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Schwarzenegger spielt wieder Terminator...

  • Hitchcock
  • 13. Dezember 2005 um 09:49
  • Hitchcock
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    • 13. Dezember 2005 um 09:49
    • #1

    Ein weiterer Beweis dafür, daß die politischen Machtinstanzen der USA sich weiter vom Liberalismus entfernen... .

    Zitat

    © SPIEGEL ONLINE 2005

    "Tookie" Williams ist hingerichtet worden

    Alle Hoffnung war vergeblich: Um 9.01 Uhr ist der wegen mehrfachen Mordes verurteilte Stanley "Tookie" Williams mit einer Giftinjektion getötet worden. Zahlreiche Prominente hatten bis zuletzt um das Leben des Mannes gekämpft, der sich im Gefängnis vom Straßengangster zum Friedensstifter wandelte.

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    13. Dezember 2005 Druckversion | Versenden | Leserbrief
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    KALIFORNIEN

    "Tookie" Williams ist hingerichtet worden

    Alle Hoffnung war vergeblich: Um 9.01 Uhr ist der wegen mehrfachen Mordes verurteilte Stanley "Tookie" Williams mit einer Giftinjektion getötet worden. Zahlreiche Prominente hatten bis zuletzt um das Leben des Mannes gekämpft, der sich im Gefängnis vom Straßengangster zum Friedensstifter wandelte.

    San Francisco - Kurz vor der Hinrichtung war Williams in eine Beobachtungszelle im Gefängnis von San Quentin verlegt worden. Eine Gefängnissprecherin beschrieb ihn als "kooperativ und ruhig". Dann setzte der Henker in der Hinrichtungszelle die Kanülen an.

    Die Todeskammer von San Quentin: Um kurz nach 9 Uhr (MEZ) setzte der Henker die Kanülen an
    Großbildansicht
    AP
    Die Todeskammer von San Quentin: Um kurz nach 9 Uhr (MEZ) setzte der Henker die Kanülen an
    Die ganze Nacht über hatte es vor dem Gefängnis San Quentin bei San Francisco Mahnwachen gegeben. "Beendet die rassistische Todesstrafe" und "Tookie, wir lieben Dich" hatten die mehr als 1000 Demonstranten auf ihre Schilder geschrieben. Bis zur letzten Minute hatten sie gehofft, dass ein Bundesgericht oder der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, dem Todeskandidaten Pardon gewähren würden. Doch eine Minute nach Mitternacht (Ortszeit) war alles zu spät: Dem Verurteilten, der bereits seit 23 Jahren im Gefängnis saß, wurde ein tödlicher Giftcocktail injiziert. Wenige Minuten später war einer der bekanntesten Gefangenen in den USA tot.

    Der Hinrichtung war ein tagelanges juristisches Tauziehen vorausgegangen. Gestern Nachmittag hatte Schwarzenegger nach eine 96-stündigen Bedenkzeit ein Gnadengesuch abgelehnt. Schwarzenegger bekräftigte sein Nein wenige Stunden später, nachdem Williams Anwälte eine zweite Petition vorlegt hatten. Als Grund führte der Gouverneur unter anderem an, dass sich Williams nicht für die vier Morde entschuldigt habe, die 1981 zu seiner Verurteilung geführt hatten. Knapp fünf Stunden vor der geplanten Hinrichtung nahm dann der Supreme Court Williams und seinen Unterstützern wohl die letzte Hoffnung. Ohne Begründung lehnten die Obersten Richter der USA einen Aufschub der Exekution des verurteilten vierfachen Mörders ab.

    Im Februar und März 1979 soll "Tookie" bei Raubüberfällen im Süden Los Angeles den Ladenbesitzer Albert Owens und drei Mitglieder einer Einwandererfamilie aus Taiwan, die ein Motel betrieben, getötet haben. Im Gespräch mit Rolling-Stone-Ex-Frau und Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger erklärte er noch vor drei Wochen in San Quentin: "Ich bin unschuldig. Ich habe die Verbrechen, für die ich zum Tod verurteilt wurde, nicht begangen. Ich kann nicht Reue zeigen und für ein Verbrechen um Vergebung bitten, das ich nicht begangen habe, auch wenn ich mit meiner Weigerung mein Leben aufs Spiel setze. Ich kann nicht lügen, um zu leben." Komplizen hätten ihn fälschlicherweise beschuldigt, beteuerte Williams immer wieder.

    Der Mitgründer der berüchtigten Crips-Gang in Los Angeles hatte sich während der Haft rigoros von seiner gewaltgeprägten Vergangenheit gelöst und zahlreiche Bücher geschrieben, in denen er versuchte, Jugendliche vor einem Abgleiten in die Bandenkriminalität zu warnen. In Werken wie "Life in Prison" (Ein Leben im Gefängnis, 1998 ) beschrieb er eindringlich und dezidiert den Knastalltag, erzählte von Enge, eruptiver Gewalt unter den Insassen, von Isolationshaft und Wahnsinn. Im vergangenen Jahr erschien seine Biographie unter dem Titel "Rettung - vom Original-Gangster zum Nobelpreis-Nominierten". Für seine Arbeit als Autor war Williams insgesamt zehn Mal für den Friedens- und den Literaturnobelpreis vorgeschlagen worden.

    Der Fall Williams hat in den USA eine leidenschaftliche Debatte über die Todesstrafe angefacht. Zahlreiche Prominente setzten sich für die Begnadigung des 51-Jährigen ein, darunter Bischof Desmond Tutu und Winnie Mandela, die Schauspieler Jamie Foxx, Dannie Glover, Anjelica Houston, Tim Robbins und der Pastor Jesse Jackson. 50.000 Menschen hatten eine Petition unterzeichnet. Vergeblich.

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    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

    Einmal editiert, zuletzt von Hitchcock (13. Dezember 2005 um 09:50)

  • Thomy71
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    • 13. Dezember 2005 um 10:17
    • #2

    Ist schon überaus traurig, daß sich jemand, der im zivilisierten Teil der Welt aufgewachsen ist, so von einem fremden System vereinnahmen läßt. Aber was will man anderseits von Parteifreunden des tollsten Ami-Präsidenten aller Zeiten erwarten? :rolleyes:

    [align=center]Babyboom in Deutschland nach der Fußball-WM - kein Wunder!
    Franz Beckenbauer war ja mit dem Hubschrauber kreuz und quer in Deutschland unterwegs.

    Stefan Raab

  • Joni1905
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    • 13. Dezember 2005 um 13:21
    • #3

    bemerkenswert ist auch dass "Arni" noch NIE in seiner Amtszeit Gnade hat walten lassen... :(

    Außerdem soll sich Tookie Williams gebesser haben und sich gegen Gewalt eingesetzt haben!!!

    OMG

  • Arminen-Dome
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    • 13. Dezember 2005 um 15:15
    • #4

    Achja die Österreicher und ihre Politik im Ausland ;) das geht meistens daneben :baeh:

  • Anturios
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    • 13. Dezember 2005 um 15:22
    • #5

    Vielleicht sollte man in diesem Fall die Diskussion über die Todesstrafe, gegen die ja wohl die meisten einschließlich mir sind, von der Person und dem vorliegenden Fall trennen, um der Sache gerecht zu werden:

    Das Rechtssystem in Kalifornien sieht die Todesstrafe vor, ob die jetzt zu verteufeln ist oder nicht. Die eigentlich Frage die in diesem Fall relevant ist, lautet, ob die einzelne Person in der Logik dieses Systems hinzurichten war. Zu berücksichtigen sind dabei die näheren Umstände.

    Absolut wahrscheinlich (und gerichtlich bewiesen) ist, dass er die Morde begangen hat, unabhängig davon, was später aus ihm wurde und in was für einem schlechten Strafverfahren die Schuld bewiesen wurde. Natürlich wäre durch dem letzten Punkt die Rechtskraft des Urteils unter Umständen anzuzweifeln, aber grundsätzlich ist der Schuldspruch eines ordentlichen Gerichtes (nicht unbedingt die Strafe) zu respektieren.

    Viele Personen, vorallem die liberaleren Europäer wollen gerne die Geschichte vom geläuterten Schwerkriminellen glauben, der zum lieben Kinderbuchautor wurde und in Wahrheit unschuldig ist. Ein Teil der Geschichte stimmt, der andere muss nicht unbedingt folgen.

    Der hier an den Pranger gestellte Schwarzenegger vertritt eine für deutsche Verhältnisse radikale Linie, aber er ist nicht blöd. Im Übrigen hätten auch vier Gouverneure vor ihm die Gelegenheit gehabt, Williams zu begnadigen - keiner, weder Republikaner noch Demkrat, hat es getan.

    Die in Europa gerne in dem Zusammenhang gebrachte Information, er sei doch x-mal für den Nobelpreis nominiert gewesen, ist dabei höchst manipulativ. Die meisten wissen nicht, dass man nicht von irgendeinem Komitee nominiert wird, sondern dass jeder poppelige Professor oder Richter dies machen kann. Wenn wir über jemanden dieser Stände Richie für den Nobelpreis vorschlagen, kann der sich auch den Titel "Nobelpreis-Nominierter" in die Signatur packen. :hi:

    Hitler und Stalin waren übrigens auch schon für den Friedensnobelpreis nominiert ;)

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anturios (13. Dezember 2005 um 15:28)

  • Hitchcock
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    • 13. Dezember 2005 um 15:38
    • #6

    Anturios
    Deine Analyse in allen Ehren... . Es geht bei der ganzen Sache wohl in der Tat um Sinn und Unsinn der Todesstrafe. Williams hat immer behauptet, er hätte die Morde nicht begangen. Diese Tatsache war ihm so wichtig, daß er erst recht sein Leben riskiert hat, denn man hätte seinem Gnadengesuch eventuell nachgegeben und er wäre womöglich nicht hingerichtet worden, hätte er Reue gezeigt. Aber Williams hat immer darauf bestanden, daß er für etwas, was er nicht getan hat, keine Reue zeigen kann.

    Was man mitunter natürlich vermuten kann, ist, daß er sich selbst zum Märthyrer machen wollte. Nun, wäre es so: Es ist ihm gelungen. Und die ganze Diskussion um die Todesstraffe ist jetzt in der Tat wieder komplett aufgerollt worden.

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

  • Anturios
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    • 13. Dezember 2005 um 15:57
    • #7
    Zitat

    Original von Hitchcock
    Was man mitunter natürlich vermuten kann, ist, daß er sich selbst zum Märthyrer machen wollte. Nun, wäre es so: Es ist ihm gelungen. Und die ganze Diskussion um die Todesstraffe ist jetzt in der Tat wieder komplett aufgerollt worden.


    Einerseits könnte man das vermuten, andererseits erhöhen sich die Erfolgaussichten einer solchen Kampagne, wenn von der Unschuld einer Person ausgegangen werden kann. Immerhin hat er erreicht, dass sich große Teile der Bevölkerung für ihn solidarisiert haben. Dies wäre wohl kaum geschehen, wenn er sich für den Mord an vier unbewaffneten Menschen schuldig bekannt hätte. In den USA sitzen derzeit 1500 Mitglieder der von Williams mitgegründeten Gang ein, einige davon sicher auch im Todestrakt. Für die interessiert sich indes kein Schwein.

    Jedenfalls weiss ich nicht, ob er schuldig ist. Ich kann daher nur die einzelnen Sichtweise lesen und mir dann meine persönliche Interpretation bilden. Fakt ist, dass in 24 Jahren Haft und immer wieder aufkommenden Verfahren nie genug Zweifel an der Schuld bestanden, dass das Urteil aufgehoben worden wäre. Bis da relevante Gegenbeweise kommen, neige ich dazu, dem Urteil eines (halbswegs) rechtsstaatlichen Verfahrens zu vertrauen.

    Auch wenn unser Staat überlegen ist. :)

    PS: Wir könnten ja gesondert über die Todesstrafe diskutieren, auch wenn das meist eine recht einseitige Geschichte ist ;)

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anturios (13. Dezember 2005 um 15:58)

  • Suomi
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    • 13. Dezember 2005 um 16:18
    • #8
    Zitat

    Original von Anturios
    Absolut wahrscheinlich (und gerichtlich bewiesen) ist, dass er die Morde begangen hat,


    Ist dem so? Ich kenne mich mit diesem Fall nicht aus. Aber zahlreiche Untersuchungen haben doch immer wieder auf gewisse Unterschiede hingewiesen. Hast du Geld und einen guten Anwalt, kommst du frei, hast du einen Pflichtverteitiger hast du halt Pech gehabt. Musste man vor Jahren nicht 1000 Todesstrafen umwandeln, weil ein paar einfache Jura-Studenten massig Fehler bei den Gerichtsverhandlungen & Verurteilungen feststellten!? Oder habe ich das falsch in Erinnerung? Bei der falschen Hautfarbe wird es erst recht schwer feigesprochen zu werden, wenn man nicht gerade Michael Jackson oder OJ Simpson heißt.
    Sorry, aber wenn ich in ein Rechtssystem kein Vertrauen habe, dann ist es das amerikanische. Insofern ist es für mich aush nicht so klar, dass er die Morde begannen hat.
    Aber ob er schuldig ist, oder nicht, ich bin eh gegen die Todestrafe. Man verurteilt jemanden dafür, dass er jmd. anderem das Leben genommen hat und macht sich nun der gleichen Tat schuldig... :nein:

    Frieden für Lampukistan!

  • Anturios
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    • 13. Dezember 2005 um 17:12
    • #9
    Zitat

    Original von Suomi
    Ist dem so? Ich kenne mich mit diesem Fall nicht aus. Aber zahlreiche Untersuchungen haben doch immer wieder auf gewisse Unterschiede hingewiesen. Hast du Geld und einen guten Anwalt, kommst du frei, hast du einen Pflichtverteitiger hast du halt Pech gehabt. Musste man vor Jahren nicht 1000 Todesstrafen umwandeln, weil ein paar einfache Jura-Studenten massig Fehler bei den Gerichtsverhandlungen & Verurteilungen feststellten!? Oder habe ich das falsch in Erinnerung? Bei der falschen Hautfarbe wird es erst recht schwer feigesprochen zu werden, wenn man nicht gerade Michael Jackson oder OJ Simpson heißt.


    Diese Kritikpunkte treffen im Ansatz sicherlich zu, doch kann man es halt nicht pauschal für jeden Fall annehmen.

    Hier ist die offizielle Stellungnahme des Bezirksstaatsanwalt von letztem Monat: http://da.co.la.ca.us/pdf/swilliams.pdf

    Nach mehreren Zeugenaussagen, davon größtenteils Bekannte von Williams, hat er mit den Morden indirekt geprahlt. Ausserdem wurde festgestellt, dass der tödliche Schuss auf den ersten Toten aus einem Gewehr stammt, das er unter Vorlage eines Führerscheines mit Lichtbild gekauft hat und welches auf seinen Namen registriert war. Hinzu kommen noch ein paar andere Indizien, könnt ihr aber selber lesen ;)

    Entweder läuft da eine riesige Verschwörung, oder er war es einfach. Bei Fällen ohne Geständnis, wo das Urteil nur auf Zeugenaussagen und Indizien beruht, gibt es immer Personen, die von der Unschuld ausgehen, von Verfahrensfehlern etc. Und nachdem Williams mit seinen Büchern Geld verdient hat und hinreichend bekannt war, wurde von vielen Leuten halt die Unschuldsvermutung vertreten.

    In den USA sind die Qualitätsstandards deutlich niedriger, was den Rechtsschutz des Verdächtigen angeht, aber nur Mist können die ja nun auch nicht produzieren ;)

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

  • Der kleine Armine
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    • 13. Dezember 2005 um 17:19
    • #10

    Das schlimme ist ja das in Amerika die Todesstrafe damit begründet wird : auge um auge und Zahn um zahn....

    wobei sich jeder denken kann das bei einer solchen begründung auch der der hinrichtet..wiederum hingerichtet werden müsste.....und so weiter bis es keinen Hinrichter mehr gibt...... :rolleyes:


    ein weiterer Punkt, dass Amerika wieder an England zurückgegeben werden müsste...... :lol: ;)

  • Horst Stapen
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    • 13. Dezember 2005 um 17:23
    • #11

    Wenn Irland dann wieder an die Iren geht?

    Noch 102 Punkte!


    Die Philosophen haben die Verhältnisse nur verschieden interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie zu ändern.

  • Anturios
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    • 13. Dezember 2005 um 17:34
    • #12
    Zitat

    Original von Der kleine Armine
    Das schlimme ist ja das in Amerika die Todesstrafe damit begründet wird : auge um auge und Zahn um zahn....


    Jo, vorallem da das biblische Motto was ganz anderes meint. Ganz früher gab es ja diese bösen Blutfehden zwischen Sippen, Blutrache und solche Späße. Leider artete das meist ziemlich aus, weshalb irgend ein schlauer Typ drauf gekommen ist "Auge um Auge" zu verkünden. Soll heissen, "für ein Auge wirklich auch nur ein Auge" - alsoi ein Übermaßverbot.

    Rechtlich ein echter Meilenstein. Eine besser umsetzbare Regel, die Rachestrukuren einer Gesellschaft einzudämmen, gab es damals nicht. Tausend Jahre später empfahl Jesus, die andere Backe hinzuhalten, dh totaler Gewaltverzicht - und den Erfolg davon kennen wir ja ;)

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

  • Joni1905
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    934
    • 13. Dezember 2005 um 17:53
    • #13

    naja man muss es aber auch mal anders sehen! Ich bin zwar auch total gegen die Todesstrafe, aber solche Sexual-Mörder oder was weiß ich für Straftäter die sich offensichtlich nicht ändern und keinerlei besserung zeigen, und villeicht noch eine Gefahr für die Außenwelt darstellt.......

    anderseits kann man ja auch nicht immer herausfinden was in der jenigen Person wirklich vorgeht!

    ...und wieviele Menschen wurden in den USA schon UNSCHULDIG hingerichtet, oder mussten bis zu letzt in der Todeszelle sitzen!

    >>ich bin dafür dass Sadam hingerichtet wird!!!

  • Der kleine Armine
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    • 13. Dezember 2005 um 17:56
    • #14

    Nach Kants Menscheitsformel ist die Todestrafe übrings auch moralisch nicht vertretbar....

  • Horst Stapen
    Moderator ...
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    • 13. Dezember 2005 um 18:01
    • #15

    Nach meiner auch :D

    Noch 102 Punkte!


    Die Philosophen haben die Verhältnisse nur verschieden interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie zu ändern.

  • Anturios
    Erleuchteter
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    • 13. Dezember 2005 um 18:24
    • #16
    Zitat

    Original von Joni1905
    >>ich bin dafür dass Sadam hingerichtet wird!!!


    Du traust Dir zu über sein Leben zu entscheiden,
    kannst aber nichtmal seinen Namen korrekt schreiben? :pillepalle:

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Anturios (13. Dezember 2005 um 18:25)

  • Der kleine Armine
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    • 13. Dezember 2005 um 18:31
    • #17

    wie war das nochmal bei Herr der Ringe:

    Manche Menschen verdienen den Tod,...andere das Leben.....
    Kannst du den toten das Leben geben???? Also richte nicht so schnell über die Lebenden.....

    Ich finde der Spruch ist sehr passend....und sollte vor jedem Gericht an der Wand hängen.......

  • Superstar Arminia
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    • 13. Dezember 2005 um 18:36
    • #18
    Zitat

    Original von Anturios


    Jo, vorallem da das biblische Motto was ganz anderes meint. Ganz früher gab es ja diese bösen Blutfehden zwischen Sippen, Blutrache und solche Späße. Leider artete das meist ziemlich aus, weshalb irgend ein schlauer Typ drauf gekommen ist "Auge um Auge" zu verkünden. Soll heissen, "für ein Auge wirklich auch nur ein Auge" - alsoi ein Übermaßverbot.

    Rechtlich ein echter Meilenstein. Eine besser umsetzbare Regel, die Rachestrukuren einer Gesellschaft einzudämmen, gab es damals nicht. Tausend Jahre später empfahl Jesus, die andere Backe hinzuhalten, dh totaler Gewaltverzicht - und den Erfolg davon kennen wir ja ;)

    ICh möcht ja nichts sagen, deine Erklärung von Vergleichen ud Metaphern in allen Ehren, damit zeigst ja auch gute Ansätze, um dann aber wieder die abknickende Straße in Nirvana zu nehmen...

    Denn was um aller Welt willst du denn mit der Bibelgeschichte um das Leben Jesu sagen...? wo hat es denn hingeführt...? vielleicht führst du das einfach mal aus...

    "Das ist mein Verein" (FK9)
    Muss alles erstmal wieder gedanklich geordnet werden, was da die letzten Tage passiert ist
    Es ist dringend an der Zeit, das Leute diesen Verein führen, die etwas von ihrer Aufgabe verstehen

    und nicht diejeniegen, die ihre beste Zeit in der Vergangenheit hatten.
    :arminia:

  • dsc-don
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    416
    • 13. Dezember 2005 um 18:41
    • #19
    Zitat

    Original von Anturios

    Absolut wahrscheinlich (und gerichtlich bewiesen) ist, dass er die Morde begangen hat, unabhängig davon, was später aus ihm wurde und in was für einem schlechten Strafverfahren die Schuld bewiesen wurde.

    Wirklich? Für mich äußerst fragwürdig, gerade wenn man hört, dass der Hauptzeuge ihn bei der Gegenüberstellung nicht eindeutig als Täter identifiziert haben soll. Nach einem Bericht der in der ARD kürzlich über Williams lief, hieß es der Zeuge habe unter keinen der Aufgeführten den Täter erkennen können. Er habe lediglich gesagt, der Täter hätte Ähnlichkeit mit Williams gehabt. Dieses wurde aber wohl erst nach dem Prozess bekannt und war der Jury beim Prozess nicht bekannt. Dieses war auch eins der Hauptargumente von Williams Anwälten.

    Stolzes Mitglied von Arminias Strahlemännern

  • Anturios
    Erleuchteter
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    • 13. Dezember 2005 um 18:48
    • #20
    Zitat

    Original von Superstar Arminia
    ICh möcht ja nichts sagen, deine Erklärung von Vergleichen ud Metaphern in allen Ehren, damit zeigst ja auch gute Ansätze, um dann aber wieder die abknickende Straße in Nirvana zu nehmen...

    Denn was um aller Welt willst du denn mit der Bibelgeschichte um das Leben Jesu sagen...? wo hat es denn hingeführt...? vielleicht führst du das einfach mal aus...


    Wenn Du nicht mitkommst, bin ich falsch abgebogen? ;)

    Ich wollte damit ausdrücken, dass "Auge um Auge" auch heute noch ein funktionierendes Rechtsprinzip ist, während der absolute Gewaltverzicht, den Jesus nach der Überlieferung mutmaßlich predigte, bis heute nirgends auf der Welt umsetzbar ist. Sprich, wir sind für die nächste Stufe scheinbar noch nicht bereit und es ist daher nicht verwunderlich, wenn in vielen Regionen noch das "Auge um Auge"-Motto zählt.

    PS: Nein, ich bin nicht gläubig, aber die Bibel gibt die Grundsätze kurz und knackig wieder.

    Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

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