Mitch Kniat trägt sein Herz auf der Zunge. Dass er schwer enttäuscht von der Trennung ist, davon gehe ich aus.
An der Erzählung aus der Paderborner Bäckerei finde ich aber was ganz anderes frappierend. Mitch wollte die Mannschaft erstmal in der Liga konsolidieren, während Mutzel und die Gremien vom schnellen Aufstieg träumen. Soweit da was dran ist, halte ich das doch für eine gefährliche Träumerei, die im Verein vorherrscht. Sollte das der Trennungsgrund gewesen sein, wäre die Trennung zwar richtig, aber ist aus den falschen Gründen vollzogen worden.
Meinen Eindruck vertieft diese Anekdote noch, dass die gegenwärtige Vereinsführung sportlich absolut inkompetent ist. Und dass Mutzel ein Karrierist mit eigener Agenda ist. Eine reine Zweckgemeinschaft egomanischer Ehrgeizlinge. Und Kniat passt da gar nicht rein. Authentisch, wenn auch gerade deshalb bisweilen reichlich prollig.
Haken dran an die Ära Kniat. Aber den verbliebenen Leadern traue ich noch weniger über den Weg als zuvor.
Nach allem was ich gehört habe, bist du da völlig auf dem falschen Dampfer. Es ging bei der grundsätzlichen Ausrichtung um was ganze anderes - nämlich um die Art, wie man in Liga 2 Fußball spielen muss, um sich kurzfristig zu etablieren und mittelfristig im oberen Drittel mitspielen zu können. Da gab es nicht nur bei Mutzel Zweifel in Bezug auf Kniats aktuelle Spielweise. Aber das ist auch nur eine Information aus dem Umfeld des Vereins. Nah dran ist am ende wohl niemand.
Wie so eine Anekdote, die eine unbestätigte Einzelerzählung ist irgendwas verbriefen kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.