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  4. Fußball allgemein

Gewalt im Fußball

  • Marcio
  • 5. Dezember 2005 um 13:44
  • Online
    ALMVETERAN1967
    Erleuchteter
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    5.269
    • 15. März 2010 um 15:49
    • #281
    Zitat

    Original von Raju
    ... bis irgendwann das erste brennende moped vom oberrang geworfen wird... :rolleyes:



    ...erst stirbt das Butterbrot im Gästeblock....
    ;)

    Aber schon sehr interessante Ansichten, ansonsten hier und da zu lesen...klar, Jahnplatz ist ja auch net ungefährlich und überhaupt, die wollen ja Alle auch nur spielen... :rolleyes:

    SWB Gruss

  • nrwsiggi
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    420
    • 18. März 2010 um 20:12
    • #282

    Hab zwar mit dem Rost vom HSV nix am Hut aber der wird mir sympatisch. Der spricht mir ja förmlich von der Seele. :Hail:
    ....."deinehupe".com/watch?gl=DE&v=GlFxD98hW-A

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  • Just
    Fortgeschrittener
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    408
    • 18. März 2010 um 23:13
    • #283

    Text eines 60jährigen (!) Hertha Fans:

    Zitat


    Ich kann nun wahrlich nicht verstehen, was hier alles für abenteuerliche Thesen aufgestellt werden und warum es für schicklich und vernunftbegabt gelten soll, undifferenziert jeden Barrikaden-Überspringer zum Chaoten, Randalierer oder Verbrecher zu erklären.

    Daß die Szenen nach dem Abpfiff nicht schön anzusehen waren, kann ich unterschreiben, aber eine Wirkung ohne Ursachenforschung zu verurteilen ist eine Rechtsauffassung aus dem finstersten Mittelalter.

    Damit wir uns richtig verstehen, die Geschehnisse nach dem Spiel gegen Nürnberg haben nichts mit der üblichen Randale von Hooligans und anderen Chaoten in, vor, hinter oder weit weg von Stadien zu tun, von denen wir europaweit und fast wöchentlich erfahren. Hier sind Leute aus der Ostkurve ausgeflippt, weil sie keine andere Möglichkeit mehr sahen, ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Diese Reaktion war nicht auf ein geplantes Ziel aus, sie war der körperliche Ausdruck einer Ohnmacht, nichts, aber auch gar nichts gegen den Verrat von Geschäftsführung, Übungsleiter und Spielern an ihrem Verein machen zu können. Sie haben Plakate beschrieben, mahnwachen-ähnliche Proteste organisiert, den Verein unterstützt, gemahnt, gefordert, appelliert und alles an Zeit und Geld eingesetzt, was sie zur Verfügung hatten.

    Doch was haben sie dafür bekommen? Sie wurden angelogen, wurden in Auswärtsstadien zum Freiwild der Häme und des Spotts, wurden vom eigenen Übungsleiter immer wieder vertröstet, verarscht und verspottet (Euphorie ist schön, aber sie schadet den Spielern, sie dürfen sich davon nicht anstecken lassen), sie wurden verraten und verkauft und immer wieder enttäuscht. Sie, die ihrem Verein ihr Herz, ihre Zeit und ihr Geld geben, auf der einen Seite der Gräben und Zäune, die anderen, die dieses Herz, diese Zeit, dieses Geld nehmen auf der anderen, in allen Belangen abgesicherten Seite.
    Geschäftsführung, Übungsleiter und Spieler haben in jeder Minute die Öffentlichkeit auf ihrer Seite, sie können dort in jedes Mikrofon, in jede Tastatur ihren verbalen Müll ablassen, sich selbst darstellen und den Fans damit klar machen, daß nicht die der Nabel der Hertha-Welt sind. Die Fans haben all diese Möglichkeiten nicht. Sie haben ihre Foren, ihre Familien, ihre Freunde - alles zusammen nicht mehr als einen Schrebergarten voller Ohnmacht.

    In der ganzen Krisenzeit dieser Saison haben die Fans nicht versagt, nicht Dienst nach Vorschrift gemacht, ihren Verein nicht verraten und nicht im Stich gelassen. Gedankt wurde es ihnen nicht.

    Mit diesem Gemütszustand und diesen wieder erfolgten Versprechungen auf die Hoffnung feuerten sie ihre Mannschaft an. Sie gaben wieder alles, fair, loyal, mit Herzblut. Sie bekamen wieder nichts dafür. Sie erlebten die Unfähigkeit nach einer Führung, den dreifachen Betrug durch den Schiedsrichter, der sie schon so oft und immer wieder betrogen hat und auch diesmal nicht fair und unparteiisch sein wollte, da es um mehr als nur drei Punkte ging. Sie erlebten den Übungsleiter als Dogmatiker und größten Hasser jeglichen Fanwillens und den Manager mit seinen Tränen um seine persönliche Zukunft und der immer schon vorhandenen Arroganz gegenüber den Fans, als er noch nicht Manager aber schon ein Lügner war.
    Und sie wußten, daß sie wieder nur Ertragende sind, nicht Handelnde, nicht Beeinflussende - sie sind die Ohnmacht.

    Doch all das war nicht der Anlaß der Geschehnisse, war vielleicht Ursache, Grund, das Unterbewußte, Bedrückende und Quälende. Aber es war nicht Zündfunke.

    Anlaß waren die den Straftatbestand der Beleidigung, Verunglimpfung, öffentlich Herabsetzung und Nötigung erfüllenden Gesten des Nürnberger Torhüters Schäfer nach dem Spiel. Ich habe mir alle Fotos dazu angesehen und alle Zeugenaussagen durchgelesen. Dieser Mann kann dafür verklagt werden, vor einem Sportgericht genauso wie vor einem Zivilgericht. Er war der Provokateur, der Brandstifter, der Schweinehund. Unantastbar - und das war wohl die größte Schande, die die Zuschauer erleiden mußten. Denn dieser Mann konnte da herumhampeln, ohne das der Schiedsrichter eingriff, die Ordner eingriffen, die eigene Mannschaft eingriff.

    Und dann kam das, was kommen mußte, unvernünftig aber logisch, nicht gewollt aber gemußt, nicht durchdacht aber instinktiv.
    Denn das sollte es nicht mehr geben, die tatenlose Ohnmacht, die Verdammung zur Unfähigkeit der Wehr.

    Ich gestehe, hätte ich dort gesessen und das erleben müssen, kein Videogerät in der Hand wie die Polizei, keinen Machtapparat des staatlichen Gewaltmonopols hinter mir, keine Hilfe von denen da drinnen für die da draußen, ... ich hätte mir Schäfer geschnappt, schneller als die anderen wäre ich dort gewesen und ich hätte mein Recht auf Notwehr in Anspruch genommen, jenes Recht, das mir erlaubt, mich zu schützen vor körperlicher, verbaler und seelischer Gewalt.
    Und da wäre es mir egal gewesen, ob ich dafür meine inneren und äußeren Grenzen hätte überwinden müssen.

    Wirklich schlimm bei diesen Vorkommnissen finde ich die allgemeinen Krokodils-Tränen der Gegenbauer, Preetz und Co, der Hetzpresse und der reality-show-erprobten Fernsehsender. Und ich finde es schlimm, wie verlogen die Gegenbauer, Preetz und Co jetzt mit harter Hand durchgreifen wollen, die sie eine ganze Saison haben vermissen lassen. Sie wollen ihren Ruf retten, der durch ihre allgewaltige Unfähigkeit so ramponiert ist wie eine Hure nach einer 48-Stunden-Schicht.
    Jetzt fehlt mir nur noch, daß sie ihr Vorgehen damit begründen, Hertha vor Schaden bewahren zu wollen.

    Diese Geschehnisse im Oly werden sie alle auf den Plan rufen, diese ganze verlogenen Brut der hochbezahlten Funktionäre, denn einen besseren Gefallen hätten die ziellos Herumirrenden ihnen gar nicht zu Füßen legen können, ihre Skandale und Mißwirtschaften schnell ins sprichwörtliche hintere Glied zu schieben.

    Das ist vielleicht das einzig wirklich und ernsthaft zu Verurteilende.

    Alles anzeigen

    Vielleicht sollte die liebe Polizeigewerkschaft das auch mal ganz genau lesen. Nicht die Stehplätze (die es im Olympiastadion gar nicht gibt) sind die Quelle des Übels, sondern das Ohnamchtsgefühl angesichts dauerhaftem Ignorieren von Volkes/Fans Wille...

    :arminia: Einmal Arminia, immer Arminia :arminia:

    "Zur Schiedsrichterleistung will ich gar nichts sagen,
    aber das war eine Frechheit, was da gepfiffen wurde."

    Hertha (A) - Arminia (A) - Gedächtnisspruch

    Einmal editiert, zuletzt von Just (18. März 2010 um 23:20)

  • Kai
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    6.357
    • 19. März 2010 um 00:28
    • #284
    Zitat

    Original von Just
    Text eines 60jährigen (!) Hertha Fans:


    Vielleicht sollte die liebe Polizeigewerkschaft das auch mal ganz genau lesen. Nicht die Stehplätze (die es im Olympiastadion gar nicht gibt) sind die Quelle des Übels, sondern das Ohnamchtsgefühl angesichts dauerhaftem Ignorieren von Volkes/Fans Wille...

    selten so einen Scheiss gelesen. Es gibt dafür keine Rechtfertigung! Unfassbar, dass esmanche trotzdem immernoch versuchen. Drei müssen nun einmal absteigen und wo kommen wir dahin, wenn jedes Jahr ein paar Anti-Fußballfans den Innenraum stürmen und alles kurz und klein schlagen.

    Keine Gnade! Lebenslanges Stadionverbot! Wenn möglich Schadenersatzansprüche stellen! Wir brauchen hier ein klares Exempel!

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • blauer-mann
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    • 19. März 2010 um 14:23
    • #285

    Interessant finde ich immer wieder, dass solchen Leuten abgesprochen wird Fußballfans zu sein. Wie kommt ihr immer auf sowas? Raffe ich nicht, ihr kennt doch nicht einen dieser Personen. :nein:

    Niemand schafft größeres Unrecht als der, der es in Form des Rechts begeht (Platon).

  • Exteraner
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    15.250
    • 19. März 2010 um 14:27
    • #286
    Zitat

    Original von blauer-mann
    Interessant finde ich immer wieder, dass solchen Leuten abgesprochen wird Fußballfans zu sein. Wie kommt ihr immer auf sowas? Raffe ich nicht, ihr kennt doch nicht einen dieser Personen. :nein:

    Die haben in meinen Augen einfach einen massiven Dachschaden. Ob die nun Fußballfans sind spielt da auch keine Rolle.

    Für immer Arminia!

  • Spud
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    3.115
    • 19. März 2010 um 15:29
    • #287

    Um seine wirren Ansichten mal auf unser beschauliches Bielefeld zu übertragen:

    Hier dürfte demnach ja kein Stein mehr auf dem anderen stehen, wenn dieses als Rechtfertigung für so etwas stehen darf. Das die schon bei einem lächerlichen Abstieg so durchdrehen. Das ist mal Jammern auf hohem Niveau!

    Was für Dämlacke! Tja, Berliner, haben halt nur Marmelade im Kopf.

    Deutscher durch Geburt, OSTWESTFALE aus Gottes Gnade!


    Gesundheit? Was nutzt einem Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?

    Und stellt mir auf`s Grab den Fussball hin,
    das Fähnlein in die Hand
    und legt mir um die kalte Brust
    mein schwarz-weiss-blaues Band!

  • Kai
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    • 19. März 2010 um 15:43
    • #288
    Zitat

    Original von blauer-mann
    Interessant finde ich immer wieder, dass solchen Leuten abgesprochen wird Fußballfans zu sein. Wie kommt ihr immer auf sowas? Raffe ich nicht, ihr kennt doch nicht einen dieser Personen. :nein:

    wenn sie Fußballfans wären, würden sie den Sport lieben und ihn nicht mutwillig zerstören. Was passiert denn wenn sich solche Gruppen durchsetzen. Und bei den drei Absteigern ein paar 100 Fans den Platz stürmen? Als erstes haben wir dann die vielen schönen Zäune wieder, als zweites wird es keine Stehplätze mehr geben. Die Kurven in der jetzigen Form würden abgeschafft. Schau dir doch mal was in England passiert ist. Die haben mit ihrer Gewalt einen großen Tel der eigenen Fankultur zerstört.

    Wer dem Fußball bewusst so schadet, kann gar kein Fan sein. Dafür muss man die nicht kennen

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

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  • Thomy71
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    2.644
    • 19. März 2010 um 16:38
    • #289
    Zitat

    Original von Kai

    wenn sie Fußballfans wären, würden sie den Sport lieben und ihn nicht mutwillig zerstören.

    Yep, als Fußballfan schafft man es, die Grenzen seines Daseins zu erkennen; erst recht, wenn sie so klar markiert sind, wie die Grenze zum Innenraum.

    Die Mannschaft gewinnt einfach nicht mehr, obwohl man es ihr immer wieder gesagt hat und die doofen Funktionäre kaufen einfach in der Winterpause nicht van Nistelrooy oder wenigstens Klose. Was soll man da als "Fan" denn bloß noch anderes machen als Amok zu laufen? Pfeifen und tatenlos beim Abstieg zusehen? Das geht ja nun wirklich nicht. Nein, den Spielern auf's Maul und für jeden Offiziellen einen Feuchten Fuzzi, dann geht's auch wieder aufwärts, woll?

    [align=center]Babyboom in Deutschland nach der Fußball-WM - kein Wunder!
    Franz Beckenbauer war ja mit dem Hubschrauber kreuz und quer in Deutschland unterwegs.

    Stefan Raab

    Einmal editiert, zuletzt von Thomy71 (19. März 2010 um 16:39)

  • nrwsiggi
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    420
    • 19. März 2010 um 17:23
    • #290
    Zitat

    Original von Kai
    wenn sie Fußballfans wären, würden sie den Sport lieben und ihn nicht mutwillig zerstören. Was passiert denn wenn sich solche Gruppen durchsetzen. Und bei den drei Absteigern ein paar 100 Fans den Platz stürmen? Schau dir doch mal was in England passiert ist. Die haben mit ihrer Gewalt einen großen Tel der eigenen Fankultur zerstört.

    Wer dem Fußball bewusst so schadet, kann gar kein Fan sein. Dafür muss man die nicht kennen

    Klar es ist nicht in Ordnung, wenn wegen eines Abstiegs Trainerbänke zerschlagen werden etc.. Doch sind wir ehrlich und kehren auch mal vor der eigenen Tür, sehen wir das es doch irgendwie in jedem Verein das gleiche ist, bloss meist auf eine andere Art und Weise. Hier in Bielefeld werden Leute aus der GF privat bedroht, sodass sie freiwillig den Job schmeissen und anderswo wird wieder nen anderer Mist verzapft.

    Zitat

    Original von Kai
    Als erstes haben wir dann die vielen schönen Zäune wieder, als zweites wird es keine Stehplätze mehr geben. Die Kurven in der jetzigen Form würden abgeschafft.


    Wenn es nach den hohen Herrschaften des DFB und der DFL gingegäbe es doch schon lange keine Stehplätze mehr in Deutschlands Stadien, und der "Pöbel" ( also der normale Fan) ist denen ja eigendlich auch recht wurscht. Wenn die könnten würden die ja lieber paar Logen mehr haben, und die Anzeigetafel würde vorgeben was zu tun ist. "Bitte klatschen Sie jetzt". Also kommt dem DFB und der DFL doch inoffiziell solche Aktionen total recht, denn nur so kommen die doch ihren Zielen näher. Wie sie es durchbekommen ist doch auch wurscht. So oder so würde das doch mit den Jahren eh kommen. So aber können die wenigstens den "Pöpel" als Grund vorschieben.

    Zitat

    Original von Kai
    Schau dir doch mal was in England passiert ist. Die haben mit ihrer Gewalt einen großen Tel der eigenen Fankultur zerstört.


    England und Deutschland auf dieser Ebene zu vergleichen ist doch Schwachsinn. Wenn Du gesehen hast was da vor Jahren wirklich los war und man dann das Geschehen hier im eigenen Land sieht, ist das doch gar nicht zu vergleichen. Da sind vor paar Jahren noch in der ersten Liga mit Pferden übers Feld gehagt und haben sich mit den Fans gekloppt. Hier haben se sogar noch 5 min. Zeit einzulaufen und das auch noch gaaanz ruhig. Es gab ja in Berlin nicht einen Zusammenstoss zwischen Grünen und Fans, denn die "Bösen" waren ja schnell wieder weg. Also auch hier nen etwas hinkender Vergleich.

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  • Just
    Fortgeschrittener
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    408
    • 19. März 2010 um 17:50
    • #291

    Hier muß ich dann leider doch mal widersprechen. Gerade der DFB ist ein sehr wichtiger Fürsprecher der Stehplätze. Zwanziger und selbst Spahn haben sich nicht nur einmal für den Erhalt der Stehplätze ausgesprochen, obwohl sie unter Dauerbeschuß der Polizeigewerkschaften stehen.

    Dass aus den Berliner Ausschreitungen nun wieder Diskussionen um Stehplätze entstehen, ist ohnehin ein Paradebeispiel dafür, dass in der Gewaltdebatte in weiten Teilen an den Ursachen vorbeidiskutiert wird. Das Olympiastadion in Berlin ist ein "All- Seater" - wo soll da bitteschön noch ein Stehblock die Wurzel des Übels sein?

    Auffällig ist in meinen Augen viel mehr, dass gerade die Vereine große Probleme mit ihren Fans haben, die auf Repression statt auf Kommunikation und Einbindung setzen. Bis zu einem gewissen Grad ist sicherlich auch Härte gegenüber eigenen Fans notwendig, wenn das jedoch in Willkür und überzogene Maßnahmen ausartet, radikalisiert dies sehr viele Fans, die ansonsten nicht negativ auffällig werden.

    Wir haben in Deutschland zum Glück noch keine englischen Verhältnisse - die Gewaltproblematik ist dort doch vor allem zurückgegangen, weil das Durchschnittsalter der Stadionbesucher inzwischen bei etwa 48 Jahren liegt (wenn ich mich richtig erinner, in jedem Fall über 45) und derzeit stetig ansteigt. Eine Jugendkultur gibt es dort nicht mehr in dem Sinne, in dem wir sie kennen - damit hat sich das Gewaltproblem in England auf andere Bereiche als den Fußball verlagert, da in englischen Stadien kein Querschnitt der Gesellschaft mehr anzutreffen ist.

    Berechtigte Sanktionen gegen die Täter soll es selbstverständlich geben. Die Lösung kann jedoch niemals ein blinder Rundumschlag sein - schließlich möchten wir doch auch beim Fußball die Rechtstaatlichkeit wiederfinden. Ob unsere Rechtsprechung immer die richtigen Antworten auf Straftaten und Fehlverhalten geben kann, ist sicherlich zu hinterfragen. Wenn dieses nicht gegeben sein sollte, muß jedoch an dieser Stelle reformiert werden und nicht der Fußball als Sündenbock und Ersatzgericht für Mängel eines anderen Systems herhalten.

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    Hertha (A) - Arminia (A) - Gedächtnisspruch

  • Kai
    Erleuchteter
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    6.357
    • 19. März 2010 um 18:31
    • #292
    Zitat

    Klar es ist nicht in Ordnung, wenn wegen eines Abstiegs Trainerbänke zerschlagen werden etc.. Doch sind wir ehrlich und kehren auch mal vor der eigenen Tür, sehen wir das es doch irgendwie in jedem Verein das gleiche ist, bloss meist auf eine andere Art und Weise. Hier in Bielefeld werden Leute aus der GF privat bedroht, sodass sie freiwillig den Job schmeissen und anderswo wird wieder nen anderer Mist verzapft.

    ja und das muss eben verurteilen und soooooooo mir ALLER Härte bestrafen, dass es dort mal wirklich eine abschreckende Wirkung. Für Leute die den Innenraum mit Stangen bewaffnet stürmen, kann es nur lebenslanges Stadionverbot geben. Und natürlich wenn möglich Schadenersatzansprüche (ist klar). Aber ich gebe dir recht, Chaoten gibt es in jedem Verein und die muss man eben Los werden.

    Zitat

    Wenn es nach den hohen Herrschaften des DFB und der DFL gingegäbe es doch schon lange keine Stehplätze mehr in Deutschlands Stadien, und der "Pöbel" ( also der normale Fan) ist denen ja eigendlich auch recht wurscht. Wenn die könnten würden die ja lieber paar Logen mehr haben, und die Anzeigetafel würde vorgeben was zu tun ist. "Bitte klatschen Sie jetzt". Also kommt dem DFB und der DFL doch inoffiziell solche Aktionen total recht, denn nur so kommen die doch ihren Zielen näher. Wie sie es durchbekommen ist doch auch wurscht. So oder so würde das doch mit den Jahren eh kommen. So aber können die wenigstens den "Pöpel" als Grund vorschieben.

    Das ist doch Quatsch., gerade de DFL will das man die Stehplätze erhält. Drum gibt es sie doch in Deutschland noch. Wir haben hier doch die schönste Liga der Welt. Stehplätze, billige Karten, bis jetzt kann noch jeder jeden schlagen. Ist doch super und genau das alles gefährdet in erster Linie nicht die DFL. Die wollen sich ja das eigene Produkt nicht zerstören, denn auch international merkt man inzwischen wie gut die Bundesliga ist. Zerstört werden kann dies allerdings durch die Chaoten. Denn irgendwann wird man sich unter Umständen zu Maßnahmen gezwungen sehen. Jetzt dreh hier mal nicht die Verheltnisse um. Wenn es friedlich bleibt (und weitestgehend ist es das ja auch!!!!!) werden die Stehplätze auch bleiben. Aber die Fans müssen sich auch von den Chaoten distanzieren.

    Zitat

    England und Deutschland auf dieser Ebene zu vergleichen ist doch Schwachsinn. Wenn Du gesehen hast was da vor Jahren wirklich los war und man dann das Geschehen hier im eigenen Land sieht, ist das doch gar nicht zu vergleichen. Da sind vor paar Jahren noch in der ersten Liga mit Pferden übers Feld gehagt und haben sich mit den Fans gekloppt. Hier haben se sogar noch 5 min. Zeit einzulaufen und das auch noch gaaanz ruhig. Es gab ja in Berlin nicht einen Zusammenstoss zwischen Grünen und Fans, denn die "Bösen" waren ja schnell wieder weg. Also auch hier nen etwas hinkender Vergleich.

    Ja noch ist das so. So lange wir uns klar von solchen Leuten distanzieren. Die sind keine Fans. Wir sind Fans (da gibt es keine guten oder schlechten Fans). Wer friedlich ist, den Fußball mag und sein Team unterstützt ist ein Fan. Wer sich prügelt und den Fußball bzw seinen Verein missbraucht ist halt kein Fan und gehört raus geworfen. Ist doch ganz einfach!

    Zitat

    Berechtigte Sanktionen gegen die Täter soll es selbstverständlich geben. Die Lösung kann jedoch niemals ein blinder Rundumschlag sein - schließlich möchten wir doch auch beim Fußball die Rechtstaatlichkeit wiederfinden. Ob unsere Rechtsprechung immer die richtigen Antworten auf Straftaten und Fehlverhalten geben kann, ist sicherlich zu hinterfragen. Wenn dieses nicht gegeben sein sollte, muß jedoch an dieser Stelle reformiert werden und nicht der Fußball als Sündenbock und Ersatzgericht für Mängel eines anderen Systems herhalten.


    ABer der Fußball muss sich natürlich vor Leuten schützen, die ihn nur missbrauchen wollen. Eben vor solchen Leuten die nahc dem Spiel den Innenraum stürmen. Und Lebenslanges Stadionverbot gehört zu rechtsstaatlichen Maßnahmen. Das würde ja nicht zum ersten Mal verhängt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Kai (19. März 2010 um 18:34)

  • Thomy71
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    • 19. März 2010 um 18:45
    • #293
    Zitat

    Original von Just
    ...obwohl sie unter Dauerbeschuß der Polizeigewerkschaften stehen.

    Wobei ich mich immer frage, mit welcher Berechtigung die sich eigentlich ständig und permanent zu allen möglichen Themen melden dürfen. Hat man je gehört, daß die IG Metall sich zu Stahlpreisen und Walzenkäufen äußert oder ver.di sich zu Schichtplänen im Krankenhaus und Vordrucken bei den Behörden äußert? Es scheint mir auch immer nur Herr Wendt zu sein, den man da hört, offenbar ein legitimer Nachfolger der legendären DGB-Vize Engelen-Kefer, die auch zu allem eine Meinung hatte, was im Entferntesten den Horizont ihrer eigentlichen Arbeit streifte.

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    Franz Beckenbauer war ja mit dem Hubschrauber kreuz und quer in Deutschland unterwegs.

    Stefan Raab

  • nrwsiggi
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    • 19. März 2010 um 20:10
    • #294
    Zitat

    Original von Just
    Wir haben in Deutschland zum Glück noch keine englischen Verhältnisse - die Gewaltproblematik ist dort doch vor allem zurückgegangen, weil das Durchschnittsalter der Stadionbesucher inzwischen bei etwa 48 Jahren liegt (wenn ich mich richtig erinner, in jedem Fall über 45) und derzeit stetig ansteigt. Eine Jugendkultur gibt es dort nicht mehr in dem Sinne, in dem wir sie kennen - damit hat sich das Gewaltproblem in England auf andere Bereiche als den Fußball verlagert, da in englischen Stadien kein Querschnitt der Gesellschaft mehr anzutreffen ist.

    Das hohe Durchschnittsalter ist aber keine hauptsächliches Ergebniss von entstandenen Sitzplätzen oder der super Arbeit gegen die "Schläger", denn die sind doch in den unteren Ligen weiterhin gut zu Gange auf der Insel. ;) Klar das sich nen Jugendlicher irgendwann mal den Gang ins Erstligastadion bei den Preisen nicht mehr gönnt und meist nur noch der "Rentner" anzutreffen ist. (eine super Vorstellung für unseren "falschen Fünfziger" ups ich meine Th. Zwanziger)
    Und genau das passiert doch in Deutschland als schleichender Prozess. Erst kommen neue Stadien. Und da hat doch DFB und DFL schon mal nen großen Anteil mit Ihren Vorgaben. Damit verbunden steigen die Eintrittspreise , die Stehplätze werden dabei stark geschrumpft. Gutes Beispiel Bielefeld. Die frühere Gerade kommt weg und nen "Super"Tribüne kommt hin, die Preise so hoch das sie entweder leer ist oder nur noch "ätere" da sitzen. Klar setzt man sich dabei offiziell für den Stehplatz ein, und akzeptiert somit die aktivere Fanszene meist in Form von Ultras und Co. Gleichzeitig sagt man aber das eine große Problematik genau von diesen Fans ausgeht und versucht diese nun in den Vereinen (und wieder in Zusammenarbeit mit DFB und DFL) einzudämmen oder in Dachverbänden "gläsern" zu machen. Siehe auch hier im Forum in den ganzen Threads zur Stehplatztribüne. Immer wieder kann man lesen das da dauernd angedrunkene Kids stehen, rumpöpeln, sich daneben benehmen. Ok das ist erstmal nur nen internes Problem, doch laut DFL schlummert da doch ...potential.
    Also im großen und ganzen gebe ich ja recht in dem Punkt das die DFL sich für die Stehplätze eingesetzt hat, aber halt immer nach ihrer Vorgabe. Da aber DFB und DFL wissen das Fussball mit teilweise starken Emotionen verbunden ist hält man sich doch somit das Hintertürchen weit offen, denn man weiß das es immer die schwarzen Schafe gab und geben wird und schon kann unter dem "Deckmantel Chaoten" ja doch mal drüber nachdenken und den schleichenden Prozess weiterführen. Natürlich immer unter dem Vorbehalt das man sich als DFL doch immer für Stehplätze ausgesprochen hat. Ein Schelm wer hierbei böses denkt. ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von nrwsiggi (19. März 2010 um 20:18)

  • nrwsiggi
    Fortgeschrittener
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    420
    • 19. März 2010 um 20:13
    • #295

    Fußball-Aufsichtsrat landet in der Zelle

    Torsten Völker beschwert sich über harten Polizeieinsatz in Paderborn!

    .....nw-news.de/owl/3441840_Fussball-Aufsichtsrat_landet_in_der_Zelle.html

    Ironie an .::
    Und nun nichts gegen die staatlich bezahlten Förster sagen. Es ist ja wohl berechtigt mit Pfefferspray zu antworten, wenn einem in ner Dorfkneipe nen Bierglas runter fällt. Da jibbet nicht so dolle viele. :nein: Ich würde auf lebenslanges Kneipenverbot pledieren und die Täter noch zusätzlich mit mind. 10 Jahren Dauerkarte SCP verpflicheten. Das wäre denen doch wohl dann Lehre genug.
    Ironie aus .::

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    3 Mal editiert, zuletzt von nrwsiggi (19. März 2010 um 21:09)

  • SupporterDSC
    Profi
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    676
    • 19. März 2010 um 21:52
    • #296
    Zitat

    Original von Kai

    selten so einen Scheiss gelesen. Es gibt dafür keine Rechtfertigung! Unfassbar, dass esmanche trotzdem immernoch versuchen. Drei müssen nun einmal absteigen und wo kommen wir dahin, wenn jedes Jahr ein paar Anti-Fußballfans den Innenraum stürmen und alles kurz und klein schlagen.

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    bist du ein ACAB ? :wall:

  • Kai
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    • 19. März 2010 um 23:31
    • #297
    Zitat

    Original von SupporterDSC


    bist du ein ACAB ? :wall:

    Ach wie liebe ich diese Fremdschämmomente :hi:

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • Count
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    • 20. März 2010 um 15:17
    • #298

    Mann, müsst ihr wirklich immer den ganzen Scheiß mitzitieren? Reicht es nicht, die wichtigen Passagen zu nehmen oder ist eure Zeit zu kostbar, das herauszufiltern? :pillepalle:

  • nrwsiggi
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    • 22. März 2010 um 20:04
    • #299

    Hier mal was gaaanz aktuelles zur sehr angeregten Diskussion der letzten Tage in Sachen Vereines- und DFBpolitik in Sachen Fans. Und das nicht nur weil es bei DD passiert ist sondern weil es genau das wiederspiegelt, was die Tage hier diskutiert wurde. :nein:

    Hier mal kleiner Auszug:

    Zitat

    Das krasse Gewaltproblem und die ganzen Jugendlichen da aus dem K-Block die sich immer mehr organisiert zusammenschließen, das nervt hammer. Blanke Anarchie also in Dresden, viel zu viele Dynamofans weichen von der DFB-Norm „Eintritt zahlen, Platz nehmen, applaudieren, Schnauze halten, nach Hause gehen“ gezielt ab, da gilt es natürlich, dazwischen zu funken!

    Und hier geht es zum kompletten öffentlichen Brief der Ultras DD zu den Vorfällen:
    http://ultras-dynamo.de/ud2010/

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    Dynamoszene Ostwestfalen
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    Handballverein TV Isselhorst 1894
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  • Exteraner
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    • 22. März 2010 um 20:13
    • #300

    Die Nürnberger sind mit teilweisem Ausschluss ihrer Fans für zwei Auswärtsspiele bestraft worden.

    http://www.kicker.de/news/fussball/…ausschluss.html

    Für immer Arminia!

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