Auch das kann man im Nachgang dann immer wunderbar so hinstellen. Es verkennt aber die Tatsache, dass man wohl als Trainer immer auf unterschiedlichste Entwicklungen reagieren muss. Sei es ein Spieler, der völlig außer Form ist (Kania), sei es eine Verletzung (Russo) oder seien es verunsichterte Innenverteidiger, seien taktische Umstellungen beim Gegner usw.
Fehler passieren ja immer dann, wenn Entwicklungen Veränderungen erfordern, deren Erfolg aber nicht vorhersehbar ist, weil es so noch nie gemacht wurde. Entscheidungen treffen und Entscheidungen im Nachgang begutachten sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Wichtig ist hierbei aus meiner Sicht, dass man sich offen dieser Kritik stellt und sie in der Arbeit mit der Mannschaft behebt.
Ok. Aber die viel zitierte Kontinuität, die kann sich nur auf den Verbleib des Cheftrainers beziehen. Und eben nicht auf die stetige Weiterentwicklung von Team und Taktik und Spielstil. Das war geprägt von Aufs und Abs. Im Saldo ging es nach vorne, ja. Das Ziel muss aber sein, die Schwankungen zu reduzieren, und die sind (nicht alle, aber einige) selbst provoziert.
