Beiträge von topscorer

    1. Die Mitgliederstatistiken wären ohnehin mal interessant zu sehen; wie viele Austritte hat es gegeben, wieviele Beitragssäumer gibt es, die aber nicht gekündigt werden, um die Zahlen aufzuhübschen, etc. pp.


    2. Auch schön wäre mal zu sehen, wie viele Praktikanten mittlerweile beim DSC tätig und mit wichtigen administrativen Tätigkeiten beauftragt sind....


    3. Zum Thema Presse - hier noch mal der schöne (im Sinne von: aussagekräftige) Artikel von Brinkann-Intimus Lothar Schmalen, der durch einen unglücklichen Christmas-Bug von der nw-Seite gefallen zu sein scheint...


    http://www.nw-news.de/lokale_n…ellschaft_genehmigen.html


    Unbedingt lesenswert, wie hier der Verein gerettet wurde und wird. Und - von wem. Toll!

    Mal zurück zum Thema dieses Threads:



    Wenn Du Weber nicht vergraulen willst, musst Du offenbar mit Schnitzmeier leben.
    Verstehen muss man das aber nicht...

    1. Bei allen Wahlen - auch 2009 - sind ja Kandidaten aufgestellt worden, die entweder Sponsoren oder Mitglieder repräsentiert haben.


    2. Alle sind daran gescheitert, dass die nicht gewählten Aufsichtsratsmitglieder alle demokratischen Prozesse blockieren und / oder hintertreiben.


    3. Positive Ideen werden in diesem Club nicht aufgenommen, weder im Medien- noch im Marketingbereich. Und auch intern ist die Kommunikation seit langem katastrophal. Im Gegenteil: Man wird noch weggebissen.

    Wenn derart offensichtlich die Rechte der Mitglieder systematisch beschnitten werden, ihnen / uns offen ins Gesicht gespuckt wird, darf man doch einen Austritt niemandem übel nehmen. Man kann sich ja trotzdem noch mal ne Karte kaufen und gucken gehen, was die Leute so anstellen, die die Fussballfachleute Hindrichs und Weber ausgesucht haben... Und das läuft ja gut.

    Ich freue mich ja immer noch über die Begründung.
    "Wir waren im Puff, weil es woanders nichts mehr zu trinken gab!"
    Das ist eine Beleidigung für die lebensfrohe Stadt Augsburg.
    Und es macht es umso unterhaltsamer, wenn man sich anschliessend über die hohe Getränkerechnung mokiert. Als hätte man gar nicht realisiert, wo man ist.
    Naja, vielleicht waren die Herren ja auch auf irgendwas drauf.
    Nehme auch an, dass die beiden nicht alleine dort waren.
    Herrliche Geschichte.

    Jetzt ist es wie auf einem Friedhof. Da stand auch schon der eine oder andere und hat gedacht: Jetzt ist endlich Ruhe. Aber man sagt es nicht.


    Mit Verlaub: Das Problem war nicht, dass das Thema Stein in die Öffentlichkeit kam. Das Problem war doch offenbar, dass die Herren Schnitzmeier und Geilhaupt ihr eigenes Süppchen mit den Sponsoren kochen. Die Herren Fink und von Schubert nebst Lauritzen, die sich ja nie öffentlich äußern, über einen unerträglich langen Zeitraum offenbar die bestimmt seit langem laufende Präsidiumssuche des Verwaltungsrates blockiert haben, bis dieser entnervt aufgegeben hat. Was man nicht gut heißen muß.


    Die letzten in ihr Amt gewählten Repräsentanten sind gegangen. Das ist ein deutliches Zeichen, wer hier das Sagen haben will und hat. Wer jetzt noch da ist, darf mitspielen - aus welchen Gründen oder Abhängigkeiten auch immer.


    Dass die Konstruktivität damit zurückkehren könnte, ist eine geradezu wahnwitzige Vorstellung, denn die Intriganten sind mit Sicherheit nicht unter den Zurückgetretenen zu suchen. Dass es mit diesem Rumpfclub, der seine Abteilungen und seinen Nachwuchs rasiert und sein engagiertes Umfeld derart vor den Kopf stößt, gelingen sollte, a) Zuschauer und b) Zeichner in ausreichendem Maße zu finden, dürfte als ausgeschlossen gelten.


    Dies ist der schwärzeste in unserer an schwarzen Tagen nicht armen Vereinsgeschichte.

    Zitat

    Original von Exteraner
    Es stand glaube ich im WB, dass viele Köche den Brei verderben. Eine Reduzierung der Gremien scheint mir unabdingbar, wenn Arminia überhaupt noch eine Zukunft haben will. Denn diese Stimmenvielfalt unter einen Hut zu bringen ist ein Ding der Unmöglichkeit.


    Das ist doch nicht das Problem. Das Problem ist, das die Sponsorenvertreter den Verwaltungsrat nicht seinen Job machen lassen und das zusammen gestellte Präsidium sabotiert haben, weil es ihnen warum auch immer nicht gepasst hat. Vielleicht hat es ja auch nur dem Geschäftsführer nicht gepasst? Sei es, wie es sei. Sponsoren gehören in den Aufsichtsrat. DIESE Herren überschreiten ihre Kompetenzen.

    Zitat

    Original von Exteraner


    Der Horror bei Arminia verschafft Hindrichs und Weber den absoluten Kick, den sie in ihren Unternehmen so nicht haben. :D


    Es ist ja nicht so, als ob sie ihn jetzt erwürben. Sie wollen nur um jeden Preis ihre Kohle retten (wie ich in meinem Post schrieb) und ihre Repräsentanten ihren Job. Ansonsten geht es um Einflussnahme. Dass die aktuelle Lage des Clubs der Geschäftsführung der KgaA und dem verpennten Aufsichtsrat (ebenda) mit seinen Sponsorenvertretern zu verdanken ist und nicht dem Verein und seinen Gremien - geschenkt. Man nutzt diese Schwächephase aus, um in Zukunft allein zu bestimmen - weil dann ja alles besser wird. Oder man hat Arminia eh schon abgeschrieben und versucht, seine Hand auf alles zu legen, was sich nicht bewegen lässt? Mal sehen...

    Der eine oder andere sollte langsam das Gesamtszenario begreifen: Die Sponsoren versuchen seit Langem, sich den Verein unter den Nagel zu reißen. Er war bestimmt kein helles Licht, aber Brinkmanns Abschiedsrede war doch deutlich genug. Leider kamen ihm seine Erkenntnisse über die Vernichtung des eV deutlich zu spät. Zum anderen kämpfen die Repräsentanten der Geldgeber um jeden eingelegten Cent, da auch ihr eigenes Schicksal sich damit verknüpft. Eine Insolvenz war daher für sie nie eine Alternative, auch, wenn es für den Verein womöglich das Beste gewesen wäre. Nun ist der Verein entdemokratisiert, quasi führungslos und völlig überschuldet - und kommt da auch nicht mehr raus (siehe gegenübers Beitrag). Die Tochter führt die Mutter - so siehz aus. Und dass ein Stein das nicht mit sich machen lässt, wundert ja wohl keinen. Geführt wirdl die ja seit Anders sogenannte "Arminia-Gruppe" (man achte auch hier auf die Wortwahl) von einer dubiosen, in keiner Form legitimierten Task Force. Denen es weder das alte Präsidium, noch der neue VR recht machen kann. Man darf davon ausgehen, dass Von Schubert, Frink, der Rückrundenrocker und Schnitzelmoser auch das Präsidium bestellen wollen. Insofern ist auch klar, wer hier wen isoliert. Verabschiedet Euch vom DSC. Den Verein gibt es nicht mehr.

    Danke, Anturios, für die wieder einmal sehr sachliche und zutreffende Replik. Die ich noch ein wenig ergänzen möchte.



    Zitat

    Original von NoFate1971
    Interessant das Thema Verkentschifizierung. Wie kommt Ihr darauf?


    Interessant ist die Formulierung "Ihr". Warum nennst Du den betreffenden User hier nicht beim Namen? Ist das Forum für Dich mittlerweile eine geschlossene Gruppe, der Du als Amtsträger gegenübertrittst? Ich hoffe nicht!


    Zitat

    Original von NoFate1971
    Schon einmal daran gedacht, dass die Leute, die uns mit Millionenbeträgen(!) unterstützen, ein nicht geringes Interesse daran haben dürften, dass dieses Geld auch nach ihren Vorstellungen verwendet wird?


    Daran haben "wir" sicherlich nicht so oft gedacht wie manch andere bei Arminia handelnde Person, die überhaupt nichts Anderes mehr im Kopf hat. Es gab aber in den letzten Jahren bestimmt niemanden, der nicht bereit gewesen wäre, den Willen der Sponsoren zu berücksichtigen. Die Fehler, die gemacht wurden, hatten andere Ursachen. Zum Beispiel die, das man dem Willen der Sponsoren gefolgt ist, die einen ehemaligen tollen Europameister als Trainer haben wollten. Oder die Satzung ändern. Insgesamt: Die sittenwidrige Ansprüche gestellt haben und stellen. Wie z. B. die, Einfluss zu nehmen auf die Zusammensetzung der demokratisch zu wählenden Gremien.


    Und Du? Schon einmal daran gedacht, dass nicht einmal ein Investor sich das Präsidium selbst zusammen stellen dürfte? Dass ein Sponsor sich im Aufsichtsrat tummeln und maximal die Aufstellung der KgaA beeinflussen sollte? Dass der Verwaltungsrat das von den Mitgliedern gewählte Gremium ist und nicht das von den Geldgebern zusammen gestellte? Hier fehlt es mir doch deutlich an Ausgewogenheit.


    Zitat

    Original von NoFate1971
    Innerhalb des Clubs gibt es verschiedene Strömungen, Meinungen, Vorstellungen und vor allem Persönlichkeiten. Diese gilt es so zu organisieren, dass alle mit dem Ergebnis leben können. Die einen verstehen das, die anderen eben nicht.


    Ein Verein ist keine Firma. Es geht nicht um Organisation, sondern auch um Kultur.
    Die einen verstehen das, die anderen eben nicht.


    Zitat

    Original von NoFate1971
    Ich kann nur immer wieder appellieren: Lasst uns endlich gemeinsam die Dinge anpacken.


    Dazu müsste man endlich mal aufhören, den Willen der Mitglieder und ihrer Repräsentanten zu übergehen, gewählte Gremienvertreter wie Dich medial zu diskreditieren und die Mitgliedschaft zu erpressen. Es braucht nicht mehr oder weniger als endlich einen neuen Geist. Anstatt des ständigen "Alle für einen"- und "Wir sind Arminia"-Gelabers wäre der seit Jahren beschworene Neuanfang vonnöten. Der scheint aber mittlerweile so weit entfernt wie die deutsche Meisterschaft.


    Du zitierst aus einem Kommentar. Ich bezog mich auf de heutigen Artikel von Klaus Ott:


    http://www.sueddeutsche.de/spo…erzauste-loewen-1.1123126


    Dass der Verbleib von Schneider im Präsidentenamt von 1860 zunächst auch nur ein Etappensieg sein kann, sei dahingestellt. Mir ging es zunächst darum zu beschreiben, wie Geldgeber vorgehen. Ohne Rücksicht auf die Vereinskultur - die sogar die DFL schützt, bekanntlich keine Institution von grosser Sozialromantik. Nur bei Arminis wird der Wille von Sponsoren, nicht einmal Investoren, derart auf den Schild gehoben, dass sogar aus dem Aufsichtsrat das Präsidium bestimmt wird. Das ist mehr als absurd.

    Meine sehr verehrten Damen und Herren -


    ich begrüße den Ansatz des gegenseitigen Siezens. :)


    Zunächst ist es absolut verständlich, das wir uns angesichts ENDLICH positiver sportlicher Erlebnisse wieder dem Eigentlichen zuwenden wollen.
    Zum anderen sind Ermüdungsbrüche nach mittlerweile Jahren eines sinnlos erscheinenden vereinspolitischen Verschleißkrieges unvermeidbar.


    Allerdings ist es dennoch illegitim, den, der nach wie vor das Politische vom Sportlichen trennt und das Offensichtliche hinterfragt, als Verschwörungstheoretiker oder Querulanten zu brandmarken. Das kennen wir nun seit langem aus der Öffentlichkeitsarbeit von und um Arminia. Und wurde hier im Forum doch zum Glück meist anders gehandhabt. Lasst uns dabei bleiben.


    Rasengrüns Fragen sind mehr als berechtigt und bedeuten keinesfalls, dass es ihm morgen an Siegeswillen fehlen wird oder an Arminiaherz oder dass eine Veränderung seines Geisteszustandes stattgefunden hat. Dieses Phänomen kennen wir aber schon lange: Es wird immer darauf spekuliert, sich hinter positiven sportlichen Ergebnissen verschanzen zu können, um von den Mitgliedern nicht befragt zu werden.


    Die letzte JHV zeigte ja, dass man es auch schon fast geschafft hat, wieder in den alten Zeiten anzukommen, als sich 300 Unentwegte gegenseitig beim Bier versicherten, wie gut alles läuft. Die kleine Zahl der erschienenen Mitglieder ist angesichts der Gesamtmitgliederzahl von um die 10000 allerdings im Gegensatz zu früher erschreckend und belegt, dass der Großteil der Öffentlichkeit sich aufgrund der Vorgänge in unserem Club von ihm abgewendet hat.


    Denn das alles macht mürbe - bedeutet aber noch lange nicht, dass wir aufgeben sollten, Fragen zu stellen. Die wiederum ja nicht gleich bedeutend sind mit Misstrauen, sondern nur mit Kontrolle. Oder Neugier. Obwohl auch ersteres nach wie vor angebracht wäre, sind wir doch immer noch deutlich uninformiert. Ist doch nach wie vor eine entsetzlich arrogante Aussendarstellung vorhanden, sind nach wie vor die Zahlen intransparent und - im Gegensatz z. B. zu 1860 - auch noch nicht in wahrer Höhe ultimativ benannt. Ist die wirkliche Situation um die Anleihe und die Ausgliederung der Stadiongesellschaft, sind die Gründe für die unterschiedlichen Ansichten des alten Schatzmeisters und des Finanzgeschäftsführers noch nicht bekannt. Etc. pp.


    Aber sogar unabhängig von dieser wackligen und diffusen Finanzsituation muss man doch zur Kenntnis nehmen, dass es offenbar einen Krieg um Arminia gibt, in dem es um Einflussnahme und Machterhalt geht - und womöglich aufgrund der Vorgänge um den Tribünenbau auch um Vertuschung strafrechtlich relevanter Taten.


    Für die Sponsoren war 2009 ein Schock, weil sie nur mit kriminellen Mitteln verhindern konnten, dass die Mitglieder ein nicht von den Geldgebern vorab zusammen gestelltes Präsidium wählen. Daraufhin wurde die Satzung geändert - doch erneut parierten die Mitglieder nicht, sondern demokratisierten den Verwaltungsrat. Dessen Versuch, dem Verein endlich wieder die Führung der Arminiagruppe zu verschaffen, durch Personalwechsel und / oder Führungsstärke im Präsidium, scheiterte offenbar, auch an der übergroßen Machtfülle der Geschäftsführung in der KgaA, die nicht nur das alte Präsidium ignoriert hat (was man teilweise natürlich nachvollziehen konnte), sondern momentan auch zu verhindern scheint, dass der Club eine neue Führung erhält. (was völlig inakzeptabel ist)


    Der Club wird finanziell ausgeblutet, die Budgets der Abteilungen verstümmelt, das Stadion ausgegliedert, die Lizenzgebühren an den e.V. auf ein Minimum reduziert etc. pp. Der Verein wird damit zu einer lächerlichen Luftnummer, einer Art Schleier, oder noch besser: Zum Feigenblatt. Die Macht und das Geld und die Immobilie befinden sich ausschliesslich im Einflussbereich der KgaA, von deren Geschäftsführung und, qua Aufsichtsrat, auch der Sponsoren. Die in dessen Besetzung ja jetzt dem Verwaltungsrat wieder demonstriert haben, was sie von ihm und seinen gewählten Mitgliedern halten.


    Hier muss man leider zur Kenntnis nehmen, dass die angeblichen positiven Nachrichten das Gegenteil bedeuten. Ein sympathisches Übergangspräsidium, das sich selbst aber offenbar für eine Dauerlösung hält und Plätze im Aufsichtsrat beansprucht. Ein Verwaltungsrat, der wenige Tage nach seiner Wahl bereits übergangen und damit lächerlich gemacht worden ist. Wegen Sponsoren, die nur ein Ziel haben: Die Mitgliedschaft aus allen Prozessen fernzuhalten, die ihren eigenen Einfluss gefährden könnten.


    Bei 1860 geht der arabische Investor ähnlich vor. Allerdings hat Arminia keinen derartigen Geldgeber. Wir haben Sponsoren, die 1. wesentlich weniger Geld einbringen. Und 2. Gegenleistungen erhalten. Der Jordanier hat sich bei seinem Versuch, ein eigenes Präsidium installieren zu lassen, gerade ein blutige Nase geholt. Aber unsere Provinzgönner können machen, was sie wollen?!


    Der Krieg ist noch nicht vorbei, so leid es mir tut. Aber es wird nicht mehr lange dauern. Insbesondere, wenn wir uns mit der Berufung eines Thomas Helmer in den Aufsichtsrat zufriedenstellen lassen. Oder einem angekündigten, aber nicht vollzogenen Präsidium Stein, zu dessen Team wir nach vor nichts wissen und auch nicht, warum es nicht eingesetzt wird. Gute Nachrichten sehen anders aus. Der Verwaltungsrat wird sicher seit seinem Misstrauensvotum im Januar personelle Alternativen haben. Man darf sich schon fragen, wer warum verhindert, dass sie eingesetzt werden.


    Wir wollen alle Fussball gucken, wir wollen alle gewinnen und alle wieder mit Haut und Haaren dabei sein können. Ob jeder bereit ist, dafür auch sein Herz zu verkaufen, muss sich jeder selber fragen. Ich persönlich werde das nicht tun. Mein Verein wird nicht geleitet von irgendwelchen Herren in irgendeiner selbst ernannten Task Force ohne jede Legitimation ausser einer monetären. Mein Verein lebt von anderem. Ich hoffe, dass das auch unser Verein ist.

    Zitat

    Original von jögi


    Du weisst, dass ich dich respektiere und deine Meinung schätze. Ich weiss auch, dass du durchaus gute Infoquellen besitzt. Aber ist das nicht ein wenig weit ausgeholt? Selbst wenn sie sich nicht mögen sollten, was man durchaus bezweifeln kann, wenn man sich an Helmers Abschiedsspiel erinnert, darf man in den AR nur Leute einberufen, die mit Uli Stein als vermutlich zukünftigen Präsidenten auf einer Wellenlänge befinden. Das fände ich schon recht befremdlich und müsste an sich einen kritischen Geist wie dich hellhörig machen. Wenn Uli Stein sich von dieser Personaille in seiner Bereitschaft, Präsident zu werden, negativ beeinflussen lassen würde, dann müsste ich stark an seiner Befähigung als zukünftigen Präsidenten zweifeln. Denn von einem Präsidenten wird auch erwartet, dass er unterschiedliche Ströme in einem Verein zusammenführen kann und Dialogbereitschaft auch mit Personen besitzt, mit denen er halt nicht so gut klarkommt.


    Was ist, wenn es nach wie vor Kräfte gibt, die einen derart starken Präsident verhindern wollen? Und / oder ihre Position sichern? (Letzteres gilt bekanntlich für den Geschäftsführer, der ja offenbar seine eigenen Vorgesetzten mit bestellen darf, weshalb er an den Gesprächen mit Stein beteiligt war.)


    Man darf bestimmt erwarten, dass auch ein starker Präsident (wie Uli Stein es sicher wäre), gut mit Leuten umgeht, die er nicht unbedingt leiden kann, vielleicht, warum auch nicht, warum auch immer. Man kann Thomas Helmer auch gerne für einen ausgewiesenen Fachmann halten, natürlich. Deshalb hatte Brinkmann ja auch zu ihm Kontakt aufgenommen, von Fussballkenner zu Fussballkenner.


    Aber es geht ja nicht nur um TH, sondern auch um die drei Mitglieder des Übergangspräsidiums. Das ist und bleibt in der Gesamtheit ein Affront. Warum und wodurch auch immer abgesichert diese drei, im Gegensatz zum alten Präsidium und zum gesamten Verwaltungsrat,meinten, sich die Haftung für ca. 3 Mio Fananleihe leisten zu können, ist das eine. Dass die zwei sympathischen Spaßvögel und der Sensenmann jetzt den Aufsichtsrat bereichern sollen, verwundert nur die, die nach wie vor naiv sind und an das Gute bei Arminia glauben. Hier spielt der Zeitpunkt natürlich eine große Rolle.


    These: Geschäftsführer und Sponsoren wollen das Übergangspräsidium zur Dauerlösung machen, um wie in den letzten Zeit ungestört im Hintergrund ihre eigenen Fäden zu ziehen.


    Ach, und bevor das Verschwörungsgemecker wieder losgeht: Bei Arminia lernt man Paranoia. Da hat Rasengrün recht. Und: Dass man Verfolgungswahn hat, beweist nicht, dass keiner hinter einem her ist.

    Dieser Herr Faber wird sich in dem Gremium sicher wohlfühlen. Wie ich höre, befasst er sich in seiner knapp bemessenen Freizeit ebenfalls mit juristischen Fragen. Insofern wird ihm der Umgang mit renitenten Kanaillen vertraut sein...


    Spaß beiseite: Ich halte es für einigermaßen ehrenrührig, was der Ehrenrat seit Jahren da treibt. Und frage mich, wie es da am Montag zu einer Wahl kommen soll, wenn die Kandidaten nicht benannt, geschweige denn vorgestellt worden sind. Das riecht doch bereits wieder nach Verschleierung. Und wenn es stimmt, dass ein Mann wie Lämmchen sich bewirbt, also jemand, der jahrelang mittendrin war in diesem Sumpf, sich jetzt als moralische Instanz installieren möchte, kommt mir die Galle hoch. Das hat nichts mit Misstrauen gegen ihn persönlich zu tun, sondern mit allgemeinem Anstand. Das er diese Dreistigkeit besitzt, zeigt bereits, dass er beispielsweise für dieses Amt nicht taugt.

    Nun, wenn man bedenkt, wie das Präsidium den Verwaltungsrat im Januar am Nasenring durch die Arena gezogen hat, kann man die Vorsicht potentieller Kandidaten doch wohl nachvollziehen. Wer will sich denn schon gern von diesen Herren beschimpfen und öffentlich verleumden lassen?