Einer der wichtigsten Kritikpunkte am VAR-Prinzip ist das Auseinanderreissen von Tor, Entscheidung und Freude. Das kann ich erstmal nachvollziehen. Ich stelle bei mir aber fest, dass das Warten auf die Schiri-Entscheidung, während der auf den Bildschirm schaut, einen ganzen eigenen Thrill erzeugt. Ich bin eigentlich sicher, dass wir uns an dieses Prozedere gewöhnen und es genießen lernen werden.
Video-Schiedsrichter und andere technische Hilfsmittel
-
-
Hier passt es besser:
Es gibt immer eine gewisse Unschärfe/Ungenauigkeit bei jeder Messung. In der zweiten Liga sogar noch mehr, als in der ersten, da mit weniger Kameras gemessen wird. Die Ungenauigkeit kann von Millimetern, bis zu 10 cm betreffen, je nach Geschwindigkeit, Kamerawinkel etc.(Die technische Grenze der Genauigkeit hängt stark von der Bildrate der Kameras (typischerweise 50 Bilder pro Sekunde) und der Geschwindigkeit des Balles und der Spieler ab. Bei einer Ball- oder Spielerbewegung mit 50 km/h ergibt sich beispielsweise eine Ungenauigkeit von etwa 29 Zentimetern aufgrund der Zeit zwischen einzelnen Kamerabildern.)
Es muss ja auch genau der korrekte Moment der Ballabgabe mit einberechnet werden. Bin ich hier ein Mü früher oder später steht der Fuß halt 5mm vor oder 5mm hinter der kalibrierten Linie. (Der Ballkontakt wird dabei mit mehreren hochauflösenden Kameras analysiert, die den exakten Moment der Ballabgabe über drei aufeinanderfolgende Frames festlegen. Dieses Vorgehen erlaubt es, den Zeitpunkt des ersten Impulses auf den Ball mit großer Sicherheit zu bestimmen, auch wenn es eine gewisse technische Unschärfe gibt.
Die Position der Spieler wird millimetergenau durch computergenerierte Linien bestimmt, bei denen Linsenverzerrungen, Kamerawinkel und Feldkrümmung berücksichtigt werden. Ein Unschärfekorridor wird dabei berechnet, um Unsicherheiten durch hohe Geschwindigkeit und Bildrate auszugleichen. Liegt der Spieler innerhalb dieses Korridors, wird von keinem klaren Abseits ausgegangen.)
Würde man hier im Zweifel einfach wieder auf gleiche Höhe innerhalb eines Karrenzbereichs setzen würde es vlt. helfen.
Aktuell versucht man ja den Anschein zu erwecken, dass das die einzige und wahrhaftige Wahrheit der Entscheidungsfindung ist.
Vor allem wenn es dann immer wieder gewisse Clubs betrifft und dadurch der Anschein der parteiischen Einflussnahme entsteht macht es die Diskussion um Akzeptanz der Technologie nicht einfacher.
-
Alles anzeigen
Hier passt es besser:
Es gibt immer eine gewisse Unschärfe/Ungenauigkeit bei jeder Messung. In der zweiten Liga sogar noch mehr, als in der ersten, da mit weniger Kameras gemessen wird. Die Ungenauigkeit kann von Millimetern, bis zu 10 cm betreffen, je nach Geschwindigkeit, Kamerawinkel etc.(Die technische Grenze der Genauigkeit hängt stark von der Bildrate der Kameras (typischerweise 50 Bilder pro Sekunde) und der Geschwindigkeit des Balles und der Spieler ab. Bei einer Ball- oder Spielerbewegung mit 50 km/h ergibt sich beispielsweise eine Ungenauigkeit von etwa 29 Zentimetern aufgrund der Zeit zwischen einzelnen Kamerabildern.)
Es muss ja auch genau der korrekte Moment der Ballabgabe mit einberechnet werden. Bin ich hier ein Mü früher oder später steht der Fuß halt 5mm vor oder 5mm hinter der kalibrierten Linie. (Der Ballkontakt wird dabei mit mehreren hochauflösenden Kameras analysiert, die den exakten Moment der Ballabgabe über drei aufeinanderfolgende Frames festlegen. Dieses Vorgehen erlaubt es, den Zeitpunkt des ersten Impulses auf den Ball mit großer Sicherheit zu bestimmen, auch wenn es eine gewisse technische Unschärfe gibt.
Die Position der Spieler wird millimetergenau durch computergenerierte Linien bestimmt, bei denen Linsenverzerrungen, Kamerawinkel und Feldkrümmung berücksichtigt werden. Ein Unschärfekorridor wird dabei berechnet, um Unsicherheiten durch hohe Geschwindigkeit und Bildrate auszugleichen. Liegt der Spieler innerhalb dieses Korridors, wird von keinem klaren Abseits ausgegangen.)
Würde man hier im Zweifel einfach wieder auf gleiche Höhe innerhalb eines Karrenzbereichs setzen würde es vlt. helfen.
Aktuell versucht man ja den Anschein zu erwecken, dass das die einzige und wahrhaftige Wahrheit der Entscheidungsfindung ist.
Vor allem wenn es dann immer wieder gewisse Clubs betrifft und dadurch der Anschein der parteiischen Einflussnahme entsteht macht es die Diskussion um Akzeptanz der Technologie nicht einfacher.
Danke fürs Umschwenken hierhin!
Zum letzten Absatz: Da glaube ich aber, trotz das es sicherlich nicht perfekt ist, daß es mit Keller genauer ist als nur mit dem Schiri. Das mit dem Anschein der parteiischen Einflussnahme und das es nur gewisse Clubs negativ trifft, daß halte ich für nicht nachweisbar.
-
Hier mal die beiden betroffenen Trainer vom Wochenende
Steffen Baumgart
„…Baumgart hatte für diese Entscheidung keinerlei Verständnis: "Es tut mir leid, aber diese Linie ziehe ich dir auch 27-mal hin. In Dresden geht die Abseitslinie nicht, aber hier geht sie. In Bremen ging sie nicht, aber hier schaffen wir es, sie auf fünf Millimeter zu ziehen. Das bezweifele ich", haderte der Berliner Trainer…“
Baumgart nach VAR-Entscheid: "Da hat irgendeiner Lack gesoffen"Union Berlin schaffte am Samstagnachmittag beim 2:2 gegen den FC Bayern, was in der Saison 2025/26 noch kein anderes Team erreicht hatte - einen Punktgewinn…www.kicker.deThorsten Lieberknecht:
„…Trainer Torsten Lieberknecht ärgerte sich dennoch im Gespräch bei Sky. "Ich kann mir diese Linie nicht mehr angucken. Ich vertraue dieser Linie nicht mehr", so seine klare Kritik an der kalibrierten Linie….“
Lieberknecht wütend: "Ich vertraue dieser Linie nicht mehr"An einem emotionalen Abend auf dem Betzenberg unterlag der 1. FC Kaiserslautern reif auftretenden Berlinern verdient. Ivan Prtajins Tor war kurz vor Schluss zu…www.kicker.de -
Nach ein wenig Recherche zu dem Thema bin ich über folgenden Artikel gestoßen. Also alles ist gleiche Höhe, außer er steht komplett im Abseits.:
ALLES KÖNNTE SICH 2026 ÄNDERN
Die Weltmeisterschaft 2026 könnte die neue Abseitsregel einführen, die als „Wenger-Gesetz“ bekannt ist. Die neue Interpretation schlägt vor, dass der Angreifer nur dann bestraft wird, wenn der gesamte Körperteil, mit dem er ein Tor erzielen kann, im Abseits steht.
Die Änderung wurde in Pilotturnieren in Ländern wie Schweden und Italien getestet und zeigte einen Anstieg der Tore um mehr als 10 % sowie weniger VAR-Überprüfungen. Wenger argumentiert, dass dies die Spannung im Fußball zurückbringen würde.
Der Vorschlag wird auf der Generalversammlung der IFAB im März 2026 zur Abstimmung gestellt, und falls er angenommen wird, könnte er ab der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada angewendet werden.
-
Thorsten Lieberknecht:
„…Trainer Torsten Lieberknecht ärgerte sich dennoch im Gespräch bei Sky. "Ich kann mir diese Linie nicht mehr angucken. Ich vertraue dieser Linie nicht mehr", so seine klare Kritik an der kalibrierten Linie….“
Ich hab jetzt den Artikel nicht gelesen, nur das Zitat hier. Ging es da um das Abseitstor gestern? Das war ja mit bloßem Auge schon erkennbar, dass das Abseits ist. Da brauchte man keine Linie.

-
-
Aber auch diese Trainer müssten die Abseitsentscheidung von nur dem Schirigespann dann auch akzeptieren. Was soll diese Kritik dann überhaupt?
-
Betroffene hinterher zu fragen, ergibt jedenfalls kein objektives Bild. Nächste Woche verteidigt ein so emotionaler Typ wie Baumgart wieder die Technik, wenn er im Spiel davon profitiert hat.
-
Nach ein wenig Recherche zu dem Thema bin ich über folgenden Artikel gestoßen. Also alles ist gleiche Höhe, außer er steht komplett im Abseits.:
ALLES KÖNNTE SICH 2026 ÄNDERN
Die Weltmeisterschaft 2026 könnte die neue Abseitsregel einführen, die als „Wenger-Gesetz“ bekannt ist. Die neue Interpretation schlägt vor, dass der Angreifer nur dann bestraft wird, wenn der gesamte Körperteil, mit dem er ein Tor erzielen kann, im Abseits steht.
Die Änderung wurde in Pilotturnieren in Ländern wie Schweden und Italien getestet und zeigte einen Anstieg der Tore um mehr als 10 % sowie weniger VAR-Überprüfungen. Wenger argumentiert, dass dies die Spannung im Fußball zurückbringen würde.
Der Vorschlag wird auf der Generalversammlung der IFAB im März 2026 zur Abstimmung gestellt, und falls er angenommen wird, könnte er ab der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada angewendet werden.
Ja genau das war die hypothetische Regeländerung, die ich in einem anderen Thread gestern erwähnt habe.
Bin echt gespannt wie sich das entwickelt. -
Ja genau das war die hypothetische Regeländerung, die ich in einem anderen Thread gestern erwähnt habe.
Bin echt gespannt wie sich das entwickelt.Mit leichter Skepsis, ob das tatsächlich etwas verbessert, bin ich auch auf diese Entwicklung gespannt. Zumindest getestet wurde dann zuvor wenigstens.
-
Wie bereits diskutiert, wird die Wenger-Regel die Zahl der Tore erhöhen, weil die Zahl der strafbaren Abseitsstellungen reduziert wird. Nur darum geht es. Die Eindeutigkeit von Abseits wird dadurch zu 0 Prozent verbessert. Die kallibrierten Linien werden lediglich anders definiert.
-
Wie bereits diskutiert, wird die Wenger-Regel die Zahl der Tore erhöhen, weil die Zahl der strafbaren Abseitsstellungen reduziert wird. Nur darum geht es. Die Eindeutigkeit von Abseits wird dadurch zu 0 Prozent verbessert. Die kallibrierten Linien werden lediglich anders definiert.
Und selbst das könnte sich nach der Einführung schnell wieder ändern, weil die Stürmer nach einiger Zeit auch diese Toleranz in ihre Laufwege "einpreisen" und dann doch wieder hauchzart im Abseits stehen werden.
-
Einer der wichtigsten Kritikpunkte am VAR-Prinzip ist das Auseinanderreissen von Tor, Entscheidung und Freude. Das kann ich erstmal nachvollziehen. Ich stelle bei mir aber fest, dass das Warten auf die Schiri-Entscheidung, während der auf den Bildschirm schaut, einen ganzen eigenen Thrill erzeugt. Ich bin eigentlich sicher, dass wir uns an dieses Prozedere gewöhnen und es genießen lernen werden.
Nein, einfach nein. Wenn ich regelmäßig minutenlang darauf warten muss, dass mir irgendeine intransparente und fehlerhafte Technik erklärt, was gerade im Spiel passiert ist, ist der Sport kaputt.
-
Und selbst das könnte sich nach der Einführung schnell wieder ändern, weil die Stürmer nach einiger Zeit auch diese Toleranz in ihre Laufwege "einpreisen" und dann doch wieder hauchzart im Abseits stehen werden.
Genau, wäre doch lediglich ne Verlagerung von der Spitze zur Hacke.
-
Was eigenes entsteht da schon, aber die Spontanität ist halt weg. Das sollte man nicht unterschätzen. Der Sport lebt von den Emotionen.
-
Nein, einfach nein. Wenn ich regelmäßig minutenlang darauf warten muss, dass mir irgendeine intransparente und fehlerhafte Technik erklärt, was gerade im Spiel passiert ist, ist der Sport kaputt.
Was eigenes entsteht da schon, aber die Spontanität ist halt weg. Das sollte man nicht unterschätzen. Der Sport lebt von den Emotionen.
Gut, ich werde mich mal selbst "introspektiv" beobachten bei den nächsten VAR-Ereignissen. Und meine Nebenleute auch.
-
Bundesliga-Hass auf den VAR entfaltet volle WuchtDer Videobeweis soll den Fußball gerechter machen. Doch seit dessen Einführung wird genauso emotionsgeladen weiterdiskutiert und geschimpft. An diesem Samstag…www.n-tv.de -
Es macht journalistisch keinen Sinn, nach dem Spiel den negativ Betroffenen solche Bilder unter die Nase zu reiben. Es läuft sicherlich viel falsch mit dem VAR. Aber bei solchen Aussagen wie von Kwasniok denke ich mir schon, dass der VAR der nächste Sündenbock ist. Läuft viel falsch mit dem VAR, aber mittlerweile gravitiert ja fast sämtlicher Ärger in diese Richtung, auch solcher, der eigentlich ganz andere Ursachen hat. Das meine ich mit Sündenbock.
-
Überrascht das etwa jemanden? Es war doch vorher schon Thema, dass sich dadurch nur der Fokus verschieben wird. Genauso ist es gekommen. Man guckt genauer hin und streitet über kleinere Maßeinheiten, die dazu im völligen Kontrast zu den groben Schnitzern stehen, über die an anderer Stelle hinweggesehen wird.
Mir geht es bei dem Thema ja letztlich nicht darum, dass ein gemessenes Abseits willkürliche Toleranz bekommen soll. Das ist keine Lösung und verschiebt auch nur wieder den Fokus in eine andere Richtung. Aber wir sollten mal unsere Philosophie hinterfragen. Ist dieses alles bis ins kleinste prüfen, ausfechten und konfrontieren wirklich das, worum es gehen sollte? Das werfe ich jetzt einfach mal so in den Raum.
Die neue Abseitsregel wird im übrigens auch nichts besser machen. Man wird sich da ran tasten. Die Verteidiger haben mehr Stress, da sich die Angreifer in deren Rücken mogeln werden, es wird mehr Tore, aber auch Platzverweise geben und am ende des Tages wird mindestens genau soviel diskutiert und gestritten. Vielleicht noch mehr, weil auch die neue Regel an sich hinterfragt werden wird.
-
Genauso wenig wie wir trotz technischer Fortschritte in der Medizin den weltlichen Tod vermeiden, wird die VAR Technik Diskussionen über ( Fehl)Entscheidungen vermeiden können.
-
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!


