Mich stört an der Diskussion über den Vorfall vor dem "Eckstoss", dass wichtige Parameter unbekannt sind. Unklar ist, warum die private Präsenz des Polizisten als Provokation erlebt wurde. Allein schon dass er als Polizist in diesem Umfeld erkannt wurde, spricht m.E. dafür, dass er dienstlich in diesem bzw. teilweise gegen dieses Milieu eingesetzt wird und kein normaler Streifen- oder Innendienst-Polizist ist. Angenommen (ich betone den hypothetischen Charakter), er hat hart gegen das Ultra-Milieu im Dienst agiert, dann sollte er sich aus Gründen der Klugheit privat nicht in diesem Milieu bewegen, um Provokationen zu vermeiden. Für Beamte gilt im Übrigen auch das Mäßigungsgebot, was u.a. bedeutet, dass Beamte z.B. ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung nicht so weit auslegen dürfen wie andere Bürger. Ob das Mäßigungsgebot hier relevant wäre, kann ich nicht beurteilen, aber gut vorstellen. Die Gastwirte haben zudem auf jeden Fall Hausrecht. Allerdings nicht auf der Straße. Die Frage ist, was die genau gesagt haben. Der Hinweis an den Polizisten, seine Präsenz auf der Kreuzung provoziere, könnte auch deeskalierend gemeint gewesen sein. So oder so war die Gewaltanwendung illegal und illegitim. Dennoch möchte ich weitere Details kennen, bevor ich das Ganze vollständig beurteile. Das Team aus dem "Eckstoss" habe ich jedenfalls nur in allerbester Erinnerung. Was den Polizisten betrifft, wäre ich je nachdem, was für ein Polizist er ist, gerne Mäuschen, wenn sein Dienstherr mit ihm über den Vorfall spricht.
Just my 2 Cents. Ich diskutiere in der Sache gerne mit, wenn es Repliken auf meinen Kommentar gibt. Ansonsten mache ich aber weiter Forums-Pause.
Schön von dir zu lesen und gut zu wissen, dass du hier noch rein schaust.
Und danke für diesen sehr differenzierten und informativen Beitrag. Du hast in der Sache komplett recht.
Bei der Diskussion über die Vorfälle schwingt aber verständlicherweise der Ärger über das zunehmend arrogante Verhalten von Teilen der Szene mit. Und die Feststellung, dass zunehmend auch Gewalttätigkeiten beobachtet werden.



