Ich persönlich finde die Idee, dass Kniat im Sommer geht, gar nicht so abwegig. Ich habe es gestern schon in seinem Thread gesagt, aber ich halte ihn für keinen schlechten Trainer - aber vielleicht noch(!) etwas unflexibel was Spielweise angeht. Es ist scheinbar so, dass das Mittel der Wahl stets die Kloppsche Heavy-Metal-Fußballschule ist, was grundsätzlich auch schön anzusehen ist, aber kommt nix zählbares bei rum, weil die Entscheidungsfindung im letzten Drittel verdammt miserabel ist. Kann man jetzt sagen, dass das an den Spielern liegt, weil die das auf den Platz bringen müssen, aber der Trainer muss den Spielern die Werkzeuge an die Hand geben, dass die Spieler eine Auswahl von Spielzügen haben und nicht immer nur pöhlen und hoffen, dass da einer steht. Außerdem kommen wir immer wieder in enorme Defizite, wenn wir das Spiel machen müssen. Unser Mittelfeld ist da immer Kraut und Rüben.
Dennoch: ich denke, dass mit den richtigen Änderungen auch Kniat einen Klassenerhalt schaffen kann. Die Durststrecke aktuell ist als Fan enorm frustrierend, aber (auch durch das glückliche Unvermögen vieler Abstiegskonkurrenten) die Lage aktuell brennt immer noch nicht, daher braucht es auch keinen Feuerwehrmann. Wenn wir aber über kurz oder lang wieder Bundesliga spielen wollen, dann muss Kniat sich sehr schnell weiterentwickeln oder wir brauchen einen neuen Trainer.
Ich würde Kniat gerne lange als Trainer hier sehen. So eine Verbundenheit zum Trainer gab es IMO das letzte mal bei Stefan Krämer und das waren trotz 3. Liga wirklich tolle Zeiten - fande ich zumindest. Aber irgendwann müssen die sportlichen (und damit auch finanzielle/existenzielle) Ziele erreicht werden bzw. es muss eine spürbare Entwicklung in diese Richtung geben und ich würde mich schwer wundern, wenn nicht auch im Verein ähnliche Zweifel an Kniats Fähigkeiten diesen Weg zu gehen entstanden sind.