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  4. Fußball allgemein

Mein-Solarlampion

Antrag abgelehnt - Mehr Bürgerrechte für Fußballfans

  • Raju
  • 10. Juli 2009 um 19:26
  • Raju
    Erleuchteter
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    70
    Beiträge
    5.247
    • 10. Juli 2009 um 19:26
    • #1

    Antrag abgelehnt

    Letzte Woche stellte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Antrag,
    alle Formen von Diskriminierungen zu thematisieren, Bürgerrechte von
    Fußballfans zu stärken und für einen friedlichen und integrativen
    Fußballsport zu werben.

    Der Antrag wurde abgelehnt.

    Insgesamt umfasste der Antrag folgende zwölf Punkte:

    Zitat
    1. Alle Vereine und Landesverbände sollen die Erklärung "Gegen Diskriminierung im Fußball unterzeichnen".
    2. Einrichtungen einer "Antidiskriminierungszentrale Sport" nach dem Vorbild der Koordinationsstelle
      Fanprojekte zu unterstützen
    3. Eine Konzeptentwicklung mit DFB und DFL zum Umgang mit Diskriminierungen
    4. DFB und DFL bei der jährlichen Durchführung von Fankongressen zu unterstützen
    5. Die rechtswidrige Datei "Gewalttäter Sport" auf eine verfassungsgemäße Grundlage stellen
    6. Zweijährliche Metastudien zum Zuschauerverhalten erstellen
    7. Finanzielle Mittel für die Koordinationsstelle Fanprojekte zu erhöhen
    8. Einen Fonds einzurichten, mit dem die Projekte für Respekt und Toleranz im Fußball
      sowie lokale Projekte finanziell zu fördern
    9. Den Aufbau von gewaltpräventiven, antidiskriminierenden und integrativen Initiativen auf Landesebene
      analog zum Programm "Interkulturelles Konfliktmanagement im Fußball" der Sportjugend Hessen zu fördern
    10. Eine unabhängige Ombudstelle einzurichten, die unbürokratisch zwischen Fans, Vereinen, Verbänden,
      Fanprojekten und Sicherheitsbehörden vermittelt, um mehr Einzelfallgerechtigkeit und Transparenz bei
      der Stadionverbotsvergabe zu gewährleisten
    11. Maßnahmen für eine verbesserte, anlassunabhängige und dauerhafte Zusammenarbeit zwischen
      Bundespolizei und den Fanprojekten zu ergreifen.
    12. Eine Sicherstellung, dass finanzielle Mittel für eine präventive und pädagogische Fansozialarbeit
      nach den Vorgaben des Nationalen Komitee Sport und Sicherheit bereitgestellt werden.

    Der Antrag wurde mit den Stimmen der SPD und CDU abgelehnt. In der offiziellen Begründung der CDU heißt es:
    "Der Antrag enthalte eine Reihe von Selbstverständlichkeiten und Banalitäten". Der ehemalige Bundesliga-
    Schiedsrichter und jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann äußerte sich in einer Rede
    zum Antrag und erklärte, dass es bei Fußballfans grundsätzlich drei Typen gäbe. So sei der erste Typ derjenige,
    der gerne ins Stadion geht, um guten Fußball zu sehen und seine Mannschaft anzufeuern.

    Die zweite Gruppe Fans sind nach Heynemann die Hooligans, die "vorrangig Ausschreitungen mit anderen
    Fangruppierungen und der Polizei und den Ordnungskräften provozieren wollen". Ihnen sei, so Heynemann,
    "das Zünden von bengalischen Feuern und Rauchbomben ein legitimes Mittel, um andere zu stören".

    :pillepalle:

    Die dritte Gruppe, die so genannten Ultras, haben sich zum Ziel gesetzt, im Vorfeld des Stadions,
    das heißt in der Stadt und im Stadion schon Hasspunkte, Gewaltpunkte, Krawallpunkte zu setzen. Und sie
    haben mit dem Fußball nichts mehr zu tun, stellen aber eine große Bedrohung dar, da sie sich beim Anmarsch
    und beim Rückmarsch der Fans zum und vom Stadion mit unter diese mischen und damit Ausschreitungen
    mit den Ordnungskräften und der Polizei provozieren", so Heynemann weiter.

    :pillepalle:

    Die FDP stimmte zwar zu, dass der Antrag in die richtige Richtung ginge, aber enthielt sich letztendlich der
    Stimme. Lediglich DIE LINKE stimmte für den Antrag, sie empfand es für richtig, dass Diskriminierungen jeglicher
    Art thematisiert werden. Gleichzeitig forderte DIE LINKE auch "Bund, Länder und die Kommunen aber auch die
    Vereine stärker in die Pflicht zu nehmen", um die Finanzierung der Fanprojekte auch weiterhin zu sichern.
    Außerdem müsse der zum Teil problematische Umgang mit Fußballfans aus bürgerrechtlicher Sicht viel stärker
    hinterfragt werden.

    Alles anzeigen

    na, zuviel bild gelesen herr heynemann?!

    [Blockierte Grafik: http://www.the-crazy-wallabys.de/Links/stadionwelt-logo.jpg]

    ⚫⚪🔵

  • blauer-mann
    Erleuchteter
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    3.584
    • 10. Juli 2009 um 19:48
    • #2

    Also was der Heynemann da ablässt ist wohl nen schlechter Witz. Keine Ahnung von nichts aber dicke Fresse haben :pillepalle:

    Wie ich solche Leute verabscheue, soll in einfach die Klappe halten wenn er null Ahnung hat.

    Niemand schafft größeres Unrecht als der, der es in Form des Rechts begeht (Platon).

  • Anturios
    Erleuchteter
    Beiträge
    4.585
    • 10. Juli 2009 um 22:04
    • #3

    Na, CDU halt. Wer hätte was anderes erwartet?

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.


  • Mein-Solarlampion
  • 12freunde
    Erleuchteter
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    Beiträge
    10.737
    • 10. Juli 2009 um 22:04
    • #4

    Tja, irgendwie bringt der da Ultras und Hooligans ein wenig durcheinander. Ich persönlich sehe beide Gruppierungen äußerst kritisch.
    Wenn man aber ernsthaft über diese Thematik diskutieren will, sollte man schon Experten dazu befragen, die Ahnung von der Materie haben ...

    :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :arminia:

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