Die Auswertung der aktuellen Zahlen zeigt ein klares und gut belegbares Bild. Der Fußball in Deutschland bestehend aus den ersten drei Profiligen, den fünf Regionalligen sowie dem DFB-Pokal erweist sich trotz seiner enormen Besucherzahlen als ausgesprochen sicher. In der Saison 2024/2025 strömten rund 32,95 Millionen Menschen in die Stadien. Unter ihnen kam es zu lediglich 1.107 Verletzten, was einem verschwindend geringen Anteil von 0,00336 Prozent entspricht. Auch die 5.197 eingeleiteten Ermittlungsverfahren bleiben im Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl bemerkenswert niedrig und liegen bei nur 0,0158 Prozent. Die Daten stammen aus einer Polizei(!)-Statistik (ZIS). Betrachtet man diese Relationen, wird deutlich, dass der Stadionbesuch statistisch zu den sichersten Freizeitaktivitäten gehört, die man in Deutschland wahrnehmen kann.
Anders stellt sich die Lage beim Oktoberfest 2024 dar. Zwar kamen mit 6,7 Millionen Besuchern deutlich weniger Menschen als in der gesamten Fußballlandschaft zusammen, doch die Zahlen der Vorfälle fallen teilweise im Verhältnis erheblich höher aus. Mit 5.346 Verletzten entsprechend 0,0797 Prozent der Besucher liegt das Risiko für körperliche Zwischenfälle rund 24x höher als im Fußball. Auch die 414 Ermittlungsverfahren anteilig 0,00618 Prozent zeichnen ein Bild, das im Vergleich zu den Stadien zumindest diskussionswürdig erscheint.
Angesichts dieser Unterschiede wirkt die aktuelle Sicherheitswahrnehmung beinahe auf den Kopf gestellt. Während der Fußball oftmals unter Generalverdacht gerät, liefert die Realität ein vollkommen anderes Bild. Vielleicht wäre es daher sinnvoll, das Augenmerk nicht auf zusätzliche Maßnahmen beim Fußball zu richten, sondern eher darüber nachzudenken, wie man das Oktoberfest sicherer gestalten könnte. Und wenn man es ganz ironisch betrachtet, könnte man sogar überlegen, ob man dieses Fest nicht einfach vollständig abschafft.
Law & Order!
Vergleiche die Zahlen doch lieber mit anderen Sportarten oder Theaterbesuchen, falls diese Vorliegen. Dann werden die Anzahl der Verletzten in ein anderes Licht gerückt.
Ich denke, wenn wir bei nur einer Sache auf einen gemeinsamen Nenner kommen, dann dabei, dass die genannten Gründe für die geplanten Maßnahmen nicht die wirklichen Gründe sind, oder?
Für mich braucht es auch keine Verletzten, um die Daumenschrauben anzuziehen. Da reichen mir die Anzahl der Vergehen und Vereinsschädigungen.