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  4. Nationale und internationale Wettbewerbe

UEFA-Cup: Polizist erschießt Hooligan

  • Sorted
  • 24. November 2006 um 11:12
  • Sorted
    Fortgeschrittener
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    448
    • 24. November 2006 um 11:12
    • #1

    Polizist erschießt Fußball-Fan
    Ein tragischer Todesfall in Paris erschüttert die Fußball-Welt: Ein Zivilbeamter erschoss einen Anhänger des französischen Klubs Paris St. Germain und verletzte einen zweiten schwer.
    Das Unglück ereignete sich nach dem Uefa-Cupspiel zwischen Paris und Hapoel Tel Aviv (2:4) am Donnerstagabend.
    Nach Polizeiangaben versuchte der Beamte, einen Anhänger aus Israel zu schützen, feuerte zunächst mit Tränengas auf eine aufgebrachte Menge, gab dann zwei Schüsse ab und musste anschließend vor der Meute flüchten.


    Quelle: http://www.sport1.de

    Liebt das Stadion, liebt die Stimmung, liebt den Verein !

  • Hitchcock
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    • 24. November 2006 um 15:45
    • #2

    [URL=http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,450497,00.html]spiegel.de[/URL] drückt es so aus:

    Zitat

    Tödliche Schüsse aus Angst vor rechtem Lynchmob

    "Das ist ein Bulle!", "Dreckiger Neger!": Rechtsradikale Fußballfans haben in Paris einen farbigen Polizisten attackiert, weil der einen Anhänger von Hapoel Tel Aviv schützen wollte. Zwei Schüsse fielen - ein Fan starb.

    Paris - Ein Augenzeuge schilderte den Vorgang in allen Details. Es seien "Minuten extremer Gewalt" gewesen, sagte der Journalist Philippe Broussard vom Magazin "L' Express". "Das ist ein Bulle!" und "Dreckiger Neger!", hätten die Angreifer geschrien. "Dutzende von Personen stürmten auf den Polizisten zu und wollten ihn wegen seiner Hautfarbe angreifen", erklärte Broussard zu der Frage, ob es Notwehr gewesen sei.


    Der Beamte in Zivil hat gestern Abend einen Fußballfan des französischen Erstligisten Paris St. Germain (PSG) bei Auseinandersetzungen nach dem Uefa-Pokalspiel gegen Hapoel Tel Aviv (2:4) erschossen und einen zweiten Anhänger schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei wollte der Beamte einem französischen Fan von Tel Aviv zu Hilfe kommen, der von gewaltbereiten PSG-Anhängern bedroht wurde. Als der Polizist daraufhin von etwa 150 Fans angegriffen und laut Polizei "in eine Ecke gedrängt wurde", habe er zunächst Tränengas versprüht und danach zwei Schüsse abgegeben. Einer davon traf den etwa 20 Jahre alten PSG-Fan tödlich. Die Polizeigewerkschaft "Alliance" sprach heute von "legitimer Selbstverteidigung".

    "Das war ein Schuss aus Verzweiflung", teilte die Gewerkschaft mit. "Er ist von 150 aufgeheizten Typen angegangen worden, und wenn er nicht geschossen hätte, wäre er dabei draufgegangen." Der Gewerkschaftschef Frédéric Lagache sagte, dass der Zivilbeamte "Angst um sein Leben" hatte.


    Schießerei in Paris: In diesen Schnellimbiss flüchtete der Polizist
    Der Todesschütze ist in Polizeigewahrsam. Die Polizei hat eine interne Untersuchung eingeleitet. Auch von acht Pariser Hooligans, die am Abend festgenommen worden waren, hielt die Polizei am Freitag noch fünf wegen "rassistischer und antisemitischer Beleidigungen" fest, teilte die Pariser Polizeipräfektur mit. Die Anhänger des Pariser Clubs sind als gewalttätig bekannt. Es kommt rund um das Prinzenpark-Stadion im Pariser Westen immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen unter Fans.

    Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll es sich bei den PSG-Fans überwiegend um Rechtsextremisten gehandelt haben, die Sprechchöre wie "Frankreich den Franzosen" skandierten. Der Polizist musste nach den Schüssen vor den aufgebrachten Fans in einen Schnellimbiss flüchten.

    Alles anzeigen

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

    Einmal editiert, zuletzt von Hitchcock (24. November 2006 um 15:47)

  • Sorted
    Fortgeschrittener
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    448
    • 24. November 2006 um 16:09
    • #3

    Paris (dpa) - Ein französischer Polizist hat einen Fußball-Fan des Erstligisten Paris St. Germain bei massiven Auseinandersetzungen mit rassistischem Hintergrund nach dem UEFA-Pokalspiel gegen Hapoel Tel Aviv (2:4) erschossen.

    Einen zweiten Anhänger verletzte er schwer. Nach Angaben der Polizei wollte der Beamte einem jüdischen Fan zu Hilfe kommen, der von etwa 150 gewaltbereiten PSG- Anhängern bedroht wurde.

    Als der schwarze Polizist seinerseits - auch wegen seiner Hautfarbe - angegriffen wurde, versuchte er zuerst, sich mit Tränengas zu verteidigen und griff dann zu seiner Waffe. Ein Schuss traf einen 24-jährigen PSG-Anhänger tödlich. Ein 26 Jahre alter Fan wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Polizeigewerkschaften sprachen von "legitimer Selbstverteidigung".

    Etwa 100 Personen hätten rassistische und antisemitische Parolen wie "dreckiger Jude" und "dreckiger Neger" geschrien, berichtete der Pariser Staatsanwalt Jean-Claude Marin.

    Der von ihnen verfolgte 23- jährige Fußball-Fan sei von dem Polizisten aufgefordert worden, hinter ihm in Deckung zu gehen, während die Menge den Hitler-Gruß gezeigt und den rechtsextremen Ruf "Le Pen Präsident" skandiert habe.

    Der Todesfall löste in Frankreichs Sportwelt und Politik Entsetzen aus. Innenminister Nicolas Sarkozy sagte zu dem "dramatischen Vorfall", der von der französischen Antillen-Insel Martinique stammende Schütze habe sich wiederholt als Polizist zu erkennen gegeben. "Ein Aggressor hat ihm dann einen Schlag gegen die Schläfe versetzt, ein zweiter in den Unterleib getreten, und er ist zu Boden gegangen."

    Er habe seine Waffe erst gezückt, nachdem er den Umstehenden zugeschrien habe, dass er Polizist sei. Die näheren Umstände waren auch Sarkozy noch unklar.

    "Das war ein Schuss aus Verzweiflung", teilte dazu die Polizeigewerkschaft Alliance mit. "Er ist von 150 aufgeheizten Typen angegangen worden, und wenn er nicht geschossen hätte, wäre er dabei draufgegangen."

    Der Gewerkschaftschef Frédéric Lagache betonte, mit dem Tränengas habe der Mann sich nicht aus der Affäre ziehen können. "Er hat dann Angst um sein Leben gehabt." Der Schütze hatte sich vor der erregten Menge in einen Schnellimbiss flüchten müssen.

    "Das ist ein Bulle" und "dreckiger Neger" schrien die Angreifer, berichtete der Journalist und Augenzeuge Philippe Broussard von dem Magazin "L'Express". "Dutzende von Personen stürmten auf ihn ein und wollten ihn wegen seiner Hautfarbe angreifen", erklärte Broussard zur Frage, ob dies Notwehr in den "Minuten extremer Gewalt" gewesen sei.

    Der Todesschütze ist in Polizeigewahrsam. Auch von acht Pariser Hooligans, die noch am Abend festgenommen worden waren, hielt die Polizei am Freitag noch fünf wegen "rassistischer und antisemitischer Beleidigungen" fest, teilte die Pariser Polizeipräfektur mit.

    Die Polizei hat eine interne Untersuchung eingeleitet. Anhänger des Pariser Clubs sind als gewalttätig bekannt. Es kommt rund um das Prinzenpark-Stadion im Pariser Westen immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen unter Fans, vor allem bei Spielen gegen den "Erzfeind" Olympique Marseille.

    Sportminister Jean-François Lamour bedauerte das "Klima der Gewalt und Spannungen", das bei manchen Spielen herrsche, und das dramatische Folgen haben könne.

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  • Arminen-Dome
    Profi
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    1.259
    • 24. November 2006 um 17:48
    • #4

    Wenn alles so stimmt wie is in den Artikeln steht, (Unwarscheinlich aber mal angenommen) dann kann ich das Verhalten des Polizisten verstehen. Wenn jemand von 150 wilden Affen tatsächlich direkt und gezielt angegriffen wird ist der gebrauch einer Schusswaffe meines erachtens voll und ganz gerechtfertigt. Und da kann mir auch keiner erzählen er war da unbeteiligt wenn er auf den Beamten zustürmt. Dann kommt natürlich von involvierten Personen: Fußballfans sind keine Verbrecher und das geheule ist groß... Da kann ich nur sagen: Doch. Schläger sind Verbrecher besoders wenn dann noch so eine braune scheisse dazu kommt. Auch wenn sie ein Fußballtrikot tragen!(Wie gesagt, angenommen alles stimmt so wie es oben beschrieben steht)

    2 Mal editiert, zuletzt von Arminen-Dome (24. November 2006 um 17:50)

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