Manche Argumente hier dienen aber auch dem Zweck, Verantwortlichkeiten a la Houdini im Nichts verschwinden zu lassen. Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist Vollwaise. Abgesehen davon geht es bei Trainerentlassungen auch nicht nur und vielleicht nicht einmal primär um Schuldzuweisungen, sondern um Problemlösungen. Selbst wenn der Trainereinfluss begrenzt ist, ist eine Trainerentlassung meistens die größtmögliche Einflussnahme. Kann man immer kritisieren. Aber die Frage ist die nach den Alternativen. Dass etwas von alleine besser wird, muss man auch erstmal begründen können.
Hinter der Politik der ruhigen Hand steckt nicht immer Souveränität, sondern das Aussitzen von Entscheidungen, die einen überfordern. Das haben - nur als Beispiel - Politikwissenschaftler schon in den 1980er Jahren als Muster diagnostiziert. Da aber eher verständlich, weil die Komplexität der Entscheidungen eben enorm angewachsen ist. Von Finanzmärkten etc. versteht kaum einer was. Im Fußball halte ich das alles noch für viel einfacher entscheidbar, nur nicht durch jeden. Und jetzt sind wir wieder beim Thema Sportkompetenz. ![]()

