Dazu würde mich wirklich interessieren, wie Du Nachhaltigkeit definierst, was ist nachhaltig in welchem Bereich, vor allem Arminia betreffend? Und warum ist das die Grundlage für eine Demokratie?
Nachhaltig ist für mich etwas, dass substanziell langfristig Substanz hat. Das ist für mich gerade deshalb demokratisch, da es auch die Grundlagen für die Gesellschaft als Ganzes und zukünftige Generationen mitdenkt und diesen nicht autokratisch in ihren Möglichkeiten einschränkt.
Dabei hat man systemisch zu denken, weil man sonst in Egoismen vergeht. Bei Arminia ist es nachhaltig den Club so aufzustellen, dass dieser den Fußballstandort Bielefeld mittel bis langfristig möglichst erfolgreich aber vor allem dauerhaft erhält. Systemisch ist es, dass nicht nur mit dem Blick auf kurzfristigen Erfolg zu tun, sondern auch gesellschaftlich, ökonomisch und auch ökologisch eingebettet, da sich all diese Dinge gegenseitig beeinflussen und miteinander verflochten sind.
Vor allem die Verbindung von Ökonomie und Ökologie ist schon sehr viel weiter fortgeschritten, als es den alle meisten in diesem Land überhaupt klar ist. Die moderne Technik ist in Bezug auf die Effizienz um Größenordnungen (nicht selten um 300 bis 400%) effizienter, sodass z.B. die Energiewende allein aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll wäre. Hier wäre ein Streit um das "wie" sehr viel sinnvoller, als um das "ob". Da ist es natürlich auch wieder für Arminia sehr interessant auf der Höhe der Technik zu sein, um seinen eigenen Energieverbrauch wirtschaftlich und eben nachhaltig aufzustellen.
Als ideologisch empfinde ich es eher technische und schlimmer noch physikalische Fragen als Ideologie zu verklären. Und sich dann zu wundern, dass man abgehängt wird. Wo ich ein Stück weit zustimmen würde ist, dass ich mich als Club bei der Gesellschaftspolitik durchaus zurückhaltender äußern würde. Da ist schnell die Grenze erreicht, wo aus Toleranz eine Aufforderung zur positiven Wertung und pauschalen Zustimmung wird. Das ist ein dünnes Brett. Umgekehrt ist es aber auch ziemlich derbe mit welchen negativen Emojis darauf reagiert wurde. Was ja klar abseits von Toleranz einzuordnen ist. Das kann man dann, wenn man das Fass aufgemacht hat nun auch schlecht so stehen lassen.
Wie schon gesagt. Etwas mehr Sachlichkeit und Entspannung würde in diesem Bereich dem zwischenmenschlichen Klima schonmal sehr gut tun. Und dann könnte man auch darüber diskutieren, worin man die Ursachen für die schlechte Stimmung im Land sieht und was man von den vermeintlichen Gründen in Zahlen fassen und nachhalten kann bzw. was nicht. Da gäbe es die eine oder andere Überraschung. ![]()