Pfiffe darf man dann auch gerne mal als konstruktive Kritik werten, die einem aufzeigen, dass vielleicht doch nicht alles so doll ist, wie man sich einredet.
Ich glaube auch, dass sehr viele ein feines Gespür haben für das was man auf dem Platz so dargeboten bekommt.
Es gab genug Spiele in denen man der Mannschaft viele Unzulänglichkeiten verziehen hat, weil man gespürt hat, dass sie wollen und kämpfen bis zur letzten Sekunde.
Ich denke da zuletzt an das Spiel gegen Darmstadt, gegen Paderborn und auch ein wenig an das Spiel in Schalke. Ich bin ausgerastet am TV, hab mitgefiebert, habe unsere Katzen hier aufgeschreckt aufgrund der Lautstärke.
Dann gibt es aber auch immer häufiger Spiele wie in Elversberg oder gestern.
Da bin ich bei beiden Spielen tatsächlich auf dem Sofa zeitweise eingepennt. Den Ausgleich gestern habe ich ohne jegliche Emotion wahrgenommen.
Wenn Kniat auf der PK vor dem Spiel sagt, dass alle jetzt in dieser Phase der Saison auch Privates unterzuordnen haben und dann kommt so etwas wie gestern raus, dann klaffen die Aussagen und gezeigte Leistung zu sehr auseinander.
Wenn Corboz davon spricht, dass man in Karlsruhe mental zusammengebrochen ist, dann hat sich das gestern fortgeführt.
In Münster muss man mental voll da sein. Da darf man auch gerne abwartend spielen und Münster irgendwie einen reimmurmeln.
Wenn die Mannschaft so verunsichert ist, darf man Sie nicht so hoch stehen lassen wie bei dem 0:1. Fehlerminimierung muss jetzt die Devise sein.
Trotz allem hat man es immer noch locker in eigener Hand. Das Programm sollte uns eigentlich in die Karten spielen