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Mein-Solarlampion

Corona-Virus

  • Arminius1905
  • 9. März 2020 um 19:17
  • Geschlossen
  • EwigArmine
    Gast
    • 11. Februar 2021 um 06:41
    • #4.761

    Mein-Solarlampion
    Zitat von 33615

    In der AKS wurde eben gesagt das diese niedrigen Zahlen nicht wirklich belastbar sind. Es gäbe wetterbedingt einen Meldestau.

    Laut RKI von heute Morgen liegt die 7-Tage Inzidenz bei 29,3 und somit den zweiten Tag in Folge unter 35. Laut Mutti gestern soll ja ab einer nicht klar definierten Anzahl Tagen von „mindestens 5 - 3“ unterhalb einer 7-Tages-Inzidenz von 35 über Lockerungen nachgedacht werden können. Bin mal gespannt, ob und wann da noch ein wetterbedingter Meldestau sichtbar wird.

    Pit, wach schonmal auf, es gibt bald was zu delegieren!

  • Pasi
    Meister
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    504
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    2.548
    • 11. Februar 2021 um 07:14
    • #4.762

    Die 35 gelten jeweils landesweit und unter Absprache mit den Nachbarländern, was auch schon wieder sehr intelligent ist. Angenommen Hamburg hat 30, Niedersachsen 25 und NRW 38. Dann sprechen sich also Hamburg und Niedersachsen ab, dass sie öffnen...ach ne, ups, da ist ja noch NRW, geht ja gar nicht, sonst fahren ja die ganzen Bielefelder nach Osnabrück...letztlich bedeutet das 35 bundesweit.
    Wer so etwas ernsthaft vor Kameras vertritt, wie Herr Tschentscher gestern, der sollte umgehend wahlweise wegen Unfähigkeit oder Bürgerverarschung zurücktreten.

  • Richie
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    • 11. Februar 2021 um 07:33
    • #4.763
    Zitat von PaleRider

    Glaubst du denn ernsthaft dass es noch darum geht das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Man muss mal darauf achten was die Politiker so sagen. Davon hat schon lange keiner mehr gesprochen.

    Ich denke dass man, aus Angst irgendetwas falsch zu machen, mit zitternder Hand, versucht sich zur Wahl zu schleppen. Wäre die Wahl letztes Jahr gewesen dann wären die Entscheidungen auch gleich wesentlich leichter ;)


    Ich denke auch, das ist die eigentliche Problematik. Laschet will gern Kanzler werden, da möchte er natürlich so kurz vor dem großen Ziel keinen "Fehler" machen und womöglich Flecken auf die Weste bekommen. Ich habe ja gestern schon mal was geschrieben zu den Perspektiven.
    _
    Ich habe jetzt auch keine "Öffnungsorgie" erwartet, aber man hat in den Interviews quer durch alle Sender gestern schon gesehen, dass die Menschen langsam Ideen und Perspektiven für mehr Normalität erwarten. Außerdem zeigen die Entwicklungen in anderen Ländern, die ebenfalls mit den Mutationen zu tun haben, weiterhin fallende Infektionszahlen (ja auch weil es dort Lockdowns gibt), aber die immer wieder dargestellten Horrorszenarien mit dem Raketenmotor am Virus bestätigen sich bis auf England bisher offensichtlich nicht.

    _

    Deshalb haben sie den Lockdown auch gegenüber der Forderung der Kanzlerin um eine Woche verkürzt und die Schulöffnungen in die Hände der Länder gelegt. In NRW sollen die Grundschulen deshalb auch ab dem 22.02. in einen Wechselunterricht gehen - wie auch immer der dann aussieht. Friseure dann ab 1. März unter strengend Auflagen (die sie ja eh schon erfüllen mussten). Jetzt wäre es wichtig, mit Geduld und Augenmaß zu öffnen. Die Impfungen haben begonnen, das wird bis Ende März hochgefahren, dazu jetzt schrittweise einzelne Sachen wieder aufnmachen und gucken, wie sich die Zahlen dann entwickeln. Ansonsten fliegt denen die ganze Nummer bald um die Ohren.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.


  • Mein-Solarlampion
  • 33615
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    • 11. Februar 2021 um 08:42
    • #4.764

    Das die Wahl die derzeitigen Entscheidungen und Äußerungen der Politiker stark beeinflussen, daß sehe ich auch so.

    Hier mal eine, wenn auch anscheinend kompetente, Einzelmeinung zu den Mutationen: https://www.tagesschau.de/inland/gesells…weiler-101.html

    Mein Heimatverein seit 1966.

  • dirk_71
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    • 11. Februar 2021 um 10:06
    • #4.765
    Zitat von Richie

    Außerdem zeigen die Entwicklungen in anderen Ländern, die ebenfalls mit den Mutationen zu tun haben, weiterhin fallende Infektionszahlen (ja auch weil es dort Lockdowns gibt), aber die immer wieder dargestellten Horrorszenarien mit dem Raketenmotor am Virus bestätigen sich bis auf England bisher offensichtlich nicht.

    Nur England? Bitte nicht Portugal oder Irland vergessen. Und nicht soweit weg schauen.

    Siehe Tschechien

    Zitat


    Tschechien isoliert drei Grenzbezirke wegen hoher Zahlen
    11. Februar 2021, 9:57 Uhr Quelle: dpa

    Prag (dpa) - Wegen massiver Infektionszahlen schottet Tschechien drei Grenzbezirke von der Außenwelt ab. Wer dort wohne, dürfe den jeweiligen Bezirk nicht mehr verlassen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny am Donnerstag in Prag. Leute von außerhalb würden nicht hereingelassen. Betroffen sind die Bezirke Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau) an der Grenze zu Bayern sowie Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen. Dort liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner drei- bis viermal so hoch wie in anderen Landesteilen. Die Maßnahmen sollten in der Nacht zu Freitag in Kraft treten.
    https://www.zeit.de/news/2021-02/1…en-hoher-zahlen

    Zitat


    Coronavirus-Pandemie: Corona-Mutation B.1.1.7 breitet sich in Tschechien aus
    Und: Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre und eines Lockdowns bekommen die Tschechen die Covid-19-Lage offenbar nicht in den Griff. Mehr noch: Wie FOCUS Online berichtet, breitet sich die britische Corona-Mutation B.1.1.7 rasant und unmittelbar an der deutschen Grenze aus. Besonders betroffen: Der Bezirk Trautenau nahe dem deutschen Bundesland Sachsen.
    Unter Verweis auf die Gesundheitsbehörde SZU heißt es in dem Bericht, dass in 60 Prozent aller sequenzierten Corona-Proben die hochansteckende britische Variante nachgewiesen werde. Im benachbarten Bezirk Nachod liege der Anteil bei 45 Prozent.
    https://www.merkur.de/welt/corona-mu…9-90199377.html

  • Eventfan
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    • 11. Februar 2021 um 10:21
    • #4.766

    Gut, mit der Entscheidung von gestern steht der Kurs dann also fest. Wir werden uns also noch mindestens 2 Jahre in mehr oder weniger harten Lockdowns befinden, keine Veranstaltungen mehr besuchen, Clubs können ihre Räumlichkeiten abgeben und an irgendwelche produzierende Gewerbe vermieten.

    Die Lösung aller Probleme ist also, dass sich diese Runde zusammen setzt und sagt: "Ja, dann machen wir eben so weiter und hoffen irgendwann auf genügend Impfungen".

    Sollte das nicht gelingen, weil die Bereitschaft nicht ausreicht oder das Virus mal wieder vor sich hin mutiert (wovon auszugehen ist), gibt es absolut KEINEN Plan B.

    Frustrierend.

    Deutscher Sportclub Allez! Du wirst nie untergehen. Scheißegal was passiert, wir sind immer bei dir!

  • knipser69 (schmitty)
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    • 11. Februar 2021 um 10:26
    • #4.767

    T. Müller positiv getestet Die bescheuerte unbedingt 6. Titel Klub WM fällt den Bayern grade doppelt und dreifach auf die Füße!

    - Technische Störung -

    Leider ist unserer Kamera beim anschauen das Objektiv geplatzt, über den Ton kannst du aber weiterhin die Pressekonferenz verfolgen!

  • Ghostwriter
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    2.713
    • 11. Februar 2021 um 12:27
    • #4.768

    .

    2 Mal editiert, zuletzt von Ghostwriter (21. Februar 2021 um 14:48)

  • Richie
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    • 11. Februar 2021 um 12:37
    • #4.769
    Zitat von Ghostwriter

    https://www.philomag.de/artikel/gibt-e…p7xbjndsunqUonM

    Absolut meine Wellenlänge ist der letzte Absatz "DIE FRAGE DER ABWÄGUNG":

    "[...]Die entscheidenden Fragen lauten: Bis zu welchem Grade muss das Risiko des Todes eingegangen werden, um das Leben im umfassenden Sinn nicht preiszugeben? In welchem Verhältnis steht die Sicherung des Überlebens zu den Grundbedingungen des guten Lebens? Individuell – wie auch gesellschaftlich? Ja, um den Elefanten im Raum nun endlich zu benennen: Muss eine Gesellschaft in Extremsituationen womöglich gar mehr Tote in Kauf nehmen, um der Mehrheit weiterhin ein Leben, eine Zukunft zu ermöglichen? Was, wenn auf die derzeitigen Mutationen weitere folgen, gar eine noch weitaus schlimmere Pandemie im Anmarsch ist? Müssen wir uns nicht spätestens dann mit solchen Abwägungen beschäftigen?

    Diese Fragen sind, wer wollte das bestreiten, heikel, vor allem für uns Deutsche, die wir im vergangenen Jahrhundert millionenfach Leben geopfert und gezielt vernichtet haben. Diese unsere Geschichte sollte uns eine Warnung sein, und zwar bis in alle Ewigkeit. Aber sie sollte uns nicht daran hindern, Fragen offen zu diskutieren, die in bestimmten Situationen offen diskutiert werden müssen – und zwar nicht gegen, sondern im Dienste der Menschheit. Tatsächlich war es niemand Geringeres als John Stuart Mill, der das Ausblenden von Meinungen in seinem Werk On Liberty als „Raub an der Gemeinschaft aller“ bezeichnet hat. Genau dieser Raub geschieht gegenwärtig, wenn Alternativen zur deutschen Präventionspolitik nicht in den entscheidenden Gremien ins Spiel gebracht und verhandelt werden.[...]"


    Schaue ich mir in diversen Social Media Kanälen Kommentare zu dieser Philosophin an bin ich zutiefst erschrocken. Ich bekomme das Gefühl, dass viele Menschen über dieses Thema nicht einmal im Ansatz nachdenken wollen und hier sind wir dann auch wieder beim Thema Risikobereitschaft über das wir schon vor einem Jahr diskutiert haben.

    Alles anzeigen


    Ich glaube, das hat aber auch ein wenig mit deiner Grundhaltung und der Grundhaltung jedes Einzelnen zu der Thematik zu tun. Du selbst bist ja eigentlich seit Beginn der Pandemie auf dem Trip, es irgendwie anders aber möglichst ohne Lockdown oder Einschränkungen machen zu wollen - oder so wenig wie möglich zumindest. Ich persönlich finde die Diskussion, wie viele man den sterben lassen darf, um das eigene Leben möglichst ungestört weiterleben zu können, ziemlich schwierig und perfide.
    _ 
    Was ich aber nachvollziehen kann ist den Wunsch nach einer Kennzahl, ab der man dann bestimmte, definierte Schritte gehen wird. Die derzeitige Hektik verstehe ich aber nicht, denn die Impfungen haben ja begonnen und es ist nun absehbar, dass zumindest Biontech und Moderna derzeit auch mit Mutationen fertig werden. Es ist also nach wie vor ein Ende abzusehen, auch wenn sich gerne immer wieder Medien mit irgendwelchen Negativmeldungen hervor tun wollen. Gegen die Grippe wird auch jährlich neu geimpft, es muss aber erst mal eine Grundimmunität her! Danach wird es auch schrittweise wieder zur Normaliät zurück gehen - so war es bisher bei allen Pandemien, von spanischer Grippe, über Pocken, bis zur Pest.

    _ 
    Ich sehe eines wie Du: Es wird Zeit, dass man sich festlegt und dann anfängt Lockerungen auszuprobieren. Nach vier Monaten Lockdown muss man auch Perspektiven aufzeigen! Immer nur scheibchenweise verlängern ist Unsinn.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Richie (11. Februar 2021 um 13:45)


  • Mein-Solarlampion
  • Halbakademiker
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    • 11. Februar 2021 um 19:25
    • #4.770

    Ich finde diese grundsätzlichen Fragen absolut richtig. Mit den ständigen Mutationen, die im Fall von AstraZeneca sogar schon den ersten Impfstoff erheblich in seiner Durchschlagskraft schwächen, muss man die Frage stellen, ob man nicht irgendwann die Infektionen in Kauf nimmt, versucht durch Impfungen und ggf. demnächst bessere Behandlungsmethoden das Schlimmste zu verhindern, aber ansonsten normal weiterlebt. Ich habe massive Bauchschmerzen daran, wenn man Lockerungen mechanisch an Infektionszahlen bindet. In der Presse wurde das als großer Fortschritt gegenüber konkreten Terminen gefeiert, weil die meist ohnehin wieder abserviert wurden.

    Aber wie lang ist so ein Modell gangbar? Es zeichnet sich längst ab, dass die Impfstoffe nicht unbedingt die (überhöhten) Erwartungen erfüllen können, auch wenn sie hoffentlich nicht genauso nutzlos werden wie die komplett gescheiterte App. Wenn wir jetzt sagen wir können erst ab einer Inzidenz von 10 wieder einigermaßen in den Normalbetrieb, heißt das dann volle Stadien, Konzerte, Auslandsreisen bleiben zur Not auch 5 oder 10 Jahre lang verboten, wenn jedes Jahr eine neue Mutation über den Globus rollt? Oder für immer?

    Einer kürzlich veröffentlichen Studien zu Folge starben 2018 weltweit 8 Millionen Menschen auf der Welt an Luftverschmutzung in Folge der (übermäßigen) Nutzung fossiler Brennstoffe. Trotzdem würde wohl nicht mal Greta fordern, dass wir jetzt von heute auf morgen den Straßenverkehr einstellen und die Kraftwerke abschalten. Das ist aber so ziemlich genau die Taktik, die wir beim Coronavirus jetzt seit einem Jahr lang fahren, mit allen entsprechen Folgeschäden für die berufliche, finanzielle, soziale und psychisch-emotionale Situation von Menschen.

    Die Art wie man sich fast mechanisch in das Schema "Inzidenzzahlen über 35/50: Lockdown" verrannt hat, macht mir ehrlich gesagt massive Sorgen, weil ich da nach einem Jahr als Pessimist angesichts der Schreckensmeldungen über die Mutationen vermute, dass das potenziell endlos so weitergeht. Wir haben jetzt Februar, die erste Welle ging hier im März los und hatte ihren Höhepunkt Mitte/Ende April. Auf das Wetter brauchen wir also in naher Zukunft auch nicht hoffen. Ich halte den Lockdown nach wie vor für ziemlich geeignet, um als "Wellenbrecher" das exponentielle Wachstum zu brechen, aber eine langfristige Strategie ist er nach wie vor nicht. Leider ist er in Abwesenheit einer solchen aber zu einem Ersatz genau dafür geworden.

    "Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

  • El Armino
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    • 11. Februar 2021 um 20:50
    • #4.771

    Toller Beitrag :thumbup:

    :arminia: :lol: :nein: :wall: ;( :mad: :kotzen:

  • Meteor74
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    • 11. Februar 2021 um 21:56
    • #4.772
    Zitat von Halbakademiker

    Ich finde diese grundsätzlichen Fragen absolut richtig. Mit den ständigen Mutationen, die im Fall von AstraZeneca sogar schon den ersten Impfstoff erheblich in seiner Durchschlagskraft schwächen, muss man die Frage stellen, ob man nicht irgendwann die Infektionen in Kauf nimmt, versucht durch Impfungen und ggf. demnächst bessere Behandlungsmethoden das Schlimmste zu verhindern, aber ansonsten normal weiterlebt. Ich habe massive Bauchschmerzen daran, wenn man Lockerungen mechanisch an Infektionszahlen bindet. In der Presse wurde das als großer Fortschritt gegenüber konkreten Terminen gefeiert, weil die meist ohnehin wieder abserviert wurden.

    Aber wie lang ist so ein Modell gangbar? Es zeichnet sich längst ab, dass die Impfstoffe nicht unbedingt die (überhöhten) Erwartungen erfüllen können, auch wenn sie hoffentlich nicht genauso nutzlos werden wie die komplett gescheiterte App. Wenn wir jetzt sagen wir können erst ab einer Inzidenz von 10 wieder einigermaßen in den Normalbetrieb, heißt das dann volle Stadien, Konzerte, Auslandsreisen bleiben zur Not auch 5 oder 10 Jahre lang verboten, wenn jedes Jahr eine neue Mutation über den Globus rollt? Oder für immer?

    Einer kürzlich veröffentlichen Studien zu Folge starben 2018 weltweit 8 Millionen Menschen auf der Welt an Luftverschmutzung in Folge der (übermäßigen) Nutzung fossiler Brennstoffe. Trotzdem würde wohl nicht mal Greta fordern, dass wir jetzt von heute auf morgen den Straßenverkehr einstellen und die Kraftwerke abschalten. Das ist aber so ziemlich genau die Taktik, die wir beim Coronavirus jetzt seit einem Jahr lang fahren, mit allen entsprechen Folgeschäden für die berufliche, finanzielle, soziale und psychisch-emotionale Situation von Menschen.

    Die Art wie man sich fast mechanisch in das Schema "Inzidenzzahlen über 35/50: Lockdown" verrannt hat, macht mir ehrlich gesagt massive Sorgen, weil ich da nach einem Jahr als Pessimist angesichts der Schreckensmeldungen über die Mutationen vermute, dass das potenziell endlos so weitergeht. Wir haben jetzt Februar, die erste Welle ging hier im März los und hatte ihren Höhepunkt Mitte/Ende April. Auf das Wetter brauchen wir also in naher Zukunft auch nicht hoffen. Ich halte den Lockdown nach wie vor für ziemlich geeignet, um als "Wellenbrecher" das exponentielle Wachstum zu brechen, aber eine langfristige Strategie ist er nach wie vor nicht. Leider ist er in Abwesenheit einer solchen aber zu einem Ersatz genau dafür geworden.

    Ich sehe das genauso.
    Vielleicht sollte man die Forschung dahingehend unterstützten um ein geeignetes Medikament gegen Covid zu entwickeln.

  • Chefankläger Kindermann
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    • 11. Februar 2021 um 23:28
    • #4.773

    Trotz Corona-Pandemie: Bielefeld feiert Karnevalsauftakt wie immer!

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    "Das hindert uns nicht daran, unseren Optimismus zu verlieren." (Michael Preetz)

  • Terrier
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    • 11. Februar 2021 um 23:49
    • #4.774

    Stimmt! :D
    So kennt man das am 11.11. auch wenn sonst kein Schnee liegt. :sleeping:

    Auf und nieder, immer wieder! :lol:

  • Eventfan
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    • 12. Februar 2021 um 08:26
    • #4.775
    Zitat von Halbakademiker

    Ich finde diese grundsätzlichen Fragen absolut richtig. Mit den ständigen Mutationen, die im Fall von AstraZeneca sogar schon den ersten Impfstoff erheblich in seiner Durchschlagskraft schwächen, muss man die Frage stellen, ob man nicht irgendwann die Infektionen in Kauf nimmt, versucht durch Impfungen und ggf. demnächst bessere Behandlungsmethoden das Schlimmste zu verhindern, aber ansonsten normal weiterlebt. Ich habe massive Bauchschmerzen daran, wenn man Lockerungen mechanisch an Infektionszahlen bindet. In der Presse wurde das als großer Fortschritt gegenüber konkreten Terminen gefeiert, weil die meist ohnehin wieder abserviert wurden.

    Aber wie lang ist so ein Modell gangbar? Es zeichnet sich längst ab, dass die Impfstoffe nicht unbedingt die (überhöhten) Erwartungen erfüllen können, auch wenn sie hoffentlich nicht genauso nutzlos werden wie die komplett gescheiterte App. Wenn wir jetzt sagen wir können erst ab einer Inzidenz von 10 wieder einigermaßen in den Normalbetrieb, heißt das dann volle Stadien, Konzerte, Auslandsreisen bleiben zur Not auch 5 oder 10 Jahre lang verboten, wenn jedes Jahr eine neue Mutation über den Globus rollt? Oder für immer?

    Einer kürzlich veröffentlichen Studien zu Folge starben 2018 weltweit 8 Millionen Menschen auf der Welt an Luftverschmutzung in Folge der (übermäßigen) Nutzung fossiler Brennstoffe. Trotzdem würde wohl nicht mal Greta fordern, dass wir jetzt von heute auf morgen den Straßenverkehr einstellen und die Kraftwerke abschalten. Das ist aber so ziemlich genau die Taktik, die wir beim Coronavirus jetzt seit einem Jahr lang fahren, mit allen entsprechen Folgeschäden für die berufliche, finanzielle, soziale und psychisch-emotionale Situation von Menschen.

    Die Art wie man sich fast mechanisch in das Schema "Inzidenzzahlen über 35/50: Lockdown" verrannt hat, macht mir ehrlich gesagt massive Sorgen, weil ich da nach einem Jahr als Pessimist angesichts der Schreckensmeldungen über die Mutationen vermute, dass das potenziell endlos so weitergeht. Wir haben jetzt Februar, die erste Welle ging hier im März los und hatte ihren Höhepunkt Mitte/Ende April. Auf das Wetter brauchen wir also in naher Zukunft auch nicht hoffen. Ich halte den Lockdown nach wie vor für ziemlich geeignet, um als "Wellenbrecher" das exponentielle Wachstum zu brechen, aber eine langfristige Strategie ist er nach wie vor nicht. Leider ist er in Abwesenheit einer solchen aber zu einem Ersatz genau dafür geworden.

    Wow!

    Besser kann man es kaum ausdrücken und ich unterschreibe jede Zeile deines Textes.

    Leider findet so etwas in der aktuellen Zeit kein Gehör und somit wirst auch du in Richtung der Hildmanns dieser Welt geschubst werden, in die du nicht gehörst.

    Immer mit dem scharfen Schwert der "Solidarität" - Du wirst doch wohl mal 5 Jahre auf Kultur verzichten können oder ist dir das das Leben von 2% der Erkrankten nicht wert?

    Deutscher Sportclub Allez! Du wirst nie untergehen. Scheißegal was passiert, wir sind immer bei dir!


  • Mein-Solarlampion
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    • 12. Februar 2021 um 08:50
    • #4.776
    Zitat von Chefankläger Kindermann

    Trotz Corona-Pandemie: Bielefeld feiert Karnevalsauftakt wie immer!


    Ich finde vor allem, dass wir deutlich mehr Schilder in Deutschland brauchen...ich kann nur 15 Stück finden...da geht noch was!

    Halbakademiker: Ein toller Beitrag!

  • Exteraner
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    • 12. Februar 2021 um 11:15
    • #4.777
    Zitat von Halbakademiker

    Ich finde diese grundsätzlichen Fragen absolut richtig. Mit den ständigen Mutationen, die im Fall von AstraZeneca sogar schon den ersten Impfstoff erheblich in seiner Durchschlagskraft schwächen, muss man die Frage stellen, ob man nicht irgendwann die Infektionen in Kauf nimmt, versucht durch Impfungen und ggf. demnächst bessere Behandlungsmethoden das Schlimmste zu verhindern, aber ansonsten normal weiterlebt. Ich habe massive Bauchschmerzen daran, wenn man Lockerungen mechanisch an Infektionszahlen bindet. In der Presse wurde das als großer Fortschritt gegenüber konkreten Terminen gefeiert, weil die meist ohnehin wieder abserviert wurden.

    Aber wie lang ist so ein Modell gangbar? Es zeichnet sich längst ab, dass die Impfstoffe nicht unbedingt die (überhöhten) Erwartungen erfüllen können, auch wenn sie hoffentlich nicht genauso nutzlos werden wie die komplett gescheiterte App. Wenn wir jetzt sagen wir können erst ab einer Inzidenz von 10 wieder einigermaßen in den Normalbetrieb, heißt das dann volle Stadien, Konzerte, Auslandsreisen bleiben zur Not auch 5 oder 10 Jahre lang verboten, wenn jedes Jahr eine neue Mutation über den Globus rollt? Oder für immer?

    Einer kürzlich veröffentlichen Studien zu Folge starben 2018 weltweit 8 Millionen Menschen auf der Welt an Luftverschmutzung in Folge der (übermäßigen) Nutzung fossiler Brennstoffe. Trotzdem würde wohl nicht mal Greta fordern, dass wir jetzt von heute auf morgen den Straßenverkehr einstellen und die Kraftwerke abschalten. Das ist aber so ziemlich genau die Taktik, die wir beim Coronavirus jetzt seit einem Jahr lang fahren, mit allen entsprechen Folgeschäden für die berufliche, finanzielle, soziale und psychisch-emotionale Situation von Menschen.

    Die Art wie man sich fast mechanisch in das Schema "Inzidenzzahlen über 35/50: Lockdown" verrannt hat, macht mir ehrlich gesagt massive Sorgen, weil ich da nach einem Jahr als Pessimist angesichts der Schreckensmeldungen über die Mutationen vermute, dass das potenziell endlos so weitergeht. Wir haben jetzt Februar, die erste Welle ging hier im März los und hatte ihren Höhepunkt Mitte/Ende April. Auf das Wetter brauchen wir also in naher Zukunft auch nicht hoffen. Ich halte den Lockdown nach wie vor für ziemlich geeignet, um als "Wellenbrecher" das exponentielle Wachstum zu brechen, aber eine langfristige Strategie ist er nach wie vor nicht. Leider ist er in Abwesenheit einer solchen aber zu einem Ersatz genau dafür geworden.

    Also die aktuellen Maßnahmen muss man deutlich kritisieren, denn sie sind nun wirklich mehr als einfallslos, wie es Christian Lindner im Bundestag gesagt hat. Wenn man alleine sieht, dass die Friseure ab Anfang März wieder öffnen dürfen, kann man nur hoffen, dass möglichst viele andere Unternehmen ihre Öffnung gerichtlich erstreiten.

    Deine Sorge. dass die aktuelle Strategie nun dauerhaft fortgeschrieben wird, scheint mir dann aber doch sehr theoretisch zu sein. Denn die massive Einschränkunbg des Lebens lässt sich nicht mehr lange fortführen und zwar in fast keinem Land auf dieser Welt. Das kannst du höchstens in Nordkorea durchsetzen.
    Wenn die erste Impfwelle großteils durch ist, dann wird es spätestens in Richtung "Normalität" gehen, sonst steigen selbst die unkritischsten Bürger den Politikern aufs Dach.

    Für immer Arminia!

  • Cheruskerfürst
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    • 12. Februar 2021 um 11:42
    • #4.778

    Im Amazonas-Gebiet ist eine neue Coronavirus-Variante entdeckt worden: Sie ist dreimal ansteckender und hat Deutschland schon erreicht.


    Das klingt vielversprechend. :thumbup:
    1. März 2021: Wir müssen durchhalten und uns solidarisch zeigen.

    If all you have is a hammer, everything looks like a nail.


  • Mein-Solarlampion
  • Eventfan
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    • 12. Februar 2021 um 11:56
    • #4.779
    Zitat von Cheruskerfürst

    Im Amazonas-Gebiet ist eine neue Coronavirus-Variante entdeckt worden: Sie ist dreimal ansteckender und hat Deutschland schon erreicht.


    Das klingt vielversprechend. :thumbup:
    1. März 2021: Wir müssen durchhalten und uns solidarisch zeigen.

    "Die kommenden 2 Wochen werden die Wichtigsten in der gesamten Pandemie. Es ist jetzt entscheidend, zunächst einmal ein Niveau zu erreichen, von dem aus wir vorsichtig weitere Schritte überlegen können. Bis dahin gilt aber weiterhin: Verzichten Sie auf jeden nicht wirklich nötigen Kontakt. Das ist die Einzige Möglichkeit!"

    Deutscher Sportclub Allez! Du wirst nie untergehen. Scheißegal was passiert, wir sind immer bei dir!

  • ArminiaPF2D
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    • 12. Februar 2021 um 11:56
    • #4.780
    Zitat von Eventfan

    Wow!

    Besser kann man es kaum ausdrücken und ich unterschreibe jede Zeile deines Textes.

    Leider findet so etwas in der aktuellen Zeit kein Gehör und somit wirst auch du in Richtung der Hildmanns dieser Welt geschubst werden, in die du nicht gehörst.

    Immer mit dem scharfen Schwert der "Solidarität" - Du wirst doch wohl mal 5 Jahre auf Kultur verzichten können oder ist dir das das Leben von 2% der Erkrankten nicht wert?


    Wieso sollte jemand, der einen sachlich geschriebenen Beitrag geschrieben hat, in Richtung Hildmann geschubst werden? Dieser Beitrag fasst sehr gut einige wichtige Fragen zusammen, gestritten wird hier aber wohl aber eher über die unterschiedlichen Antworten. Es bestreitet ja niemand, dass die Maßnahmen zeitlich begrenzt sein müssen (lässt ja allein wirtschaftlich nicht ewig durchhalten), nur der Zeitraum und Maßnahmen selbst sind eben die große Fragen.

    Ich finde den Beitrag gut, nur die gezogenenen Parallelen zu Toteszahlen durch Luftverschmutzung halte ich für gewagt bzw hinken etwas. Bei Luftverschmutzung kennen wir die Gründe, die Verursacher (wir) und könnten theoretisch sofort etwas machen, wenn wir denn wollen würden. Das ist eben bei Corona nicht der Fall und ohne Maßnahmen wären evtl die Todeszahlen noch um ein Vielfaches höher gewesen- wissen wir aber nicht. Das sind einfach Vergleiche und Zahlen, die für mich nur wenig Aussagekraft haben.

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