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  4. Off Topic

TOD EiNES MÄDCHENS

  • Raju
  • 3. März 2005 um 18:44
  • Raju
    Erleuchteter
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    70
    Beiträge
    5.247
    • 3. März 2005 um 18:44
    • #1

    Mädchen verhungert in Jenfeld

    Zitat

    In einer Hochhaussiedlung im Hamburger Stadtteil Jenfeld
    ist ein siebenjähriges Mädchen in der Wohnung seiner Eltern
    an Unterernährung gestorben. Die Mutter rief gestern früh
    um kurz vor sieben Uhr die Rettungskräfte, weil ihr Kind ins Koma
    gefallen sei. Doch der Notarzt kam zu spät: Das Mädchen war bereits tot.
    Die Polizei stellte fest, daß die siebenjährige Jessica S. extrem abgemagert war.
    Nur noch neuneinhalb Kilo wog das Kind am Ende. Die Mordkommission
    hat die Ermittlungen übernommen, die Eltern Marlies Sch. (35) und
    Burkhard M. (49) wurden festgenommen. Sie sollen heute dem Haftrichter
    vorgeführt werden. Der Vorwurf: Tötung durch Unterlassen.

    Eine triste Hochhaussiedlung im Brieger Weg. Die Wohnung im siebten Stock,
    in der Jessica mit ihrer Mutter und deren Freund lebte, ist völlig verwahrlost.
    Der Müll stapelt sich, der Boden ist mit Katzenkot verdreckt. Die Eltern
    leben von Sozialhilfe. Nachbarn haben das Kind nie zu Gesicht bekommen.

    Dem Notarzt erklärte die Mutter, Jessica sei in der Nacht krank
    geworden und habe sich übergeben. Daraufhin habe sie das Kind
    in das elterliche Bett geholt. Als die Frau am Morgen aufwachte,
    lag Jessica regungslos zwischen ihren Eltern. "Meine Tochter liegt im Koma",
    erklärte die Mutter über den Notruf. Tatsächlich war Jessica zu diesem
    Zeitpunkt schon seit Stunden tot. Die Leichenstarre hatte bereits eingesetzt.
    "Das Kind war völlig abgemagert und wies Spuren von Vernachlässigung auf",
    berichtet ein Feuerwehrmann. "So einen Zustand erreicht man nicht
    in einer Woche." Auch die Retter waren bestürzt über das, was sie
    in der Wohnung zu sehen bekamen.

    Die Obduktion in der Gerichtsmedizin offenbarte das Martyrium, das
    das sieben Jahre und vier Monate alte Kind durchmachen mußte.
    Durch die Unterernährung hatten sich im Darm des Mädchens
    Verhärtungen gebildet. Jessica bekam einen lebensbedrohlichen
    Darmverschluß. Als sie dann wieder etwas Nahrung zu sich nahm,
    erbrach sie daran. Der völlig geschwächte Körper war nicht in der Lage,
    so lange zu würgen, bis die Atemwege wieder frei waren.
    Das Mädchen erstickte. Vorerkrankungen wurden bei dem Kind nicht festgestellt.

    Im Raum steht nun die Frage, weshalb den Behörden die Vernachlässigung
    des Kindes nicht aufgefallen ist. Eigentlich war die Siebenjährige schulpflichtig.
    Doch in der Schule Oppelner Straße, die sie seit dem vergangenen
    Sommer hätte besuchen müssen, tauchte sie nach Auskunft der
    Bildungsbehörde nicht auf. Die Schule schaltete daraufhin die
    zuständige Regionale Beratungs- und Unterstützungsstelle (Rebus) ein.
    "Das ist der normale Weg", sagt der Leiter der Präsidialabteilung in der
    Bildungsbehörde, Thomas John. "Rebus" bemühte sich vergeblich,
    die Eltern zu erreichen und verhängte wegen der Schulpflichtverletzung
    ihrer Tochter ein Bußgeld, das ebenfalls nicht bezahlt wurde.
    Daraufhin passierte nichts. Das Jugendamt wurde nicht informiert.
    "Wir sind darauf angewiesen, von den Schulen einen Hinweis zu bekommen,
    wenn ein Kind über längere Zeit nicht zum Unterricht erscheint",
    sagt Sonja Fessel, Sprecherin des Bezirksamtes Wandsbek. Das Jugendamt
    könne nicht alles sehen, sondern sei auf "andere Augen angewiesen".

    Auch die Nachbarn in dem blaugrauen Plattenbau haben von der Tragödie,
    die sich in der obersten Etage abspielte, nichts mitbekommen.
    An die kleine Jessica erinnert sich keiner der Bewohner. Nur der
    Vater des Mädchens, Burkhard M., der mit der Mutter nicht verheiratet ist,
    war einigen bekannt. "Morgens konnte man ihn oft im Supermarkt antreffen,
    wo er sich Wodka holte", sagt ein Anwohner.

    Alles anzeigen

    [Blockierte Grafik: http://www.welt.de/tplpix/welt/new/logo.jpg]

    ⚫⚪🔵

    3 Mal editiert, zuletzt von Raju (3. März 2005 um 18:44)

  • Wildboy
    Meister
    Beiträge
    2.236
    • 3. März 2005 um 18:46
    • #2

    da fragt man sich doch wie krank die eltern sind

    dass es sowas noch gibt.. :wall:

    :/: Diese Signatur ist in deinem Land leider nicht verfügbar
    Das tut uns leid

  • SWBer Noah
    Profi
    Beiträge
    1.290
    • 3. März 2005 um 19:12
    • #3

    Noch ist gut..... :pillepalle: :wall: :nein: :hi:

    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-space.de/thumb/QVwT1S1jged0.jpg]

  • x-man
    Meister
    Beiträge
    2.520
    • 3. März 2005 um 19:22
    • #4

    das ist mal wieder echt unglaublich...

    wie ich jetzt vernommen habe, soll wohl geklärt werden,
    warum etwaige behörden nicht eher hätte einschreiten können.
    bzw an welchen stellen es noch gelegen haben könnte, das dieser
    fall nicht bereits viel früher hätte auffallen können.
    da das kind nunmehr einem halben jahr der schulpflicht nicht nachkam.

    aber ganz davon ab, ob die behörden das nötigste oder zu wenig unternommen haben, wenn ich was von so einen fall höre oder lese, denke ich echt an lynchjustiz. die eltern sind da nix besser als andere kinderschänder...

  • nane
    Schüler
    Beiträge
    93
    • 3. März 2005 um 19:28
    • #5
    Zitat

    JENFELD | 02.03.2005

    Mädchen (7) verhungert - Sie vegetierte wie eine Gefangene
    K. OSTERKAMP

    Die kleine Jessica durchlitt unfassbares Martyrium



    Draußen toben Kinder und werfen mit Schneebällen. Drinnen im SAGA-Hochhaus am Brieger Weg 2 (Jenfeld) tragen zwei Männer in grauen Anzügen einen mit schwarzem Samt bezogenen Sarg durchs Treppenhaus. Er ist schmal und etwas mehr als einen Meter lang. In ihm liegt die 7-jährige Jessica M. Sie hungerte monatelang und erstickte schließlich nachts im Bett ihrer Eltern am eigenen Erbrochenen.

    Die grausamen Einzelheiten: Nach Aussage der Mutter Marlies M. (35) hatte Jessica nachts gebrochen und kroch danach zu ihr und ihrem Lebensgefährten Burkhard S. (45) ins Bett. Um 6.55 Uhr rief M. den Notarzt, da die Tochter ins Koma gefallen war. Doch als der eintraf, war die 7-Jährige bereits tot. Sie wog nur 9,5 Kilogramm! Der Arzt alarmierte sofort die Polizei. Normalerweise wiegen 7-Jährige zwischen 23 und 26 Kilo. "Die Kleine sah aus wie ein hungerndes Kind aus der Dritten Welt", so Polizeisprecher Ralf Meyer.

    Die Obduktion des Instituts für Rechtsmedizin ergab, dass Jessica an Erbrochenem erstickt ist. Die 7-Jährige bekam offenbar über Monate nichts zu essen. Als die Eltern ihr doch wieder etwas gaben, hat Jessicas ausgemergelter Körper das nicht verkraftet. Das Mädchen übergab sich und erstickte.

    Jessicas Eltern wurden gestern wegen Verdachts auf Totschlag durch Unterlassung von der Mordkommission vernommen. Laut Polizei kommen sie noch in der Nacht ins Untersuchungsgefängnis. Morgen sollen sie dem Haftrichter vorgeführt werden.

    Bei den Anwohnern des 7-stöckigen Hochhauses am Brieger Weg herrschte gestern Entsetzen und Ratlosigkeit. Erschreckend: Niemand im Haus kannte die kleine Jessica. Sie habe M. und S. hin und wieder im Fahrstuhl gesehen, erzählt Ludmilla Miller (30). "Dass sie ein Kind haben, wusste ich nicht." Ähnlich äußerten sich auch andere Mieter. M. und S. seien unauffällig gewesen. Nur eine Alkoholfahne ist den Nachbarn öfters aufgefallen. Laut Polizei machte die Wohnung einen verwahrlosten Eindruck. Die Eltern lebten von der Sozialhilfe. Weitere Kinder habe es nicht gegeben. Die ebenfalls dort lebende Katze sei wohl genährt gewesen.

    Dem Jugendamt war weder das Kind noch die Familie bekannt: Sonja Feßel: "Wir sind immer auch auf die Augen der Nachbarn angewiesen." Doch die haben die drastisch unterernährte Jessica nie gesehen.


    Info:
    VERWAHRLOSTE KINDER

    Juli 2004 - Michelle (2) stirbt in Lohbrügge in einer verdreckten Wohnung.

    März 2000 - Zwei Kinder (zehn Wochen und zwei Jahre) werden von ihren Eltern 36 Stunden ohne Essen und Trinken in der Wohnung zurückgelassen.

    September 1999 - Die Polizei befreit den schreienden Joël (5 Wochen) aus dem Gitterbettchen. Von den Eltern keine Spur.

    April 1997 - Zwischen Hundekot und Essensresten werden Jennifer (3) und Jan (12 Monate) von der Polizei befreit.

    DAS SAGEN NACHBARN

    Ingrid Schwarzer (52), dritter Stock "Ich kenne die Eltern nicht. Aber Nachbarschaft findet in diesem Haus sowieso kaum statt. Es ist alles so fürchterlich. Wie können Eltern nur so herzlos sein? Hätte ich nur etwas davon gewusst. Ich hätte der Kleinen doch geholfen und ihr etwas zu essen gegeben."

    Ludmilla Miller (39), vierter Stock "Es ist schrecklich. Ich kann nicht glauben, dass so was in unserem Haus passiert. Meine Tochter Alicia ist auch sieben. Die Kinder kennen sich doch alle. Aber auch Alicia hat die Kleine noch nie gesehen. Das kann doch nicht sein."

    Alles anzeigen

    Quelle: http://www.mopo.de


    es ist doch die härte, das sowas passieren kann! :nein:

    und: die katze war wohlgenährt....

    1. liga:

    wir sind gekommen, um zu bleiben!!:jump:


     Ich darf als Reporter ja nicht parteiisch sein... ich will auch nicht parteiisch sein - aber... lauft, meine kleinen schwarzen Freunde, lauft!!!
    (Marcel Reif beim WM-Spiel Kamerun-Argentinien beim Stand von 1:0)

  • Raju
    Erleuchteter
    Reaktionen
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    Beiträge
    5.247
    • 26. März 2005 um 14:00
    • #6

    Jessicas Grab geschändet

    Zitat

    Auf einem Friedhof in Hamburg haben Unbekannte
    Kränze auf dem Grab der verhungerten Jessica angezündet.
    Nach Angaben der Polizei wurde Grabschmuck des Senats, des
    Bezirksamts und der Bürgerschaft in Brand gesetzt. Über den oder
    die Täter sei bislang nichts bekannt. Ein Besucher des Friedhofs im
    Stadtteil Rahlstedt habe den Vorfall gemeldet, hieß es. Die Tat habe
    sich zwischen Donnerstag- und Freitagmittag ereignet.

    Jessica war am 11. März unter großer Anteilnahme der Bevölkerung
    beerdigt worden. Ihre Eltern hatten sie qualvoll verhungern lassen.
    Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

    Alles anzeigen

    [url=http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi…0/SH/0/depot/0/][Blockierte Grafik: http://ad22.vhb.de/hbi/images/logo.gif][/url]

    ⚫⚪🔵

  • Jonny Ballverluster
    ehem. Stopper Paul
    Beiträge
    1.101
    • 26. März 2005 um 14:33
    • #7

    Traurig heute zutage, das man Tote nicht ruhen lassen kann. Vorallem dieses 7-Jährige Mädchen! :wall:

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