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Stimmung und Musik im Stadion

  • hotte
  • 16. August 2008 um 23:47
  • Fonzie
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    • 22. November 2025 um 14:09
    • #6.161
    Zitat von EmslandArmine

    Oder man überdenkt endlich mal wie man das Problem anders und richtig lösen kann…

    Da müssen die Ultras aber damit einverstanden sein, dass sie selbst keine Pyros mehr zünden dürfen. Stattdessen würden das dann offizielle Feuerwerke durch Befugte an geeigneten Stellen - d.h. nicht auf den Tribünen.

  • Sogenannter Fan
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    • 22. November 2025 um 14:36
    • #6.162

    Die Auswertung der aktuellen Zahlen zeigt ein klares und gut belegbares Bild. Der Fußball in Deutschland bestehend aus den ersten drei Profiligen, den fünf Regionalligen sowie dem DFB-Pokal erweist sich trotz seiner enormen Besucherzahlen als ausgesprochen sicher. In der Saison 2024/2025 strömten rund 32,95 Millionen Menschen in die Stadien. Unter ihnen kam es zu lediglich 1.107 Verletzten, was einem verschwindend geringen Anteil von 0,00336 Prozent entspricht. Auch die 5.197 eingeleiteten Ermittlungsverfahren bleiben im Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl bemerkenswert niedrig und liegen bei nur 0,0158 Prozent. Die Daten stammen aus einer Polizei(!)-Statistik (ZIS). Betrachtet man diese Relationen, wird deutlich, dass der Stadionbesuch statistisch zu den sichersten Freizeitaktivitäten gehört, die man in Deutschland wahrnehmen kann.

    Anders stellt sich die Lage beim Oktoberfest 2024 dar. Zwar kamen mit 6,7 Millionen Besuchern deutlich weniger Menschen als in der gesamten Fußballlandschaft zusammen, doch die Zahlen der Vorfälle fallen teilweise im Verhältnis erheblich höher aus. Mit 5.346 Verletzten entsprechend 0,0797 Prozent der Besucher liegt das Risiko für körperliche Zwischenfälle rund 24x höher als im Fußball. Auch die 414 Ermittlungsverfahren anteilig 0,00618 Prozent zeichnen ein Bild, das im Vergleich zu den Stadien zumindest diskussionswürdig erscheint.

    Angesichts dieser Unterschiede wirkt die aktuelle Sicherheitswahrnehmung beinahe auf den Kopf gestellt. Während der Fußball oftmals unter Generalverdacht gerät, liefert die Realität ein vollkommen anderes Bild. Vielleicht wäre es daher sinnvoll, das Augenmerk nicht auf zusätzliche Maßnahmen beim Fußball zu richten, sondern eher darüber nachzudenken, wie man das Oktoberfest sicherer gestalten könnte. Und wenn man es ganz ironisch betrachtet, könnte man sogar überlegen, ob man dieses Fest nicht einfach vollständig abschafft.


    Law & Order! ;):arminia:

    RIP Block 5 :arminia:

  • ArminiaRulez
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    • 22. November 2025 um 14:47
    • #6.163
    Zitat von Zwiebel94

    Na das macht ja auch keinen Sinn. Wo soll man anfangen und wo soll man aufhören, wenn man danach geht. Dann könntest du auch Verkehrskontrollen einstellen oder Ladendiebstahl nicht mehr verfolgen. Das sind alles Gruppen, die sich über das Gesetz stellen. Das ist jetzt nur deine subjektive Empfindung. Für viele andere ist das sicherlich ein ziemlich großes Problem.

    Fakt ist nun mal, dass Pyrotechnik im Stadion nicht erlaubt ist. Von den aktiven Fanszenen nehme ich da allerdings ziemlich wenig Einsicht wahr, was dieses Thema betrifft.

    So sehe ich das auch. Eigentlich ist es ziemlich einfach die Diskussion im Keim zu ersticken. Einfach an die Regeln halten.

    Aber wie du schon sagst, Einsicht vernimmt man in der Richtung nicht.

  • Jockel
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    • 22. November 2025 um 15:49
    • #6.164
    Zitat von Sogenannter Fan

    Die Auswertung der aktuellen Zahlen zeigt ein klares und gut belegbares Bild. Der Fußball in Deutschland bestehend aus den ersten drei Profiligen, den fünf Regionalligen sowie dem DFB-Pokal erweist sich trotz seiner enormen Besucherzahlen als ausgesprochen sicher. In der Saison 2024/2025 strömten rund 32,95 Millionen Menschen in die Stadien. Unter ihnen kam es zu lediglich 1.107 Verletzten, was einem verschwindend geringen Anteil von 0,00336 Prozent entspricht. Auch die 5.197 eingeleiteten Ermittlungsverfahren bleiben im Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl bemerkenswert niedrig und liegen bei nur 0,0158 Prozent. Die Daten stammen aus einer Polizei(!)-Statistik (ZIS). Betrachtet man diese Relationen, wird deutlich, dass der Stadionbesuch statistisch zu den sichersten Freizeitaktivitäten gehört, die man in Deutschland wahrnehmen kann.

    Anders stellt sich die Lage beim Oktoberfest 2024 dar. Zwar kamen mit 6,7 Millionen Besuchern deutlich weniger Menschen als in der gesamten Fußballlandschaft zusammen, doch die Zahlen der Vorfälle fallen teilweise im Verhältnis erheblich höher aus. Mit 5.346 Verletzten entsprechend 0,0797 Prozent der Besucher liegt das Risiko für körperliche Zwischenfälle rund 24x höher als im Fußball. Auch die 414 Ermittlungsverfahren anteilig 0,00618 Prozent zeichnen ein Bild, das im Vergleich zu den Stadien zumindest diskussionswürdig erscheint.

    Angesichts dieser Unterschiede wirkt die aktuelle Sicherheitswahrnehmung beinahe auf den Kopf gestellt. Während der Fußball oftmals unter Generalverdacht gerät, liefert die Realität ein vollkommen anderes Bild. Vielleicht wäre es daher sinnvoll, das Augenmerk nicht auf zusätzliche Maßnahmen beim Fußball zu richten, sondern eher darüber nachzudenken, wie man das Oktoberfest sicherer gestalten könnte. Und wenn man es ganz ironisch betrachtet, könnte man sogar überlegen, ob man dieses Fest nicht einfach vollständig abschafft.


    Law & Order! ;):arminia:

    Vergleiche die Zahlen doch lieber mit anderen Sportarten oder Theaterbesuchen, falls diese Vorliegen. Dann werden die Anzahl der Verletzten in ein anderes Licht gerückt.


    Ich denke, wenn wir bei nur einer Sache auf einen gemeinsamen Nenner kommen, dann dabei, dass die genannten Gründe für die geplanten Maßnahmen nicht die wirklichen Gründe sind, oder?

    Für mich braucht es auch keine Verletzten, um die Daumenschrauben anzuziehen. Da reichen mir die Anzahl der Vergehen und Vereinsschädigungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Jockel (22. November 2025 um 16:24)

  • Fonzie
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    • 22. November 2025 um 16:00
    • #6.165

    Jeder Pyro-Einsatz ist gefährlich für Dritte und stellt einen Rechtsverstoss dar, taucht aber in der Kennzahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren gar nicht auf, weil sich Letztere nur auf Straftaten, nicht aber auf andere Rechtsverstösse beziehen - wenn ich das richtig sehe. Hier wird also ziemlich mit Zahlen jongliert, die nur auf den ersten Blick überzeugend zu sein scheinen.

  • Zwiebel94
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    • 22. November 2025 um 16:07
    • #6.166

    Dazu kommt wie Jockel ja schon richtig erwähnt hat die Vereinsschädigung. Das heißt also auch Unsummen an Strafzahlungen, die immer wieder geleistet werden müssen. Das hat jetzt vielleicht nicht unbedingt etwas mit der Sicherheit im Stadion zu tun, ist aber trotzdem ein Faktor, der von manchen gerne weg ignoriert wird.

    Dresden war da ja zuletzt bei über ner halben Million. Muss man sich auf Dauer dann auch leisten können.

  • Sogenannter Fan
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    • 22. November 2025 um 17:00
    • #6.167
    Zitat von Jockel

    Vergleiche die Zahlen doch lieber mit anderen Sportarten oder Theaterbesuchen, falls diese Vorliegen. Dann werden die Anzahl der Verletzten in ein anderes Licht gerückt.


    Ich denke, wenn wir bei nur einer Sache auf einen gemeinsamen Nenner kommen, dann dabei, dass die genannten Gründe für die geplanten Maßnahmen nicht die wirklichen Gründe sind, oder?

    Für mich braucht es auch keine Verletzten, um die Daumenschrauben anzuziehen. Da reichen mir die Anzahl der Vergehen und Vereinsschädigungen.


    Wenn du vorschlägst, die Zahlen lieber mit Theaterbesuchen oder anderen Sportarten zu vergleichen, dann greift dieser Ansatz leider ins Leere. Theaterbesuche sind keine Großveranstaltungen, schon gar nicht mit Millionenpublikum, und damit statistisch völlig unpassend. Auch andere Sportarten liefern kaum relevante Vergleichsgrößen. Die komplette Handball Bundesliga zum Beispiel kam in der Saison 2024/2025 auf rund 1.690.686 Zuschauer. Diese Zahl erreicht Dortmund nahezu allein mit seinen Bundesliga Heimspielen. Wenn wir also belastbare Aussagen über Sicherheit bei Großveranstaltungen treffen wollen, müssen wir zwangsläufig dort vergleichen, wo auch ähnliche Größenordnungen vorliegen. Der Fußball bietet dafür fast als einzige Freizeitaktivität überhaupt genügend Datenmasse.

    Zu deinem zweiten Punkt stimme ich zu, dass die genannten Gründe für manche Maßnahmen nicht immer die tatsächlichen Gründe widerspiegeln. Aber genau deshalb sollten wir eben besonders genau hinschauen, was wirklich ein Problem darstellt und was nicht. Und hier zeigen die Zahlen sehr klar, dass Fußballstadien im Verhältnis zur Besucherzahl extrem sicher sind. Maßnahmen ohne realen Anlass schaffen eher Misstrauen als Sicherheit.

    Und zu deinem dritten Absatz muss ich eine Gegenfrage stellen. Du sagst Verstöße reichen aus, um Daumenschrauben anzuziehen, Verletztenzahlen seien zweitrangig. Bedeutet das also, dass reine Vergehensstatistiken ausreichen sollen, um drastische Überwachungs und Kontrollmaßnahmen zu legitimieren? Im Straßenverkehr in Deutschland gab es im Jahr 2024 rund 4,1 Millionen registrierte Verkehrsverstöße. Würdest du auf dieser Grundlage dann auch flächendeckende KI Überwachung und für jeden einzelnen Verstoß mindestens drei Monate Fahrverbot unterstützen? Wenn nicht, dann zeigt das ziemlich gut, dass man Vergehen nie losgelöst vom Kontext und der Verhältnismäßigkeit betrachten darf. Genau das gilt auch im Stadion.

    RIP Block 5 :arminia:

  • ArminiaRulez
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    • 22. November 2025 um 17:06
    • #6.168
    Zitat von Sogenannter Fan

    Und zu deinem dritten Absatz muss ich eine Gegenfrage stellen. Du sagst Verstöße reichen aus, um Daumenschrauben anzuziehen, Verletztenzahlen seien zweitrangig. Bedeutet das also, dass reine Vergehensstatistiken ausreichen sollen, um drastische Überwachungs und Kontrollmaßnahmen zu legitimieren? Im Straßenverkehr in Deutschland gab es im Jahr 2024 rund 4,1 Millionen registrierte Verkehrsverstöße. Würdest du auf dieser Grundlage dann auch flächendeckende KI Überwachung und für jeden einzelnen Verstoß mindestens drei Monate Fahrverbot unterstützen? Wenn nicht, dann zeigt das ziemlich gut, dass man Vergehen nie losgelöst vom Kontext und der Verhältnismäßigkeit betrachten darf. Genau das gilt auch im Stadion.

    Kurz und knapp, ja. Auch wenn ich nicht angesprochen bin. Die Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr nimmt immer mehr zu.

    Und ich bin was die Zahlen angeht bei Fonzie . Diese Spiegeln den Kern der Problematiken nicht wider und sind eigentlich weit am Thema vorbei.

  • Sogenannter Fan
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    • 22. November 2025 um 17:13
    • #6.169
    Zitat von Zwiebel94

    Dazu kommt wie Jockel ja schon richtig erwähnt hat die Vereinsschädigung. Das heißt also auch Unsummen an Strafzahlungen, die immer wieder geleistet werden müssen. Das hat jetzt vielleicht nicht unbedingt etwas mit der Sicherheit im Stadion zu tun, ist aber trotzdem ein Faktor, der von manchen gerne weg ignoriert wird.

    Dresden war da ja zuletzt bei über ner halben Million. Muss man sich auf Dauer dann auch leisten können.


    Der Hinweis auf Vereinsschädigungen durch Strafzahlungen klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar, allerdings greift er inhaltlich am Kern des eigentlichen Problems vorbei. Diese Strafzahlungen sind kein naturgegebenes Sicherheitsinstrument, sondern ein reines Konstrukt des DFB. Sie haben nichts mit der tatsächlichen Gefährdungslage im Stadion zu tun, sondern dienen vor allem als symbolisches Druckmittel. Genau deshalb gehören sie auch grundsätzlich hinterfragt und perspektivisch abgeschafft.

    Zumal der DFB selbst eindrucksvoll zeigt, wie wenig wirksam seine eigenen Konzepte sind. Der Verband schafft es nicht einmal als alleiniger Veranstalter des DFB Pokal Finals, Pyrotechnik zu unterbinden. Wenn der eigene Verband unter idealen Bedingungen nicht in der Lage ist, die Regeln durchzusetzen, wirkt es wenig überzeugend, wenn die Verantwortung anschließend einseitig auf die Vereine abgewälzt wird.

    RIP Block 5 :arminia:

  • ArminiaRulez
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    • 22. November 2025 um 17:19
    • #6.170
    Zitat von Sogenannter Fan

    Der Hinweis auf Vereinsschädigungen durch Strafzahlungen klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar, allerdings greift er inhaltlich am Kern des eigentlichen Problems vorbei. Diese Strafzahlungen sind kein naturgegebenes Sicherheitsinstrument, sondern ein reines Konstrukt des DFB. Sie haben nichts mit der tatsächlichen Gefährdungslage im Stadion zu tun, sondern dienen vor allem als symbolisches Druckmittel. Genau deshalb gehören sie auch grundsätzlich hinterfragt und perspektivisch abgeschafft.

    Zumal der DFB selbst eindrucksvoll zeigt, wie wenig wirksam seine eigenen Konzepte sind. Der Verband schafft es nicht einmal als alleiniger Veranstalter des DFB Pokal Finals, Pyrotechnik zu unterbinden. Wenn der eigene Verband unter idealen Bedingungen nicht in der Lage ist, die Regeln durchzusetzen, wirkt es wenig überzeugend, wenn die Verantwortung anschließend einseitig auf die Vereine abgewälzt wird.

    Und hier, meine Damen und Herren, sehen sie das Problem in seiner Reinkultur.

    Pyro ist kein Problem, DFB ist schuld usw.

    Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln bei so wenig Einsicht.

    Pyro hat nichts im Stadion zu suchen, Punkt. Wer das nicht kapiert, läuft völlig am Leben vorbei.

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    • 22. November 2025 um 18:02
    • #6.171
    Zitat von ArminiaRulez

    Pyro hat nichts im Stadion zu suchen, Punkt.

    Mehr muß man dazu nicht sagen :yes:

    Wir Hessen sind schon arme Schweine : Umzingelt von lauter Deutschen und kein freier Zugang zum Meer! (Matthias Beltz)

  • Hitchcock
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    • 22. November 2025 um 19:50
    • #6.172

    Und gerade bei Köln vs Frankfurt sieht man ja mal wieder, wieso sich Teile der Szene ja eben doch disqualifizieren. Raketen aufs Spielfeld gehen gar nicht. Zumal die auch sonstwo hinfliegen können bzw. auch schon hingeflogen sind.
    Und das ist was ich meine: Da darf sich niemand wundern, dass strenge Regeln gefordert werden. Wer mich kennt, der weiß, dass ich großen Respekt vor der aktiven Fanszene und deren Engagement habe. Letzte Woche auf dem Alm-Weihnachtsmarkt hat man ja wieder gesehen, was sie auf die Beine stellen und das auch für einen guten Zweck. Aber das Tolerieren von gefährlichen Pyro-Aktionen und Gewalt prangere ich an. Und es wird von Teilen der Fanszene leider schön geredet. Das hat ja fast schon Lobby-Charakter, was Sogenannter Fan hier beispielsweise argumentativ runter betet.

    ---
    "Du bist ein Genie!" - "Nenn mich bloß nicht so, ich bemühe mich lediglich, die mir angeborene Intelligenz durch ständiges Üben voll zu entfalten."
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  • SLNC
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    • 22. November 2025 um 20:43
    • #6.173

    Finde ich nicht unbedingt fair, dass jemand der sich einfach nur Verhältnismäßigkeit im Diskurs wünscht als Lobbyisten darzustellen.

    Noch weniger fair finde ich, dass sich immer wieder einzelne Vorfälle rausgepickt werden um flächendeckende Überwachungsmaßnahmen und rechtsstaatzersetzende Verbotsfantasien rechtzufertigen. Der Zweck heiligt halt nicht alle Mittel.

    Aber ich habe sowieso das Gefühl, dass die Gräben sehr tief gegraben sind bei diesem Thema.

    Einmal editiert, zuletzt von SLNC (22. November 2025 um 20:49)

  • Hitchcock
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    • 22. November 2025 um 21:17
    • #6.174
    Zitat von SLNC

    Finde ich nicht unbedingt fair, dass jemand der sich einfach nur Verhältnismäßigkeit im Diskurs wünscht als Lobbyisten darzustellen.

    Noch weniger fair finde ich, dass sich immer wieder einzelne Vorfälle rausgepickt werden um flächendeckende Überwachungsmaßnahmen und rechtsstaatzersetzende Verbotsfantasien rechtzufertigen. Der Zweck heiligt halt nicht alle Mittel.

    Aber ich habe sowieso das Gefühl, dass die Gräben sehr tief gegraben sind bei diesem Thema.

    Ich rechtfertige sicherlich keine - teils auch aus meiner Sicht - überzogenen Maßnahmen. Ich weise lediglich darauf hin, dass solche Forderungen eben keine Überaschung sind. Und das wir Woche für Woche eben doch immer wieder die Ausreißer erleben, die dazu geführt haben, dass die IMK nun härteres Durchgreifen fordert. Die Argumentation mit Statistiken darüber, dass die Stadien doch ach so sicher seien, sind hanebüchen, solange regelmäßig immer wieder solche Bilder wie heute in Köln über die Bildschirme gehen. Das sind eben leider nicht nur einzelne Vorfälle, so wie du es beschreibst.

    ---
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  • Hochwald-Physio
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    • 22. November 2025 um 21:31
    • #6.175
    Zitat von ArminiaRulez

    Kurz und knapp, ja. Auch wenn ich nicht angesprochen bin. Die Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr nimmt immer mehr zu.

    Und ich bin was die Zahlen angeht bei Fonzie . Diese Spiegeln den Kern der Problematiken nicht wider und sind eigentlich weit am Thema vorbei.

    Für jeden kleinen Verstoß 3 Monate Fahrverbot zu verhängen wäre sicherlich unverhältnismäßig.

    Aber Pyrotechnik im Stadion halte ich ebenfalls für gefährlich und sollte ebenso verboten werden wie private Böller an Silvester.

    Wenn dann noch Rauchen und Alkohol trinken untersagt wird, sind wir in Sachen Gesundheitsschutz einige große Schritte weiter.;)

  • Hitchcock
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    • 22. November 2025 um 22:15
    • #6.176
    Zitat von Hochwald-Physio

    Wenn dann noch Rauchen und Alkohol trinken untersagt wird, sind wir in Sachen Gesundheitsschutz einige große Schritte weiter.;)

    In Bezug auf Null Sinnhaftigkeit hinsichtlich der Eigenvergiftung durch Nikotin und Alkohol bin ich zu 100% bei dir. 😉 Aber leider hilft ein alleiniges Verbot hier genauso wenig, wie bei Pyrotechnik. Im Gegenteil: Es wird dadurch erst recht interessant.

    Beim Nikotin ist es inzwischen der gesellschaftliche Druck, der wohl dazu geführt hat, das inzwischen weniger geraucht wird. Zum Glück! Vor nicht allzu langer Zeit konnte man ja noch nicht einmal in ein Restaurant gehen, ohne dass hinterher die Geraderobe von allen direkt in die Waschmaschine musste. Inzwischen gibt es klare Regeln, wo man rauchen darf und wo nicht. Außerdem gab es einen gewissen Wandel: Die meisten finden Rauchen inzwischen ekelig und akzeptieren es eben nicht mehr um sich herum. Hier hat ein teilweises Verbot tatsächlich auch etwas gebracht.

    Bei Alkohol ist die gesellschaftliche Akzeptanz immer noch sehr hoch. Das wird für meine Begriffe immer noch viel zu leicht genommen. Aber eine Tendenz zu weniger Konsum gibt es auch hier. Mal sehen, wie sich das künftig entwickelt.

    Bei Pyrotechnik gibt es ein Totalverbot, mit der Ausnahme an Sylvester. Aber es ist halt doch leicht an die Ware dran zu kommen. Das Verbot hilft hier also nicht weiter. Ob strengere Reglementierungen im Stadion helfen, ist auch erstmal fraglich. Wenn die Chance größer ist, dabei erwischt zu werden, mag es vielleicht einen gewissen Einfluss haben. Größer wirkt aber auch hier der Gruppendruck: Wenn es von Seiten der Mehrheit nicht akzeptiert wird. Wenn auch im Fanblock gezeigt wird, dass man das nicht will und die vermummten Leute von der Allgemeinheit nicht mehr gedeckt werden. Alle Maßnahmen müssen also genau darauf abzielen. Verbote und Regeln allein werden das nicht schaffen.

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  • Delbrücker
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    • 22. November 2025 um 22:43
    • #6.177
    Löscheinsatz bei Top-Spiel in Köln: Gästeblock steht in Flammen
    Das Top-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt wurde zu einem Spektakel. Nach der Partie kam es jedoch zu unschönen Szenen.
    www.t-online.de

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    Elbert Hubbard

    Anders als das Gehirn, warnt dich der Magen, wenn er leer ist.

  • SLNC
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    • 23. November 2025 um 10:00
    • #6.178
    Zitat von Hitchcock

    Ich rechtfertige sicherlich keine - teils auch aus meiner Sicht - überzogenen Maßnahmen. Ich weise lediglich darauf hin, dass solche Forderungen eben keine Überaschung sind. Und das wir Woche für Woche eben doch immer wieder die Ausreißer erleben, die dazu geführt haben, dass die IMK nun härteres Durchgreifen fordert. Die Argumentation mit Statistiken darüber, dass die Stadien doch ach so sicher seien, sind hanebüchen, solange regelmäßig immer wieder solche Bilder wie heute in Köln über die Bildschirme gehen. Das sind eben leider nicht nur einzelne Vorfälle, so wie du es beschreibst.

    Stimmt, nicht du direkt. Und Forderungen, dass etwas getan werden sollte, kann ich auch verstehen, aber ich sehe in diesen aktuellen Forderungen eher ein Trojanisches Pferd und der Fußball ist der Vorwand.

    Aber solche extremen, wenn auch natürlich schrecklichen, Vorfälle, wie in Köln, wo der Gästeblock in Flammen steht, sind halt tatsächlich einzelne. Vielleicht schaue ich zu wenig Fußball, aber daran kann ich mich wirklich kaum erinnern.

    Des Weiteren finde ich es durchaus legitim zu fragen, ob die Law & Order-Methode um sowas zu unterbinden wirklich so wirksam ist oder nur in Trotzreaktionen resultiert, wo die Gefahr noch weiter steigt. Kannst natürlich alle einsperren und/oder mit Stadionverbot belegen, aber dann läufst du auch in Gefahr gewisses Märtyrertum zu erzeugen. Gibt's ja jetzt schon mit den "Sektion Stadionverbot"-Bannern. Ich halte die Idee von kontrolliertem Abbrennen durch geschultes Personal nicht so falsch. Ja, dann gehts nicht mehr auf den Rängen, aber davor (oder auf dem Dach) sollte wohl drin sein, wenn ich mir anschaue, was einige Bands während ihrer Konzerte direkt vor der ersten Reihe abbrennen. Und mit ein bisschen Kreativität kann man auch so eine Pyroshow in eine Choreo einarbeiten, wenn das das Pro-Argument für Pyro ist.

  • Fonzie
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    • 23. November 2025 um 10:06
    • #6.179

    Der Reiz des Verbotenen spielt bei Pyro wohl eine große Rolle. Ich kann daher leider an keinen Kompromiss glauben. Insgesamt sehe ich kurzfristig keine Lösung. Personalisierte Tickets sind zur Zeit technisch bzw. praktisch nicht umsetzbar und machen ehrlich gesagt auch erst vollen Sinn im Zusammenhang mit der Abschaffung von Stehplätzen. Das ist politisch nicht durchsetzbar.

    Einmal editiert, zuletzt von Fonzie (23. November 2025 um 10:14)

  • SLNC
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    • 23. November 2025 um 10:24
    • #6.180

    Ist leider was dran. Beide Seiten sind ziemlich in ihren Fronten verhärtet.

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