Beiträge von Gönner

    Was aus meiner Sicht auf keinen Fall passieren darf ist, dass man in Mannheim verliert und anschließend auf einem Abstiegsplatz steht. Das bekäme man nur ganz schwer argumentiert und noch ins Positive gedreht.


    Wäre aber vermutlich das einzige Szenario, dass die Betonköpfe bei uns noch zum Handeln bringen könnte. Dann besser früher als später abrutschen. Das kann man eigentlich kaum so argumentieren, was nur wieder den Wahnwitz unserer Situation unterstreicht.

    Habe das Spiel heute halbwegs spontan auf N1 verfolgt. Wahnsinn, dass der Verein dafür den Schnäppchenpreis von 33 Euro aufruft. Ohne Kersken und ohne das Glück beim Pfostentreffer wäre das Spiel eine exakte Kopie des Köln-Spiels geworden. Wahnsinn, wie wenig Gefahr von der Offensive ausgeht. Und die Mannschaft ist seit der Winterpause definitiv schlechter geworden. Und ja, das ist dem Trainer anzulasten. Wahnsinn, dass das hier niemand sehen will. Für mich ist die Messe ohne sofortigen Trainerwechsel gelesen. Wenn man in zwei Spieltagen unter dem Strich steht, kommt man aus dieser Spirale eh nicht mehr raus. Halle, Mannheim und jetzt wohl auch Duisburg sind ordentlich on fire. Hier wird die Situation von ALLEN - Mannschaft, Trainer, Verantwortliche, Zuschauer - stillschweigend zur Kenntnis genommen. Niemand scheint sich der Situation bewusst zu sein. Wahnsinn! (Ist heute mein Wort des Tages, das aktuell einfach zu allem passt)


    Ich glaube das sich im Umfeld des Vereins eine Menge Leute dieser Situation bewusst sind. Da aber absehbar an den entscheidenden Stellen nichts passieren wird, weil sonst schon etwas passiert wäre, da die Situation sich seit Wochen nicht geändert hat, macht sich eine umfängliche Resignation breit. Was wiederum genauso tödlich, wie verständlich ist. Im Grunde genommen sehen wir eine Kopie der letzten Saison, nur das die Spieler mehr Charakter haben und ein Trainerwechsel damit etwas bewirken könnte. Das allein wird aber auch nicht helfen, wenn nicht gehandelt wird.


    Ich lehne mich mal aus dem Fenster. Kniat wird hier auf der Bank bleiben, komme was wolle. Sollte er seinen Hut in dieser Spielzeit nehmen müssen, dann nur aufgrund einer Panikreaktion, wenn eigentlich nichts mehr zu retten ist. Es ist tatsächlich Wahnsinn, wie in diesem Club seit zwei Jahren wirklich ausnahmslos alles falsch gemacht wird, was man falsch machen kann. Intern, wie extern wohlgemerkt.


    Erinnert irgendwie alles an Frontzeck. Knappe Niederlagen, gute Spiel die unglücklich nicht gewonnen werden, zwischendurch mal ein deutlicher Ausrutscher nach unten, um den Trainer dann mit einem seltenen Sieg gegen einen wirklich schwachen Gegner im Amt zu halten und dann geht es genau so weiter. Immer zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.

    Alternativ: Wenn zu bekommen wäre Härtel allerdings mein Wunschkandidat.


    Härtel wäre auch meine Wunschlösung. Er würde perfekt in unsere Situation passen.


    Der kennt die 3. Liga und lässt einen bodenständigen Fußball im 4-2-3-1 spielen. Das stabilisiert die Defensive durch die Doppelsechs und wäre beides für ein neu zusammengestelltes und verunsichertes Team wichtig. Außerdem passt diese Formation gut zu unserem Kader mit vielen Mittelfeldspielern.


    Darüber hinaus sind die Laufwege beim 4-2-3-1 ähnlich wie beim 4-3-3, sodass er nicht bei Null anfangen müsste und er hat in Magdeburg mittelfristig Erfolg gehabt. Wäre also kein reiner Feuerwehrmann. Da könnte man drauf aufbauen.



    Zu guter Letzt hatten wir kürzlich schonmal ein glückliches Händchen mit einem Trainer, der zuvor im Osten erfolgreich war. 😁

    Was ich mich vielmehr frage: Es ist doch nicht gar nicht zu beweisen, wie Kind abgestimmt hat...

    Das ist ja das Wesen einer geheimen Abstimmung...

    Aber soweit können die Ultras gar nicht denken, dass vielleicht einer von den Vertretern, die außen auf Fankumpel- PR machen, dann bei geheimer Abstimmung doch für noch mehr Geld gestimmt haben.


    Beweisen nicht, aber die Indizien sind relativ eindeutig. Zumal nach den Aussagen der anderen Teilnehmer an der Abstimmung eigentlich nur Kind übrig bleibt.


    Es würde halt auch zum restlichen Verhalten von Martin Kind passen. Habe mich mal vor einigen Jahren intensiv mit Hannover 96 und Martin Kind auseinander gesetzt.

    Es ist nicht das Problem der DFL, wenn Hannover 96 intern Probleme hat. Martin war legitimierter Vertreter von 96 und hat damit regulär abgestimmt.


    Allerdings könnte die DFL Hannover 96 ironischer Weise dafür bestrafen, dass sich dort nicht an 50+1 gehalten wird. :D


    Ob das der richtige für den Job wäre? Was da ständig aus seinem Ministerium dringt, kann kommumikationstechnisch doch nur als Disaster bezeichnen. :)


    Komplexe gesellschaftliche Entwicklungen wie die Social Medias kann man schlecht steuern oder gar verbieten. Da ist dann doch eher ein verstärkter Einsatz von Pädagogen angezeigt, die bereits Schülern das nötige Rüstzeug in Sachen Medienkompetenz vermitteln.


    Es sind aber aktuell nicht die Bürger, die eigenverantwortlich über den Content in den großen sozialen Medien bestimmen, sondern die Konzerne hinter den sozialen Medien, die mit ihren Algorithmen bestimmen, was man präsentiert bekommt.


    Die sorgen dafür, dass viele sich in einer Echokammer befinden, weil den Konzernen natürlich dran gelegen ist, dass sich die Leute möglichst lange im "rabbit hole" verheddern, weil sie mit steigender Nutzung Geld verdienen. Für die Gesellschaft ist das allerdings pures Gift.


    Da müsste der Staat den Konzernen vorschreiben, dass das offener zu gestalten ist. Das ist genau genommen das Gegenteil von Zensur. Es wäre - so paradox es klingen mag - eine Vorschrift zur Deregulierung. Das man da allerdings Zensur hineininterpretiert, zeigt mal wieder wo wir mittlerweile leider angekommen sind.


    Das hat übrigens nichts mit Habeck zu tun. Auch ein komischer Reflex. Dafür wäre Volker Wissing zuständig. Das würde übrigens auch ganz ins FDP-Credo passen, wenn es für alle nützlich sein sollte.

    Ich finde entfolgen oder stummschalten überhaupt nicht infantil, wenn mich etwas derart nervt. Schau Dir mal die Social Media Channels der grösseren Vereine an, die machen das haargenau so. Siege feiern, Niederlagen kurz erwähnen und Kopf hoch, etc. Wenn Du über den großen Teich gehst ist es noch extremer: dort werden Niederlagen (zumindest beim Eishockey und Baseball) überhaupt NICHT erwähnt, sondern schlicht und ergreifend ignoriert. Auch eine Maßnahme. Man kann den Verein kritisieren, auf die Mannschaft drauf einschlagen, etc. aber der arme Social Media Content Manager hat nun mal den Job, diesen Kanal am laufen zu halten. Die nette Dame am Ticketschalter bellt man ja auch nicht an, weil es beim Verein gerade scheiße läuft.


    Schonmal überlegt, dass das alles zusammen mit dafür verantwortlich ist, dass alle mehr oder minder in ihrer eigenen Blase leben und der Bezug zum Realismus stetig schwindet, wenn man immer nur die Dinge fokussiert, die einem in den Kram passen? Dieser Zeitgeist kann nicht dauerhaft gut gehen. Auch hier ist der Sport Spiegelbild einer Gesellschaft die immer weiter fragmentiert.


    Es wäre dringend überfällig, dass die Staaten den sozialen Medien vorschreiben, diese Selbstbestätigungsalgorithmen aufzuweichen. Also das Gegenteil von Augen und Ohren zuhalten.

    Was soll der Social Media Beauftragte denn Deiner Meinung nach machen?? Diese Todesstimmung, die hier bei einigen herrscht aufnehmen? Das Bündnis angreifen, Kniat verteufeln?? Dann ist der aber schnell arbeitslos... Oder soll er nur das Ergebnis posten und nen "Achsel-Zuck-Smiley" oder "Soooorryyyy - Kniat ist immer noch hier!"


    Es gibt ne einfache Möglichkeit wenn man den Content nicht mag: stummschalten oder entfolgen.


    Also einige hier die brauchen ja starke Blutdruckmittel... da pumpt ja die Hauptschlagader, unfassbar!


    Ähnlich, wie beim Trainer und seinen Interviews, wäre hier etwas mehr Realismus angezeigt. Himmelhochjauchzend ist genauso falsch, wie zu Tode betrübt


    Den Sieg positiv darstellen, aber auch als dass was er ist. Dringend benötigte Punkte gegen einen Gegner, der aber geschlagen werden musste.

    Sind eh nur Sesselpupser, Besserwisser und Schreiberlinge hier im Forum vertreten!!!!!!


    Dass Du die Pessimisten und Meckerpötte vergessen hast, spricht wenigstens für eine angemessen Bescheidenheit. :thumbup:



    Ansonsten sollte man die Sache mit den Satzzeichen tatsächlich nicht zu hoch hängen. Wobei an dem frei abgewandelten Zitat, dass jemand der drei oder mehr Ausrufezeichen hintereinander verwendet die Kontrolle über sich verloren hat, nach meiner Erfahrung punktuell schon was dran ist.

    Wenn man die Niederlagen zuvor nicht so schöngeredet hätte, dann hätte ich mit der positiveren Bewertung von Köln ("Chancen nur nicht rein gemacht") und dem Hochjubeln vom Sieg in Freiburg, um Selbstvertrauen zu tanken durchaus leben können. Denn mit breiter Brust schiebt sich der Ball zugegeben leichter über die Linie, als wenn man unsicher ist. Das Geschmäckle entsteht mit der zweifelhaften öffentlichen Einschätzung der Spiele zuvor.

    Das sehe ich nicht ganz so. Hätte man den Abstieg letztes Jahr verhindert wären wir da mit den TV-Einnahmen im Rücken durchaus auf Augenhöhe. Die genannten würden sich nach einem Absturz in Liga drei vielleicht geschickter anstellen, aber finanziell leben die doch alle von den laufenden TV-Einnahmen und würden ähnlich kollabieren.


    Der Punkt ist nur, dass wir diese Abstürze wirklich realisieren. Klar läuft man dann mit jedem Absturz neuerlich Gefahr den Anschluss zu verlieren. Deshalb ja auch meine Aussage, dass das Bündnis in Liga drei Investieren muss. Das würde man im Aufstiegsfalle wieder reinholen können.

    Das stimmt schon. Die größten Fehler macht man häufig im Erfolg. Das trifft gerade auf Arminia zu. Aber könnte der regelmäßige Totalabsturz nicht auch daran liegen, dass man immer am Limit oder darüber hinaus operiert? Von der Größe her hätte man es sich über die letzten 30 Jahre auch im Mittelfeld der zweiten Liga bequem machen können ....

    Ich kann meinen Vorrednern nur beipflichten. Die Erfahrung zeigt, dass diese Ruhe trügerisch ist und sich der Ärger deutlich Bahn brechen wird, sobald es im nächsten Spiel nicht läuft. Diese Stimmung kenne ich aus knapp drei Jahrzehnten Arminia und sie war nicht immer konstruktiv.


    Ich halte meine Kritik an Kniat trotzdem im vollen Umfang aufrecht. Sollte er die Kurve doch noch bekommen, dann sei es ihm im allseitigen Interesse dennoch gegönnt. Es gibt auch Fälle, wo man sich gerne irrt.

    Das erstaunliche daran ist, dass genau dieser Umstand über Jahrzehnte die Konstante bei Arminia ist. Da fragt man sich schon, ob das wirklich immer allein an den handelnden Personen (Müller, Lamm, Kentsch, Arabi) gelegen hat oder auch das ostwestfälische oder speziell das Arminia Umfeld solche Konstellationen immer wieder begünstigt hat. Letztlich war Arminia immer auf Kante genäht und hat sich dann auch Alleinherrscher blind verlassen. Worin liegt die Ursache, dass diese Fehler immer und immer wieder widerholt werden?

    Das Bündnis sieht sich bei Arminia nicht als Investor im großen Stil. Das wurde ja schon oft erwähnt, wird aber hier von vielen immer noch anders gedeutet. Das kann man jetzt schlecht finden oder nicht, Fakt ist, dass diese Unternehmen im Bündnis nicht unbegrenzt Geld nachschießen werden. Hier ist auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Betracht zu ziehen und die Tatsache, dass jedes Unternehmen sowohl den eigenen Geldgebern, als auch den Mitarbeitern gegenüber verantwortungsvoll agieren muss.


    Ich schätze Deine Aussagen hier normalerweise sehr, aber hier muss ich doch jedem einzelnen Satz widersprechen. Die sachliche Kritik am Bündnis fordert keine andauernden Investitionen im großen Stil und die Absichten des Bündnisses werden auch nicht in dieser Richtung gedeutet. Auch soll nicht unbegrenzt Geld nachgeschossen werden. Das Geld, was man bisher eh in die Hand genommen hat und was man aufgrund der von Dir selbst beschrieben Limitierung im sportlichen Bereich wohl auch weiterhin in die Hand nehmen muss, um die selbst gesteckte Aufgabe als Lebensversicherung zu erfüllen wäre nur halt viel effizienter angelegt, wenn man ein besseres antizyklisches Timing an den Tag legen würde, mit dem Ziel zukünftig notwendige Investitionen wieder reduzieren zu können. Das wäre dann auch im gesamtwirtschaftlichen Umfeld gegenüber den Mitarbeitern zu verantworten. Zumal man ja auch in einem besseren wirtschaftlichen Umfeld nicht als Investor im großen Stil auftreten will.


    Dafür gibt es natürlich auch keine Erfolgsgarantie, aber die Wahrscheinlichkeit des Gelingens steigt doch deutlich. Man sieht doch, dass sich die Tabellen regelmäßig nach den finanziellen Möglichkeiten der Clubs sortieren, auch wenn die prominenten Ausnahmen in den Diskussionen immer gerne in den Vordergrund gestellt werden. Ist ja auch deutlich plakativer als die breite Masse in den Statistiken, bei der das regelmäßig funktioniert, wenn es mit sportlicher Kompetenz unterfüttert wird.


    Natürlich kann man diese Vorgehensweise genauso legitim kritisieren, wie das was bei Arminia aktuell verzapft wird. Was die bessere Entscheidung war weiß - oder besser wüsste - man letztlich erst hinterher. Aber die ausführliche Kritik so hinzustellen, wie Du es in getan hast wird der Sachlichkeit der Argumentation nicht gerecht.