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  4. Fußball allgemein

Berlins Bielefeldisierung

  • Grillemeier
  • 9. März 2006 um 18:44
  • Grillemeier
    Meister
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    2.455
    • 9. März 2006 um 18:44
    • #1

    Hertha in der Krise
    Berlins Bielefeldisierung
    Von Axel Vornbäumen

    Nichts Böses über die Toten – geschenkt. Aber ein bisschen Häme für die Halbtoten darf schon sein, nicht wahr? Kein Mitleid mit Hoeneß, keins mit Götz, und das nicht etwa aus Wut über ein vergeigtes Spiel gegen den Tabellenletzten. So was passiert. Nein, weil es ernst ist: Ein Hauptstadtverein, der Hauptstadtverein, geht gerade vor die Hunde, findet sich ab mit der Nischengesellschaft der Mittelmäßigen. Hoeneß, Götz, sie betreiben die Bielefeldisierung des Berliner Fußballs – aber außer ein paar professionell damit Beschäftigte und einige, deren Herz nichts Besseres gefunden hat, an das es sich hätte hängen können, regt’s in der Stadt wenige auf. Das Thema macht Schlagzeilen, geht aber nicht unter die Haut. Mehr Tristesse ist nirgendwo in den Kapitalen von Fußball-Kerneuropa – nicht in Rom, nicht in Paris, schon gar nicht in London oder Madrid.

    Und Berlin? Sucht doch stets nach seiner Identität; ist gerade mal wieder am Trauern. Nur dass die Stadt es vorzieht, entweder über den Abriss des Palastes der Republik (Ost) oder vorbeugend wegen der Abkopplung des Bahnhofs Zoo vom ICE-Netz (West) zu klagen. Wichtige Themen, der „Tagesspiegel“ hat ihnen gestern den besten Platz im Feuilleton gewidmet. Doch über Hertha lohnt die Trauerarbeit nicht. Fahrlässig hat es der Verein in der Vergangenheit versäumt, sich um die Identität Berlins zu kümmern, respektive eine eigene zu schaffen. Das rächt sich nun. Ein koksender Trainer in einer Stadt mit schwulem Bürgermeister, das hätte gepasst, vielleicht – haben sich die Biedermänner in Herthas Vorstandsetage jemals an einen derartigen Gedanken gewagt? Kreuzbergs Türken, keine Klientel? Die illegalen Russen in Friedrichshain – wetten die wenigstens auf den nächsten Platzverweis? Vermutlich nicht. Die Intellektuellen. Das Bürgertum. Das alte West-Berlin. Es gibt keine Gruppe, die der Verein eng an sich hätte binden können. Für wen aber soll die Mannschaft dann siegen? Hertha ist kein Muss. In Berlin kann samstags Papi getrost der Familie gehören. Man ist kein halber Mensch, nur weil man nicht im Stadion war. Berlin hätte einen besseren Fußballclub verdient.


    (...)

    Noch 32 Punkte!

  • Anturios
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    4.585
    • 9. März 2006 um 21:56
    • #2

    Quelle?

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

  • matzekatze
    Profi
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    • 9. März 2006 um 22:48
    • #3

    Von Axel Vornbäumen
    Toll, was?

    ;) :D ;)

  • Horst Stapen
    Moderator ...
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    4.746
    • 9. März 2006 um 23:19
    • #4

    "Von Axel Vornbäumen" ist keine Quellenangabe.

    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/06.03.2006/2392009.asp

    Das ist eine!


    Und wo ist da der Button für die Leserbriefe? Reichlich provinziell!

    Noch 102 Punkte!


    Die Philosophen haben die Verhältnisse nur verschieden interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie zu ändern.

  • Block9
    Fortgeschrittener
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    581
    • 10. März 2006 um 16:17
    • #5

    Die Antwort von Saftig im Kicker: wenn B... bedeutet, mit wenig Geld guten fußball zu spielen, könne er mit dem Begriff etwas anfangen.

    Zu warnen ist allerdings vor Herthanisierung: weil das in Berlin schon immer (mal abgesehen von einigen Gebieten in Berliner Randbezirken) mit warmen Bier und kalter Bratwurst gleichgesetzt wird.
    Auch 3 deutsche Meisterschaften infolge würden dieses Image nur geringfügig ändern.

  • Thomy71
    Meister
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    • 10. März 2006 um 17:57
    • #6

    Der Vergleich ist etwas einfallslos, aber als Beleidigung Bielefelds sehe ich ihn nicht. Meiner Meinung nach wollte der Autor nur darauf hinweisen, daß es bei Hertha (mal wieder) in die falsche Richtung geht.

    Daß der Club selbst in Berlin den meisten einfach nur egal ist und bestenfalls vor Ort geliebt wird, weil's sonst nichts gibt (also fußballerisch jetzt), ist ja leider nur zu wahr.

    [align=center]Babyboom in Deutschland nach der Fußball-WM - kein Wunder!
    Franz Beckenbauer war ja mit dem Hubschrauber kreuz und quer in Deutschland unterwegs.

    Stefan Raab

  • knipser69 (schmitty)
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    • 10. März 2006 um 18:15
    • #7

    Seit meinem Umzug vor 3 Jahren wohne ich nur 15 "U-Bahnminuten" von Olympiastadion entfernt. Aber mein Herz wird immer Schwarz-weiß-Blau schlagen!!! :)

    - Technische Störung -

    Leider ist unserer Kamera beim anschauen das Objektiv geplatzt, über den Ton kannst du aber weiterhin die Pressekonferenz verfolgen!

  • 12freunde
    Erleuchteter
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    • 10. März 2006 um 18:45
    • #8

    Eine Bielefeldisierung kann ich bei Hertha nun beileibe nicht erkennen. Wo haben wir denn Zigmillionen zum Fenster rausgeworfen? Sollte es nicht eher Dortmundisierung heißen ? :D

    :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :ball: :arminia:

    SCHWARZ-WEISS-BLAU - Ein Leben lang - SINCE 1960

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