Beiträge von Just

    Zitat

    Original von arminius71
    500 Beamte? Lächerlich. Die spinnen doch. :pillepalle:
    Da haben wohl welche Angst um ihre Arbeitsplätze! :D


    Beim Hinspiel waren es noch 1000 Beamte, außerdem wurde der Fanmarsch aus Sicherheitsgründen verboten und das Stadion mit Sprengstoffhunden abgesucht. Staatsanwalt und Richter waren damals auch im Stadion.
    Im Vergleich dazu machts jetzt schon fast einen ganz "normalen" Eindruck, auch wenns in manchem Pressebericht dramatischer rüberkommt.


    Edith hängt noch einen Bericht von vorm Hinspiel dran:
    http://www.die-glocke.de/lokal…49ec-b4f1-357360c61d14-ds

    Wenn man von der absoluten Sicherheit ausgehen möchte, wäre es auch sicherer, keine Treppen in Tribünen einzubauen, weil man dort stolpern oder runterfallen kann. Diese Fälle gibt es immer wieder, dass jemand im Gedränge umknickt, sich die Bänder reißt oder sogar die Hand bricht beim Abstützen.


    Aber Ironie beiseite.
    In Bielefeld war das Material (falscher Zweckaufdruck) und die nicht vorhersehbare Windrichtung problematisch, sodass beides mit einem neu entwickelten Bengalo gelöst werden könnte. Es ist in einer öffentlichen Debatte nicht zu lösen, sondern die Einzelfallprüfung muss vor allem mit den für die Sicherheit verantwortlichen Stellen geschehen, da hier das Fachwissen sitzt, das beurteilen kann, ob eine Genehmigung möglich ist oder nicht.


    Der Vergleich zu Chemnitz sei quatsch? Der Vergleich paßt in der bundesweiten Debatte ganz im Gegenteil sehr gut - da es für Chemnitz ein unverhältnismäßiger Umgang ist, wenn sie dort keine Genehmigungen ausstellen dürfen (und damit eigene Strafen nicht vermeiden dürfen), nur weil in Bielefeld oder Dortmund Stadien stehen, die andere Voraussetzungen mit sich bringen.

    Wo es hier nun schon um die bundesweite Dialogbereitschaft geht: Im Moment liegt es nicht an den Fans, dass der Dialog nicht zielorientiert stattfindet.


    Über den Dialog gäbe es reelle Aussichten, vor Ort einzelfallgeprüfte (also von zuständigem Sicherheitsbeauftragten, Verein, Ordnungsdienst, Polizei, Feuerwehr etc. des jeweiligen Spiels, bei dem eine Pyroaktion von Fans/Fanbeauftragten beantragt wird) Pyroaktionen auch aus DFB- Sicht zu genehmigen.


    Eine solche Genehmigungsfähigkeit braucht natürlich einige wichtige Voraussetzungen, zum Beispiel an das eingesetzte Material, die Personen, die die Aktion durchführen und die räumlichen Gegebenheiten. Diese Voraussetzungen wurden auch im Dialog mit den Verbänden von den beteiligten Fanorganisationen sehr detailliert berücksichtigt.


    Die öffentliche Erklärung der Verbände, der Dialog sei beendet, ohne dies zuvor mit den beteiligten Fangruppen besprochen zu haben, hat ein Fass aufgemacht, das ein Zurückkehren zum sachlichen Dialog extrem schwer macht - das bezieht sich dabei nicht nur auf den Pyrodialog, sondern insgesamt auf das Vertrauen in Zusagen und allgemein Gespräche mit Verbandsvertretern. Das hier auseinanderzunehmen, führt allerdings zu weit.


    Die Vorschläge der "Fanseite", Fans durch ausgebildete Feuerwerker zu schulen, eventuell auch ausgebildete Feuerwerker vor Ort zu haben, den Bereich, in dem Bengalfackeln gezündet werden, ausschließlich für die Personen zu öffnen, die in die Aktion aktiv involviert sind und je einen Sandeimer für jede Person bereitzustellen, damit bei eventuellen Störungen sofort gelöscht werden kann bis hin zu der Überlegung, von einem Hersteller eine speziell für Sportgroßveranstaltungen geeignete Bengalfackel entwickeln zu lassen (hell genug, weniger Rauchentwicklung und geringere Hitze) zeigen deutlich, dass es sehr wohl verantwortungsbewußte Kräfte in dieser Debatte gibt und dass Lösungen nicht ausgeschlossen sind.


    Der ganz große Vorteil wäre, dass bei möglichen Genehmigungen der illegale Umgang vermieden werden kann (auch von den Fangruppen selbst) und damit für alle Beteiligten die Sicherheit verbessert wird. Das Vermischen von Pyrotechnik, Gewalt, Randalen auf der einen Seite und ureigenen Interessen von Polizeigewerkschaften (u.a. Budget/Personalaufstockung), Medien und Politik machen eine für die direkt Beteiligten sinnvolle Lösung deutlich schwerer, als wenn zielorientiert in der Sache diskutiert werden könnte.


    Auch für die Vereine ist es mitunter extrem schwer, eine Balance zu finden. Chemnitz zum Beispiel unterstützt die Kampagne "Pyrotechnik legalisieren" aktiv, da in dem dortigen Stadion alle Vorausstzungen für legale Aktionen vorhanden wären und die Strafen für den Verein vermieden werden könnten, wenn der DFB zulassen würde, dass Chemnitz einzelfallgeprüfte Genehmigungen ausstellen bzw. beim DFB beantragen kann.


    Lösungen, die im Stadion tatsächlich Aussicht auf einen kontrollierbaren Umgang haben, können jedoch nur im Dialog gefunden werden. Selbst wenn der aktuell laufende Protest der Kampagnenunterstützer allen verdeutlicht, dass durch Verbot allein die Problematik kaum gelöst werden kann, ist der öffentliche Druck auf Verbände und Vereine so groß, dass sie Schwierigkeiten haben, eine Rückkehr an den Tisch vor der empörten Masse zu rechtfertigen - selbst wenn es objektiv gesehen der erfolgversprechendste Weg ist.


    Im Kern bleibt, dass die letzten Wochen für die Organisationen nicht der gewünschte Ligaalltag ist und dass die Möglichkeit einer Lösung nicht endgültig begraben werden sollte - dass eben die Verbände an den Tisch zurückkehren sollen, um sachlich einen Weg aus dem Konflikt zu suchen. Das hat dann auch nichts mit "Einknicken vor Idioten" oder ähnlichem zu tun, sondern einfach mit dem Interesse an mehr Sicherheit im Stadion.

    Bei allem verständlichem Frust und den berechtigten Bedenken, dass die Ausgliederung auch eine längerfristige Konsolidierung nach sich zieht: Es geht heute abend nicht nur um den Profibereich, auch für alle Mitglieder der sporttreibenden e.V.- Abteilungen ist die Entscheidung von existentieller Bedeutung.


    Es mag sein, dass viele keinen Sinn mehr darin sehen, den DSC weiter zu retten zu versuchen. Aber deshalb all denjenigen, die es noch versuchen wollen, die Möglichkeit zu nehmen, vielleicht doch eine tragfähige Lösung zu finden? Gleichzeitig sportlich erfolgreichen und absolut in ihrem Etatrahmen wirtschaftenden Abteilungen die Grundlage für ihre Aktivitäten gefährden?


    Der e.V. ist abhängig davon, dass der Profifußball wieder auf die Beine kommt, ohne Frage. Dafür müssen auch im e.V. Einschnitte gemacht werden, die weh tun und die man nicht vornehmen oder mittragen würde, wenn es Alternativen geben würde. Wenn innerhalb der Abteilungen jedoch die Meinung vorherrschen sollte, dass sich die Chance lohnt, dann würde ich persönlich diesen Mitgliedern auch gern die Möglichkeit geben, ihre Aktivitäten fortführen zu können.


    Fragt mal die Nürnberg- Auswärtsfahrer der betreffenden Saison, wann sie das Allez erstmals annähernd durchgehend gesungen haben ;)


    Zur Stimmungsdiskussion:
    Der Stil, mit dem hier aktive Fans von einigen anderen diskreditiert und angegriffen werden, ist unter aller Kanone! Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, wie die Stimmung im Stadion sein sollte und was der Mannschaft mehr hilft. Aber hier mit Krähe, Zaunkönig und ähnlichem um sich zu werfen, zeugt einfach nur von unglaublich großem Frust, der sich hier in der Anonymität wunderbar abladen läßt. Besser wird es bestimmt nicht dadurch, sich gegenseitig zu beschimpfen und zu beleidigen.


    Bei allen Meinungsverschiedenheiten sollte doch zumindest soviel Respekt vor dem Einsatz für den Verein vorhanden sein, daß eine Diskussion ohne persönliche Beleidigungen auskommen müßte.


    Es ist traurig, was aus Arminia in den letzten Jahren geworden ist. Was aus dem 4ever-Forum geworden ist, ist leider auch nicht viel besser.


    Ist das nicht irgendwo Haarspalterei?


    Bei den Fragen, die hier in der Diskussion stehen, handelt es sich um offene Fragen des ASC- Abteilungsvorstands. Daß der Abteilungsvorstand nicht alle Fragen seiner Mitglieder kennt, dürfte selbstverständlich sein, kann somit auch nicht alle Fragen der Mitglieder berücksichtigen. Wenn es in diesem Punkt darum geht, alle Mitglieder zu berücksichtigen: Es hatte doch jedes Mitglied, auch jedes ASC- Mitglied, die Möglichkeit, Fragen über die DSC- Webseite zu stellen.


    Zu dem Punkt, daß nicht jedes Abteilungsmitglied alle gestellten Fragen kennt: Einige der offenen Fragen wurden von Vorstandsmitgliedern auch auf dem 2. Mitgliederabend gestellt, somit sind einige davon auch öffentlich gestellt und nur bedingt beantwortet worden (waren auch mind. bis vor wenigen Tagen noch auf der DSC- Seite im Video zu sehen/ hören).


    Und zu den anderen Fragen: Was würde denn passieren, wenn der Katalog jetzt veröffentlicht würde? Wer traut sich dann zu, zu unterscheiden, welche Fragen beantwortet werden konnten und welche nicht?
    Geht es dann los in der Art "Falls Frage 4, 8 und 25 nicht beantwortet werden konnten, dann könnte es darauf hindeuten, daß..." - "Ja, aber wenn Frage 9 und 17 beantwortet werden konnten, die 32 aber nicht, dann würde das ja heißen, daß..." ?


    Wärt ihr damit wirklich weiter als jetzt?

    Alex geht also davon aus, daß die Veröffentlichung die Richtigkeit zeigt. Damit kann er auch andeuten, dass es richtig war, nicht dem ganzen Präsidium das Vertrauen zu entziehen.


    Der Gedanke, dass auch der Aufsichtsrat im "Besitz" der Email war, kommt mir hier immer noch ein wenig kurz. Dabei war auch das damalige Fax im Aufsichtsrat angesiedelt, wenn ich mich nicht irre?


    Das Präsidium würde doch die eigene Verhandlungsposition nicht derart schwächen, noch dazu, wenn sie ohnehin wegen der Verzögerungen in der Kritik stehen.. Dafür fehlt mir irgendwie die Vorstellungskraft.


    Sollte dafür nicht zuerst einmal geklärt werden, wie die Zuständigkeiten verteilt waren? Dr. Erdmann war auch in der TaskForce Stadion, und in seine Amtszeit als Schatzmeister fiel das Umschwenken von "nur positive Effekte" zum "muß verschoben werden" der Stadionausgliederung.
    * Edith sagt mir grade, dass das sehr mißverständlich rüberkommen kann - ich glaube an keine direkt greifbare Ursache innerhalb des DSC, auch nicht daran, dass ein anderer Schatzmeister das hätte verhindern können. Nur das bei all dem Chaos als gegeben hinzustellen, traue ich mich auch nicht.*


    Vielleicht hängen die Verzögerungen auch damit zusammen, dass dauernd neue Verhandlungspartner Arminias Interessen gegenüber Banken und Sponsoren vertreten und da einfach keine Kontinuität über mehr als 6 Monate reinkommt? Könnte mir vorstellen, dass das nicht unbedingt Vertrauen schafft, ganz unabhängig dieses medialen Desasters von Freitag/ Samstag.


    Außerdem müßte dann schon wieder der Schatzmeister neu eingearbeitet werden, was auch keine ganz unwesentliche Baustelle wäre. Wer sollte das dann machen?


    Wahrscheinlich hat der VR ja einen Plan, wie das dann aussehen sollte, wenn Brinkmann zurücktritt oder abberufen wird. Wie das dann aussehen würde ist zumindest für meine Beurteilung dieses Vorstoßes sehr wichtig. Sollte es keinen Plan geben, wäre das schon ziemliches Harakiri.


    Welche Alternative steht denn im Moment zur Verfügung? Das wäre im Falle einer Auswechslung von Brinkmann doch eine sehr wichtige Information..


    Dafür, daß Brinkmann die Basis nicht vereinen kann, gab es bis zum Freitagmorgen vergangener Woche eine erstaunlich gute Stimmung im Hinblick auf das Frankfurtspiel. Das zeigt doch, daß diese Einzelpersonalie nicht ganz so entscheidend ist, wie sie dargestellt wird. Es fehlen Kommunikationsmöglichkeiten zu den Gremien - nach all den noch aufzuarbeiten Vorgängen der letzten 2 Jahre reichen dafür keine 3 Mitgliederabende zu Nachwuchsarbeit und Stadion aus. Hier sind alle gefordert, mehr Möglichkeiten zu schaffen, miteinander zu diskutieren.


    Brinkmann ist bestimmt kein Wunschpräsident der Basis, aber gibt es im Moment eine Alternative, die der VR im Auge hat? Wer ist das?

    Auch nach dem Durchackern von gefühlt 30 Seiten Foreneinträgen kommt die Diskussion nicht wirklich weiter. Für mich ergibt sich momentan folgendes Bild:


    1. Email des Verwaltungsrates ist intern an Präsidium, Ehrenrat und Aufsichtsrat versendet worden, mit der Bitte an den Ehrenrat, ein Gespräch zu organisieren weil das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Präsidenten fehlt


    2. Irgendwer aus diesem Kreis hatte ein größeres Interesse, seine Position in der Öffentlichkeit darstellen zu können, als
    a) der Mannschaft eine Vorbereitung auf den Rückrundenstart ohne Ablenkung zu ermöglichen und
    b) dem Verein die ohnehin schwierigen Verhandlungen weiter zu erschweren sowie
    c) das Vertrauen von Sponsoren und Mitgliederbasis zum DSC Arminia Bielefeld zusätzlich zu belasten und damit in Kauf zu nehmen, dass die Zukunftssicherung noch schwieriger wird.


    3. Der Ehrenrat ist nun gefordert, die Gründe für den Vertrauensentzug zu analysieren und anhand der Ergebnisse eine Lösung zu finden, die für Arminia eine zielorientierte Gremienzusammenarbeit wieder zuläßt.


    Zu 1. bleibt für mich persönlich bisher nur festzuhalten, dass die Formulierung unter Umständen geschickter hätte gewählt werden können. Zum Einen schon für interne Zwecke, damit das Gespräch nicht von vornherein durch verhärtete Fronten erschwert wird, zum Anderen zum Selbstschutz (auch, wenn der VR nicht davon ausgehen muß, daß die Mail nach außen weitergeleitet wird).


    Dagegen liegt für mich persönlich in 2. der ganz gravierende Mißstand, der unbedingt aufgeklärt werden sollte. Wir haben mindestens eine Person in unserem Verein sitzen, noch dazu in einer sehr wichtigen Funktion, der eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl des Vereins vollkommen unmöglich macht!
    Wie soll eine sinnvolle und effektive Kommunikation stattfinden können, solange keiner dem anderen vertrauen kann, daß die weitergegebenen Inhalte nicht am nächsten Tag in der Presse auftauchen? Daß Internas bei der Presse landen, ist zudem nicht am Freitag erstmals passiert, womit mindestens fraglich ist, ob nur nach einem einzigen Leck gesucht werden muß.
    Solange dieser Mißstand nicht behoben ist, wird es weiterhin die Kommunikationsstörungen geben, die vom VR angeprangert werden. Ich persönlich hätte auch Schwierigkeiten, eine offene und vertrauensvolle Kommunikation aufrechtzuerhalten, wenn Gesprächs- oder Sitzungsdetails in schöner Regelmäßigkeit von außen wieder an mich herangetragen werden...


    Zu 3. bleibt dem Ehrenrat nur viel Erfolg und gute Nerven zu wünschen - wahrlich keine leichte Aufgabe!


    Wichtig ist aber, daß die Auseinandersetzung wieder nach intern geholt wird und nicht weiter über die Presse kommuniziert wird. Wenn das Ergebnis feststeht, sollte es auch zeitnah einen Mitgliederabend geben, um diese ganze Konfusion der ersten Januarwochen gemeinsam zu diskutieren.

    Vielleicht sollte man das Thema Satzung nochmal ein wenig aufdröseln..


    2009 hatte Kentsch die erste Runde mit der Satzungskommission eingeläutet, die nach seinem Rückzug und dem entsprechenden Machtvakuum zu einer sehr mitgliederfreundlichen Satzung inklusive 3 direkt gewählte AR- Mitglieder, 50+1- Schutz etc. geführt hatte. Dabei haben sich einige wenige Punkte erhalten, die von Kentsch gewünscht waren (zum Beispiel die benötigten Unterstützer für Wahlvorschläge), wobei alles in allem aber akzeptabel war, weil es ein personenunabhängig relatives Gleichgewicht hergestellt hat.
    Das ist ungemein wichtig, da eine Satzung auf den langfristigen Schutz des Vereins ausgerichtet sein sollte und nicht immer dann passend geändert werden sollte, wenn durch personelle Wechsel plötzlich subjektiv ein anderes Kraftverhältnis gewünscht wird. Die Satzung dient daher dazu, in der Theorie ein ausgewogenes Pflichten- und Rechteverhältnis herzustellen, in dem der Verein möglichst effektiv vor Schaden und Eigeninteressen geschützt wird sowie Handlungssicherheit in außergewöhnlichen Situationen zu schaffen.


    2010 wurde dann von außen die indirekte Präsidiumswahl gewünscht, begründet zum Einen mit der Mustersatzung der DFL (die übrigens auch empfiehlt, "Mitgliedschaften" außerhalb der Vereine oder ohne Stimmrecht anzubieten), zum Anderen in zwei Infoabenden mit Quervergleichen zur Satzung von 2008, die somit eine ganz andere Wirkung suggerierten als der Vergleich mit der damals gültigen Satzung, derjenigen von 2009. Erst der dritte Abend zog Vergleiche zur Satzung von 2009.
    Zusammen mit dem aufgebauten Druck, ohne diese Satzungsänderung keine Lizenz erhalten zu können, ist das Abstimmungsergebnis von 95% überhaupt nicht aussagekräftig. Vielmehr haben 95% der Mitglieder dafür gestimmt, eine Rettung des DSC zu ermöglichen.


    Von den aktuellen Präsidiumsmitgliedern weiß ich von zweien sicher, daß sie die indirekte Präsidiumswahl auch schon im Mai 2010 nicht gutgeheißen haben und sich für andere Alternativen eingesetzt haben. Gleiches gilt für die Mehrheit des Verwaltungsrates. Somit ist der im Dezember eingereichte Antrag nur die logische Konsequenz. Diejenigen, die schon 2010 für weiter direkte Wahlen waren, können jetzt kaum anderer Ansicht sein, und viele von denen, die das 2010 noch für eine gute Idee hielten, haben zumindest Zweifel bekommen.


    Langfristig gesehen stabilisiert eine indirekte Wahl den Verein nicht wirklich, darüber hinaus mindert es das Interesse des Präsidiums an der Mitgliederbasis (da sie unabhängiger von deren Wünschen berufen und abberufen werden können).


    Nun ist die indirekte Präsidiumswahl sicher nicht die Ursache der Probleme oder der schlechten Kommunikation, daher sollte die Satzung zu einem Zeitpunkt behandelt werden, in der das auch relevant wird.
    Zunächst muß es vor allem darum gehen, eine die Kommunikation und Zusammenarbeit wieder hinzubekommen. Und da sind alle Beteiligte gefordert, vor allem anderen an Arminia zu denken und die eigenen Kräfte sinnvoll einzusetzen.


    Der Graben sollte nicht noch größer werden, damit diejenigen, die auch nach dem Gewitter noch da sind, überhaupt weiter zusammenarbeiten können im Verein!

    Wenn man die Presse in den letzten zwei Tagen verfolgt hat, kann man sich gut vorstellen, warum die TaskForce, die ja gremienübergreifend besetzt ist, nicht zu den Ergebnissen kommt, die sich alle wünschen würden und mit deren Erarbeitung sie beauftragt wurden.


    Dort sitzen doch Vertreter aller Gremien zusammen, und sind dann doch auch mindestens was ihren Auftrag in der TaskForce angeht, alle auf demselben Sachstand? Oder werden einzelne TaskForce-Mitglieder für zu heikle Fragen rausgeschickt? Wohl kaum.


    Wenn dort die Zusammenarbeit ebenfalls nicht funktioniert, sollte das Präsidium die TaskForce neu besetzen, damit das Erreichen der Ergebnisse nicht weiter verschleppt wird. Das gehört dann auch zur Aufgabe, den Verein handlungsfähig zu halten.

    Zitat

    Original von topscorer


    Amen.


    Die Worte Laufers, der ja sich ja mit seinem Posten die selbst verfasste Satzung hat abkaufen lassen, dass er selbst der nächste Schatzmeister würde, sprachen da schon eine deutliche Sprache. Das war wieder nur Alibi.



    Möchte mal wissen, welches Ziel mit der Verbreitung dieses unhaltbaren Gerüchts verfolgt wird? Schatzmeister ist unter Garantie der undankbarste und zeitaufwendigste Job zur Zeit, daß Laufer den unbedingt machen wollte stimmt einfach nicht.

    Dem Brief des ASC sind zwei Kernpunkte zu entnehmen:
    - das Gespräch hat ergeben, daß kein Zeitdruck besteht, das Stadion auszugliedern
    - wichtige Fragen bisher nicht in der Art geklärt sind, daß der Nutzen der Ausgliederung sicher ist


    Dabei wird dem ASC auch vollkommen klar sein, daß dieser öffentliche Antrag für die Außendarstellung des Vereins nicht gut ist. Allerdings kann man getrost davon ausgehen, daß das sehr gewissenhaft gegen die Nachteile einer Ausgliederung zum jetzigen Zeitpunkt abgewogen wurde. Schließlich hätte es sonst gegen die indirekte Präsidiumswahl noch viel mehr Widerstand geben müssen, wenn es im ASC lediglich um die eigenen Wunschvorstellungen gehen würde.


    Sollte das Präsidium dem Antrag folgen, hätte es meinen größten Respekt. Es gehört deutlich mehr dazu, jetzt das für den Verein beste zu entscheiden, auch wenn es zu hitzigen Diskussionen und massiver Kritik führt, als den "einfachen" Weg zu gehen und eine Ausgliederung zur Abstimmung zu bringen, deren Auswirkungen kaum ein Mitglied bisher reell beurteilen kann. Wobei auch die 75% Zustimmung mit den momentan zur Verfügung stehenden Infos gar nicht als sicher anzusehen ist..



    Ich hoffe sehr, daß das Präsidium das Rückgrat und den Rückhalt hat, nach "bestem Wissen und Gewissen" entscheiden zu können. Wenn das der Fall ist, dürften entweder am Donnerstag viele Antworten folgen oder aber der Verein vor einer übereilten, unausgereiften oder im Nachhinein fatalen Entscheidung geschützt werden.

    @ Merchandising: Wurde schon einmal darüber nachgedacht, den Online- Shop auch in einer englischen Version anzubieten?
    Macht wahrscheinlich am Umsatz nicht ganz viel aus, die ein oder andere Bestellung mehr könnte es jedoch bringen. Nur mal als Idee...

    Wenn ich mich richtig erinnere, ist das auch im letzten Jahr vorgekommen. Die Problematik stellt sich allerdings tatsächlich zunehmend häufiger, vielleicht war auch früher das Bewußtsein bei Kandidaten tiefer verwurzelt, dass es schon eines gewissen "Vorlaufs" bedarf, um dem Verein effektiv innerhalb der Gremien weiterhelfen zu können.


    Meine Wahrnehmung deutet darauf hin, dass zunehmend das Bewußtsein für den Verein verlorengeht. Wenn diese Einschätzung zutreffen sollte, ist das sicherlich eine Folge der Ausgliederung, die eine Verschiebung der Bedeutung verursacht hat.


    Innerhalb der Satzung haben sich durch die Änderung der aoMV im Mai wieder einige offene (nicht eindeutig geregelte) Fragestellungen eröffnet, die erst situationsbedingt allen bewußt werden. Wer kann aus welchen Gründen das Präsidium abberufen? Wie muß eine Bewerbung eingereicht werden? Muß dies überhaupt zwingend geschehen? Wer entscheidet über einzuhaltende Fristen?


    Ob die Machtkonzentration in einem kontrollierenden Organ (Verwaltungsrat) sinnvoll ist, ist ebenso fraglich wie die verminderte Einflußmöglichkeit der Mitgliederversammlung auf das Präsidium.


    Dass der Verwaltungsrat sich zukünftig auch stärker in gestaltende Fragen einbringen wird, lassen bereits einige Statements von aktuellen Kandidaten vermuten, die den Focus doch stark auf inhaltliche und weniger auf kontrollierende Zielsetzungen ausrichten.


    Die Möglichkeiten eröffnen die Kompetenzen des Verwaltungsrates zweifelsohne, schließlich können sie Entscheidungen des Präsidiums durch die Besetzung zusätzlich beeinflussen und habendarüber hinaus innerhalb der KGaA eine Sperrminorität im Aufsichtsrat inne.


    Umso wichtiger ist eine umsichtige Besetzung des Verwaltungsrates und eventuell sogar eine zeitnahe Auseinandersetzung mit den am 5. Mai neu entstandenen Risiken für den gesamten DSC.

    Zitat

    Original von Tenshin


    Wie kann bei Überprüfung der Lizenzunterlagen ein Zuschauerschnitt von jenseits der 15000 durchgehen, wenn wir selbst in der ersten Liga nur schwerlich den angepeilten Schnitt hatten? Oder wurden die Unterlagen nur auf Rechtschreibung und Satzbau geprüft?
    Ich bin jetzt sicherlich kein Bank- und Zahlengenie, aber sowas würde mir definitiv auffallen ?(


    Und aus diesen Versäumnissen muss nunmal die Konsequenz gezogen werden, denn bei so einer Arbeitsweise würde jeder normale Arbeiter direkt gefeuert !
    Es klingt hart, ist aber leider so.


    Der Zuschauerschnitt der gerade abgelaufenen Saison wurde doch erst vor wenigen Tagen auf der DSC- Seite mit 14.782 angegeben - also lag der Planungsfehler wohl nicht an dieser Stelle! Ginge man nun noch von einem ansatzweise "normalen" Saisonverlauf mit "normaler" Stimmungslage unter den Arminen aus, wären die 15.000 aber sowas von locker erreicht worden...
    Faktisch fehlen hier ein paar Tausend Euro, sicherlich keine Millionen.


    Von daher paßt die Planung zumindest im Zuschauerschnitt, die zwischenzeitliche Argumentation jedoch weniger (Finanzloch liegt unter anderem am Zuschauerschnitt). Oder war das nur ein Mißverständnis?

    Einige Wenige haben schon Fehler eingestanden und sich entschuldigt - dazu zählt auch Herr Mamerow. Es gibt nicht viele im Verein, die sich aus der Deckung wagen und sich damit ins Kreuzfeuer begeben, sowohl jenes der Fans und Mitglieder als auch das der Gläubiger.


    Der Glaube an eine bessere Zukunft fällt ungeachtet dessen einfach unheimlich schwer, weil der reelle Wille zu einem Neuanfang nur in wenigen Teilbereichen durchschimmert. Ob das der Ratssitzung geschuldet ist oder ein längerfristiger Zustand bleiben wird, wird sich wohl erst in den kommenden 14 Tagen zeigen.


    Allerdings gebe ich denjenigen Recht, die mit dem "dreckige Wäsche waschen" bis nach der Lizenzentscheidung abwarten möchten - schließlich könnten auch hier noch Punkte zur Sprache kommen, die in der Öffentlichkeit kein positiveres Bild auf unseren geliebten Verein werfen.


    Das ramponierte Image sollte vor den wichtigen Entscheidungen nicht noch weiter strapaziert werden, da das die Aussichten auf Erfolg nicht verbessert. Weder öffentliche Schuldzuweisungen (und (Er-)Klärung von Detailfragen noch Zwischenfälle bei der morgigen Demo kann Arminia derzeit verkraften.


    Hoffen wir, daß am Dienstag positiv über die Demo berichtet wird und die dahinterstehenden Anliegen die Artikel dominieren, damit vor der Ratssitzung nochmal das ein oder andere Argument durch Bürger unserer Stadt untermauert wird.

    Zitat

    Original von Arminia05
    Konfuzius sagt:


    Ein Blick zurück ist ein Rückschritt, nur wer den Blick nach vorne richtet, wird der Zukunft entschlossen entgegentreten können.


    Gabriel Laub:
    Zukunft ist die Zeit, in der man die ganze Vergangenheit kennen wird. Solange man die Vergangenheit nur teilweise kennt, lebt man in der Gegenwart.


    Thomas Stearns Eliot:
    Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.


    Wilhelm von Humboldt:
    Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.


    Theodor Heuss:
    Vergessen ist Gnade und Gefahr zugleich.


    Und was sagt uns das? Auch nicht mehr als Konfuzius, oder...?


    Im Grunde ist doch elementar wichtig, aus den Fehlern zu lernen. Eine vernünftige Informationsweitergabe zu sichern und die Vorgänge wieder überprüfbar zu machen sollten die zentralen Inhalte der Zukunftsausrichtung sein, ebenso wie endlich die Interessen der Basis in wichtige Entscheidungen einfließen zu lassen. Sonst haben wir demnächst nicht nur eine leere Tribüne...