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  3. ...::: ARMINIA Intern :::...
  4. Der Verein

Abstieg 2009: Logische Folge verfehlter Vereinspolitik!

  • abseitsfalle
  • 31. Mai 2009 um 22:18
  • abseitsfalle
    Gast
    • 31. Mai 2009 um 22:18
    • #1

    Der Abstieg Arminias ist eine konsequente Folge des sportlichen Ausblutens, den die Vereinsführung zu verantworten hat! Guter Fußball wurde in der Rapolder / von Heesen - Ära gespielt. Aber auch zu der Zeit war die Clubführung offensichtlich nicht gewillt, nachhaltig auch in ein sportliches Konzept zu investieren.

    Ich habe recherchiert und zitiere hier beispielhaft noch einmal 2 interessante Presseberichte, welche die Tristesse in der Arminen-Teppichetage verdeutlichen, die hier über mehrere (!) Jahre geherrscht hat.

    Zitat

    NW vom 05.05.2006

    Der einsame Rufer
    ARMINIA: Von Heesen wünscht strategische Ausrichtung mit Zwei-Jahres-Plan

    VON TORSTEN ZIEGLER

    Bielefeld. Gerade den Klassenerhalt geschafft, ist die Spielzeit 2005/06 fast Geschichte. Zwei Mal muss der DSC Arminia zwar noch ran, doch schon am Samstag (15.30 Uhr) beim Heimfinale gegen den MSV Duisburg wird der „Sportclub der Ostwestfalen“ sein Trikot der nächsten Saison tragen.

    Ab Donnerstag ist das schwarz-weiß-blaue Fan-Utensil zu Preisen von 44,90 bis 49,90 Euro erhältlich, und die Merchandising-Abteilung des DSC ist damit in der Zukunftsgestaltung einen Schritt weiter als der Profibereich.

    Allerdings ist dieses Transfergeschäft auch schwieriger als der Verkauf von Trikots. Obwohl: Irgendwie hängt das zusammen. Gelingt es Arminia, namhafte Spieler zu verpflichten, steigt der Absatz der dazugehörigen Nummern. Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig vertröstete auf „frühestens Anfang nächster Woche“. Die Chancen, Wunschspieler Roberto Hilbert (Fürth) holen zu können, taxiert er inzwischen als „gering“. Es gebe noch „namhaftere und finanzkräftigere Vereine als die genannten Interessenten“. Der Kreis der Arminen-Konkurrenten soll neben Nürnberg und Stuttgart um den HSV und Bremen gewachsen sein. „Auch bei Thorben Marx sind andere aufgesprungen“, schildert Saftig das Dilemma, „wenn die Namen erst einmal in der Zeitung standen“.

    Trainer Thomas von Heesen lässt dennoch keinen Zweifel zu, dass in den neuen Trikots ab Trainingsbeginn Ende Juni echte Verstärkungen stecken müssen: „Die Mannschaft, wie sie sich momentan für die nächste Saison darstellt, braucht Hilfe in Form von Qualität. Ich hebe schon jetzt den Zeigefinger: Wenn der Verein das nicht erkennt und sich entsprechend verhält, kriegen wir sportlich Riesenprobleme.“ Dass er mit Einschätzungen dieser Art in Vorstand, Vereinsgremien und Finanz-Geschäftsführung keine neuen Freunde gewinnt, kalkuliert der DSC-Trainer ein. Er habe sich in der Vergangenheit in Transferdingen häufiger blaue Augen geholt, „zuletzt, als es um die Notwendigkeit des Zuma-Einkaufs ging“, und er werde sich „gerne wieder blaue Augen holen, weil es sich lohnt für diese Mannschaft“.

    Keiner im Verein könne die sportlichen Notwendigkeiten so gut einschätzen, „außer uns Trainern und Reinhard Saftig“, schickt von Heesen hinterher.

    Er wisse nicht, ob er Zustimmung für seine Strategie erhalte, aber vor zwei Jahren hätte es geheißen, „jetzt könnte in die Mannschaft investiert werden“, erinnert von Heesen an eine Aussage des Präsidenten Hans-Hermann Schwick.

    Was darunter konkret zu verstehen ist, scheint von Heesen noch nicht bekannt zu sein. Er wünschte sich ein Ende des „von-der-Hand-in-den-Mund-Lebens“ . Von Heesen: „Ich bin für klare Ziele und Strukturen. Der Verein sollte mal einen Zwei-Jahres-Plan aufstellen.“

    Arminias Herr der Zahlen, Roland Kentsch, dachte am Mittwoch nach dem 1:3 auf Schalke und dem durch die Konkurrenz-Resultate gesicherten Ligaverbleib zunächst noch nicht so weit. „Unser Ziel“, so der Geschäftsführer, „ist auch im nächsten Jahr der Klassenerhalt. Alles andere ist unrealistisch. Und wenn wir das so packen wie in diesem Jahr, werde ich genauso hochzufrieden mit dem Saisonverlauf sein wie jetzt.“ Um höhere Ziele anzugreifen, wie den UEFA-Cup, brauche Arminia „mindestens sechs, sieben gute Jahre in der Bundesliga“.

    Letzteres hatte von Heesen gar nicht thematisiert. „Ich spreche auch nicht vom UI-Cup. Wir wollen uns in der Liga etablieren und dafür müssen wir personell zulegen, das ist Fakt.“

    Ich denke mal 1 Mio für Neuverpflichtungen wird nicht das letzte Wort sein. Jeder der Augen im Kopf hat, kann sehen, wo uns der Schuh drückt.

    Wir wollen 1. Liga, wir wollen nicht das schönste Stadion in Liga 2. So sehe ich das.

    Alles anzeigen
    Zitat

    11 Freunde, Ausgabe 63 / Februar 2007

    TvH: Für die Zukunft aber sehe ich einige Probleme auf uns zukommen: Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch keinen Zugang für die kommende Saison (...) Arminia muß immer etwas früher am Start sein als reiche Vereine. (...) Wenn Westermann und Zuman am Ende der Saison gehen, bekommen wir große Probleme, wenn nicht rechtzeitig adäquter Ersatz kommt.

    11FREUNDE: Haben Sie nach 12 Jahren als Spieler, Manager und Trainer bei Arminia nicht mehr oder weniger freie Hand was Transfers anbetrifft? Sie gehören doch fast zum Inventar.

    TvH: Nein. Das ist aufgrund der Struktur des Vereins nicht möglich und aus meiner Sicht auch nicht gut. Meine Aufgabe besteht darin, jeden Tag die Mannschaft zu trainieren und sie am Wochenende top vorbereitet ins Spiel zu bringen. Für den Rest ist die Geschäftsführung verantwortlich. Ich habe dem Vorstand bereits vor geraumer Zeit mitgeteilt, daß wir dringend etwas an der Altersstruktur ändern müssen. Sieben Stammspieler sind im Sommer über 30. Die dafür notwendigen Alternativen für die Zukunft stehen noch aus. (...)

    Ich bin sehr bodenständig. Und Bielefeld ist mir ans Herz gewachsen, weil ich hier 1994 in der Regionalliga als Spieler angefangen habe und später unter Rüdiger Lamm das aufgebaut wurde, was die Grundlage für den heutigen Bundesligisten ist. (...) Wir müssen unser Konzept optimieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn der Verein lebt davon, sich günstig mit Talenten zu verstärken und diese als fertige Spieler teuer abzugeben. Für das Prinzip müssen wir aber wachsamer sein als zuletzt.

    Ich bin 45 Jahre alt und habe natürlich die Ambitionen, irgendwann eine Mannschaft zu trainieren, die konstant auf höherem Niveau spielt. Aber derzeit habe ich nur ein Ziel: Solange ich in Bielefeld arbeite, will ich Strukturen schaffen, die so gut sind, daß der Verein auch in Zukunft in der Bundesliga spielen kann. (...) Ich liebe Bielefeld (...) Warum soll ich nicht noch 10 Jahre hierbleiben? Andererseits mache ich mir schon Gedanken, wenn ich manche Äußerung von Verantwortlichen lese, ob meine Grundideen für die erfolgreiche Arbeit noch kompatibel mit den Ideen des Klubs sind. Da bin ich mächtig am grübeln.
    Hier geht es nicht um mich. Meine Überlegungen sind immer mit dem Schicksal des Vereins verbunden. Ich brauche keine neuen Spieler für meinen Seelenfrieden, ich argumentiere aus der Perspektive des Teams. (...) Die Frage ist, ob es genug ist, das zu verwalten, was wir geschaffen haben oder ob wir es schaffen, es im 4. Jahr Erstligazugehörigkeit weiter zu entwickeln. Ich möchte mit Bielefeld nicht mehr von der Hand in den Mund leben. Sportlich gesehen, würde ich mir längerfristiges Denken wünschen. Deshalb werde ich abwägen, ob wir unter den gegebenen Umständen noch erfolgreich sein können. Wenn ich das Gefühl habe, das Haus ist fertig und einer der Architekten soll nur noch verwalten und aufpassen, daß das Haus nicht einbricht (...), kann ich auch loslassen.

    Alles anzeigen


    Interessant ist, dass es Thomas von Heesen war, der deutlich und früh genug immer vor der sportlichen Sackgasse gewarnt hat. Dass man ihn rausgeekelt hat zeigt vor allem auch sehr deutlich, dass insbesondere Roland Kentsch niemanden neben sich duldet, der Eier in der Hose hat. Von den Nachfolgern von Heesens kann man das ja keinesfalls behaupten... .

    ;(

    Einmal editiert, zuletzt von abseitsfalle (31. Mai 2009 um 22:19)

  • Hitchcock
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    • 31. Mai 2009 um 22:36
    • #2

    Der Prozess, der letztendlich zum Abstieg geführt hat, ist eine lange Abfolge von misslungenen Strategien und falschen Entscheidungen. Und der Hammer ist, dass die Führungsetage offensichtlich gar nicht bemerkt hat, dass insbesondere in den letzten 12-18 Monaten das Umfeld immer unzufriedener geworden ist. Egal ob im Büro oder unter Freunden: Überall wurde doch über die sportlichen Rückschritte gesprochen und über den Dillentantismus in der Vereinsführung gesprochen! Nur die Bosse tun so, als wäre nichts gewesen... .

    Es wird Zeit, dass das endlich aufgearbeitet wird - auch ÖFFENTLICH. Und endlich hat auch die NW ihren Burgfrieden aufgegeben.

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

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    • 31. Mai 2009 um 23:21
    • #3

    Es gab Strategien??

  • Kritische Arminen
    Schüler
    Beiträge
    72
    • 1. Juni 2009 um 10:04
    • #4
    Zitat

    Original von Hitchcock
    Der Prozess, der letztendlich zum Abstieg geführt hat, ist eine lange Abfolge von misslungenen Strategien und falschen Entscheidungen.

    So ist es. Und wir von den Kritischen Arminen werden auch unseren Beitrag dazu leisten, das ganze aufzuarbeiten. Noch einmal der Appell an alle Mitglieder: Kommt zur JHV am 22. Juni!

    Unsere Forenbeiträge und Email-Informationen können persönliche Meinungen des Autors widerspiegeln und sind somit nicht als offizielle Statements der Kritischen Arminen als Gruppe anzusehen. Für offizielle Informationen der Kritischen Arminen verweisen wir daher auf unsere Pressemitteillungen sowie unsere Website. Dort kann auch unser Newsletter abonniert werden.

    http://www.kritische-arminen.de

  • Superstar Arminia
    Meister
    Beiträge
    1.888
    • 1. Juni 2009 um 12:24
    • #5
    Zitat

    Original von abseitsfalle

    Beide Themen sind doch seit Jahren an dieser Stelle vielzitiert, ich rede mir doch genau über diese Aussage von TvH aber auch die sportliche Leitsinnigkeit, die damals den Abstieg der Zweiten zur Folge hatte, die Finger wund, bzw den Mund wund und die Finger tippe ich selbiges.
    Nachdem hier ja auch von mir immer wieder die Visionen (vergl. TvH "2-Jahres- Pläne") in den letzten Wochen besprochen wurden, fangen ja nun auch schon T. Zeigler (NW) an, wie auch HHS, diese Worte zu verwenden.

    Zitat


    nw- news.de / 29.5.2009
    Hans-Hermann Schwick, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Arminen, gehen die jüngsten Vorgänge sehr nahe. "Ich bin schockiert", sagte er, "die Meldungen sind sehr kontraproduktiv. Wir brauchen Konzepte und Visionen, sonst nichts, denn wir wollen ja schnellstmöglich wieder aufsteigen." Die "Meldungen" überprüfte er gestern noch nicht auf ihren Wahrheitsgehalt, das lag auch an einer Zahn-OP, die er über sich ergehen lassen musste. Grundsätzlich wolle er "keine Selbstzerfleischung durch öffentliche Kommentare betreiben". Stattdessen sei Freitag "der erste Tag für die internen Gespräche".

    Faktum ist, dass diese Konzepte & Visionen fehlen, nicht nur bei Arminia selbst (Wer nun dafür auch der zuständige sein mag), sondern auch im Umfeld drum herum, es wäre genauso für die Stadt in Form eines Sportamtes möglich gewesen, gemeinsame und / oder intergrative projekte mit dem verein zu realisieren, Lestungszentren zu fördern, stattedessen streitet man sich über Zäune auf der Russheide... gleiches gilt für den Ausbau der Tribüne, die Lärmemissionen, etc... Auch die Lokalmedien kommen mir da zu locker von weg.... alle wussten von kritischen Themen, JETZT kommen alle, wirklich alle, aus den Ecken gekrochen.... diesen Sportkoordinator "Pacheco", traurig, wer nach jahren so noch Vergeltung üben muss. Ich denke, er offenbart hier selbst genauso seine menschlichen Schwächen, aber vielleicht zerrt die NW bald auch noch Asim Obercanim vors Mikro, der über seine Leiden unter dem Vorstand berichtet.

    Eines ist zumindest mal auf denPunkt zu bringen im Verein:

    In der Entwicklung haben ALLE geschlafen. Die Struktur soll sich selbst überwachen, HHS hat weder rechtzeitig Fragen gestellt noch der Aufsichtsrat, der ja die Verträge und Investitionen absegnen muss. NIEMAND. Niemanden ist das fehlende Konzept aufgefallen, klar, war auch nie da, wie soll man dann halt übersehen, wenns noch nie da war...

    Getreu dem Motto, der "Fisch stinkt zuerst am Kopf", muss man komplett die Tauglichkeit hinterfragen, um dann an Ideen und Entwicklungen zu arbeiten.


    Daher ist der erste Schritt der Präsident .... samt seinen Gremien, den / die GF kann man dann zumindest schonmal wesentlich besser an die Leine legen, wenngleich hier gerne auch noch was passieren darf.

    "Das ist mein Verein" (FK9)
    Muss alles erstmal wieder gedanklich geordnet werden, was da die letzten Tage passiert ist
    Es ist dringend an der Zeit, das Leute diesen Verein führen, die etwas von ihrer Aufgabe verstehen

    und nicht diejeniegen, die ihre beste Zeit in der Vergangenheit hatten.
    :arminia:

  • Arnold
    Erleuchteter
    Reaktionen
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    Beiträge
    3.195
    • 1. Juni 2009 um 18:50
    • #6

    alle die jetzt hervorgekrochen kommen (Pacheco etc.) sind auch jahrelang mundtot gemacht worden und hätten sich in ihrer Situation kaum Gehör verschaffen können.

    Ich kann es voll nachvollziehen das man sich dann wehrt, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

    Wenn du in deiner Firma gemobbt wirst und hast keine chance dich dagegen zu wehren, ist das nicht unbedingt angehnem.
    Hörst du auf einmal das mehrere diese Erfahrungen gemacht haben ist es doch nachvollziehbar die betreffenden Personen noch zur Verantwortung zu ziehen...

    Wir alle sollten dankbar sein, das Menschen sich zu Wort melden denen Arminia mehr als im Herzen liegt.

    Erstes Auswärtsspiel: Doofmund-Bielefeld: 11:1

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