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  4. Der Verein

An die Ungeduldigen

  • Kai
  • 8. Juni 2003 um 20:20
  • Kai
    Erleuchteter
    Beiträge
    6.357
    • 8. Juni 2003 um 20:20
    • #1
    Zitat

    Verschenkt, verramscht, verkäuflich
    Der Transfermarkt bricht zusammen

    Von PETER WENIG


    Elf Millionen Mark zahlte Bayern dem HSV vor zwei Jahren für Niko Kovac. Nach 34 Spielen für den Meister geht der 31 Jahre alte Kroate ablösefrei zurück in seine Geburtsstadt Berlin



    Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, drückte es sehr elegant aus: „Den Spieler Niko Kovac haben wir günstigst abgegeben.“ Er hätte auch sagen können: „Wir haben ihn verschenkt.“ Ablösefrei wechselt der kroatische Nationalspieler nach Berlin. Der Kovac-Deal ist symptomatisch für die aktuelle Wechselbörse.

    Interview


    Reiner Calmund:
    Wir müssen ran
    mit der Axt
    – klicken Sie hier!



    Angesichts eines Schuldenbergs von 600 Millionen Euro und dramatisch gesunkener TV-Einnahmen ist der Transfermarkt regelrecht zusammengebrochen. Elf der 18 Bundesliga-Klubs haben bislang noch keinen Cent Ablöse in neue Spieler gesteckt – darunter sogar Borussia Dortmund.


    Bundesliga


    Alle Transfers und Gerüchte der 1. Liga zur neuen Saison



    Die übrigen sieben Klubs (Bayern, HSV, Schalke, Wolfsburg, 1860 München, Kaiserslautern, Hannover) investierten zusammen gerade einmal 17 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison zahlten die Vereine 102,3 Millionen Euro für neues Personal, im Rekordjahr 2001 gar 150 Millionen Euro.



    Auch Weltmeister Lucio (25) steht bei Leverkusen zum Verkauf. Doch ein konkretes Angebot gibt es für den brasilianischen Abwehrspieler nicht



    Vorbei. Das neue Liga-Motto heißt: Geiz ist geil.

    Liebend gern würden die meisten Bundesliga-Klubs Profis aus laufenden Verträgen zu Dumping-Preisen oder sogar umsonst abgeben, um nur die Gehaltskosten zu reduzieren. Bei der DFL wird geschätzt, dass die Klubs ihre Kader im Schnitt um 20 Prozent abbauen werden.

    Der Personalabbau erfolgt ohne Rücksicht auf Geldvernichtung.

    Die Bayern etwa zahlten für Niko Kovac vor zwei Jahren noch 11 Millionen Mark an den HSV. Das Geld ist futsch. Doch durch den ablösefreien Wechsel spart der Rekordmeister immerhin das jährliche Grundgehalt von 800 000 Euro.

    In Einzelfällen werden Spielern sogar Abfindungen angeboten, um sie irgendwie loszuwerden.

    Für Leverkusens Manager Reiner Calmund ist der Zusammenbruch des Transfermarktes so bitter wie für Hunderttausende Klein-Anleger der Aktien-Crash vor zwei Jahren. Denn ausgerechnet in dieser Krise muss der Fast-Absteiger zum wirtschaftlichen Überleben den Etat zusammenstreichen. „Und zwar mit der Axt“, wie Calmund der BILD am SONNTAG sagte.

    Für den radikalen Sparkurs will der Manager nun dringend Spieler abgeben. Allein: Es finden sich keine Abnehmer.


    Bundesliga total


    ► Abschlusstabelle und alle Spieltage
    ► Alle Infos zu Teams und Spielern
    ► Die aktuelle
    Torjäger-Liste


    Fußball-News aus aller Welt – klicken Sie hier



    Lediglich Ojigwe wurde Calmund bislang los – ohne einen Cent Ablöse von Mönchengladbach zu kassieren. Ein Verkauf von Lucio könnte die Probleme auf einen Schlag lösen.

    Doch selbst der Kurswert des Weltmeisters ist extrem gefallen. Nach der WM hatte Bayer noch Offerten aus Spanien und Italien zwischen 35 und 40 Millionen Euro für den Brasilianer – jetzt greift selbst bei 20 Millionen Euro niemand zu.

    „Auch international ist auf dem Transfermarkt ruhige See“, bedauert Calmund. Die Flaute ist kein Wunder.

    Denn wirtschaftlich ist die Situation im Ausland oft noch dramatischer – vor allem im Süden Europas. „Die Lage ist so prekär wie noch nie“, gibt Jorge Valdano, Sportdirektor des entthronten Champions-League-Siegers Real Madrid zu.

    Insgesamt stehen die spanischen Vereine mit der unvorstellbaren Summe von 1,625 Milliarden Euro in der Kreide.



    Der HSV hoffte, dass aus der Leihgabe Marcel Ketelaer (25) ein Kaufobjekt wird. Verspekuliert, Gladbach will ihn nicht behalten



    Da sind gigantische Transfers wie noch vor zwei Jahren, als sich etwa Real für 72 Millionen Euro einen Zidane gönnte, nicht mehr drin.

    Für klamme deutsche Klubs hat dagegen der Crash auch seine Vorteile. Andreas Rettig, Manager des 1. FC Köln, etwa nutzte die Gunst der Stunde und verpflichtete gleich sieben Spieler ohne Ablöse, darunter auch Nationalspieler Jörg Heinrich von Borussia Dortmund.

    Freiburgs Trainer Volker Finke beobachtet entspannt den Markt: „Es besteht überhaupt keine Eile, da im Juli sowieso viele Profis arbeitslos sein werden.“ Was auch die Gehälter weiter nach unten drücken wird.

    Dass die Zeiten der großen Kasse für die Durchschnittsprofis vorbei sind, geben inzwischen auch die Spielerberater zu – natürlich nur intern, um ihre Klientel nicht zu verprellen.


    Ein bekannter Berater berichtete BamS: „Wer jetzt einen Vertrag abschließt, muss mit Gehaltseinbußen von 50 bis 60 Prozent rechnen. In der Zweiten Liga sind inzwischen Grundgehälter von 5000 Euro üblich.“

    Keine Frage: Für die Millionäre in kurzen Hosen werden die Zeiten rauher.

    Auch für einen wie Marcel Ketelaer, noch vor drei Jahren als große Nachwuchs-Hoffnung im deutschen Fußball gehandelt. Nach einem Jahr auf Leihbasis bei Borussia Mönchengladbach, wo man die Kaufoption verstreichen ließ, kehrt er nun zum HSV zurück.

    Zwangsweise. Eigentlich wollte ihn in Hamburg niemand mehr haben.

    Immerhin: Ketelaer hat noch einen Job. Selbst bekannte Profis wie Georg Koch (Kaiserslautern) oder Frank Verlaat (Bremen) warten dagegen dringend auf ein neues Angebot.

    Die Spielergewerkschaft VdV hat sich auf die Zeitenwende Stempeln statt Kicken eingestellt: Zum Service zählt jetzt ein Trainingslager für arbeitslose Profis.

    Alles anzeigen

    auch wenn ich das in der Bild gefunden habe, stimmt vieles. Die Jahr muss man Geduld haben. Die Spieler werden noch viel billiger!!!!!

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • Richie
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    • 8. Juni 2003 um 21:26
    • #2

    Sicherlich ist davon etliches richtig. Allerdings denke ich, die wirklich guten Leute werden auch weiterhin ganz gute Verträge bekommen. Probleme bekommen solche Knaller wie Sternkopf, Flock, etc.

    Alles in allem mag es sein, dass auch in drei bis vier Wochen noch gute Spieler günstig zu haben sind, nur hat dann die Vorbereitung bereits wieder zwei Wochen begonnen. Außerdem werden dies keine Stammspieler, sondern eher Pflegefälle wie eben ein Kettelaer sein. Die Frage ist, helfen die weiter?

    CU
    Richie

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Almadler
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    • 8. Juni 2003 um 21:34
    • #3

    Wenn wir wieder um den Aufstieg spielen wollen , müssen wir rechtzeitig einen Kader zusammen haben , der dieses Ziel auch erreichen kann , ansonsten sehe ich das wir Gefahr laufen werden das Feld von hinten aufrollen zu müssen !;)
    Gruß Olli

  • Kai
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    • 8. Juni 2003 um 22:45
    • #4

    Ich würde Kettelaer nicht als Pflegefall bezeichnen. Ich denke, dass er uns durchaus weiterhelfen kann.....das wäre einer

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • MJockel
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    • 8. Juni 2003 um 23:04
    • #5

    da ja rwe jetzt nicht aufsteigen wird könnte man auch mal über erwin koen nachdenken,linksaussen,schnell,ackert wie bekloppt...einer der besten spieler der regionalliga nord,vertrag läuft aus...

    Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.

  • ulis
    Meister
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    • 8. Juni 2003 um 23:12
    • #6

    ... gar nicht an diesen Spekulationen.

    NERV !

    Hier können alle möglichen Namen auftauchen. Bekannte oder Unbekannte. Billig oder Teuere.
    Gute oder Schlechte.

    Es macht keinen Sinn. Das was keiner genau weiss wird trotzdem zerredet und das Haar wird in der Suppe gefunden. Auch die positiv denkenden wissen nichts.
    Also was soll's

    Die Ungeduldigen - aber auch alle anderen - werden sich gedulden müssen. Vor dem 11.6. werden wir nichts konkretes erfahren.

    ... und das ist auch gut so.

    Fehler hin, Fehler her. Ist jetzt nicht mehr zu ändern.
    Neu anfangen und positiv denken.
    Meckern, kritisieren oder loben kann man immernoch.

    Nur noch drei Tage und wir wissen Bescheid.
    Oberliga oder zweite Liga.

    Meine Meinung: wenn zweite Liga (davon geh ich aus) werden wir eine Mannschaft haben, die das Zeug haben wird gleich wieder aufzusteigen.

    Also denn, bis Donnerstag

    Gruss

    ulis

  • Richie
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    • 9. Juni 2003 um 10:34
    • #7
    Zitat

    Original von DSConline
    Ich würde Kettelaer nicht als Pflegefall bezeichnen. Ich denke, dass er uns durchaus weiterhelfen kann.....das wäre einer

    Hatte sich in Gladbach am Schluß gefangen, das stimmt schon. Schlecht ist der nicht, wenn das Umfeld passt.

    Ich meinte Pflegefall allerdings in Bezug darauf, dass der HSV Ihn nicht will, aber die Ablöse dennoch so hoch verlangt, dass auch Mönchengladbach Ihn nicht verpflichten kann.
    Von der Sorte wird es etliche Spieler geben. Ausleihen ja, Verpflichtung nicht möglich, weil die Ablösesummen für die kleineren Vereien utopisch sind.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Almadler
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    • 9. Juni 2003 um 11:02
    • #8

    Genau so sieht es aus !
    Wenn 2.Liga , dann direkt mit Vollgas wieder hoch !
    Gruß Olli;)

  • Eddie666
    Des Teufels Advokat
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    • 9. Juni 2003 um 12:13
    • #9
    Zitat

    Original von Almadler
    Genau so sieht es aus !
    Wenn 2.Liga , dann direkt mit Vollgas wieder hoch !
    Gruß Olli;)

    Hmmm... ich werd zwar gleich wieder hier als Schwarzmaler runtergeputzt, aber ich glaube, wir sollten nicht ganz so euphorisch gucken. Gesetzt der Fall, die Truppe bleibt zusammen, sind wir oben dabei.
    Sollten uns aber wegen der Lizenz noch 3-4 Spieler verlassen (müssen), dann wird's schwer.
    Andererseits ist diese (Bayern-)Liga eine der Schwächsten die es je gab, kann man oben mitspielen. Andere Vereine haben aber ebenfalls zugelegt.
    Aber wie Ulis sagt, vorm 11.6. wissen wir ja gar nicht, ob wir nicht sogar mit Hüls um den Aufstieg spielen. *sich aber um die lizenz doch keine sogen macht* *allerdings um den zeitverlust*

    [Blockierte Grafik: http://www.eddie-karin.gmxhome.de/bratwurst.jpg]

  • Almadler
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    • 9. Juni 2003 um 12:37
    • #10

    Also ich denke schon das wir dabei sind oben mitzuspielen , obwohl da auch mit denen zu rechnen ist , die ständig am Aufstieg vorbeischliddern , siehe Mainz und Fürth !
    Gruß Olli:arminia: :arminia:

  • KSV-Jens
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    • 9. Juni 2003 um 12:39
    • #11

    Es wird deutlich, daß seit dem Bosman-Urteil und der Kirch-Krise die Strategie kleiner Vereine, sich über Transfers gesund zu stoßen, nur noch selten aufgeht. Es funktioniert eigentlich nur noch bei No-Name-Spielern, denen man einen längeren Vertrag gegeben hat, die dann phantastisch einschlagen und Begehrlichkeiten bei den großen Vereinen wecken. Aber auch in diesen Fällen sind die Transfersummen deutlích geringer als z.B. vor einem Jahr.

    Schwere Zeiten also gerade für Arminia. Aber sollte die Lizenz kommen (und ich glaube es), dann ist in der diesmal sportlich eher schwachen Zweiten Liga noch nichts verloren. Trotzdem muß man sich auch immer das Schicksal von Ulm (Absturz) oder St. Pauli (Doppelabstieg) vor Augen führen.

    Ansonsten halte ich es wie Ulis: Abwarten, ob die Lizenz kommt... abwarten, welche Spieler kommen und gehen... abwarten ist nicht schön, aber auch an Weihnachten ist Geduld gefragt.. :angel:

  • Almadler
    Erleuchteter
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    • 9. Juni 2003 um 12:50
    • #12

    Ich finde aber , daß die Spannung langsam unerträglich wird ! Glaube jedoch absolut nicht dran , das wir dúrchgereicht werden !
    Gruß Olli:nein:

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