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  4. Fußball allgemein

Mein-Solarlampion

ULi H. '2006 HÖRE iCH AUF'

  • Raju
  • 14. Oktober 2004 um 17:27
  • Raju
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    70
    Beiträge
    5.247
    • 14. Oktober 2004 um 17:27
    • #1

    Uli Hoeneß: "2006 höre ich auf"

    [Blockierte Grafik: http://www.sport1.de/coremedia/pics…ty=original.jpg]

    Zitat

    München - Bayern-Manager Uli Hoeneß bleibt dabei:
    "Ich möchte mich bis 2006 aus dem operativen Geschäft
    zurückziehen." Trotzdem werde der Ex-Nationalspieler
    "seinen" FCB nie im Stich lassen. Im Interview entgegnet Hoeneß
    außerdem der Kritik an der Finanzierung des neuen Stadions
    und zieht Vergleiche zu seiner früheren Arbeit als Manager.


    Frage:
    Herr Hoeneß, haben Sie inzwischen ihre Anteile
    an Borussia Dortmund verkauft?

    Uli Hoeneß:
    Im Gegenteil. Meine Frau macht die Kapitalerhöhung mit.
    Wir sind an gutem Wettbewerb und interessanten Konkurrenten
    interessiert. Da darf man keine falschen Signale setzen.

    Frage:
    Und deshalb hat die FC Bayern AG der Borussia Dortmund AG
    eine Art Finanzspritze gegeben?

    Hoeneß:
    Zu finanziellen Transaktionen sagen weder die Bayern AG
    noch ich persönlich etwas. Belassen wir es bei Spekulationen.

    Frage:
    Der Profifußball hat rund 700 Millionen Euro Schulden,
    die lieber als "Verbindlichkeiten" verbrämt werden.
    Kann niemand mehr wirtschaften?

    Hoeneß:
    Ich wüsste auch gerne, wer die weshalb hat. Ich wünschte mir,
    die Liga würde Ross und Reiter nennen. Ich bin es leid,
    dass immer pauschal 'die Liga' an den Pranger gestellt wird.
    Der FC Bayern ist schuldenfrei.

    Frage:
    Es heißt aber auch, dass Ihnen die Kosten beim Stadionneubau
    aus dem Ruder laufen.

    Hoeneß: Ein Schmarrn. Die Kosten für den reinen Stadionbau
    belaufen sich auf die ursprünglich kalkulierten 285 Millionen Euro.
    Dass die Stadion GmbH jetzt schon rund ein Dutzend Beschäftigte hat,
    dass Zinsen für die Gelder bezahlt werden müssen,
    die je nach Bauabschnitt fällig werden, dass Anwälte und Architekten
    zu bedienen sind - all dies ist normal und war vorhersehbar.
    Da läuft nichts aus dem Ruder.

    Frage:
    Die Löwen kriegen nicht einmal das Grünwalder Stadion immer voll.
    Wird die Allianz-Arena eine Investitions-Ruine?


    Hoeneß:
    Wir kalkulieren mit 40 Fußball-Spielen; 34 aus dem Liga-Betrieb,
    sechs aus dem Pokal oder Europapokal, und hin und wieder
    ein Länderspiel. Wir kalkulieren in einer Arena mit einem
    Fassungsvermögen mit über 60.000 mit einem Schnitt von 40.000.
    Dann ist die Arena finanziert. Ich denke, das ist keine verwegene
    Kalkulation.

    Frage:
    Plakativ gefragt: Hat der FC Bayern wie der Rest der Liga
    auch angesichts der internationalen Erfolglosigkeit der letzten
    Jahre zu sehr in Steine statt in Beine investiert?

    Hoeneß:
    Wir haben die Weltmeisterschaft gewollt, und dafür brauchen wir
    in ganz Deutschland moderne, attraktive Stadien.
    Wir in München arbeiten ohne Netz und doppelten Boden,
    erhalten keine Zuschüsse, haben keine Bürgschaften in Anspruch
    genommen. Wer nur an morgen oder übermorgen denkt,
    mag so argumentieren, wie Sie das mit ihrer Frage tun.
    Aber ich bin kein Manager, der sich übermorgen im Erfolg sonnen will
    und dafür zum Hasardeur wird. Der FC Bayern ist mein Lebenswerk,
    da hängt mein Herzblut dran. Und wenn dem FC Bayern in 20 Jahren
    ein Stadion gehört, das schuldenfrei ist, habe ich für den Verein -
    nicht für mein eigenes Ego - mehr getan, als wenn wir jetzt für
    viel Geld und einige kurze Jahre einen Weltstar verpflichten würden.

    Frage:
    Apropos Lebenswerk: Wie lange bleiben Sie noch Manager des FC Bayern?

    Hoeneß:
    Falls es beim Stadion zu keinen unerwarteten Komplikationen kommt,
    möchte ich mich 2006 aus dem operativen Geschäft zurückziehen.
    Falls es Probleme gibt, mache ich weiter.
    Ich lasse den FC Bayern nie im Stich.
    Frage:
    Was hat sich eigentlich in den über 25 Jahren ihrer Manager-Karriere
    entscheidend in der Bundesliga verändert?

    Hoeneß:
    Früher habe ich 80 Prozent meiner Arbeitszeit mit den Spielern
    verbracht. Heute verwende ich 80 Prozent darauf,
    das Geld einzutreiben, um sie finanzieren zu können.

    Frage:
    Neid?

    Hoeneß:
    Nein, auf keinen Fall. Schließlich sind wir es, die die Verträge machen.
    Da wir noch einige langfristige Verträge haben, an die wir uns halten,
    werden wir in dieser Saison im operativen Geschäft ein Minus machen.
    Wenn das über drei Jahre so ginge, müssten wir radikale Konsequenzen
    ziehen. Aber wir sparen jetzt schon. Im DFB-Pokal erhalten die Profis
    die gleiche Prämie wie die Amateure. Und die Zeiten, in denen nach
    einem wichtigen Spiel der Lohn für den Erfolg schon mal spontan
    verdoppelt wurde, sind auch vorbei.

    Frage:
    Real Madrid meldet einen geplanten Rekordumsatz
    von über 350 Millionen Euro.

    Hoeneß:
    Eben. Umsatz. Die sollen mir mal ihre Rendite nennen.
    Den Umsatz schieße ich Ihnen bis übermorgen in die Höhe.
    Aber eins macht mir wirkliche Sorge: Wir erhalten 15 bis 20 Millioen Euro
    aus dem Bundesliga-Fernsehvertrag, Real um die 70 Millionen
    und die Top-Klubs in Italien zwischen 80 und 90 Millionen.
    Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

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    QUELLE. SPORT 1

    ⚫⚪🔵

  • The_Game
    Fortgeschrittener
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    594
    • 14. Oktober 2004 um 17:31
    • #2

    Ich sachs mal ganz diplomatisch,

    der mann is mir ca. so sympatisch wie der vfl bochum :D

    Naja aber gute arbeit hat er natürlich schon immer geleistet.

  • Exteraner
    Erleuchteter
    Beiträge
    15.250
    • 14. Oktober 2004 um 19:08
    • #3

    Wenn nach Calmund dann auch Hoeneß weg ist, wird es ja immer langweiliger in der Bundesliga. Die meisten Vereine haben ja nur irgendwelche Schnarchnasen als Manager. Da ist mir ein Uli Hoeneß 1000mal lieber.

    Für immer Arminia!

  • sashetown
    - gesperrt -
    Beiträge
    395
    • 14. Oktober 2004 um 19:13
    • #4

    Da gebe ich dir voll und ganz recht Exteraner. Ich mag Uli Hoeneß persönlich auch nicht sonderlich, aber dennoch kann man nicht verneinen, dass er

    1. großes für den FC Bayern geleistet hat und
    2. ein echter Typ ist.

    Aus diesen Gründen finde ich es auch schade, dass er geht. Die Bundesliga wird wieder um einen Typ ärmer!

  • Stone
    - gesperrt -
    Beiträge
    1.128
    • 14. Oktober 2004 um 19:22
    • #5

    Ich mag den trotzdem net. Hätte er mal besser nix für die Schwulen Bayern gemacht dann würden die vlt. um Abstieg spielen! :D

  • Stefan
    Profi
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    602
    • 14. Oktober 2004 um 19:36
    • #6

    gute nachricht ist es dass hoeneß aufhört


    die schlechte daran aber, dass Kahn ihn ja ablösen will !!


  • Mein-Solarlampion
  • Stone
    - gesperrt -
    Beiträge
    1.128
    • 14. Oktober 2004 um 19:44
    • #7

    Hauptsache Kahn ist nicht mehr lange im Tor der DFB 11

  • Hitchcock
    Erleuchteter
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    Beiträge
    9.466
    • 15. Oktober 2004 um 12:34
    • #8

    Ich bin kein Bayern Fan - dennoch muß ich sagen, dass Uli Hoeneß Großes für den Verein und auch für den deutschen Fußball geleistet hat. Er ist ein bodenständiger Manager mit Weitsicht und gutem betriebswirtschaftlichem Gespür. Eigenschaften, die man heute oft bei anderen Managern von Profivereien und auch in der freien Wirtschaft häufig vermisst. Was Hoeneß sagt hat immer Hand und Fuß. Halbwahrheiten gibt es bei ihm nicht und er bringt die Dinge immer so auf den Tisch wie sie sind.

    Bei aller Diskussion um die Person Hoeneß: Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht, darüber läßt sich wahrlich streiten - aber Im Grunde verliert die Republik ein Manager-Idol.

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

  • MethodDan
    Profi
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    • 15. Oktober 2004 um 13:15
    • #9

    Ich denke auch, dass die Liga ohne Uli Hoeneß einen echten Typen verliert. Ich kann gut nachvollziehen, dass es viele gibt, die Hoeneß nicht leiden können. Grade seine oft provozierende und arrogante Art ist sicher nicht jedermanns Sache. Man muss aber sagen, dass alles was Uli Hoeneß gesagt und getan hat, immer im Sinne seines Vereins war und auch im Sinne des dt. Fußballs war. (siehe Daum-Affäre)
    Vor diesen Leistungen ziehe ich in jedem Fall den Hut.

    Einmal editiert, zuletzt von MethodDan (15. Oktober 2004 um 13:15)


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