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  4. Fußball allgemein

Der 3. Liga-Thread

  • Exteraner
  • 31. Mai 2008 um 15:26
  • Didi93
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    • 21. Juni 2025 um 22:50
    • #10.521
    Zitat von Hochwald-Physio

    Elversberg hat in der abgelaufenen Saison das Stadion mit im Schnitt 9.500 Zuschauern zu 95 Prozent gefüllt.

    3 Jahre vorher waren es gerade einmal 1.600 Zuschauer.

    Also, der Erfolg wird da durchaus von den Zuschauern honoriert.

    Top Zahl für Platz 3 in der zweiten Liga. Meinst du, wenn da 30.000 reinpassen würden wären es auch 95%?

  • Hochwald-Physio
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    • 21. Juni 2025 um 23:40
    • #10.522
    Zitat von Didi93

    Top Zahl für Platz 3 in der zweiten Liga. Meinst du, wenn da 30.000 reinpassen würden wären es auch 95%?

    Wenn Saarbrücken in Liga 3 bleiben sollte, sind 20-25.000 Zuschauer im Schnitt in Liga1 oder 2 in Elversberg sicher möglich.

    Aber auf 30.000 Zuschauer wird dieses Stadion nicht ausgebaut werden können. Zunächst mal wird auf 15.000 Zuschauen ausgebaut, sehr viel mehr wird an dem aktuellen Standort nicht möglich sein.

  • Didi93
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    • 21. Juni 2025 um 23:58
    • #10.523

    Das Stadion in Saarbrücken hat ja nur ne geringe Kapazität aufgrund des umbauen, wenn ich mich recht erinnere.

    Leverkusen bekommt seine 30.000 Arena vor dem Double nur schwer mal voll, jetzt sind die Eventies da. Wie das in 2-3 Jahren aussehen kann, sieht man in Wolfsburg. Ich glaube kaum, dass Elversberg jemals auch nur annähernd die 15.000 brauchen wird. Ebensowenig Saarbrücken (auch wenn ich es denen gönnen würde).

  • ~dna
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    • 22. Juni 2025 um 00:41
    • #10.524
    Zitat von Hochwald-Physio

    Wenn Saarbrücken in Liga 3 bleiben sollte, sind 20-25.000 Zuschauer im Schnitt in Liga1 oder 2 in Elversberg sicher möglich. [...]

    Das scheint mir jetzt doch ein wenig hoch gegriffen.

  • Hochwald-Physio
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    • 22. Juni 2025 um 07:17
    • #10.525
    Zitat von DSCDNA

    Das scheint mir jetzt doch ein wenig hoch gegriffen.

    Ich wohne ja nur 6 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt und kenne durch meine Arbeit die sportliche Situation im beiden Vereinen und im Saarland recht gut.

    Das wird natürlich auch vom sportlichen Erfolg der SVE abhängen.

    Wenn der gut ist, ist das aus meiner Sicht nicht zu hoch gegriffen, da in den Saarbrücker Lupa nach dem Umbau auch nurnoch 16.000 Zuschauer reinpassen.

    Und die rund 900.000 Ost Franzosen sind schon Fußball afin. Da sind einige mangels hochklassiger Alternativen im Saarland vorher auf den Betzenberg gepilgert, von denen jetzt einige wieder " zurückkehren".

    Borussia Neunkirchen hat früher sein Ellenfeld auch problemlos mit 30.000 Zuschauern füllen können.

    Mal abwarten.

  • Hochwald-Physio
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    • 22. Juni 2025 um 07:21
    • #10.526
    Zitat von Didi93

    Das Stadion in Saarbrücken hat ja nur ne geringe Kapazität aufgrund des umbauen, wenn ich mich recht erinnere.

    Leverkusen bekommt seine 30.000 Arena vor dem Double nur schwer mal voll, jetzt sind die Eventies da. Wie das in 2-3 Jahren aussehen kann, sieht man in Wolfsburg. Ich glaube kaum, dass Elversberg jemals auch nur annähernd die 15.000 brauchen wird. Ebensowenig Saarbrücken (auch wenn ich es denen gönnen würde).

    Die hätten schon in der abgelaufenen Saison für einige Spiele mehr als 15.000 Karten verkaufen können, wenn die Kapazität da gewesen wäre.

  • Gönner
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    • 22. Juni 2025 um 08:48
    • #10.527
    Zitat von Hochwald-Physio

    Und die rund 900.000 Ost Franzosen sind schon Fußball afin. Da sind einige mangels hochklassiger Alternativen im Saarland vorher auf den Betzenberg gepilgert, von denen jetzt einige wieder " zurückkehren".

    Borussia Neunkirchen hat früher sein Ellenfeld auch problemlos mit 30.000 Zuschauern füllen können.

    Mal abwarten.

    Woher kommt eigentlich diese Affinität zu Frankreich im Südwesten? Darmstadt hat zum Teil ja auch solche Allüren. Klar Kulturnation ... usw. Für mich ist das viel Fantasie mit bbei.Abseits vin wenigen Leuchttürmen ist Frankreich keinen deut reicher als Deutschland. Trotz dieser Anziehung, die aus der Ferne schon was von Anbiederung hat. Im Elsass gab es ja auch eine lupenreine kulzurelle Assimilation.

    Kann natürlich sein, dass der Blick aus der Ferne total täuscht, aber qie ist da dein Eindruck?


    Borussia Neunkirchen ist aber auch schon lange her. Mir scheinen es die Saarland zwar sehr mit dem Fußball , aber weniger mit der Treue zu einem bestimmten Club zu halten. Vielleicht auch der französische Einfluss? Wo "l'amour" geradeso hinfällt? :unschuldig:

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  • Hochwald-Physio
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    • 22. Juni 2025 um 09:39
    • #10.528
    Zitat von Gönner

    Woher kommt eigentlich diese Affinität zu Frankreich im Südwesten? Darmstadt hat zum Teil ja auch solche Allüren. Klar Kulturnation ... usw. Für mich ist das viel Fantasie mit bbei.Abseits vin wenigen Leuchttürmen ist Frankreich keinen deut reicher als Deutschland. Trotz dieser Anziehung, die aus der Ferne schon was von Anbiederung hat. Im Elsass gab es ja auch eine lupenreine kulzurelle Assimilation.

    Kann natürlich sein, dass der Blick aus der Ferne total täuscht, aber qie ist da dein Eindruck?


    Borussia Neunkirchen ist aber auch schon lange her. Mir scheinen es die Saarland zwar sehr mit dem Fußball , aber weniger mit der Treue zu einem bestimmten Club zu halten. Vielleicht auch der französische Einfluss? Wo "l'amour" geradeso hinfällt? :unschuldig:

    Das Saarland stand nach dem 2.Weltkrieg bis 1957 unter französischer Verwaltung. Diesen" Einfluss " spürt man heute noch ( " Hauptsach guud gess "). Danach hat es sich ( einiger Rheinland Pfälzer sagen leider ;), ich bin froh drum :) ) per Abstimmung für den Beitritt zu Deutschland entschieden.

    Ich wohne ja nur 6 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt und hatte zum Beispiel am Gymnasium damals 50 Prozent Saarländer in der Klasse, war immer lustig.

  • Gönner
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    • 22. Juni 2025 um 10:20
    • #10.529

    Der geschichtliche Hintergrund ist mir durchaus bekannt. Die Frage ist eher, warum das nicht immer solche Nachwirkungen hat.

    Zum anderen spürt man das nicht nur direkt im Saarland , wenn man da unten ist. Geht aber nur um so ein Bauchgefühl. Demgegenüber hat das Elsass seine Verbindungen zu Deutschland quasi aufgegeben.

    Was man ja auch in anderen Bereichen sehen kann. Ostbelgien zum Beispiel ist extrem deutsch geprägt, aber distanziert sich umgekehrt von Deutschland. Dafür muss es ja Gründe geben. Vor allem, warum das alles so lange nach den großen geschichtlichen Einschnitten noch andauert und auch zuvor im 19. Jahrhundert und die Verbundenheit zum deutschen Staatsgebilde immer locker war und auch leicht mal gelöst werden konnte, was man bei Frankreich usw. eigentlich geschichtlichen kaum so kennt. Zumindest nicht in Europa.

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    • 22. Juni 2025 um 10:29
    • #10.530
    Zitat von Gönner

    Der geschichtliche Hintergrund ist mir durchaus bekannt. Die Frage ist eher, warum das nicht immer solche Nachwirkungen hat.

    Zum anderen spürt man das nicht nur direkt im Saarland , wenn man da unten ist. Geht aber nur um so ein Bauchgefühl. Demgegenüber hat das Elsass seine Verbindungen zu Deutschland quasi aufgegeben.

    Was man ja auch in anderen Bereichen sehen kann. Ostbelgien zum Beispiel ist extrem deutsch geprägt, aber distanziert sich umgekehrt von Deutschland. Dafür muss es ja Gründe geben. Vor allem, warum das alles so lange nach den großen geschichtlichen Einschnitten noch andauert und auch zuvor im 19. Jahrhundert und die Verbundenheit zum deutschen Staatsgebilde immer locker war und auch leicht mal gelöst werden konnte, was man bei Frankreich usw. eigentlich geschichtlichen kaum so kennt. Zumindest nicht in Europa.

    Das dürfte doch wohl mit den Gräueln der Wehrmacht in WW II auch gegen die Zivilbevölkerung in jedenfalls einigen dieser vormals deutsch geprägten Regionen zu tun haben.

    Aus dem Saarland weiß ich von meinem Ex-Geschichtslehrer - sehr redseliger Saarländer -, dass im saarländischen Bildungswesen dagegen viel französische Sprache (evtl. sogar als 1. Fremdsprache) gelernt wurde, es umfangreiche Schüleraustausche mit Frankreich gab etc. Auch das eine Folge von WW II, nur in ungekehrter Weise als Versuch der Versöhnung von Seiten des vormaligen Aggressors Deutschland. Nunja, mit Fußball haben diese gleichwohl interessanten Ausflüge in historische und kulturelle Gefilde nichts mehr zu tun. Wobei die Tribünen im Lupa in Saarbrücken sehen schon sehr französisch aus: überdacht, aber oben auf der Tribüne nach hinten offen. Das habe ich so bislang nur in Frankreich gesehen: im Leichtathletikstadion im Süden von Paris. Komme gerade nicht auf den Namen.

  • Gönner
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    • 22. Juni 2025 um 13:36
    • #10.531

    In gewisser Weise schon. In Saarbrücken ist die Variante des Vereinswappens in Blau, Weiß und Rot durchaus wieder "en vogue". Wenngleich diese Farben nur durch Frankreich in der entsprechenden Phase im Saarland etabliert wurden und eigentlich in der Kombination keine Tradition im Saarland haben, die Ultras nennen sich "Virage est" und es gibt reichlich Kontakte nach Frankreich. Also eine gewisse Affinität gibt es da augenscheinlich schon.

    Und da haben mich mal die Hintergründe interessiert, weil ich mir soetwas umgekehrt nich vorstellen kann. Im Gegenteil. In Belgien distanziert sich selbst die deutschsprachigen Gemeinschaft recht deutlich von Deutschland. Die Gründe dafür haben dann aber wirklich nichts mehr mit Fußball zu tun.

    Hat mich halt nur interessiert, warum Frankreich so "chic" wahrgenommen wird. Ich selbst sehe Frankreich da nicht besser oder schlechter als viel andere Nachbarn auch. Aber es scheint ja doch bei vielen eine speziellen Flair zu verbreiten. Auch beim Fußball. ;)

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    • 22. Juni 2025 um 15:01
    • #10.532
    Zitat von DSC_Tine

    Na ja, bevor man nix macht… Arbeitslosengeld ist endlich 🤪

    Zitat von Hochwald-Physio

    Das Saarland stand nach dem 2.Weltkrieg bis 1957 unter französischer Verwaltung. Diesen" Einfluss " spürt man heute noch ( " Hauptsach guud gess "). Danach hat es sich ( einiger Rheinland Pfälzer sagen leider ;), ich bin froh drum :) ) per Abstimmung für den Beitritt zu Deutschland entschieden.

    Ich wohne ja nur 6 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt und hatte zum Beispiel am Gymnasium damals 50 Prozent Saarländer in der Klasse, war immer lustig.

    50% Hildes Heinz‘ und Stefans. Stumpf ist Trumpf. Ich hatte einen St. Ingberter als Studien Kollegen. Der war allerdings cooler. Man konnte jederzeit französisch sprechen wenn die anderen es nicht hören sollten.

    Teile Nordbadens Südbaden und Rheinland Pfalz waren doch auch französische Besatzungszone, während im östlichen Nordbaden und in Württemberg die Amis waren.

  • Pille71
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    • 22. Juni 2025 um 15:04
    • #10.533
    Zitat von Gönner

    In gewisser Weise schon. In Saarbrücken ist die Variante des Vereinswappens in Blau, Weiß und Rot durchaus wieder "en vogue". Wenngleich diese Farben nur durch Frankreich in der entsprechenden Phase im Saarland etabliert wurden und eigentlich in der Kombination keine Tradition im Saarland haben, die Ultras nennen sich "Virage est" und es gibt reichlich Kontakte nach Frankreich. Also eine gewisse Affinität gibt es da augenscheinlich schon.

    Und da haben mich mal die Hintergründe interessiert, weil ich mir soetwas umgekehrt nich vorstellen kann. Im Gegenteil. In Belgien distanziert sich selbst die deutschsprachigen Gemeinschaft recht deutlich von Deutschland. Die Gründe dafür haben dann aber wirklich nichts mehr mit Fußball zu tun.

    Hat mich halt nur interessiert, warum Frankreich so "chic" wahrgenommen wird. Ich selbst sehe Frankreich da nicht besser oder schlechter als viel andere Nachbarn auch. Aber es scheint ja doch bei vielen eine speziellen Flair zu verbreiten. Auch beim Fußball. ;)

    Lothringen Elsass und auch die nahe Champagne sind natürlich schöne Ecken und auch Lebenskultur.

    Wahrscheinlich schöner als Bottrop-Kirchhellen oder Marxloh

  • Gönner
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    • 22. Juni 2025 um 16:01
    • #10.534

    Manchmal frage ich mich wirklich, was solche Kommentare sollen. Wir können auch gerne die Vorortghettos von Paris mit den Dünen an der Ostsee oder dem Schwarzwald vergleichen. Oder wir hören einfach auf uns zu verarschen.

    Wollte eigentlich nur etwas von der kulturellen Wahrnehmung vor Ort erfahren, wenn wir hier schon jemanden haben, der aus der Ecke kommt.

    War nicht drin. Merke ich mir.

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  • Hochwald-Physio
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    • 22. Juni 2025 um 16:18
    • #10.535
    Zitat von Gönner

    Manchmal frage ich mich wirklich, was solche Kommentare sollen. Wir können auch gerne die Vorortghettos von Paris mit den Dünen an der Ostsee oder dem Schwarzwald vergleichen. Oder wir hören einfach auf uns zu verarschen.

    Wollte eigentlich nur etwas von der kulturellen Wahrnehmung vor Ort erfahren, wenn wir hier schon jemanden haben, der aus der Ecke kommt.

    War nicht drin. Merke ich mir.

    Gönner:

    Was die kulturellen Beziehungen vom Saarland zur Region Grand Est angeht, kann ich wenig weiterhelfen, da bin ich dann doch zu wenig involviert.

    Aber weil Du gerade die " Virage Est" ansprichst, die machen gerade mächtig Stimmung gegen das langjährige Präsidium um Hauptsponsor Ostermann ( " Viktors").

    Machtkampf beim 1. FC Saarbrücken: Frontalangriff: Wichtigste FCS-Fangruppe stellt sich gegen Ostermann und Weller
    Der Machtkampf beim 1. FC Saarbrücken spitzt sich zu: Die größte FCS-Fangruppierung „Virage Est“ veröffentlicht eine Aufsehen erregende Stellungnahme. Sie…
    www.saarbruecker-zeitung.de
  • Fonzie
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    • 22. Juni 2025 um 16:32
    • #10.536

    Ich habe hier auf die Bildungspolitik des Saarlandes hingewiesen, die diese kulturelle Nähe zu Frankreich teilweise nach WW II erst erzeugt hat, um die alte Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich auszumerzen. Das spiegelt sich auch auf der Hochschulebene wieder. Die Universität Saarbrücken hat z.B. ein Frankreich-Zentrum, das u.a. ein zweisprachiges Jahrbuch rausgibt. Kurzum: ich glaube, dass ein Teil dieser Frankreich-Nähe im Saarland durch diese bildungspolitischen Anstrengungen überhaupt nur am Leben gehalten, wenn nicht teilweise erst so erzeugt worden ist. Gerade im Südwesten Deutschland gibt es nämlich massive Zeugnisse der Frankreich-Feindschaft. Am Mosel-Steilweg nahe Zell kann man sich noch alte Eisenbahnschienen anschauen, von der die Dicke Berta aus tief nach Frankreich hätte schießen können. Die Festung in Koblenz zeigt, was für eine harte Grenze der Rhein früher war. Und die Maginot-Linie auf der französischen Seite zeigt es ebenfalls. Daher glaube ich nicht an eine grundsätzliche kulturelle Frankreich-Nähe im Südwesten Deutschlands, jedenfalls keine die schon älter als 1945 ist.

  • Pille71
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    • 22. Juni 2025 um 16:42
    • #10.537

    Auch der Johannisbach in Schildesche inklusive jetzigem Obersee war mal Grenze zu Frankreich.

  • Fonzie
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    • 23. Juni 2025 um 13:05
    • #10.538

    Geltendes EU-Recht (Diskriminierung aufgrund von Staatsangehörigkeit) zwingt den DFB die U23-Regel in der 3. Liga zu verändern. Bislang mussten 4 Spieler auf jedem Aufstellungsbogen einer Mannschaft deutsche U23-Spieler ohne A-Länderspiel für eine fremde Nation sein. Das wurde nun dahingehend verändert, dass es nun nicht mehr deutsche, sondern europäische Spieler (Staatsbürger eines EU-Mitgliedsstaates oder eines Landes, das mit der EU ein Assoziierungsabkommen über eine Gleichbehandlung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen abgeschlossen hat) sein müssen und die A-Länderspiel-Regel wurde komplett getilgt.

    Damit ist der Ausbildungszweck für den DFB deutlich reduziert worden, denn es geht nicht mehr um die Ausbildung potentieller Nationalspieler. Das wurde vom EuGH nicht mehr als legitimer Gemeinwohlzweck anerkannt, wohl aber die Ausbildung junger europäischer Spieler gleich welcher Nation in den einzelnen Vereinen.

    Das finde ich keine gute Entscheidung, wenngleich rechtssystematisch womöglich nicht anders möglich. Der DFB hat nun sehr viel weniger Nutzen von der 3. Liga. Ich finde eigentlich, dass die Förderung der Nationalmannschaften einen legitimen Gemeinwohlzweck darstellen sollte. Schließlich finden noch wichtige Wettbewerbe von Nationalmannschaften statt, die den Sport deutlich befördern. :no:

    Nebenbei bemerkt: auch hier kann man wieder sehen, dass Gemeinwohlzweckhaftigkeit (was für ein Wortungetüm...) der rechtliche Ansatz ist, mit dem bestimmte fundamentale europäische Rechtsnormen wie Wettbewerbsfreiheit ausgehebelt werden können (s. 50+1-Regel). Gegen das Diskriminierungsverbot aufgrund von Staatsbürgerschaft innerhalb der EU war damit aber auch kein Kraut gewachsen.

    "EU-konform": U-23-Regel in der 3. Liga angepasst
    Der DFB hat in der 3. Liga die Regelung für U-23-Spieler in ersten Mannschaften angepasst. Es wurde eine "EU-konforme Formulierung vorgenommen".
    www.kicker.de

    Einmal editiert, zuletzt von Fonzie (23. Juni 2025 um 14:28)

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    • 23. Juni 2025 um 14:37
    • #10.539

    Es ist halt grundsätzlich die Frage, wie sinnvoll es ist die allgemeinen Arbeitsmarktregeln auf den Profisport anzuwenden. Versteht mich nicht falsch. Gleiches Recht für alle, aber der Profisport ist ein sehr spezielles Feld an dessen Besonderheiten bei Aufstellung der Gesetze und Verordnungen sicherlich nicht gedacht wird.

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    • 23. Juni 2025 um 15:33
    • #10.540

    Ich halte es aber auch für fraglich, wie zeitgemäß diese konkrete Regelung in diesem Fall noch ist. Die 3. Liga ist ja inzwischen eine Profi-Liga wie die anderen auch, wenn auch finanziell auf schmalerer Basis. Die Förderung von deutschen Nachwuchsspielern hängt sicher eher an den NLZ und ggf. noch an den U23 Teams der großen Klubs. Die bestehende Regel wurde ja de facto ohnehin oft durch "Zählkandidaten" aus der eigenen U19 ohne viel Spielpraxis bei den Profis umgangen (bei uns zuletzt Zaloha, Luka.

    Dass das EU-Wettbewerbsrecht andere schützenswerte Werte und Rechtsgüter demoliert ist grundsätzlich noch mal eine andere Problematik, auch wenn ich in diesem Fall der gekippten Regelung nicht hinterhertrauer. Das ist halt das Resultat, wenn man neoliberalen Wettbewerbsvorstellungen quasi Verfassungsrang einräumt (Lissabon).

    "Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

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