Wegen eines Spiels sollte man jetzt nicht alles infrage stellen, was monatelang gut funktioniert hat. Der Umzug nach oben hat das Stadion insgesamt lauter gemacht. Jedenfalls dann, wenn auch unten, rechts und links mitgemacht wird. Ansonsten kann es schon auch mal so sein, wie es der Terrier es beschrieben hat: Sie grölen halt jetzt das Dach an. Da die Mannschaft gegen Fürth nicht das Feuer in den anderen Blöcken angezündet hat, war es dann wohl ein wenig so. Und das kommt dann halt bei den Dauerschleifen monoton rüber.
Wenn eine kleine Gruppe in “J” etwas versucht, dann kommt das oft bei den Ultras nicht an bzw. der Capo kriegt es nicht mit. Ich habe aber auch schon erlebt, dass von Block J initiierter Support auch angenommen wurde. Mir ist aus Gesprächen mit Leuten aus dem Fanbeirat und auch mit Ultras selbst nicht bekannt, dass da bewusst Block J ignoriert wird oder irgendwer ein “Alt gegen Jung”-Ding fährt. Das lese ich nur hier im Forum.
Die Fanszene hat sich weiterentwickelt. Das muss man nicht alles gut finden, aber vieles finde ich bemerkenswert. Es gibt eine viel bedingungslosere Unterstützung des Teams, das ist sicherlich besser und motivierender, als ein schnelles Pfeifkonzert. Und was die Leute für ein Engagement an den Tag legen, ist schon enorm. Z.B. im Hinblick auf Choreos, aber auch andere Veranstaltungen (Z.B Organisation Weihnachtsfest). Der Zusammenhalt in der Szene ist gut. Auch Club-übergreifend gibt es Respekt, weshalb es auch gelingt, den Support auf beiden Seiten einzustellen, z.B. bei Notarzteinsätzen. Oder speziell bei uns auch die Solidarität nach den Ereignissen im Cutie, sogar bei den sogenannten “verfeindeten” Szenen.
Allerdings fehlt auch mir manchmal der situationsbezogene Support. Oder auch so ganz spontane und kreative Sachen, die plötzlich entstanden sind. Ein “Du hast die Haare schön”, wie es seinerzeit in Hannover urplötzlich angestimmt wurde, würde wohl heute so nicht mehr zustandekommen.