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  3. ...::: ARMINIA Intern :::...
  4. Der Verein

Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

  • 12freunde
  • 3. Februar 2008 um 21:51
  • Richie
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    • 17. September 2026 um 07:36
    • #37.641
    Zitat von LeckerKnoppers

    Danke. Und diese Saison passiert doch gerade dasselbe wieder. Man hat eine im Verhältnis herausragende Ausgangsposition im Vergleich zu anderen Drittliga-Aufsteigern gehabt (ich zähle nicht nochmal alles auf) und trotzdem lässt man den Kader qualitativ und quantitativ nicht wirklich anwachsen. Auch hier sind die Argumente mehrfach genannt.

    Das dem Umfeld in die Schuhe zu schieben, ist abenteuerlich und zeigt aber leider, dass die Vereinskommunikation auch Wirkung zeigt. Das Schlauchboot ist weiterhin auch ohne Arabi höchst präsent.

    Ursächlich dafür sind weiterhin die sportlich leider wenig kompetenten Entscheider, die es nicht schaffen, die langfristig richtigen Personen zu installieren.

    Ob die "unangenehme Wahrheit" in allen Facetten vollständig ist, darf man trotzdem, auch aufgrund des gewählten Formats, anzweifeln. Es bleibt am Ende dabei, Qualität kostet auch im Fußball Geld. Man muss auch die Qualität haben, solche zu erkennen und dann auch den Mut haben, an der richtigen Stelle zu investieren. Komplett ohne Risiko (was natürlich kalkulierbar bleiben muss) wird es in diesem Geschäft nicht mehr gehen. Und das wird auch in Mainz, Freiburg und Co. so sein. Nur wurden da von oben deutlich mehr richtige Entscheidungen getroffen, weil da offenkundig die richtigen Leute am Hebel sind. Natürlich gepaart mit anderen Dingen wie Standort Vorteilen, auch unstrittig.

    Und ich kann mir weiterhin weder vorstellen, dass dieser Kader uns sofort nach einem Abstieg wieder hoch bringt, noch dass er so viel Geld erlösen würde, um das zu gewährleisten. Natürlich hoffe ich, dass wir gar nicht herausfinden müssen, was die beschworenen Werte dieses Kaders bei einem Abstieg tatsächlich wert sind.

    Naja, um Geld zu investieren, musst du es aber auch haben. Du kannst ja nicht einfach sagen "macht doch einfach mehr Umsatz", wir brauchen Qualität. Ich kann auch ehrlicher Weise die regelmäßige Forderung nach "kalkuliertem Risiko" (was ist das eigentlich?) nicht nachvollziehen. Gerade bei einem Verein, der schon mehrmals die Insolvenz um Haaresbreite vermieden hat.

    Ich bin mit der Transferphase auch nicht zufrieden, frage mich aber, was wäre hier los, wenn Mutzel jetzt früh für links den nächsten "Boakye" und im Sturm den nächsten "Uldrikis" aus der dritten Liga oder der 2. niederländischen Liga geholt hätte. Dann würden wir über etwas anderes schimpfen.

    Am Ende muss der Geschäftsführer seinen Kurs verantworten und er muss mit dem Geld wirtschaften, dass man ihm zur Verfügung stellt.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Fonzie
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    • 17. September 2026 um 08:31
    • #37.642
    Zitat von Richie

    Das ist die Besonderheit von Arminia, dass der Aufsichtsrat der KGaA dieses Befugnis hat. Das ergibt sich meines Erachtens aus der Satzung und der Besonderheit der Vereinsstruktur.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, der AR eine KGaA ist sonst ein zahnloser Tiger und er hat diese Befugnis insbesondere eben nicht. Die Gesellschaftsform der KGaA erfreut sich gerade bei Familienunternehmen immer größerer Beliebtheit, weil sie auf der einen Seite die Aktionäre einhegt und auf der anderen Seite dem AR genau diese Rolle der GF-Benennungen verweigert. Kontrolle ja, echte Macht nein.

    KGaA: Der Aufsichtsrat hat keine Personalkompetenz entsprechend § 84 AktG, keine Befugnis zum Erlass einer Geschäftsordnung für das Geschäftsführungsorgan, keine Kompetenz zur Feststellung des Jahresabschlusses und kein Recht, zustimmungsbedürftige Rechtsgeschäfte im Geschäftsführungsbereich des persönlich haftenden Gesellschafters zu etablieren.

    Das Präsidium kann Anweisungen erteilen, der AR kann das formell nicht. Das wäre Aufgabe des Präsidiums. Da der AR aber den GF ggfs. abberufen kann, kann der AR das mit den Anweisungen natürlich versuchen. Hat bei Arabi aber nicht funktioniert ;).

    Danke für die Erläuterung!

    Ich erinnere mich, wie Schütte auf dem 1. Mitglieder-Forum erwähnte, wie nach dem Kentsch-Desaster die Satzung überarbeitet wurde. Und zwar v.a. auch durch Mitwirkung von Olaf Klötzer von Seiten der Kritischen Arminen. Man hat damals sehr wohl bestimmte Lehren aus der Kentsch-Ära gezogen und das so stark wie möglich: nämlich indem man auf Ebene der Satzung Strukturen und Prozesse neu definiert hat. Wenn ich das richtig sehe, sind da also tatsächlich historische Erfahrungen eingeflossen.

    Und Olaf Klötzer und Co., die das damals ausgearbeitet haben, haben damit schon mal sehr viel richtig gemacht. Sogar die Möglichkeit, Sportkompetenz in den AR zu berufen, wurde in der Satzung festgehalten. Eventuell war es nicht so schlau, aus einem Verwaltungsbeirat einen Wirtschaftsrat zu machen, weil man damit sehr viel in Richtung Wirtschaftskompetenz verschoben hat. Aber nach der Kentsch-Zeit war das ein nachvollziehbarer Lerneffekt. Hier könnte man aber zukünftig mal drüber nachdenken, da etwas in Richtung auch Sportkompetenz nachzujustieren.

    Bei allem Gemotze über den AR wegen des Endes der Arabi-Ära sollte man also auch mal differenziert auf die Vereinsentwicklung schauen. Klötzer und die Kritischen Arminen haben schon eine Menge Positives bewirkt. Das kann man auch mal mit Dank anerkennen.

  • Chrissi-DT
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    • 17. September 2026 um 08:47
    • #37.643
    Zitat von Fonzie

    Danke für die Erläuterung!

    Ich erinnere mich, wie Schütte auf dem 1. Mitglieder-Forum erwähnte, wie nach dem Kentsch-Desaster die Satzung überarbeitet wurde. Und zwar v.a. auch durch Mitwirkung von Olaf Klötzer von Seiten der Kritischen Arminen. Man hat damals sehr wohl bestimmte Lehren aus der Kentsch-Ära gezogen und das so stark wie möglich: nämlich indem man auf Ebene der Satzung Strukturen und Prozesse neu definiert hat. Wenn ich das richtig sehe, sind da also tatsächlich historische Erfahrungen eingeflossen.

    Und Olaf Klötzer und Co., die das damals ausgearbeitet haben, haben damit schon mal sehr viel richtig gemacht. Sogar die Möglichkeit, Sportkompetenz in den AR zu berufen, wurde in der Satzung festgehalten. Eventuell war es nicht so schlau, aus einem Verwaltungsbeirat einen Wirtschaftsrat zu machen, weil man damit sehr viel in Richtung Wirtschaftskompetenz verschoben hat. Aber nach der Kentsch-Zeit war das ein nachvollziehbarer Lerneffekt. Hier könnte man aber zukünftig mal drüber nachdenken, da etwas in Richtung auch Sportkompetenz nachzujustieren.

    Bei allem Gemotze über den AR wegen des Endes der Arabi-Ära sollte man also auch mal differenziert auf die Vereinsentwicklung schauen. Klötzer und die Kritischen Arminen haben schon eine Menge Positives bewirkt. Das kann man auch mal mit Dank anerkennen.

    Kann man machen, man kann aber auch zu einer anderen Beurteilung kommen.

  • bluebaer
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    • 17. September 2026 um 10:02
    • #37.644
    Zitat von Lothar

    Für mich ist es Kentsch (+ Gefolge), der dafür gesorgt hat, dass wir Mainz und Freiburg aus den Augen verloren haben. Und als wir vor ein paar Jahren die Chance hatten in ein drittes Jahr 1. Liga gehen zu können, hat der Verein beschlossen Ausbildungsverein mit Frank Kramer werden zu wollen. Das sind aber Entscheidungen, an denen das Umfeld, wie auch immer es gestrickt ist, keinen Anteil hat.

    Ich glaube tatsächlich, dass man 21/22 die realistische Chance gehabt hätte, sich für längere Zeit in der 1. Liga zu halten, wenn man die richtigen Entscheidungen getroffen hätte.

    Immerhin wurde da so viel in den Kader investiert, wie niemals zuvor. Nur leider größtenteils in die falschen Spieler kombiniert mit dem falschen Trainer und einer absurden Ausbildungsverein-Philosophie.

    So übermächtig war die Konkurrenz damals nicht, dass hätte man schaffen können...

  • Fonzie
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    • 17. September 2026 um 10:19
    • #37.645

    Ich sehe die Saison 21/22 anders. Bei aller Kritik an Kramer war man nah dran am Klassenerhalt. Man stand im Februar oder so ja noch top da. Das Augsburg-Spiel hat alles gekippt. Und dann kam Unruhe um Wimmer dazu etc.

    Aber dann sehe ich es auch nochmal anders. Auch der Klassenerhalt in dieser Saison hätte nicht zu einer dauerhaften Etablierung in Liga 1 geführt. Wahrscheinlich wäre man dann in der Folgesaison abgestiegen. Durch Corona konnte Arminia einfach finanziell nicht aufschließen. Die wirtschaftliche Substanz hätte einfach nicht ausgereicht, um länger drin zu bleiben.

    Es ist doch herrlich, dass man so kontrovers über die Arminia-Historie streiten kann.

  • LeckerKnoppers
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    • 17. September 2026 um 10:21
    • #37.646
    Zitat von Richie

    Naja, um Geld zu investieren, musst du es aber auch haben. Du kannst ja nicht einfach sagen "macht doch einfach mehr Umsatz", wir brauchen Qualität. Ich kann auch ehrlicher Weise die regelmäßige Forderung nach "kalkuliertem Risiko" (was ist das eigentlich?) nicht nachvollziehen. Gerade bei einem Verein, der schon mehrmals die Insolvenz um Haaresbreite vermieden hat.

    Ich bin mit der Transferphase auch nicht zufrieden, frage mich aber, was wäre hier los, wenn Mutzel jetzt früh für links den nächsten "Boakye" und im Sturm den nächsten "Uldrikis" aus der dritten Liga oder der 2. niederländischen Liga geholt hätte. Dann würden wir über etwas anderes schimpfen.

    Am Ende muss der Geschäftsführer seinen Kurs verantworten und er muss mit dem Geld wirtschaften, dass man ihm zur Verfügung stellt.

    Am Ende muss man die Klasse halten, um nicht schon wieder finanziell komplett auseinander zu brechen. Und das hat er dann zu verantworten.

    Mehr Umsatz wird erstmal schwierig. Ticketing und Merchandise ist ausgereizt, Pokal ist (kurzfristig) nicht wiederholbar. Soweit korrekt. Und wenn dann wirklich nur Geld für so einen knappen Kader da ist, dann muss man wie gesagt grundsätzlichere Fragen stellen nach den letzten 2 Jahren.

    Ein Kader, wo die Sperre oder Verletzung eines zentralen Stürmers sofort den alternativlosen Supergau bedeutet, ist viel zu risikoreich.

    Beim Beispiel Mainz hat man ja auch zuletzt häufiger gesehen, dass man auch nach schlechten Hinrunden immer in Sachen Trainer Entscheidungen bereit war, in dieses Risiko zu gehen, um die Klasse am Ende doch zu halten. Ja, wir haben im letzten Winter auch nachgeschärft, aber warum tut man das nicht proaktiv vor der Saison? Immer wird das nicht klappen.

    Ist leider der falsche Thread dafür. Gerne zu Mutzel, Lage oder Kader verschieben.

    Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"

  • Michael_1905
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    • 17. September 2026 um 10:48
    • #37.647

    Arminia ist schuld. Der Verein verursacht nur Stress.

    kein Verein für Erfolgs-Fans + schwache Nerven :arminia:

  • Lothar
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    • 17. September 2026 um 11:05
    • #37.648
    Zitat von Fonzie

    Ich sehe die Saison 21/22 anders. Bei aller Kritik an Kramer war man nah dran am Klassenerhalt. Man stand im Februar oder so ja noch top da. Das Augsburg-Spiel hat alles gekippt. Und dann kam Unruhe um Wimmer dazu etc.

    Aber dann sehe ich es auch nochmal anders. Auch der Klassenerhalt in dieser Saison hätte nicht zu einer dauerhaften Etablierung in Liga 1 geführt. Wahrscheinlich wäre man dann in der Folgesaison abgestiegen. Durch Corona konnte Arminia einfach finanziell nicht aufschließen. Die wirtschaftliche Substanz hätte einfach nicht ausgereicht, um länger drin zu bleiben.

    Es ist doch herrlich, dass man so kontrovers über die Arminia-Historie streiten kann.

    Vereine wie Mainz oder Union Berlin wissen, wann mit einem Trainer Schluss ist, weil der Klassenerhalt in akute Gefahr gerät. Sie sind dann auch bereit mit Konventionen zu brechen und dem Verbleib in der 1. Liga alles unterzuordnen. Freiburg ist noch einmal gesondert zu betrachten, weil die sich mit Streich lange keine Gedanken machen mussten und Schuster in aller Ruhe aufbauen konnten.

    Wir haben 21/22 insofern Konventionen gebrochen, als dass der Verein unbedingt eine Zukunft mit Nachwuchs-Experte Kramer wollte; Liga egal. Im Folgejahr war Corona endgültig passé, das weitere Jahr hätte finanziell sehr gut getan. 22/23 gab es mit Schalke und Hertha zudem zwei sehr schwache direkte Absteiger. Mit 32 Punkten wäre man schon in der Relegation gewesen.

    Fabian Klos - Captain, Leader, Legend

  • Hitchcock
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    • 17. September 2026 um 12:18
    • #37.649

    Das war schon eine starke Leistung und gelebtes organisatorisches Lernen, was sich da nach der Kentsch-Ära getan hat. Und Leuten wie Kötzer, Soll und Co. hatten seinerzeit nicht nur den Mumm, aufzubegehren: Sie haben sich auch eingebracht und vieles bewegt. Auch wenn danach erst noch einige turbulente und dubiose Persönlichkeiten in der Clubführung folgten, bevor es besser wurde.

    Hier im Forum gibts ja auch immer viel Kritik und auch gute, neue Ideen. Auf die Straße bringen kann man das aber nur im Verein selbst, indem man sich dort demokratisch einbringt.

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
    (Justus Jonas)

  • Fonzie
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    • 17. September 2026 um 12:43
    • #37.650
    Zitat von Hitchcock

    Das war schon eine starke Leistung und gelebtes organisatorisches Lernen, was sich da nach der Kentsch-Ära getan hat. Und Leuten wie Kötzer, Soll und Co. hatten seinerzeit nicht nur den Mumm, aufzubegehren: Sie haben sich auch eingebracht und vieles bewegt. Auch wenn danach erst noch einige turbulente und dubiose Persönlichkeiten in der Clubführung folgten, bevor es besser wurde.

    Hier im Forum gibts ja auch immer viel Kritik und auch gute, neue Ideen. Auf die Straße bringen kann man das aber nur im Verein selbst, indem man sich dort demokratisch einbringt.

    Das ist sicher richtig. Aber der Ausbruch von Schütte gegenüber Wohlfahrt damals z.B. sendet nicht grade das Signal, dass das Einbringen von Ideen auch nur irgendwie gewollt ist - auch wenn Wohlfahrt damals keine Idee eingebracht hat. Aber jede neue Idee beinhaltet ja auch eine Kritik am Status Quo. Und nach Offenheit für konstruktive Kritik sieht die Vereinskultur von der Spitze her nicht aus. Im Gegenteil, nicht nur wegen des Schütte-Ausbruchs. Man strahlt da eine closed-shop-Mentalität aus. Mag sein, dass der Eindruck täuscht, aber die demonstrative Verkörperung von Geschlossenheit und Verschwiegenheit - für die es ansonsten gute Gründe gibt - erzeugt diesen Eindruck auch bereits. Der hohe Grad an Elitenbildung verstärkt das noch. Man muss ja mittlerweile den Eindruck haben, dass schon im e.V.-Präsidium nur noch absolute Ex-Top-Manager sitzen dürfen. So ja auch ausdrücklich von Schütte gesagt, der davon sprach, dass es schwierig ist, Führungskräfte aus der Wirtschaft für das Ehrenamt zu gewinnen. Für eine solche Vorstellung mag man intern Gründe haben, die Folgen für die Vereinskultur hat man meinem Eindruck nach aber nicht voll erkannt. Das nächste e.V.-Präsidium muss unbedingt an dem ja auch ausdrücklich den Abteilungen gewidmeten Platz einen langjährigen Vereins-Ehrenamtler beinhalten. Am besten einer, der nicht so nach handverlesener Elite aussieht. Das wäre ja mal eine Idee, die man an den Verein herantragen könnte. Man wäre gespannt, was für eine Reaktion man darauf bekommen würde, falls es überhaupt eine gibt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Fonzie (17. September 2026 um 13:01)

  • bluebaer
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    • 17. September 2026 um 12:56
    • #37.651
    Zitat von Lothar

    Vereine wie Mainz oder Union Berlin wissen, wann mit einem Trainer Schluss ist, weil der Klassenerhalt in akute Gefahr gerät. Sie sind dann auch bereit mit Konventionen zu brechen und dem Verbleib in der 1. Liga alles unterzuordnen. Freiburg ist noch einmal gesondert zu betrachten, weil die sich mit Streich lange keine Gedanken machen mussten und Schuster in aller Ruhe aufbauen konnten.

    Wir haben 21/22 insofern Konventionen gebrochen, als dass der Verein unbedingt eine Zukunft mit Nachwuchs-Experte Kramer wollte; Liga egal. Im Folgejahr war Corona endgültig passé, das weitere Jahr hätte finanziell sehr gut getan. 22/23 gab es mit Schalke und Hertha zudem zwei sehr schwache direkte Absteiger. Mit 32 Punkten wäre man schon in der Relegation gewesen.

    Freiburg ist übrigens hin und wieder (auch mit Streich) mal abgestiegen, hat aber einfach weitergemacht und ist hinterher gestärkt daraus hervorgegangen.

    Während bei Arminia nach den Abstiegrn 85 und 09 in beiden Fällen der Super-GAU auftrat und man plötzlich nicht mal mehr eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen konnte und durchgereicht wurde. 23 dann noch einmal, aber das hatte wohl andere Gründe.

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    • 17. September 2026 um 15:22
    • #37.652
    Zitat von LeckerKnoppers

    Und das wird auch in Mainz, Freiburg und Co. so sein. Nur wurden da von oben deutlich mehr richtige Entscheidungen getroffen, weil da offenkundig die richtigen Leute am Hebel sind. Natürlich gepaart mit anderen Dingen wie Standort Vorteilen, auch unstrittig.

    Also, wenn Mainz etwas nicht hatte, dann war das ein Standort-Vorteil. Zu der Zeit, als Mainz das 1. mal in die 1.Liga aufstieg, war ich des Öfteren dort, da einer meiner besten Freund dort lebte und studierte. Mainz 05 war zwar die Nr.1 der Stadt im Fußball, aber es gab sehr viele Leute, die in FCK- oder SGE- Klamotten rumgelaufen sind. Mainz hatte einfach Glück, daß diese Vereine zu jener Zeit geschwächelt haben. So kamen dann erst mal die Erfolgsfans, dann wuchsen aber echte Fans nach.

    Freiburg ist halt anders als der Rest des Landes. Dort herrscht Ruhe, Trainer, Spodi, etc. konnten dort schon immer in Ruhe arbeiten. Abstieg? Na gut, steigen wir halt irgendwann wieder auf... In Bielefeld, und nicht nur da, undenkbar. Daher würde ich die auch nicht zum Vergleich ranziehen.

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    • 17. September 2026 um 15:29
    • #37.653
    Zitat von FSV-Armine

    Also, wenn Mainz etwas nicht hatte, dann war das ein Standort-Vorteil. Zu der Zeit, als Mainz das 1. mal in die 1.Liga aufstieg, war ich des Öfteren dort, da einer meiner besten Freund dort lebte und studierte. Mainz 05 war zwar die Nr.1 der Stadt im Fußball, aber es gab sehr viele Leute, die in FCK- oder SGE- Klamotten rumgelaufen sind. Mainz hatte einfach Glück, daß diese Vereine zu jener Zeit geschwächelt haben. So kamen dann erst mal die Erfolgsfans, dann wuchsen aber echte Fans nach.

    Freiburg ist halt anders als der Rest des Landes. Dort herrscht Ruhe, Trainer, Spodi, etc. konnten dort schon immer in Ruhe arbeiten. Abstieg? Na gut, steigen wir halt irgendwann wieder auf... In Bielefeld, und nicht nur da, undenkbar. Daher würde ich die auch nicht zum Vergleich ranziehen.

    Genau. Weder Mainz noch Freiburg waren traditionsstarke Fußballstandorte, als ein einzelner Genius dort das Ruder übernahm. Den Fall Mainz erinnere ich nicht so gut. Klopp konnte da an Wolfgang Frank anknüpfen. Bei Freiburg war es Volker Finke. Daher hinken viele Vergleiche oder Forderungen, das zweite Freiburg zu werden. Das kann man von den Eigenschaften des Standorts her in Bielefeld so nicht umsetzen.

  • bluebaer
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    • 17. September 2026 um 16:30
    • #37.654
    Zitat von Fonzie

    Genau. Weder Mainz noch Freiburg waren traditionsstarke Fußballstandorte, als ein einzelner Genius dort das Ruder übernahm. Den Fall Mainz erinnere ich nicht so gut. Klopp konnte da an Wolfgang Frank anknüpfen. Bei Freiburg war es Volker Finke. Daher hinken viele Vergleiche oder Forderungen, das zweite Freiburg zu werden. Das kann man von den Eigenschaften des Standorts her in Bielefeld so nicht umsetzen.

    Naja, es geht aber auch um professionelle Strukturen die Mainz und Freiburg mit der Zeit entwickelt haben und Arminia halt nicht.

    Ich würde sagen, bei Arminia hängt meistens alles an Einzelpersonen, wenn man da Glück hat, läuft es, wenn die verschwinden oder durchdrehen, geht es halt den Bach runter

  • Sacke
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    • 17. September 2026 um 18:23
    • #37.655

    Freiburg ist derzeit das Vorbild für viele, auch für Bielefeld. Ich glaube, dass sich Wortmann im Vorfeld des Pokalfinals mal so geäußert hat. Das hielte ich für richtig und erstrebenswert, weiß jedoch nicht, wie man den Freiburgern nacheifern will. Eine denkbare Konstanz auf der Trainerposition hat man offenkundig nicht als so wichtig empfunden, Sportkompetenz im Präsidium vermutlich auch nicht. Wo der Bielefelder Weg dem Freiburger gleichen soll, kann ich jedenfalls nicht erkennen.

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    • 17. September 2026 um 18:43
    • #37.656

    Vereine wie Freiburg, Mainz und Augsburg hatten schlicht auch gutes Timing. Sie haben sich gerade dann in der Bundesliga festgesetzt, als die Bonanza losging und die Schere zwischen Bundesliga und den unteren Ligen gewaltig auseinanderzuklaffen begann. Unser Abstieg sowie das Finanzdebakel mit der Osttribüne kam zur Unzeit. 5 oder 10 Jahre später hätte man das wahrscheinlich verkraften können.

    Seit ~10-15 Jahren ist die Tür hingegen weitestgehend zu. In der Bundesliga etabliert haben sich seitdem nur noch Investorenvereine wie Hoffenheim und RB. Dazu der Sonderfall Union mit dem Standort Berlin, der Bundesligawüste Ostdeutschland sowie einer hohen Risikobereitschaft bei der Finanzierung. Heidenheim hat in den letzten Jahren auch sehr gute Arbeit geleistet, ein stabiler Bundesligaklub werden die aber aber dadurch nicht mehr. Auch Paderborn oder Elversberg wird da sicherlich nicht gelingen, auch wenn sie gerade mal Bundesligaluft schnuppern dürfen. Und selbst ein traditionelles Schlachtschiff wie der HSV muss sich nach längerer Abwesenheit ganz schon strecken, um in der Bundesliga wieder den Anschluss zu finden.

    Mir würde es schon reichen, wenn Arminia ein stabiler Zweitligist mit Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte und der Chance auf einen gelegentlichen Bundesligaausflug würde. Aber selbst davon sind wir zur Zeit weit entfernt.

    Mit Oliver Kirch hat das alles allerdings nicht viel zu tun...

    "Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

  • Hitchcock
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    • 17. September 2026 um 20:09
    • #37.657
    Zitat von Fonzie

    Das ist sicher richtig. Aber der Ausbruch von Schütte gegenüber Wohlfahrt damals z.B. sendet nicht grade das Signal, dass das Einbringen von Ideen auch nur irgendwie gewollt ist - auch wenn Wohlfahrt damals keine Idee eingebracht hat. Aber jede neue Idee beinhaltet ja auch eine Kritik am Status Quo. Und nach Offenheit für konstruktive Kritik sieht die Vereinskultur von der Spitze her nicht aus. Im Gegenteil, nicht nur wegen des Schütte-Ausbruchs. Man strahlt da eine closed-shop-Mentalität aus. Mag sein, dass der Eindruck täuscht, aber die demonstrative Verkörperung von Geschlossenheit und Verschwiegenheit - für die es ansonsten gute Gründe gibt - erzeugt diesen Eindruck auch bereits. Der hohe Grad an Elitenbildung verstärkt das noch. Man muss ja mittlerweile den Eindruck haben, dass schon im e.V.-Präsidium nur noch absolute Ex-Top-Manager sitzen dürfen. So ja auch ausdrücklich von Schütte gesagt, der davon sprach, dass es schwierig ist, Führungskräfte aus der Wirtschaft für das Ehrenamt zu gewinnen. Für eine solche Vorstellung mag man intern Gründe haben, die Folgen für die Vereinskultur hat man meinem Eindruck nach aber nicht voll erkannt. Das nächste e.V.-Präsidium muss unbedingt an dem ja auch ausdrücklich den Abteilungen gewidmeten Platz einen langjährigen Vereins-Ehrenamtler beinhalten. Am besten einer, der nicht so nach handverlesener Elite aussieht. Das wäre ja mal eine Idee, die man an den Verein herantragen könnte. Man wäre gespannt, was für eine Reaktion man darauf bekommen würde, falls es überhaupt eine gibt.

    Ich muss jetzt aber mal eine Lanze für Schütte brechen: Auch wenn das Gehabe ggü V. Wolfshrt an dem Abend sicherlich kein Heldenstück war und auch wenn es sicher noch das eine oder andere Fettnäpfchen gab: Er hatte immer ein offenes Ohr und ich empfand ihn als angenehmen Gesprächspartner, der sich auch immer Zeit für die Fans genommen hat. Nicht nur beim Grillen 😉 Er hat sich ja auch mal Zeit für ein längeres Gespräch mit DSCMarco05 genommen, der ihm öfter mal seine Sicht der Dinge gesagt hatte - und die Initiative ging dabei von Schütte aus. Man könnte auch sagen: Er war freundlich präsent. Das aktuelle Präsidium mag freundlich sein, aber präsent ist es definitiv nicht…


    By the way: Was macht eigentlich DSCMarco05 ? 🤔

    ---
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    • 17. September 2026 um 21:08
    • #37.658
    Zitat von Halbakademiker

    Vereine wie Freiburg, Mainz und Augsburg hatten schlicht auch gutes Timing. Sie haben sich gerade dann in der Bundesliga festgesetzt, als die Bonanza losging und die Schere zwischen Bundesliga und den unteren Ligen gewaltig auseinanderzuklaffen begann. Unser Abstieg sowie das Finanzdebakel mit der Osttribüne kam zur Unzeit. 5 oder 10 Jahre später hätte man das wahrscheinlich verkraften können.

    Seit ~10-15 Jahren ist die Tür hingegen weitestgehend zu. In der Bundesliga etabliert haben sich seitdem nur noch Investorenvereine wie Hoffenheim und RB. Dazu der Sonderfall Union mit dem Standort Berlin, der Bundesligawüste Ostdeutschland sowie einer hohen Risikobereitschaft bei der Finanzierung. Heidenheim hat in den letzten Jahren auch sehr gute Arbeit geleistet, ein stabiler Bundesligaklub werden die aber aber dadurch nicht mehr. Auch Paderborn oder Elversberg wird da sicherlich nicht gelingen, auch wenn sie gerade mal Bundesligaluft schnuppern dürfen. Und selbst ein traditionelles Schlachtschiff wie der HSV muss sich nach längerer Abwesenheit ganz schon strecken, um in der Bundesliga wieder den Anschluss zu finden.

    Mir würde es schon reichen, wenn Arminia ein stabiler Zweitligist mit Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte und der Chance auf einen gelegentlichen Bundesligaausflug würde. Aber selbst davon sind wir zur Zeit weit entfernt.

    Mit Oliver Kirch hat das alles allerdings nicht viel zu tun...

    Bei Elversberg würde ich dagegen wetten.

    Die werden sich in der Bundesliga etablieren.

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    • 17. September 2026 um 21:21
    • #37.659

    Kann ihr mir bei diesem Standort beim besten Willen nicht vorstellen.

    "Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

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    • 18. September 2026 um 04:38
    • #37.660
    Zitat von Hitchcock

    By the way: Was macht eigentlich DSCMarco05 ? 🤔

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe , hat er sich selbst eine Schreibpause verordnet.

    Wir Hessen sind schon arme Schweine : Umzingelt von lauter Deutschen und kein freier Zugang zum Meer! (Matthias Beltz)

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