1. Dashboard
  2. Artikel
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Forum
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. DSC4ever.de
  2. Forum
  3. ...::: ARMINIA Intern :::...
  4. Der Verein

Politiker und Fußballvereine?

  • OssiNYK
  • 5. März 2007 um 22:03
  • Pacman
    Profi
    Reaktionen
    119
    Beiträge
    995
    • 8. März 2007 um 21:32
    • #81
    Zitat

    Original von Hitchcock

    In meinem Umfeld gibt's aber viele Ex-Raucher. Auch etliche Ex-Kettenraucher. Sie haben es allesamt geschafft und es geht denen richtig gut. Und die meisten haben 'von heute auf morgen' aufghört. Scheint wohl die wirksamste Methode zu sein. :)

    Stimmt, das kann ich nur bestätigen; von "heute auf morgen" ist wirklich die beste Methode!

    Auch auf die Gefahr, das jetzt wieder Querschüsse aus Xöln kommen, oute ich mich jetzt: seit Dezember 2000 rauche ich nicht mehr! Auslöser war eine Weihnachtsfeier auf der es Kölsch UND Alt gab...

    Für nen Pilstrinker ne Mördermischung; auf jeden Fall hatte ich am Tag drauf nen Mörderkater, der jeglichen Zigarettenkonsum verhinderte...

    Und dabei ist es bis heute geblieben...

    Arminia Bielefeld Quo vadis?

  • Anturios
    Erleuchteter
    Beiträge
    4.585
    • 8. März 2007 um 22:08
    • #82

    Übrigens: Alkohol verneunfacht das allg. Krebsrisiko ;)

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

  • oemmes
    Der Seher
    Beiträge
    4.242
    • 9. März 2007 um 11:13
    • #83

    ja und leben allein erhöht das risiko zu sterben ungemein...

    oemmes

    "Am Ende wirkte alles wie eine Demonstration der Tradition gegen die moderne Fußballindustrie. Als wollten die Fans eines alten Bundesligastandorts den modernen Parvenüs aus den Retortenklubs zeigen wie sich echte Stimmung anhört."

    (BZ am 30.04.2015 nach dem Pokalhalbfinale gegen Wolfsburg)

  • Suomi
    Erleuchteter
    Beiträge
    4.738
    • 9. März 2007 um 14:12
    • #84
    Zitat

    Original von Horst Stapen
    "Trocken" seit 2004, aber ich muss noch immer aufpassen. Nikotin ist extrem tückisch. Ich erlebe heute noch, dass ich morgens Bock habe zu rauchen, wenn ich abends in einer vollen Kneipe war.


    Bei mir ist es eher das Gegenteil, habe dann einen fetten Schädel und frage mich, wieso ich 15 Jahre geraucht habe.
    Ich bin trocken seit über zwei Jahren, habe seit dem ca. 8 Zigaretten geraucht. Und jede wird ekeliger. Auf Lunge rauchen geht schon gar nicht mehr. Dafür habe ich jetzt immer voll den Husten, wenn ich erkältet bin, sonst war's immer nur ein Reizhusten. Die Gifte sind so langsam raus und meine Bronchien fangen wieder an zu leben.
    Warum ich aufgehört habe? Weil ich keinen Bock mehr hatte. Hatte Silvester mal wieder zu viel geraucht und da hatte ich einfach keinen Bock mehr. Kein Vorsatz, keine 'letzte' Zigarette. Einfach so. Alles andere bringt auch nichts. Entweder man will aufhören oder nicht. Merke aber auch, dass ich den Rauch in Kneipen zunehmend unangenehmer finde. Aber ein Rauchverbot sollte meiner Meinung nach nur der Kneipen-Besitzer aussprechen dürfen.

    Zitat

    Original von Hitchcock
    Richtig übel ist übrigens, wenn man völlig übermüdet von einer Kneipentour nach Hause kommt und z.B. die Klamotten über Nacht im Badezimmer liegen lässt. Das ist wirklich eklig, wenn man dann am nächsten Morgen wieder da rein geht. :kotzen:


    Ja, das ist wirklich zum Kotzen. Früher war's zwar auch schlimm und man hat es wahrgenommen, aber irgendwie wird mein Näschen da doch immer sensibler. Ich habe ürbigens einen Tipp: Wenn du abends ausgehst und du weißt, dass es super-verqualmt wird, zieh nichts frisch gewaschenes an (lohnt nicht) und tu die Klamotten noch am selben Abend in die Wäsche/Waschmaschine. Da erspart man sich das Würgen am Morgen.

    Nochmal zum Ursprung. Meiner Meinung nach kann Frau Ullalla Mitglied werden, wo sie will, finde es allerdings auch immer merkwürdig, wenn solche Leute da mit 'Werbung' machen, die man vorher nie im Stadion sah. Letztendlich ist aber wohl keiner so blöd, eine bestimmte Partei (nicht) zu wählen, nur weil xyz bei Arminia Mitglied wurde. Wobei ich bei einer Mitgliedschaft Herrn Kochs durchaus über einen Austritt nachdenken würde. Ede darf Mitglied werden, der würde bei der JhV bestimmt alles durcheinander bringen und wir hätten wenigstens was zu lachen. Bush - Breshnew, Schwick - Schwarzenegger.

    Frieden für Lampukistan!

    3 Mal editiert, zuletzt von Suomi (9. März 2007 um 14:28)

  • Tolho
    Anfänger
    Beiträge
    47
    • 9. März 2007 um 14:50
    • #85
    Zitat

    Meiner Meinung nach kann Frau Ullalla Mitglied werden, wo sie will, finde es allerdings auch immer merkwürdig, wenn solche Leute da mit 'Werbung' machen, die man vorher nie im Stadion sah.

    Ich hab es so verstanden, dass der Verein Werbung mit Ullalla machen will!?

    Nicht jeder, der keine Ahnung von Fußball hat, ist ein Intellektueller! ;)

  • oblomow
    Profi
    Beiträge
    698
    • 9. März 2007 um 15:59
    • #86
    Zitat

    Original von Sport-Freak

    Mein Vater war Raucher und leichter Asthmatiker.
    Auf Rat mehrerer Ärtze gab er dann 1978 das Rauchen auf. 8 Wochen später setze dann das Asthma mit voller Wucht ein. Mindetsens zweima pro Woche stand ein Notarztwagen vor der Tür. Im Krankenhaus wurde meinem alten Herrn sogar wieder Nikotin intravenös zugeführt. März 1980, exitus am Asthma.
    Fast jeder Asthmatiker kennt das Medikament Tromphyllin, mit dem Wirkstoff Theophillin. Nimmt ein Raucher dieses Medikament schön und gut, im Blut wird ein Theophillinspiegel aufgebaut, der gehalten werden muss. Hört der Raucher spontan auf zu Rauchen und lässt nicht regelmäßig seinen Theophillinspiegel untersuchen, kann er die Arschkarte ziehen.
    Steht sogar im Beipackzettel! Deswegen empfehle ich jedem Asthmatiker und Raucher, der das Rauchen aufgibt regelmäßig zu einen Langenfacharzt zu gehen, weil sich der Theophillinspiegel plötzlich stark negativ verändern kann...!

    Ich hatte vor ca. 4 Stunden noch ein Gespräch über dieses Thema, mit einem Lungenfacharzt. ;)
    So, und ab nächste Woche werde ich hoffentlich in der Reha zum Nichtraucher! Aachen, Doofmund und Hertha muss ohne mich stattfinden.
    Gegen Frankfurt bin ich (hoffentlich als Nichtraucher) wieder mit dabei! ;)

    Danke für die Erläuterung. So ähnlich hat es meine Allergieärztin auch mir gegenüber erläutert. Sie würde es mir ja nicht gerne sagen, aber aufgrund meines extremen Heuschnupfens mit der Gefahr asthmatisch zu werden, sei meine Raucherei ganz gut, weil meine Bronchen dann nicht so hoch allergisch auf Pollen reagieren würden. Meine Frage, ob dann nicht die Krankenkasse meinen Zigarettenkonsum finanzieren sollte, erheiterte sie dann aber doch ein wenig. :D

    Viel Glück in der Reha Sport-Freak.

    Suomi: Auch Ullalla´s Mitgliedschaft ist eigentlich ein Grund, aus dem Verein auszutreten. Auf der nach unten offenen Antisympathieskala liegt sie direkt neben Koch. Wer zahlt eigentlich ihren Mitgliedsbeitrag, der Steuerzahler??

    :Hail: :arminia:

  • Anturios
    Erleuchteter
    Beiträge
    4.585
    • 9. März 2007 um 16:13
    • #87

    Hier mal ein sehr guter Artikel, der das Diskussionsniveau bezüglich der
    (Nicht)raucherfrage aufzeigt:

    Zitat

    Das Verschwinden der Raucher
    In der Debatte um Rauchverbote und Nichtraucherschutz werden die Raucher an den
    Rand gedrängt, diffamiert und kriminalisiert. Das verträgt sich schlecht mit den
    Grundsätzen einer pluralen Gesellschaft
    VON DAVID FISCHER-KERLI

    "Derzeit ist es nicht Ziel, das Rauchen in Wohnungen generell zu verbieten",
    heißt es auf den Seiten von "Pro Rauchfrei e. V. - Lobby der Nichtraucher".
    Derzeit. Der "Nichtraucherschutz in Privatwohnungen" bleibt gleichwohl ein
    Anliegen: Tabakrauch von Nachbarn könnte über Treppenflure und durch Fenster
    eindringen. Absurd? Überzogen? Früher hätte man auch nicht geglaubt, dass sich
    ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro (je "nach der Schwere der Tat") für das
    Rauchen durchsetzen ließe, heute ist es Wirklichkeit. Selbst vielen
    Nichtrauchern wird es zu viel.

    Besinnen wir uns auf das Problem: Nichtraucher fühlen sich durch Tabakrauch
    gestört und in ihrer Gesundheit bedroht, sie sollen stärker geschützt werden.
    Das sehen auch die meisten Raucher ein. Im Prinzip müsste es möglich sein,
    Regelungen zu finden, die den Interessen beider Gruppen Rechnung tragen und mit
    denen beide leben können. Bei einer solchen Interessenaushandlung würde man
    womöglich bei Raucherzimmern in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie
    beim spanisch-niedersächsischen Modell der Trennung von Raucher- und
    Nichtraucherlokalen landen; letzteres ließe sich noch mit staatlicher
    Subventionierung oder weiteren Vorteilen für Nichtraucherlokale anreichern, um
    dem Markt auf die Sprünge zu helfen.

    Klingt akzeptabel? Zumindest als Diskussionsgrundlage? Nicht für "Pro
    Rauchfrei", nicht für die "Nichtraucher-Initiative Deutschland": Raucherlokale
    zu erlauben, "legalisiert die Körperverletzung mit Todesfolge". Wer im
    Online-Gästebuch der niedersächsischen Landesregierung den Wulff'schen Vorschlag
    verteidigt ("Der Staat soll sich nicht in alles einmischen"), wird sofort als
    Undercover-Tabaklobbyist verdächtigt, und sei er ansonsten noch so gegen das
    Rauchen: "Dieser Beitrag stammt niemals von einem Nichtraucher, denn kein
    Nichtraucher ist heute noch so dumm und fordert tödlichen Passivrauch in
    Gaststätten"; der Eintrag sei daher "strafrechtlich problematisch" und überhaupt
    durch den Webmaster zu löschen, denn er "zitiert sämtliche Argumente des VdC
    (Verband der Cigarettenindustrie)".

    Nun wird man zu fast jedem beliebigen Standpunkt Krawallmacher im Internet
    finden können. Dennoch lohnt ein Blick auf die verschiedenen Strategien,
    Vertreter von (auch nur gemäßigten) Pro-Raucher-Argumenten zu diffamieren. Die
    Unterstellung, bestochen worden zu sein, ist dabei nur die offensichtlichste.
    Die weltweite Tabaklobby hat sich bei ihren Versuchen, die Gefahren des Rauchens
    zu verharmlosen, wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Der Verdacht,
    Andersdenkende seien Büttel des VdC, erfolgt allerdings mittlerweile reflexhaft.
    Auch wer wie Richard Herzinger in der Welt den "Verdacht, von der Tabakindustrie
    manipuliert zu sein", selbst zum Thema macht, ist nicht vor dem VdC-Reflex
    gefeit: "Wer die WELT Redaktion sponsort (...) kann ein Blinder sehen. (...)
    Offensichtlich schreibt ihr Autor nur dann, wenn der VdC sich großzügig zeigt".
    Herzinger müsste in diesem Fall ein sehr reicher Mann sein.

    Auch die Strategie der Marginalisierung ("Ich verachte Ihresgleichen, habe
    bestenfalls herablassendes Mitleid mit einem armen Schwein, wie Sie es sind. Wer
    raucht denn heute noch: Jugendliche und die Unterschicht!") ist relativ simpel
    gestrickt, wird aber unappetitlich, wenn bekannte Techniken der Entmenschlichung
    hinzukommen. Von Peter Struck heißt es im "Pro Rauchfrei"-Forum: "Als bekanntes
    Schlaganfallopfer durch Nikotinabusus scheint sein Verstand jetzt restlos im
    Tabaknebel versunken zu sein. Der Mann sollte sich rar machen, denn sein
    schlechter Geruch wirkt sogar schon, wenn er nur bildlich mit seiner Sterbehilfe
    im Mund in Erscheinung tritt." (Struck hatte unter anderem angemahnt: "Was die
    Höhe eines Bußgeldes angeht, sollten wir nicht überreagieren.")

    Die Charakterisierung Strucks als "suchtkranker Pfeifenkopf der Nation" verweist
    auf die verbreitete Strategie der Pathologisierung: Die Meinung von Rauchern ist
    nicht autonom, sondern Ausdruck einer durch Abhängigkeit verminderten
    Zurechnungsfähigkeit. "Mit Suchtkranken zu diskutieren lohnt sich eigentlich
    nicht - die haben eine verzerrte Wunschwahrnehmung - also verschwendet keine
    Zeit."

    Ähnlich umfassend ist auch die letzte Strategie: moralische Diskreditierung und
    Kriminalisierung. Wer in der Öffentlichkeit raucht, begeht alle möglichen
    Verbrechen von der Körperverletzung bis zum Mord; zum "Tabakholocaust" ist es
    nur noch ein kleiner Schritt. Toleranzargumente für das Rauchen haben es da
    schwer. Ein taz-Leser: "Anderen Abweichlern wie Dieben, Schlägern oder
    Kindesmissbrauchern habt ihr bislang - zum Glück - keinen Raum zur
    Selbstbeweinung gegeben, aber bei Nikotinabhängigen ist das wohl anders. (...)
    Ihr solltet daran denken, dass es Grenzen gibt, in denen ihr sozialschädigendes
    Verhalten unterstützen könnt."

    Für alle diese Strategien gilt: Sie entwerten sämtliche Argumente der Gegenseite
    von vorneherein, weil der sie Vortragende als krank, gekauft usw. gilt, kurz:
    aus verschiedenen Gründen nicht ernst genommen werden muss. Hier fehlen
    offenkundig die elementaren Voraussetzungen für einen durch argumentativen
    Austausch vermittelten Interessenausgleich. Dieser würde voraussetzen, dass die
    beteiligten Parteien ihre gegenseitige persönliche Integrität achten und
    einander als prinzipiell gleichwertige Diskussionspartner respektieren. In der
    Entwertung des anderen als Person ist dagegen bereits der Regelungsmechanismus
    des Verbotes angelegt.

    Diese Strukturierung der Diskussion findet sich auch in der medienöffentlichen
    Auseinandersetzung wieder. Die Nichtberücksichtigung von Rauchern als Personen
    mit legitimen Interessen hat hier allerdings häufig eine etwas andere Nuance:
    Der Raucher wird weniger diffamiert, als dass er erst gar nicht in Erscheinung
    tritt; übrig bleibt alleine der Rauch, den er erzeugt - als ob der "Qualm" aus
    dem Nichts käme. In jedem Fall verschwindet der Raucher als ernstzunehmende
    Person aus dem Diskurs, er bleibt bestenfalls als Feindbild. An einen
    Kompromiss, einen Ausgleich ist so nicht zu denken. Im Ergebnis hieße das:
    Raucherzimmer (Zimmer für Raucher!) sind überflüssig, "rauchfrei" hat alles zu
    sein.

    Angesichts der herrschenden Meinung in der Tabakfrage liegt die Denunzierung von
    Rauchern als "sozialschädigende Abweichler" nicht besonders fern. Die Tabaklobby
    hat - zu Recht - an politischem Einfluss verloren, stattdessen prägt der
    Gesundheitsdiskurs die Auseinandersetzung. Den Ton gibt hier seit längerem das
    Deutsche Krebsforschungszentrum vor, dessen Verquickung von wissenschaftlicher
    Forschung und aggressiver Lobbyarbeit mitunter irritiert. Beim Thema
    Passivrauchen lautet dabei die Parole: "Auch kleinste Mengen sind zu viel." Das
    schafft die Legitimationsgrundlage einer dogmatischen Haltung: Es geht ums
    Prinzip; anderenorts heißt so etwas gerne "ideologisch". Aber hat eine solche
    Haltung nicht ihre Berechtigung, wenn es um den "im Grundgesetz verankerten
    Schutz des geborenen und ungeborenen Lebens" geht? Gilt denn nicht das Argument,
    das "Pro Rauchfrei" gegen Raucherlokale in Stellung bringt: "Der
    Gesundheitsschutz vor dem giftigen Passivrauch ist nicht verhandelbar"?

    Die Lobbyarbeit des DKFZ verdeckt, dass es bei der zugrundeliegenden
    wissenschaftlichen Analyse stets um Risiken geht. Der Schutz vor den
    Gesundheitsrisiken, die der moderne Lebensstil mit sich bringt, ist aber immer
    schon höchst verhandelbar gewesen. Auch das akzeptierte "Restrisiko" beim
    Betrieb von Atomkraftwerken besteht in der Vernichtung menschlichen Lebens. Das
    Prinzip "Kleinste Mengen sind zu viel" stellt einen Fremdkörper inmitten einer
    Regelungslandschaft dar, die ansonsten auf die Festlegung von Grenzwerten setzt,
    vom Schadstoffgehalt der Luft über den Anteil gentechnisch veränderten Materials
    in der Nahrung bis zur Belastung von Produkten mit krebserregenden Nitrosaminen.
    Dass ausgerechnet dort kein Pardon gegeben wird, wo es nicht um industrielle
    Produktion, sondern um das Verhalten einzelner (genauer: einer Minderheit) geht,
    hinterlässt nicht nur bei Rauchern ein schales Gefühl.

    Dennoch: Das Ziel des Nichtraucherschutzes würden auch die allermeisten Raucher
    unterschreiben, wenn man sie nur fragte. Aber eben nicht auf dem Wege von
    Regelungen, die die Maximalforderung "Rauchfrei!" über alles stellen, selbst an
    Orten, die ein Nichtraucher ohne Einbußen meiden kann. Dazu ist die Diskussion
    aber schon zu sehr im Prinzipiellen angelangt. Es verwundert daher kaum, wenn
    nicht nur über den Kopf der Raucher hinweg entschieden wird, sondern auch für
    die Raucher gleich mit. Der Schutz Dritter wird zunehmend als Hebel benutzt, um
    direkt auf die Präferenzen der Raucher zu zielen. Wie sagt doch das DKFZ? "Eine
    rauchfreie Umgebung ist der beste Weg, die Zahl der Raucher zu vermindern."

    Das Verschwinden der Raucher aus dem Diskurs führt derzeit zum Verschwinden der
    Raucher aus der Öffentlichkeit, das Verschwinden der Raucher insgesamt bleibt
    das Endziel. Sicher - Rauchen ist "unvernünftig", weil ungesund. Rauchen alleine
    auf "Gift" und "Sucht" zu reduzieren, funktioniert aber nur unter
    Vernachlässigung der Sicht der Raucher selbst und taugt daher nicht zu einer
    allgemeinverbindlichen Beurteilung. Interessen zu ignorieren, weil sie aus der
    Perspektive eines Lebensstils nichts wert sind, verträgt sich schlecht mit einer
    pluralen Gesellschaft, die auf der Toleranz unterschiedlichster Lebensentwürfe
    basiert. Auf diese Weise entsteht durch die Diskussion selbst, genauer: durch
    die Art, wie sie geführt wird, ein Interesse von allgemeiner Bedeutung, das sich
    mit dem Wert des Gesundheitsschutzes jederzeit messen kann: der Anspruch, als
    Person respektiert und vor Bevormundung geschützt zu werden, das Recht auf
    Genuss - und auf private Unvernunft.

    Quelle: taz.de

    Alles anzeigen

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

  • The_Chaoz
    Profi
    Beiträge
    1.370
    • 9. März 2007 um 16:52
    • #88

    Das recht einer Person hört da auf, wo sie die Gesundheit einer anderen gefährdet.

    Das ganze gequatsche... Man müsse rauchern gegenüber tollerant sein. Muss man? Warum denn?
    Ich bin persönlich Nichtraucher. Ich habe kein problem mit rauchern. Auch an das zugequalmt werden hab ich mich gewöhnt.
    Aber ich kann jeden verstehen, der das anders sieht.

    Respekt Herr Daudel!
    Mit nur 3 Interviews haben sie eine große Chance zu Grabe getragen!

    Einmal editiert, zuletzt von The_Chaoz (9. März 2007 um 16:54)

  • oblomow
    Profi
    Beiträge
    698
    • 9. März 2007 um 17:20
    • #89

    Anturios: Super-Artikel. Er bringt es auf den Punkt.

    :Hail: :arminia:

    Einmal editiert, zuletzt von oblomow (9. März 2007 um 17:20)

  • Bennobarkeeper
    Erleuchteter
    Beiträge
    3.218
    • 9. März 2007 um 17:25
    • #90

    Moinsen,

    so langsam aber doch sicher, geht mir hier die Diskussion ein wenig auf den Zeiger und nein, das nicht weil ich selber Raucher bin und ja weil ich "abhängig" bin von den Zigaretten, sondern einfach aus dem einem Grund, weil hier ein viel zu großer Hype von gemacht wird.

    Wie hier auf Raucher drauf eingedroschen wird, was hier von Rauchern verlangt wird, was Raucher überhaupt so alles ertragen sollen und wofür sie denn vernatwortlich gemacht werden grenzt schon fast an einem absolutem Wunder der negativen Art.

    Bitte wenn also Raucher daran Schuld sind, das mehrere 1000 Menschen in dieser Republik sterben müssen, weil sie dem passivem Rauch ausgesetzt sind, ja wenn Raucher sogar dafür verantwortlich sind, das Kinder sogar ungeborenes Leben vernichtet wird, dann tut mir das zuallerst einmal wirklich leid und ich muss mich als Raucher wohl dafür mitverantwortlich fühlen.
    Aber die Art und Weise wie das hier und nicht nur hier sondern generell in der Republik diskutiert wird kommt mir eine Hetze gleich.

    Wenn ich alleine von eingen Argumentationen ausgehe die den Rauchern hier vorgeworfen wird, dann müssten genau diese Arguemntationsführer aber auch gegen Autofahren, gegen Atomkraft, gegen Müll und den Mißbrauch mineraler Energiereserven argumentieren und angehen.

    Wieiviele Menschen sterben auf deutschen Strassen wegen Autofahrens?
    Wieviele Menschen sterben und starben alleine durch Tchernobyl?
    Wieviele Menschen in der dritten Welt sterben durch den hochgradig kontaminierten Industriemüll eruopäischer Länder die den Müll einfach mal per Schiff in die dritte Welt schaffen??

    Fragen über Fragen, aber dennoch berechtigt gestellt.

    Ist denn auch jeder Antiraucher dafür, dass das Autofahren eingestellt wird um auch Menschenleben zu retten und das nicht nur hier in diesem Lande, sondern Weltweit?
    Was ist mit Argumenten gegen Autos bzgl. der Schadstoffaustösse? Schon mal daran gedacht, das Dieselfahrzeuge alleine in unserer Republik hier mehr Schadstoffe ausstossen und mehr Menschen auf dem Gewissen haben wegen Lungenerkrankungen oder Pseudokrupp, als alle Raucher in diesem Staate ein verschulden daran haben, das Nichtraucher an Lungenkrebs sterben? Dabei kann man bei dieser Krankheit nicht einmal unterscheiden, ob diese nun wegen Nichtrauchens, oder wegen anderer zum Beispiel Feinrußpartikel der Fahrzeuge entsanden ist.

    Ist hier irgendjemand der Nichtraucher der auch hier und sofort gegen Autos insbesondere Dieselfahrzeuge so vehement argumentiert????

    Wo seid ihr denn alle, wenn es darum geht regenrative Energien in den Vodergrund zu stellen Windkraft, Wasserkraft, Thermoenergie usw.? Da ist nichts zu hören von wegen, nein zu Atomkraft trotz das man schon die Erfahrungen gemacht hatte mit Tchernobyl und dessen Folgen.

    Wie schaut es denn aus, liebe Nichtraucher, wie heizt ihr eigentlich Eure Wohnungen?? Schon mal daran gedacht, welch am imense Rußpartikel durch eine Öl oder Gasheizung durch den Schornstein nach draussen befördert werden? Und stellt euch mal vor, direkt neben an, wohnt eine Familie mit Kleinkindern und leider wohne ich ja in einer Gegend, wo der Wind zumeist aus Südwest kommt, so das die Abgase meines Schornsteines direkt auf das Haus dieser Familie zuweht..........

    Ich weiss, das ist alles ein wenig übertrieben, spiegelt aber ein wenig das wieder, was ich hier aussagen möchte. Es ist völlig in Ordnung, das man als Nichtraucher nach Möglichkeit von Qualm eines Rauchers in Ruhe gelassen werden möchte, aber hier eine Hetze gegen Raucher vorzunehmen wie es zur Zeit hier geschieht, aber wissentlich bei anderen Dingen einfach die Augen zu schliessen, weil sie einen ja selber vielleicht negativ betreffen könnte, das kann es ja wohl auch nicht sein. Moralapostelei hin oder her, irgendwo muss das auch mal ein Ende haben.

    SWB Gruß
    Bennobarkeeper

    Behandel jeden so, wie Du selbst behandelt werden möchtest.

  • The_Chaoz
    Profi
    Beiträge
    1.370
    • 9. März 2007 um 17:36
    • #91
    Zitat

    Original von Bennobarkeeper
    Wieiviele Menschen sterben auf deutschen Strassen wegen Autofahrens?
    Wieviele Menschen sterben und starben alleine durch Tchernobyl?
    Wieviele Menschen in der dritten Welt sterben durch den hochgradig kontaminierten Industriemüll eruopäischer Länder die den Müll einfach mal per Schiff in die dritte Welt schaffen??

    Wie wärs denn wenn du mal den nutzen für die Gesellschaft vergleichst?
    Was bringen uns die raucher denn und welche Bedeutung haben autos für unsere Gesellschaft?

    Werden Autofahrer von der Politik etwa belohnt?
    Wird nicht eben auch gerade zur Zeit mit Öko-Steuer und vorschriften für Filter und alles mögliche in anderen Bereichen getan. Wenn es nur eine Untersuchung geben würde die glaubhaft bestätigt, dass sonntags-fahrverbote was bringen hätten wir auch die schon längst.

    Es ist schon ein wenig lächerlich, wenn man verlangt gegen sachen vorzugehen von denen wir alle als Nation abhängig sind. Wir können ja mal alle autos und LKWs und Krafwerke abschalten. Will mal gucken was die armen raucher davon halten.

    Respekt Herr Daudel!
    Mit nur 3 Interviews haben sie eine große Chance zu Grabe getragen!

  • oblomow
    Profi
    Beiträge
    698
    • 9. März 2007 um 17:44
    • #92
    Zitat

    Original von The_Chaoz

    Was bringen uns die raucher denn und welche Bedeutung haben autos für unsere Gesellschaft?

    .

    Zum Beispiel 18 Milliarden € allein durch die Tabaksteuer!

    :Hail: :arminia:

  • Kai
    Erleuchteter
    Beiträge
    6.357
    • 9. März 2007 um 17:51
    • #93

    lächerlich!

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • Kricke
    Profi
    Beiträge
    1.590
    • 9. März 2007 um 17:56
    • #94

    Ich bin ein sehr böser Mensch.
    Ich werde morgen bestimmt zwei Schachteln rauchen. SKANDAL

    :arminia: da simma dabei, dat is prima VIVA ARMINIA :arminia:

  • Kai
    Erleuchteter
    Beiträge
    6.357
    • 9. März 2007 um 17:59
    • #95
    Zitat

    Staat und die Gesellschaft?

    Von Sarah Kramer

    In aller Öffentlichkeit genussvoll am Glimmstängel ziehen – die Ära der qualmenden Freizügigkeit scheint langsam, aber sicher zu Ende zu gehen. Bisher argumentierten die Gegner des Rauchens vor allem mit den möglichen gesundheitlichen Konsequenzen des blauen Dunstes. Die Studie der Volkswirtin Ulrike Günzel von der Universität Hamburg könnte ihnen nun neue Argumente liefern: Günzel hat nicht nur die sozialen Folgen des Rauchens untersucht, sondern auch die langfristigen Kosten berechnet. Das Ergebnis: Die Schachtel Zigaretten kommt den einzelnen Raucher langfristig teuer zu stehen. Vier Euro muss er in Deutschland zurzeit für eine Packung Kippen ausgeben. Ein Preis, der laut Günzel in Wirklichkeit aber sehr viel höher liegt: Nach ihren Berechnungen kostet eine Schachtel Zigaretten Raucher, Staat und Gesellschaft fast 40 Euro.

    Diese Summe setzt sich zusammen aus externen Kosten (6,43 Euro), für die Gesellschaft und Staat aufkommen müssen, und privaten Kosten (33,56 Euro), die jeder Raucher selbst trägt. Letztere summieren sich im Laufe eines durchschnittlichen Raucherlebens auf 144 318 Euro. Dazu gehören beispielsweise die Ausgaben für Zigaretten sowie die Kosten für durch das Rauchen verursachte körperliche Behinderungen und medizinische Behandlungen. Für diesen Posten schlagen in Günzels Studie im Laufe eines Raucherlebens rund 16 300 Euro zu Buche. Die Autorin geht dabei von der Annahme aus, dass sich die Lebenserwartung eines Rauchers im Vergleich zu der eines Nichtrauchers um bis zu zehn Jahre verkürzt.

    Der Wert dieser verlorenen Lebenszeit wird in der Studie mit 22,10 Euro pro Packung veranschlagt. Dabei greift die Hamburger Untersuchung auf eine Methode aus der amerikanischen Forschung zurück. Dort haben Wissenschaftler Raucher befragt, was ihnen ein verlorenes Lebensjahr wert ist – und so eine durchschnittliche Summe von 100 000 Euro errechnet.

    Die durchschnittlichen Ausgaben für Zigaretten – Günzel veranschlagt pro Glimmstängel einen Preis von 20 Cent – fallen dagegen mit knapp 8400 Euro bei den privaten Kosten des Rauchens kaum ins Gewicht. Bemerkenswert: Die Folgekosten des Rauchens sind bei weiblichen Rauchern im Vergleich zu den Männern geringer. „Ein Grund hierfür liegt darin, dass deutsche Frauen durchschnittlich weniger und für eine kürzere Zeit rauchen als die Männer“, sagt Professor Michael Adam vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Uni Hamburg.

    Aber auch Gesellschaft und Staat zahlen für jeden einzelnen Raucher. So fallen beispielsweise für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mehrere Millionen Euro pro Jahr an. Das macht pro Packung Zigaretten laut Günzels Berechnungen rund 1,40 Euro aus. Die Tatsache, dass der Staat durch die verkürzte Lebenszeit der Raucher weniger Geld für Rentenzahlungen ausgeben muss, sind in der Studie ebenfalls einkalkuliert worden. Auch wurden auf der Habenseite des Staates die Einnahmen aus der Tabaksteuer berücksichtigt. Würden diese Einnahmen wegfallen, lägen die Kosten für eine Zigarettenpackung laut Günzel sogar noch einmal um 2,18 Euro höher.

    „In der Wissenschaft wurden bislang in der Regel nur die medizinischen Kosten des Rauchens berücksichtigt“, sagt Professor Adams über die Studie. Die meisten Untersuchungen beleuchteten das Thema zudem vor allem aus einer kurzfristigen Perspektive. „Dass die Kostenentwicklung mit Blick auf ein ganzes Leben betrachtet wird, ist neu“, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler aus Hamburg. Ulrike Günzel kommt zu dem Schluss, dass der „volle Preis“ des Tabakkonsums dem deutschen Raucher nach wie vor verborgen bleibe. Auch sei die zurzeit vom Staat veranschlagte Tabaksteuer für den Verbraucher zu niedrig, um sämtliche Konsequenzen seiner Entscheidung für das Rauchen berücksichtigen zu können. Wer sich für das Rauchen entscheide, so schreibt Günzel in der Studie, sei im Begriff, „eine der kostspieligsten Entscheidungen des Lebens zu treffen“.

    Alles anzeigen

    rauch so viel wie Du willst... mir soll es egal sein...
    nur behauptet nicht, dass Ihr den Staatshaushalt saniert.

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • Kricke
    Profi
    Beiträge
    1.590
    • 9. März 2007 um 18:01
    • #96
    Zitat

    Original von Kai
    [


    rauch so viel wie Du willst... mir soll es egal sein...
    nur behauptet nicht, dass Ihr den Staatshaushalt saniert.

    Bei mir würde es an der Continuität scheitern.
    Aber beim Fussball muss es dampfen!

    :arminia: da simma dabei, dat is prima VIVA ARMINIA :arminia:

  • Kai
    Erleuchteter
    Beiträge
    6.357
    • 9. März 2007 um 18:04
    • #97

    Hauptsache unse Blauen rauchen nicht! Die sollen ja schließlich Leistung bringen morgen!

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • The_Chaoz
    Profi
    Beiträge
    1.370
    • 9. März 2007 um 18:04
    • #98
    Zitat

    Original von oblomow

    Zum Beispiel 18 Milliarden € allein durch die Tabaksteuer!

    Ich hätte echt nicht für möglich gehalten dieses Argument nochmal zu lesen.
    Ziehe mal die Kosten für Behandlungen ab.
    Fertig

    Respekt Herr Daudel!
    Mit nur 3 Interviews haben sie eine große Chance zu Grabe getragen!

  • Kricke
    Profi
    Beiträge
    1.590
    • 9. März 2007 um 18:05
    • #99
    Zitat

    Original von Kai
    Hauptsache unse Blauen rauchen nicht! Die sollen ja schließlich Leistung bringen morgen!

    Weiss nicht, nach der Gras rauchen-statt Fressen Aktion lief es ja eigentlich besser.*rauch*

    :arminia: da simma dabei, dat is prima VIVA ARMINIA :arminia:

  • oblomow
    Profi
    Beiträge
    698
    • 9. März 2007 um 18:08
    • #100
    Zitat

    Original von The_Chaoz

    Ich hätte echt nicht für möglich gehalten dieses Argument nochmal zu lesen.
    Ziehe mal die Kosten für Behandlungen ab.
    Fertig

    Nachdenken: Raucher sterben angeblich früher (und dann noch zu einem erheblichen Teil am schnellen Herztod). Wenn das keine Entlastung für die Sozialversicherungen ist!? Auch uralte Nichtraucher kosten in ihren Pflegeheimen Geld und und schlafen nicht alle friedlich ein - auch bei ihnen ist die häufigste Todesursache Krebs.

    :Hail: :arminia:

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum