen von uns finanzierbaren und haltbaren Trainern. Dabei gehts nicht darum, daß Arminia nicht besser spielen könnte als es derzeit der Fall ist, aber der Vergleich mit Arsenal würde auch bei optimaler Vereinsführung in den letzten 8 Jahren ohne einen einzigen Fehler begangen zu haben zugunsten Arsenals ausfallen.
    ["Rausekeln" und das von dir vermutete, aber in keinster Weise nachweisbare "Treten des Fortschritts mit Füßen" sind in meinen Augen leere, sich stetig wiederholende (unsachlich formulierte) Argumente, die Arminia in der derzeitigen Situation in keinster Weise weiterhelfen, sondern nur die Stimmung verschlechtern. Von daher hierzu kein weiterer Kommentar.]

    Die Außendarstellung wird beinahe ausschließlich in Krisensituationen und besonders in Bielefeld bemängelt. Außerhalb Bielefelds ist das Image während der letzten 2 Jahre deutlich verbessert worden, was nicht möglich gewesen wäre, wenn die Clubverantwortlichen wirklich bei jeder Gelegenheit negativ auffallen würden. Uns bleiben die weniger positiven Auftritte natürlich besser in Erinnerung, weil wir zum Teil danach suchen, zum Teil die vorgefaßte Meinung haben, daß dies schon immer so war und uns in dem Moment bestätigt sehen oder auch weil uns manche Medien insbesondere in der Trennungsphase von Middendorp diesen Eindruck gezielt vermitteln wollten.

    Mehr kann man immer erwarten, sollte man sogar auch immer. Es sollte sich nur in einem realistischen Rahmen bewegen. :)

    *edit: Achja, die übrigen Vorstandsmitglieder (oder auch neutral formuliert "der Rest der Bande"). Wie schon gesagt kann ich deren Arbeit nicht beurteilen, von daher auch nicht, ob es gut für Arminia wäre, wenn einer weniger oder ein anderer mehr Verantwortung übernehmen würde. Kann sein, daß Mamerow das Potential dazu hat und eine fortschrittliche Entwicklung [habs geschafft das Wort zu benutzen ;) ] stärker fördern würde, aber zu so einer Einschätzung sehe ich mich aufgrund der mir bekannten - oder vielmehr unbekannten - internen Abläufe nicht in der Lage.

  • Vorstandswahl 2008 - Wiederwahl?

    • Just
    • 20. Februar 2008 um 21:33

    Geb euch in den Punkten auch Recht, daß Geideck im Nachhinein die falsche Lösung war. Warum allerdings Bruno mehr Verbundenheit zu Arminia zugestanden wird als Geideck, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Er hat in seiner aktiven Zeit die größeren sportlichen Verdienste für Arminia wohl auch aufgrund des größeren spielerischen Talents gehabt, aber nur weil Geideck eher im Hintergrund für Arminia arbeitet ist er nicht automatisch die schlechtere Lösung.

    [Es scheint schon so zu sein, daß die Verbundenheit zu Arminia und die Verdienste um den Verein wesentlich davon abhängig gemacht werden, wie populistisch und geschickt jemand seine Treue und Leidenschaft für den Verein öffentlich darstellen kann.]

    Bei der Beurteilung der Gründe für die Beendigung der Beschäftigungsverhältnisse mit den jeweiligen Trainern ist es wahrscheinlich auch ein "Nachteil", daß die jeweiligen Trainer in allen sich bietenden Medien ihre Standpunkte dargelegt haben, die Vereinsseite sich an diesen öffentlichen Schlammschlachten aber nicht beteiligen wollte/ kaum beteiligt hat.
    Von daher "hören und sehen" wir als Fans nur eine Seite - was die reelle Betrachtung der Gründe, die eine Zusammenarbeit für die Vereinsseite schwierig werden ließen, nicht ermöglicht. Um eine Entscheidung/Entwicklung aber als richtig oder falsch aburteilen zu können, sollte man beide Parteien gehört haben. Alles andere steht auf wackligen Füßen...
    Daß eine weitere Zusammenarbeit mit vH oder Rapolder oder eine Eventuelle mit Labbadia erfolgreich(er) gewesen wäre, ist reine Spekulation, wird aber in vielen Argumentationen als verpaßte Tatsache hingestellt.

    Bei der letzten Trainersuche war der Markt nicht wirklich mit dem Supertrainer himself bestückt, sodaß - egal wer es geworden wäre - alle einen ähnlichen Gegenwind wie nun Frontzeck abbekommen hätten. Nur dann eventuell von anderen Personen. Dabei gefällt Frontzeck mir immer besser. Er macht einen hochintelligenten Eindruck und setzt die Hebel an den richtigen Stellen an..

    Neben den sportlichen Interessen gehen die Rahmenentwicklungen momentan ziemlich unter. Diese sind für Bielefelder Verhältnisse wirklich beachtlich. Daß Kentsch einen Gremiensitz in der DFL besetzt würden sich manche bessergestellten Vereine für sich ebenfalls wünschen. Die beim FuM-Abend angesprochenen TV-Verträge gingen ziemlich unter, und auch die Tatsache, daß in unserem Vorstand eine "Freigabe der Abgabe der Aktienmehrheiten" (an den in Kapitalgesellschaften ausgelagerten Profiabteilungen) kategorisch abgelehnt wird, ist konzeptionell schon sehr weit - und überaus sinnvoll! - in die Zukunft gerichtet...

  • Vorstandswahl 2008 - Wiederwahl?

    • Just
    • 20. Februar 2008 um 20:23

    Vorab - ich sehe das keinesfalls so, daß bei Arminia alles super läuft. Kommt eventuell so rüber, weil hier im Forum schon so viel und in meinen Augen teilweise so überzogene Kritik geäußert wird, daß ich es nicht für nötig halte, das noch weiter voranzutreiben. Im Gegenteil, je einseitiger zu einem Thema geschrieben wird, desto wahrscheinlicher wird es, daß ich - sofern mich das Thema interessiert - Argumente für die Gegenseite bringe.

    @ Richie: Die Argumente, die du jetzt bringst, kann man durchaus so sehen - allerdings auch anders. Wie es anders geht, steht zur Genüge in den einzelnen Trainerthreads, weshalb das hier nicht nochmal breitgetreten werden muß.

    Im Kern forderst du Kontinuität und ein längerfristiges Konzept, kritisierst aber auch, daß zu spät die Notbremse gezogen wird und mit Geideck das bereits längerfristig entwickelte Spielkonzept fortgeführt werden sollte. Im Nachhinein betrachtet sicherlich richtig, aber in der jeweiligen Situation ist es sehr schwer, genau den richtigen Moment abzupassen, was unter anderem schon an den teilweise doch stark auseinandergehenden Meinungen hier im Forum zu sehen ist.

    Sportlich können wir das Konzept von Frontzeck/Saftig noch gar nicht beurteilen, da diese zunächst mal die Vorarbeit leisten müssen (gemeinsam den Kader sondieren, Spieler(markt) sichten und sich abstimmen wer weiterhilft, Finanzrahmen ausloten etc. Laut der Aussagen der beiden gestern funktioniert die Kommunikation um etliches besser als mit den vorigen Trainern und sie stehen täglich in konstruktivem Dialog. Aber wie gesagt wird sich das Konzept bzw. seine Erträge für uns Fans erst zukünftig abzeichnen - von daher können wir hier nur die Rahmendaten heranziehen (weniger Spieler, dafür Teurere (freiwerdende Gelder aus Kader und neuer Tribüne), auf Dauer erste Liga halten, das untere Drittel anführen mit Ausreißern nach oben).

    Das langfristige Konzept, welches damals in der 2. Liga ausgegeben wurde (Aufstieg, Klasse halten, Tribüne ausbauen, Kader verstärken - in dieser Reihenfolge) haben wir nun (fast) bis zum 3. Punkt verwirklicht. Dabei wurden auch viele Fehler eingebaut, aber das Kernkonzept steht nach wie vor.
    Daß nun allmählich ein Folgekonzept ersichtlich werden könnte und sollte, sehe ich genauso. Aber ich empfinde es noch nicht als überfällig, da die gesetzten Ziele noch nicht alle erreicht wurden.

    Was genau Schwick, Lämmchen, Mamerow und Schormann zur Weiterentwicklung von Arminia beitragen, kann ich leider auch nicht beurteilen. Hängt aber im Wesentlichen damit zusammen, daß die tägliche Arbeit nicht in der Öffentlichkeit stattfindet. Möglich ist es, daß sie keine oder schlechte Arbeit abliefern - kann ich nicht ausschließen. Aber der Anstand verbietet es mir, einfach davon auszugehen, weil mir niemand das Gegenteil beweist.

    *edit: Ein "Meisterstück" ist solch eine Klausel in einem Trainervertrag sicherlich nicht. Es sollte auch eher ein dezenter Hinweis auf die Lernfähigkeit bezüglich zu geringer Ablöseklauseln in Verträgen sein ;)

  • Vorstandswahl 2008 - Wiederwahl?

    • Just
    • 20. Februar 2008 um 19:02
    Zitat

    Original von Richie
    Einfach weil ich es satt habe, mir seit Jahren immer wieder anzusehen, dass in jedem Verein außer dem unseren aus Fehlern Lehren gezogen werden.

    Von welchen Fehlern sprichst du jetzt genau?
    Spontan fielen mir gerade die Verlängerungen mit den Trainern ein, da wurde gelernt (2 hauen wegen zu kurzfristiger Verträge ab, den Fehler macht man beim 3. nicht - verlängert länger. Ging auch in die Hose, ok. Aber "gelernt" hatte man aus den beiden vorigen Situationen schon etwas. Für Rapolder haben wir sogar Ablöse bekommen. Dürfte auch relativ einzigartig sein, daß einem Trainer soetwas in seinem Vertrag festgeschrieben wird, und dumm war das im Rückblick wahrlich nicht.
    Auch das imageschädigende "Rumgeeiere" in der Presse will man in dem Moment kein 2. mal mitmachen, als nach vH auch Middendorp seine Vorstellungen über die Presse einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen beginnt - auch gelernt - aber auch nicht optimal gelöst. Der Lernprozeß ist jedoch da. Ob man selbst nun das Vertrauen hat oder entwickelt, daß all die zurückliegenden Entscheidungen zukünftig zu optimierten Entscheidungen führen oder nicht, muß jeder für sich selbst beantworten)
    Spielerverträge? Weiß nicht, ob hier manche erwarten, daß wir mit dem Etat von Arminia Bielefeld (14 Mio) einen Kader wie Schalke (54 Mio) zusammenstellen können müßten? Und daß alle Spieler uns jubelnd um den Hals fallen müßten, wenn sie für (auf die Bundesliga bezogen nicht mal) mittelmäßige Bezüge sich hier beschimpfen lassen dürfen? Vielleicht etwas übertrieben dargestellt, aber irgendwo muß man schon auch realistisch an die Analysen herangehen...

  • DFB verabschiedet neue SV-Richtlinien

    • Just
    • 20. Februar 2008 um 18:02

    Seit heute morgen ist es nun amtlich, daß am 31.3. die neuen Richtlinien in Kraft treten werden. Die Mindestdauer wurde nochmals abgesenkt, sodaß sogar ein einwöchiges bundesweites Stadionverbot ausgesprochen werden kann. Gerade das macht sie - bei sinnvoller Anwendung in der Praxis - gerechter den Fans gegenüber.
    Für geringfügige Vergehen stand bisher als geringstmögliche Strafe ein örtliches Stadionverbot (also nur das Stadion in dem oder in dessen Umfeld es zu SV-rechtfertigenden Vorfällen kam) zur Verfügung, sobald bundesweite SV ausgesprochen wurden, betrug die Dauer im geringstmöglichen Fall bereits über ein halbes Jahr. Hier hat der aussprechende Verein nun deutlich mehr Handlungs- und Ermessensspielraum. Hinzu kommt die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen "Bewährungsstrafen" auszusprechen, was dem "präventiven Gedanken" der Stadionverbote zugute kommt.
    Natürlich müssen - und das ist jetzt der nächste wesentliche Schritt - die Vereine über die Neuerungen gut informiert und die Stadionverbotsbeauftragten entsprechend geschult werden, damit auch eine fanfreundliche Umsetzung der Richtlinien gewährleistet werden kann.

    [edit: es muß natürlich "fanfreundlichere Umsetzung" heißen. Einen wirklich fanfreundlichen Umgang mit SV wird es in der Praxis vermutlich nie geben.]

    Zitat

    20.02.2008 11:42 DFB-Allgemein
    Neue Stadionverbotsrichtlinien treten am 31. März in Kraft

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verändert per 31. März die Stadienverbotsrichtlinien und löst damit das Versprechen ein, dass DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger beim 1. Bundesweiten Fankongress im Juni 2007 in Leipzig gegeben hatte.

    Die Reduzierung der Höchstdauer der Stadionverbote von fünf auf drei Jahre ist eine der wesentlichen Änderungen. Zudem können Stadionverbote künftig unter bestimmten Vorraussetzungen ausgesetzt werden. Dem Wunsch der Fanverbände, die „Heimatvereine“ des betreffenden Zuschauers in das Verfahren stärker einzubinden, wurde in der Neufassung der Richtlinien, bei der die Grundstruktur des Stadionverbots unverändert geblieben ist, ebenfalls entsprochen.

    Mit den verwirklichten Änderungen der Richtlinien erhofft sich der DFB eine höhere Akzeptanz, eine transparentere Gestaltung und eine gerechtere Anwendung der Stadionverbotsrichtlinien.

    Zwanziger: "Ein Signal an die Fanszenen"

    „Ich freue mich, dass der in Leipzig angestoßene Prozess relativ schnell zu den neu erarbeiteten Stadionverbotsrichtlinien geführt hat. Wir betrachten das als einen wichtigen Fortschritt, der nur durch das gemeinsame Miteinander aller Gruppierungen des Fußballs möglich war. Wir geben damit ein Signal an die Fanszenen, dass wir ihre Anregungen ernst nehmen und auch in Zukunft bei brisanten Themen im offenen Dialog zusammen arbeiten wollen“, sagt Dr. Theo Zwanziger.

    Der DFB-Sicherheitsbeauftragter Helmut Spahn sagt: „Der DFB hat die Vorarbeit nunmehr geleistet. Der Ball liegt jetzt auf der Seite der Fans, die auch aufgefordert sind in ihren Reihen ebenfalls für Akzeptanz und noch mehr Sicherheit in den Stadion zu sorgen.“

    Lebensalter wird bei Stadionverbotsdauer große Rolle spielen

    Bereits in der DFB-Präsidiumssitzung in Dresden im November des vergangenen Jahres waren die neuen Richtlinien unter Vorbehalt einer Stellungnahme des „Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit“ (NASS) verabschiedet worden.

    In einer Sitzung am Dienstag, 19. Februar, wurde diese Stellungnahme mit Fanvertretern, Stadionverbotsbeauftragten der Vereine und dem NASS-Vorsitzenden Bernd Heinen beim DFB diskutiert. Künftig wird auch das Lebensalter bei der Festlegung der Dauer eines Stadionverbotes eine wesentliche Rolle spielen. „Somit sind wir einer zentralen Forderung der Mitglieder des NASS gerecht geworden“, sagt Spahn.

    Gleichzeitig betont der DFB-Sicherheitsbeauftragte: „Für den erfolgreichen Abschluss möchten wir uns besonders bei der IG Unsere Kurve, den Stadionverbotsbeauftragten der Vereine der oberen drei Ligen, dem NASS und der DFL bedanken, die in insgesamt acht Sitzungen dieses erfreuliche Ergebnis möglich gemacht haben.“

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    Quelle: http://www.dfb.de

  • DFL und Leo Kirch

    • Just
    • 15. Februar 2008 um 14:28

    Denke daß mit der Flexibilität in erster Linie die Fans in den Stadien gemeint sind. Angedacht ist wohl, mindestens eine weitere Anstoßzeit einzuführen, damit mehr Spiele live übertragen werden können, ohne daß der Fernsehzuschauer parallel ein anderes verpaßt.

    Denkbar wäre zum Beispiel wieder ein Samstagabendspiel, aber auch Sonntag mittag ist nicht ausgeschlossen. Im Gegenzug würde(n) ein (zwei) Spiel(e) weniger Samstags um 15.30 angepfiffen werden.
    Premiere (die Pay-TV-Sender) haben nunmal nur über vier Wege die Möglichkeit, ihre Abos attraktiver zu machen:
    - mehr Exklusivität (später oder keine Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen)
    - mehr angebotene Spiele (stärkere Zerstückelung des Spieltags)
    - attraktivere Spiele (darauf haben sie nur bedingt Einfluß)
    - günstigere Preise (ein Weg der dem Zuschauer gefällt, Premiere aber weniger)

    Für Fans, die nur zur (aller)größten Not auf TV-Übertragungen zurückgreifen, sind noch unterschiedlichere Anstoßzeiten natürlich gar keine schöne Vorstellung. Damit würden die Wochenendplanungen noch schwieriger werden. Wenn die Spiele dazu weiterhin teilweise so kurzfristig terminiert werden, wirds für immer mehr nicht mehr möglich sein, gerade auswärts live dabeizusein (damit bekommt Premiere dann wieder mehr Kunden... :rolleyes: ).

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 15. Februar 2008 um 13:40
    Zitat

    Original von CrimePays

    Gut, einmal wird Ernst vorgeschoben, dann TvH oder aber die allgemeine Weltpolitik. Unterm Strich bleiben allerdings 2,5 Jahre Reinhard Saftig, die dem Verein in vielerlei Hinsicht teuer zu stehen gekommen sind, wobei die Endrechnung noch nicht mal ausgestellt wurde. Ich habe bald echt keinen Bock mehr auf diese nicht wirklich fruchtbare Diskussion. Wenn dieser Manager offensichtlich für so gut wie gar nichts verantwortlich sein soll, ist dies letztendlich nur ein weiterer Grund gegen ihn. Wer braucht schon einen Gehaltsempfänger auf Managerniveau, mit der Kompetenz, der Ausstrahlung, der Verantwortung und dem Einfluss eines Geschäftstellenmitarbeiters?
    Aber wie ich zuletzt gelernt habe, werden wir die Früchte der Arbeit des R.S. ja schon sehr bald ernten können :lol: Ich sehe in diesem Zusammenhang eine eher beängstigende Hungersnot auf den Verein zukommen.

    Wenn man allein die Situation während der Winterpause betrachtet, hast du durchaus Recht. Allerdings spielen wirklich so vielfältige Faktoren in die dorthinführende Entwicklung hinein, daß solch pauschale Schuldzuweisungen, wie sie hier teilweise getätigt wurden, der Sache einfach nicht gerecht werden.

    Wichtig finde ich vor allem die Aussage, daß Frontzeck nun der erste von Saftig gewählte Trainer ist. Also wird er sich auch an dessen Erfolg oder Mißerfolg messen lassen. Wohin sich Arminia durch Frontzecks Arbeit entwickelt, kann man heute noch nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit voraussagen, und das wird man auch nach Berlin nicht können. Natürlich lassen sich Tendenzen erkennen, aber um wirklich beurteilen zu können, was er bringt, braucht es länger.
    Das Hungersnotsszenario ist nicht vollkommen ausgeschlossen, nur je mehr wir selbst eine derartige Erwartungshaltung entwickeln und je offensiver wir diese nach außen tragen, desto mehr behindern wir auch selbst ein positiveres Szenario.

    Immerhin kommt hier endlich mal wieder ein etwas differenzierteres Betrachten auf, und ich würde mir sehr wünschen, daß sich alle zumindest bis nach Rostock etwas bemühen, Frontzeck und Saftig etwas mehr Vertrauen entgegenzubringen. Wenn schon nicht wegen des Anstands oder aus eigener Überzeugung, so doch zumindest um nicht die negative Stimmungsmache rund um Arminia zu unterstützen, welche Mannschaft und Verein genau darin behindert, was wir alle gern möchten, nämlich wieder und weiterhin erfolgreich Erstligafußball zu spielen.

    *edit: LeckerKnoppers: Auch ein oder zwei Wintereinkäufe hätten Arminia nicht zwangsläufig weitergebracht. Da hätte man gerade angesichts des großen Kaders mehr als 100% von Charakter und Fähigkeiten überzeugt sein müssen, da bei uns momentan ein Querkopf ausreichen würde, um alle teambildenden Maßnahmen über den Haufen zu werfen. Dazu ist auch ein "Neuer" nicht mehr als ein Halfar oder Langkamp vor Verletzungen sicher.

    Derzeit haben wir noch die Möglichkeit, Trainer, Mannschaft und Verein Zeit zur Rehabilitation zu geben.
    Bildlich gesprochen ist "das Kind" in den letzten 2 Jahren langsam auf einen Brunnen zugetrieben worden, im letzten halben Jahr im Laufschritt. Aber nach Dortmund ist es immerhin stehengeblieben und macht nun zaghafte Schritte vom Brunnen weg. Lassen wir ihm noch die Möglichkeit zu zeigen, daß es selbst entschieden hat, nicht in den Brunnen zu springen, bevor wir es entweder selbst hineintreiben oder von dort wegtragen ;)

  • Kader 07/08

    • Just
    • 14. Februar 2008 um 18:32
    Zitat

    Original von Richie
    Der Vetrag von Andreas Invanschitz läuft im Sommer aus. Der Mann wäre sicherlich eine Verstärkung für das offensive Mittelfeld, kann links und zentral spielen und könnte sich bei uns über die Bundesliga für neue Verträge empfehlen. Nur mpüsste man dort frühzeitig anfragen, weil die Euro vor der Tür steht. Danach ist er entweder ein Schnäppchen oder zu teuer ;).

    Meiner ansicht nach müssten die ersten gespräche mit potentiellen Kandidaten jetzt schon geführt werden. Sonst steht man im Sommer wieder hinten dran, obwohl die Pause durch die Euro länger ist.

    Eintracht Trier hat nen guten Torwart und Racing Strasbourg nen guten 4er, bei Girondins Bordeaux ist der 11er stark und in Darmstadt läuft auch noch ein talentierter Mittelfeldspieler rum... Sollten wir alle schnell holen, bevor uns andere zuvorkommen! :wall:

    Die ersten Gespräche laufen bereits, da seid euch mal sicher. Verträge jetzt abzuschließen macht hingegen wenig Sinn, da noch nichtmal klar ist, wer vom derzeitigen Kader definitiv bleibt. Es muß nunmal eine Baustelle nach der anderen bearbeitet werden, im Vordergrund steht dabei der aktuelle Kader und dessen Leistungen. Sobald hier Grund reingekommen ist, werden sich die Vorbereitungen auf die neue Saison schon früh genug intensivieren.

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 14. Februar 2008 um 15:40
    Zitat

    Original von Buschtrommler

    Allerdings muss man schon feststellen das seine Aussendarstellung eine einzige Katastrophe ist (genauso wie die des Restvorstandes).
    In diesem Punkt widerspreche dir ich auch Just, R.S. ist der Hauptverantwortliche dafür, da kann ich schon erwarten dass:

    1. der Verein nach aussen hin seriös dargestellt wird
    2. man als Fan, nicht ständig und nicht ins letzte Detail, aber wenigstens regelmässig, mit Informationen über die Strategy und Ziele des Vereins unterrichtet werde.

    In meinen Augen ist das eine Sache der Leute die dafür verantwortlich sind und nicht eines Pressesprechers, es geht hier schliesslich nicht um einen x-beliebigen Konzern.

    Zu 1: Natürlich kann man das erwarten und es wäre auch wünschenswert. Geb ich dir absolut Recht. Trotzdem liegt die Priorität bei der Besetzung eines solchen Postens auf der fachlichen Kompetenz. Schöner und für den Verein auch sinnvoller wäre es, hier jemanden zu haben, der beides in sich vereint.
    Da nach solch einer Besetzung aber nicht nur Arminia sucht, ist es gerade für kleinere Vereine (zu denen ich Arminia trotz 3 Jahren Bundesliga in Folge immer noch zähle) unumgänglich, Kompromisse einzugehen.
    Die fachliche Kompetenz können hier nur die allerwenigsten beurteilen, da diese in den Medien zu stark von anderen Kriterien überlagert wird. Um davon einen Eindruck zu bekommen, müßte man möglichst neutral über die Tagespresse hinausgehende Informationen einholen und betrachten, was bei der derzeitigen Stimmungslage bei sehr vielen gar nicht möglich und auch nicht erwünscht zu sein scheint.
    Fakt bleibt aber, daß für Arminia die fachliche Kompetenz des Managers Sport deutlich wichtiger als seine Außendarstellung ist. Und diese Kompetenz liegt bei ihm um einiges über dem Bundesligadurchschnitt, was ihn auf Dauer noch sehr wertvoll für Arminia werden lassen wird.
    Finden wir jemanden, der ein solches fachliches Können mit rhetorischen und öffentlichwirksamen Fähigkeiten in sich vereint, noch dazu b.ereit ist, für bundesligadurchschnittliche Bezüge in Bielefeld zu arbeiten, umso besser. Nur einen solchen Manager sehe ich derzeit nicht auf dem Markt - vielleicht kann ihn ja einer der Saftig-Kritiker herzaubern?

    Abgesehen davon ist die seriöse Außendarstellung nicht exklusiv dem Manager Sport vorbehalten. Hier könnte auch eine interne Regelung Abhilfe schaffen, indem diese jemandem zur Aufgabe gemacht wird, der hierfür die besseren Voraussetzungen mitbringt.

    Zu 2: Es kommen immer wieder Statements hierzu in der Presse, gerade Frontzeck hat seine Vorstellungen in letzter Zeit öfter kundgetan. Abgesehen davon ist demnächst wieder Fan- und Mitgliederabend (mit 4x jährlich könnte man das auch als regelmäßig bezeichnen) und JHV. Leider werden die positiven, perspektivischen Äußerungen von der miesen Stimmung rund um Arminia überlagert.

  • Ex-Sportdirektor Reinhard Saftig

    • Just
    • 14. Februar 2008 um 14:45
    Zitat

    Original von NoFate1971

    Wenn wenigstens mal verhandelt werden würde. Zum Beispiel mit einer Nachverpflichtung im OM zur Winterpause. Aber der Zug ist jetzt abgefahren.

    Langsam kann ichs echt nicht mehr hören... Was soll Saftig denn nun alles machen?
    Frontzeck hat bei Amtsantritt völlig richtig den großen Kader als einen der Problempunkte angesprochen und wollte keine weiteren Spieler haben. Hätte Saftig da nun eigenmächtig entgegen Frontzecks Wünschen gehandelt, wäre das doch wohl kaum förderlich für Arminia und den Entwicklungsprozeß gewesen.

    Natürlich hätte man den Kader gerne auch schon in der Winterpause stärker verkleinert, aber das konnte nunmal erst gegen Ende der Transferperiode geschehen, da es völlig zu Recht von Frontzeck abhängig gemacht werden mußte. Er brauchte Zeit, um sich selbst ein Bild von den Spielern machen zu können und daraufhin zu entscheiden, auf wen er baut und auf wen er verzichten könnte.

    Hätte Saftig ihm in einigen Fällen die Entscheidung abgenommen und einfach Spieler verkauft oder ausgeliehen, wären das jetzt sicherlich genau diejenigen, die uns zumindest hier im Forum Siege gegen Jena, Wob und Frankfurt gesichert hätten. Unabhängig davon, ob Frontzeck diese nun spielen läßt oder nicht.

    Ähnliche Situation bei der Kaderzusammenstellung im Sommer. Bis auf Ausnahmen muß ein Sportdirektor auch die Wünsche des Trainers erfüllen, ansonsten liefert er diesem nur ein Alibi für unzureichende Trainingsergebnisse.

    Saftig ist Manager Sport, kein Pressesprecher oder Medienbeauftragter des DSC Arminia (und das ist auch gut so..)
    Auf dieser Position ist mir jemand, der seine zur Verfügung stehende Zeit in Stadien auf der Suche nach und bei der Beobachtung von für Arminia infrage kommender Spieler verbringt tausendmal lieber als jemand, der seine Zeit damit verbringt, nach Kameras und Mikrofonen zu suchen, um sich selbst öfter und öffentlichkeitswirksam darstellen zu können.
    Es gibt wohl wenige auf dieser Position, die sich persönlich ein ähnlich gutes Bild vom Spielermarkt machen und gemacht haben, dazu kann er sich - wenn er es für erforderlich hält - auch intern durchsetzen (Boussaboun, Iraner). Zugegeben, seine Außendarstellung ist schlecht. Aber das weiß er und vermeidet nach Möglichkeit solche Auftritte, was in dem Moment auch gut ist. Aber da Arminia nun wirklich genug Verantwortliche hat, die diese Aufgaben übernehmen können, sehe ich darin auch kein unüberbrückbares Problem.

    Ich bin fest davon überzeugt, daß Frontzeck und Saftig gut harmonieren werden, daß sie sehr ähnliche Vorstellungen der mittel- und langfristig für Arminia erfolgbringenden Konzepte (u.a. zur Kaderzusammenstellung) haben und daß wir an der Arbeit dieses Duos noch sehr viel Freude haben werden, wenn wir ihnen die nötige Zeit geben, die nicht zu unterschätzenden Altlasten zu bewältigen.
    Konkret denke ich da an Zeitrahmen bis Mitte Rückrunde (bis dahin wird erkennbar sein, was Frontzeck innerhalb der Mannschaft bewirkt) und Anfang Hinrunde 08/09 (bis dahin wird erkennbar sein, welchen Kader die beiden gemeinsam zusammenstellen können und wollen).

    Natürlich ist es möglich, daß Mißerfolg oder sonstige äußere Umstände ein Zustandekommen der o.g. Konstellation nicht ermöglichen, aber derzeit bin ich Zuversichtlich wie schon sehr, sehr lange nicht mehr, daß Arminia mit den momentan Verantwortung Tragenden genau auf dem richtigen Weg ist. [und weiß auch, daß ich diese Meinung hier im Forum recht exklusiv vertrete... ((Print-)medien haben eben doch einen nicht unwesentlichen Anteil an der öffentlichen Meinungsbildung)]

  • Arminia trauert um Kitti Hellweg

    • Just
    • 11. Februar 2008 um 14:29

    Eine sehr, sehr traurige Nachricht :(

    Seine aktive Zeit durfte ich leider nicht erleben, kann mich aber noch sehr gut an seine Erzählungen während der Abende im Jubiläumsjahr erinnern und auch die kurzen Gespräche vor den Heimspielen werd ich nie vergessen!
    Für mich einer der größten Arminen, die ich kennenlernen durfte, einer, der sein Leben lang für Arminia da war und dem der Verein eine echte Herzensangelegenheit war!

    Mein Beileid gilt besonders seiner Familie und seinen Freunden.

  • Frankfurt-Bielefeld

    • Just
    • 10. Februar 2008 um 10:03

    Die Initialzündung wünschen sich glaube ich alle, nicht nur wir Fans, sondern auch Spieler, Trainer, Verantwortliche.

    Nur glaube ich, daß die Initialzündungen in der Art, wie Middendorp sie hervorgerufen hat (erst durch seine Methoden und später durch seine Entlassung), uns momentan maximal für ein Spiel weiterhelfen.
    Um daraus über das eine Spiel hinaus fußballerischen Nutzen ziehen zu können, müssen Grundlagen wie Hierarchie, Kommunikation, Zusammenspiel der Mannschaftsteile, ansatzweises Kennen der Laufwege oder die Verinnerlichung der taktischen Ausrichtung vorhanden sein, damit ein kurzfristiges (wieder-) Aufflammen des Selbstvertrauens auch über einen längeren Zeitraum ausgebaut werden kann.
    Diese Grundlagen sind nach Middendorp erst wieder im Aufbau und lassen sich eben nicht durch eine Initialzündung plötzlich herzaubern, sondern müssen - wie Frontzeck es macht - nach und nach wieder erarbeitet werden. Ab einem gewissen Punkt reicht dann auch die "Initialzündung", um darauf längerfristig aufbauen zu können.

    Wie schon gesagt, befindet sich dieser Prozess in meinen Augen auf einem guten Weg, nur braucht das einfach seine Zeit. Noch sind wir früh genug in der Rückrunde, um Mannschaft und Trainern diese Zeit auch geben zu können.

    Als Fan ist man natürlich gefrustet und will endlich mal wieder vernünftige Spiele sehen, nur sollte sich jeder mal fragen, was er selbst dazu beitragen kann - und ob es wohl hilfreicher ist, wenn nun statt Middendorp Fans verbal auf die Mannschaft einprügeln oder ob die Wahrscheinlichkeit nicht doch größer ist, Arminia wieder siegen zu sehen, wenn wir unseren Frust zumindest in der Aufbauphase auf anderen Wegen abbauen und die Mannschaft vom Block aus unterstützen.

  • Frankfurt-Bielefeld

    • Just
    • 9. Februar 2008 um 13:00
    Zitat

    Original von dsc_boy

    normal seit ihr auch nicht oder? wenn man jede auswärtsfahrt mit fährt und immer wieder so eine kacke zusehen bekommt, ist es doch logisch das man sich mal aufregt.indem ihr nicht auswärtsfahrt, finde ich habt ihr auch nicht das recht auch darüber aufzuregen, den ihr wisst ja gar nicht wie es ist, jedes spiel mitzufahren und praktisch schon mit einer niederlage rechnen zu müssen.

    Ich glaube, wir brauchen hier keinen Schwanzvergleich, wer nun mehr 33- oder 34-Runden hat und wer weniger, bin sicherlich nicht so lange immer auswärts dabei wie manch anderer Armine, aber schätzungsweise etwas länger als du. Also nehme ich mir jetzt mal mit aus deiner Sicht benötigter Legitimation heraus, das Verhalten der (meisten) "Zaunkletterer" gestern als - freundlich ausgedrückt - absolut daneben zu bezeichnen.

    Daß Frust aufkommt und man diesen rauslassen möchte, kann ich sogar nachvollziehen. Aber die Art und Weise, wie das gestern geschehen ist, ist unterste Schublade gewesen. Noch dazu im ersten Auswärtsspiel seit langem, in dem wir nicht kampflos abgeschlachtet worden sind.

    Bei manchen hatte ich wirklich das Gefühl, sie hätten vielleicht etwas genauer auf den Platz gucken sollen oder das Bier ausm Kopp lassen... Aber so ein Verhalten geht gar nicht, hilft Arminia nicht im Ansatz weiter (im Gegenteil, wenn überhaupt schadet es unserem Verein!) und dient einzig und allein dem eigenen Frustabbau.
    Zu dem Zweck sollten sich manche vielleicht öfter mal zu Tagestouren nach hinter Telgte oder sonstwo zusammentun, da ists mir persönlich sch***egal wie sie sich verhalten, aber vielleicht könnten sie sich dann bei den Arminiaspielen (wieder) aufs Wesentliche konzentrieren...

    *edit: Bei aller Kritik am Verhalten muß man aber auch anerkennen, daß die "Aussetzer" erst nach dem Abpfiff Überhand nahmen und nicht wie gegen Wolfsburg schon während des Spiels.

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