Genau: Mal schauen, ob er die Kurve jetzt noch bekommt. Die Voraussetzung dafür wäre, dass es die Chance dazu erhält. Entwicklung hat es definitiv gegeben. In den letzten beiden Saisons zum Positiven, in dieser Saison bisher vorwiegend zum Negativen. Die Experimentiererei ist tüchtig in die Hose gegangen. Aktuell ist die Entwicklung so, dass der Chef daraus gelernt hat, wie von allen hier gewünscht zum "alten" System zurückgekehrt ist und passend aufstellt.
Im Übrigen muss, wer den Chef in Frage stellt, auch die Co-Trainer in Frage stellen. Oder glaubt ihr, dass Rump und Hille das Unheil kommen sahen, aber dachten: ach egal... lass den Spinner mal rumölen.....
Ich möchte hier gerne einmal einhaken und kundtun, dass meiner Meinung nach das sogenannte "Systemexperiment" mitnichten gescheitert ist. In den Spielen während der Krise wurden im "neuen" 3-5-2 eigentlich eher die besseren Leistungen abgerufen, wo dann aber wie z.B. in Bochum das Ergebnis einfach nicht passte, weil gefühlt der einzige Schuss auf unser Tor drin war und vorne die Murmel nicht rein wollte. Auch die erste Halbzeit gegen Fürth, die ich durchaus als die souveränste der letzten Spiele betrachten würde, war im 3-5-2. Unbestritten ist aber auch, dass die Mannschaft im 3-5-2 gegen Fürth in der 2. Halbzeit verkackt hat, wobei ich denke, dass das in unserer jetzigen Situation unabhängig vom System einfach eine Kopfsache ist, nach dem 1:1 von Pauli war im 4-4-2 auch sofort die Verunsicherung wieder da. Und gegen Duisburg wurde die 1. Halbzeit im 4-4-2 richtig verkackt, die 2. war nach Umstellung auf 3-5-2 zumindest ordentlich (wobei man hier auch streiten kann, inwieweit Duisburg sich zurückgenommen und "Kräfte gespart" hat mit der komfortablen Führung).
Alles in allem finde ich es daher
1. richtig, dass Saibene versucht hat, die Mannschaft mit einem spielerisch variableren und "besseren" System weiter zu entwickeln,
2. ebenso richtig, dass er nachdem die Ergebnisse nicht passten wieder zum vertrauteren System zurück wechselte,
3. das 3-5-2 immer noch in der Hinterhand behält, um es einzusetzen wenn es im ursprünglichen System nicht läuft.