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Sportpolitik

  • Hochwald-Physio
  • 22. November 2024 um 22:20
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    • 4. Mai 2025 um 18:59
    • #141
    Zitat von Fonzie

    Wie willste das bitte lösen, ohne das sportliche Leistungsprinzip außer Kraft zu setzen? Es gibt 2 Feinde dieses Leistungsprinzips: das "Geldprinzip" und der Traditionalismus. Ich sehe keine Lösung für das von Euch so gesehene Problem außer einen "closed shop", wie im US-Profisport: keine Auf- und Abstiege. Da bin ich klar dagegen. Das ist das viel größere Übel als der aktuelle Status Quo.

    Die TV-Gelder gleichmäßig(er) aufteilen wäre ein Anfang. Aber das wird mit verweis auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ja regelmäßig abgebügelt. Die exorbitanten internationalen Einnahmen verschärfen das Problem dann noch.

    Aber theoretisch wäre das eine Möglichkeit. Die 3. Liga zeigt, wie das den Wettbewerb fördern würde.

    Aufstockung der ersten und zweiten Liga und Aufnahme der 3. Liga in die DFL ohne zweite Mannschaften wären auch ein Faktor, weil es die Möglichkeit für die zweite und dritte Reihe verbessern würden.

    Es gäbe schon Stellschrauben. Die sind aber an entscheidener Stelle nicht gewollt. Was man - das Thema hatten wir kürzlich erst - unter anderem daran sie das einige sehr reiche Leute lieber ihr Ding mit kleinen Ckubs machen, wo man sich nicht mit dem vermeinlichen Pöbel abgeben muss. Viele Fans? Ist denen eigentlich völlig egal und höchstens für den Applaus gern gesehen. Das ist aber dann aber ehr ein Symptom, wohin es mit der Gesellschaft schon gegangen ist und weiter hingehen wird.

    Und zu guter Letzt ist auch die Gegenreaktion des "Pöbels" auch nicht immer ohne. Große Clubs scheitern ja auch mitunter an sich selbst, weil man dort wegen des Umfelds kaum konstant arbeiten kann. Vielleicht reagiert Muzel auch deshalb so, wie er es tut auf auch sachliche Kritik, weil er im Hamburger Umfeld sozialisiert wurde.

    Das ganze ist also eine ziemlich breite Mischung an Ursachen, die man so ohne weiteres nicht mal gerade ändern kann. Aber man sollte durchaus den Finger in die Wunde legen, damit diese Entwicklung nicht umwidersprochen als unausweichlich, völlig normal und alternatives erscheint.

    Viele halte die Kritik ab den Strukture im Profifußball ja für scheinheilig, da schließlich alle Clubs bis zu einem gewissen Grad durchommerzialisiert sind. Ich sehe es genau anders herum. Dadurch dass man die Vorteile des Profisports anerkennt und nicht ablehnt, sondern die extremsten Auswüchse kritisiert, ist die Kritik authentisch und eben kein verblendeter Idealismus.

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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  • StillHere05
    Gast
    • 4. Mai 2025 um 19:04
    • #142

    Spannendes und wichtiges Thema. Gehört aber sicherlich alles in den Thread " Das System Profifußball ".

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    • 4. Mai 2025 um 19:05
    • #143
    Zitat von Pille71

    In der NFL oder US-amerikanischem Profisport ist man ja in der Regel auch nicht Fan von einem Verein oder Klub einer Stadt (anders als deutsche Fans von NFL oder NBA Clubs), sondern von „seinem“ College. In Deutschland werden die ganz jungen Leute das Bild auch wandeln. Man ist nicht mehr Fan von Schalke, sondern einer Marke. Also z. B. Arminia ist in, da Underdog und im Finale. Oder Fan des gemeinsamen Events. Oder eines Stars, der sich 24/7 vermarktet und präsentiert. Wenn der wechselt, liket man halt Real statt BVB oder so.

    Wobei mir diese Götzenverehrung einzelner Sportler ja völlig fremd ist. Das sind auch nur Menschen mit Stärken und Schwächen. Nichts besonderes, abgesehen von der Tatsache, dass ein einzelnes Talent besonders ausgeprägt ist. Davon kann man ja Respekt haben. Es gehört ja auch Durchhaltevermögen dazu.

    Aber wenn ich diese Mode mit irgendwelchen dubiosen Trikots und Starnamen auf den Rücken sehen, dann komme ich nicht umhin zu glauben, dass den Trägern solcher Trikots offensichtlich an Halt im Öeben fehlt und man sich deswegen an etwas dran hängt, zu dem man offenkundig keine wirklichen Bezug hat und auch niemals haben wird.

    Abgesehen davon gibt es hier mit der Ultrabewegung und anderen Möglichkeiten auch wieder Gegenbewegungen.

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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  • Sacke
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    • 4. Mai 2025 um 19:21
    • #144

    Die 50+1 Regel sorgt dafür, dass der Verein immer die Mehrheit hält und Investoren nicht einfach durchregieren können. Sie sorgt aber eben auch seit etlichen Jahren dafür, dass die Vormachtstellung des FC Bayern zementiert wird, weil dessen finanzielle Überlegenheit von außen unangreifbar bleibt (selbst der RB-Konzern ist noch nicht auf Augenhöhe). Ohne die Regel hätte sicher der eine oder andere internationale Investor einen Traditionsverein wie Hamburg oder Schalke mit Geld zugeschüttet wie das z.B. bei Chelsea oder PSG passiert ist. Die Konkurrenz wäre damit für die Bayern auf jeden Fall größer gewesen und 12 Meisterschaften in Serie und stets lockere CL-Qualifikation hätte es wahrscheinlich auch nicht gegeben.

  • Pille71
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    • 4. Mai 2025 um 19:27
    • #145
    Zitat von Sacke

    Die 50+1 Regel sorgt dafür, dass der Verein immer die Mehrheit hält und Investoren nicht einfach durchregieren können. Sie sorgt aber eben auch seit etlichen Jahren dafür, dass die Vormachtstellung des FC Bayern zementiert wird, weil dessen finanzielle Überlegenheit von außen unangreifbar bleibt (selbst der RB-Konzern ist noch nicht auf Augenhöhe). Ohne die Regel hätte sicher der eine oder andere internationale Investor einen Traditionsverein wie Hamburg oder Schalke mit Geld zugeschüttet wie das z.B. bei Chelsea oder PSG passiert ist. Die Konkurrenz wäre damit für die Bayern auf jeden Fall größer gewesen und 12 Meisterschaften in Serie und stets lockere CL-Qualifikation hätte es wahrscheinlich auch nicht gegeben.

    Gegenargument war u. a. heute Morgen (im Doppelpass), dass ja durchaus schon mal größere Finanzvolumina an andere Klubs als die Top 2 oder 3 gegangen sind. Beispiel Hertha. Leider ohne Plan verbrannt. Im Gegensatz dazu habe Leverkusen ohne exorbitant hohes Invest eine überragende Titel-Saison gespielt.

  • foreverDSC
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    • 4. Mai 2025 um 19:33
    • #146

    Das sind dann aber nur die in der Statistik immer auftretenden Ausnahmen von der Regel. Außerdem sorgt dann aber auch das System umgehend wieder dafür, dass die "Macher" dieser Erfolge dann schnell weggekauft werden...

    Herzblut ist blau!

    \"Wer die Vergangenheit nicht studiert, wird ihre Irrtümer wiederholen. Wer sie studiert, wird andere Möglichkeiten zu irren finden.\" (Helmut Schmidt)

    \"Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.\" (Helmut Schmidt)

  • Sacke
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    • 4. Mai 2025 um 20:10
    • #147
    Zitat von Pille71

    Gegenargument war u. a. heute Morgen (im Doppelpass), dass ja durchaus schon mal größere Finanzvolumina an andere Klubs als die Top 2 oder 3 gegangen sind. Beispiel Hertha. Leider ohne Plan verbrannt. Im Gegensatz dazu habe Leverkusen ohne exorbitant hohes Invest eine überragende Titel-Saison gespielt.

    Klar, ohne Plan verbrannt. Entscheidend ist aber, dass der Investor hierzulande nie ohne den Verein agieren kann.

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    • 4. Mai 2025 um 20:47
    • #148
    Zitat von Richie

    Wenn wir in Deutschland so weiter machen, dann haben wir bald in der zweiten und dritten Liga im Verhältnis zu den Stadiongrößen einen besseren Zuschauerschnitt, als in der Bundesliga. Einfach deshalb, weil die Clubs von Platz 1-6 immer alles unter sich ausmachen.

    Vielleicht braucht es das , damit sie alle endlich mal aufwachen. Bundesliga ist doch für michund viele Andere genau deshalb so uninteressant. Es stehen Jahr für Jahr die stets gleichen Vereine oben unter den ersten 6, nämlich die, die seit Jahren CL spielen und von der UEFA mit Geld zugeschissen werden. ein richtiger Wettbewerb findet doch gar nicht mehr statt.

    Man hat das Gefühl, daß die anderen 12 Clubs eher schmückendes Beiwerk sind als Konkurrenten. Laaangweilig... :schlaf:

    Bricht dann doch mal eine Überraschungsmannschaft in die Phalanx ein , werden die guten

    Spieler oder Trainer von Bayern & Co weggekauft. Bundesliga ist daher für mich auch nichts Erstrebenswertes für Arminia, solange sich da nix ändert. Wie spannend eine Liga sein kann, wenn die Verteilung ohne große Unterschiede erfolgt, zeigt jedes Jahr die 3. Liga, wo stets Spannung bis zum letzten Spieltag herrscht.

    Aber das wollen ja die Großkotze nicht, und DFB und DFL küssen denen lieber die Füße,

    als was zu ändern :kotzen: !

    Wir Hessen sind schon arme Schweine : Umzingelt von lauter Deutschen und kein freier Zugang zum Meer! (Matthias Beltz)

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    • 4. Mai 2025 um 21:13
    • #149
    Zitat von FSV-Armine

    Vielleicht braucht es das , damit sie alle endlich mal aufwachen. Bundesliga ist doch für michund viele Andere genau deshalb so uninteressant. Es stehen Jahr für Jahr die stets gleichen Vereine oben unter den ersten 6, nämlich die, die seit Jahren CL spielen und von der UEFA mit Geld zugeschissen werden. ein richtiger Wettbewerb findet doch gar nicht mehr statt.

    Man hat das Gefühl, daß die anderen 12 Clubs eher schmückendes Beiwerk sind als Konkurrenten. Laaangweilig... :schlaf:

    Bricht dann doch mal eine Überraschungsmannschaft in die Phalanx ein , werden die guten

    Spieler oder Trainer von Bayern & Co weggekauft. Bundesliga ist daher für mich auch nichts Erstrebenswertes für Arminia, solange sich da nix ändert. Wie spannend eine Liga sein kann, wenn die Verteilung ohne große Unterschiede erfolgt, zeigt jedes Jahr die 3. Liga, wo stets Spannung bis zum letzten Spieltag herrscht.

    Aber das wollen ja die Großkotze nicht, und DFB und DFL küssen denen lieber die Füße,

    als was zu ändern :kotzen: !

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    Am Ende hat das aber auch der Konsument im der Hand.

    Geht keiner mehr hin, werden die Investoren auch das Interesse verlieren, laufen sie hin, wird weiter investiert werden.

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    • 5. Mai 2025 um 01:45
    • #150

    Trotz 50+1 schießen doch Investoren in genug Clubs Geld rein wie sie lustig sind. Dazu die ganzen Ausnahmeregelungen. 50+1 ist vielleicht noch ein kleiner Schutzmechanismus vor Ismaik und Co., hat aber sowas wie in Uerdingen auch nicht verhindert. Am Ende muss man halt sorgfältig entscheiden, wen man sich ins Boot holt, mit 50+1 oder ohne.

    Bzgl US Sport muss man sich halt mal ehrlich machen und sich fragen, was man eigentlich will?

    Will man sportlichen Wettbewerb auf Augenhöhe in einer Liga, muss man gewisse Elemente daraus adaptieren, da muss man sich gar nichts vormachen.

    Denn zum aktuellen System wurde auch hier schon viel geschrieben. Du hast da oben 5, 6 Clubs, die es unter sich ausmachen, die größten Kuchenstücke unter sich aufteilen und am lautesten dagegen schreien, wenn Clubs von unten eine paritätische Verteilung der TV Gelder fordern. Selbst das ist ja erwiesen nicht möglich, obwohl da oben ja immer noch Massen mehr an Sponsoren Einnahmen da sind. Da wird aufm Flughafen nen Sondertreffen abgehalten und die Mehrheit der Liga hat es noch gestützt. Was auch wieder zeigt, auch das Mittelfeld der Liga hat kein Interesse dran, dass man Teams von unten stark macht. An Wettbewerb ist da doch fast gar keiner mehr interessiert. Es geht um Geld verdienen. Und das kann Mönchengladbach (z.B.) im gesicherten Mittelfeld auch noch genug.

    Für den rein sportlichen Wettbewerb auf Top Niveau ist das US System das Non plus ultra, weil es ein geschlossenes System mit Waffengleichheit ist und die schwächeren Teams einer Saison durch das Draft System gestärkt werden. Erst College, dann Profisport. Nur die besten Spieler kommen durch. Das passt hier nicht zum Ligen System, weiß ich, aber nur auf die sportliche Konkurrenz geschaut, gibt es nichts Besseres und Faireres.

    Gute und schlechte Führungskräfte gibt's da natürlich auch, weshalb genug Franchises selten Erfolg haben, während einige andere traditionell stärker sind. Die Möglichkeiten sind aber für alle dieselben und sowas wie Bayern hier über Jahrzehnte ist da eigentlich ausgeschlossen.

    Problem, selbst wenn man Elemente in den Fußball hier übertragen wollte, vieles wäre mit dem EU Recht ja gar nicht vereinbar. Spieler an einen Ort zwingen, Verhandlungsrechte während Vertragslaufzeit nur beim Verein ohne Mitsprache des Spielers? Undenkbar.

    Dazu wird man diese geschlossen Systeme nur schwer national übertragen können aufgrund der Grundstruktur hier, obgleich man es international ja immer mehr versucht. Die Super League wird irgendwann wieder diskutiert werden, wenn der Personenkult die Vereinsliebe immer weiter verdrängt.

    Was man aber hinkriegen könnte, sind eben Elemente aus dem Salary Cap zu übernehmen. Zumindest finanziell könnte man für etwas mehr Gleichstellung sorgen. Aber wie oben erläutert, da fehlt völlig das Interesse. Hier könnten deren Ultras ja mal konsequenter sein, so der Liebe zum Spiel wegen, die sie immer fordern. Aber dafür ist selbst denen der Erfolg zu wichtig... Richtig?

    Ich höre mir die ganze Saison schon wieder das "Gejammer" meiner Dortmunder Freunde an. Bloß nicht Europa League, dann lieber nur 8. werden. Sonst spielt man ja so oft Sonntag. Schlecht für die Gastronomie in Dortmund, Millionen weniger Umsatz auf die Saison...

    ... Das sind Sorgen in diesen Regionen der Tabelle, sage ich euch. :lol:

    Und das Schlimme, es sieht so aus, als würde sich das Jammern erneut auszahlen und man am Ende doch wundersamer Weise auf Platz 4 einlaufen. RB schießt schon genug nach, aber den BVB kann man ja nicht ohne CL lassen. So hat unser geschätzter Freund Benjamin Brand (hab irgendwie im Urin, der pfeift in Berlin :thefinger: ) letzte Woche ein Tor gegeben, obwohl Kollege Baumann mit dickem Schädel auf dem Boden lag.

    Natürlich wollen finanziell alle wieder an diese Töpfe dran. Wenn es dann Elversberg, Paderborn, Heidenheim und Kiel schaffen, dann ist das so. Die Kohle wird doch ohnehin mit den großen Zugpferde verdient. Die Konferenz ist doch kein Premium Produkt mehr. Hat Sky dann auch mittlerweile eingesehen. Und solange die Puffer Clubs in der Mitte nicht rebellieren, brauchen sich Bayern und Dortmund keine Gedanken machen. Die kleinen von unten verschwinden schon wieder.

    Von internationalem Wahnsinn wie Paris, den spanischen Pleiteclubs ganz oben, den englischen Investoren oder Saudi Arabien braucht man da gar nicht mehr anfangen. Es zeigt leider nur, dass die Blase (zumindest ganz oben) nicht platzen wird. Schaut im Urlaub, was die Kinder für Trikots anhaben. Dann weiß man doch, was Phase ist.

    P.S.

    Evtl wäre der allgemeine Fußball Thread der bessere Thread zum Verschieben gewesen?!

    Mathias Hain: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen"

    Einmal editiert, zuletzt von LeckerKnoppers (5. Mai 2025 um 02:14)

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    • 5. Mai 2025 um 08:23
    • #151
    Zitat von Sacke

    Die 50+1 Regel sorgt dafür, dass der Verein immer die Mehrheit hält und Investoren nicht einfach durchregieren können. Sie sorgt aber eben auch seit etlichen Jahren dafür, dass die Vormachtstellung des FC Bayern zementiert wird, weil dessen finanzielle Überlegenheit von außen unangreifbar bleibt (selbst der RB-Konzern ist noch nicht auf Augenhöhe). Ohne die Regel hätte sicher der eine oder andere internationale Investor einen Traditionsverein wie Hamburg oder Schalke mit Geld zugeschüttet wie das z.B. bei Chelsea oder PSG passiert ist. Die Konkurrenz wäre damit für die Bayern auf jeden Fall größer gewesen und 12 Meisterschaften in Serie und stets lockere CL-Qualifikation hätte es wahrscheinlich auch nicht gegeben.

    Mal abgesehen davon, dass die Bundesliga auch mit 50+1 finanziell die Nummer 3 der Welt ist, womit die Argumentation es bräuchte einfach mehr Investoren doch deutlich wackelt, macht ein Verkauf von Mehrheiten für die Vereine streng genommen keinen Sinn.

    Die stimmberechtigte Mehrheit der Fußballabteilung zu verkaufen, um mit dem Erlös die Mannschaft zu verstärken ist ungefähr genauso intelligent, wie sein Haus zu verkaufen, um es mit dem eingenommenen Geld zu renovieren, obwohl es einem gar nicht mehr gehört.

    Man könnte sich den Ärger genauso gut sparen und den Laden einfach verschenken.

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  • Sacke
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    • 5. Mai 2025 um 11:05
    • #152
    Zitat von Gönner

    Mal abgesehen davon, dass die Bundesliga auch mit 50+1 finanziell die Nummer 3 der Welt ist, womit die Argumentation es bräuchte einfach mehr Investoren doch deutlich wackelt, macht ein Verkauf von Mehrheiten für die Vereine streng genommen keinen Sinn.

    Die stimmberechtigte Mehrheit der Fußballabteilung zu verkaufen, um mit dem Erlös die Mannschaft zu verstärken ist ungefähr genauso intelligent, wie sein Haus zu verkaufen, um es mit dem eingenommenen Geld zu renovieren, obwohl es einem gar nicht mehr gehört.

    Man könnte sich den Ärger genauso gut sparen und den Laden einfach verschenken.

    50+1 gibt es nur in Deutschland. Hier hat der Verein gar nicht die Wahl, sich komplett zu verkaufen - vermutlich hätten Schalke und der HSV das schon längst getan. Was mich an der Regel stört ist, dass sie nicht stringent angewandt und z.B. von RB Leipzig ad absurdum geführt wird.

  • Gönner
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    • 5. Mai 2025 um 11:13
    • #153
    Zitat von Sacke

    Was mich an der Regel stört ist, dass sie nicht stringent angewandt und z.B. von RB Leipzig ad absurdum geführt wird.

    Da sind wir einer Meinung.

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  • Hullu_poro
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    • 5. Mai 2025 um 11:53
    • #154

    Viele Kids heutzutage haben doch keinen Lieblingsverein mehr. Nur noch Lieblingsspieler.

  • Zwiebel94
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    • 5. Mai 2025 um 12:24
    • #155
    Zitat von Hullu_poro

    Viele Kids heutzutage haben doch keinen Lieblingsverein mehr. Nur noch Lieblingsspieler.

    Findest du? In meiner Schule sind bestimmt 4-5 Kiddies pro Klasse bei den Arminis. Dann gibt es noch ein bisschen BVB und Bayern. Nationalmannschaft ist dann auch ganz stark mit Wirtz und Musiala vertreten. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus.

  • Richie
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    • 5. Mai 2025 um 18:48
    • #156
    Zitat von LeckerKnoppers

    Trotz 50+1 schießen doch Investoren in genug Clubs Geld rein wie sie lustig sind. Dazu die ganzen Ausnahmeregelungen. 50+1 ist vielleicht noch ein kleiner Schutzmechanismus vor Ismaik und Co., hat aber sowas wie in Uerdingen auch nicht verhindert. Am Ende muss man halt sorgfältig entscheiden, wen man sich ins Boot holt, mit 50+1 oder ohne.

    Bzgl US Sport muss man sich halt mal ehrlich machen und sich fragen, was man eigentlich will?

    Will man sportlichen Wettbewerb auf Augenhöhe in einer Liga, muss man gewisse Elemente daraus adaptieren, da muss man sich gar nichts vormachen.

    Denn zum aktuellen System wurde auch hier schon viel geschrieben. Du hast da oben 5, 6 Clubs, die es unter sich ausmachen, die größten Kuchenstücke unter sich aufteilen und am lautesten dagegen schreien, wenn Clubs von unten eine paritätische Verteilung der TV Gelder fordern. Selbst das ist ja erwiesen nicht möglich, obwohl da oben ja immer noch Massen mehr an Sponsoren Einnahmen da sind. Da wird aufm Flughafen nen Sondertreffen abgehalten und die Mehrheit der Liga hat es noch gestützt. Was auch wieder zeigt, auch das Mittelfeld der Liga hat kein Interesse dran, dass man Teams von unten stark macht. An Wettbewerb ist da doch fast gar keiner mehr interessiert. Es geht um Geld verdienen. Und das kann Mönchengladbach (z.B.) im gesicherten Mittelfeld auch noch genug.

    Für den rein sportlichen Wettbewerb auf Top Niveau ist das US System das Non plus ultra, weil es ein geschlossenes System mit Waffengleichheit ist und die schwächeren Teams einer Saison durch das Draft System gestärkt werden. Erst College, dann Profisport. Nur die besten Spieler kommen durch. Das passt hier nicht zum Ligen System, weiß ich, aber nur auf die sportliche Konkurrenz geschaut, gibt es nichts Besseres und Faireres.

    Gute und schlechte Führungskräfte gibt's da natürlich auch, weshalb genug Franchises selten Erfolg haben, während einige andere traditionell stärker sind. Die Möglichkeiten sind aber für alle dieselben und sowas wie Bayern hier über Jahrzehnte ist da eigentlich ausgeschlossen.

    Problem, selbst wenn man Elemente in den Fußball hier übertragen wollte, vieles wäre mit dem EU Recht ja gar nicht vereinbar. Spieler an einen Ort zwingen, Verhandlungsrechte während Vertragslaufzeit nur beim Verein ohne Mitsprache des Spielers? Undenkbar.

    Dazu wird man diese geschlossen Systeme nur schwer national übertragen können aufgrund der Grundstruktur hier, obgleich man es international ja immer mehr versucht. Die Super League wird irgendwann wieder diskutiert werden, wenn der Personenkult die Vereinsliebe immer weiter verdrängt.

    Was man aber hinkriegen könnte, sind eben Elemente aus dem Salary Cap zu übernehmen. Zumindest finanziell könnte man für etwas mehr Gleichstellung sorgen. Aber wie oben erläutert, da fehlt völlig das Interesse. Hier könnten deren Ultras ja mal konsequenter sein, so der Liebe zum Spiel wegen, die sie immer fordern. Aber dafür ist selbst denen der Erfolg zu wichtig... Richtig?

    Ich höre mir die ganze Saison schon wieder das "Gejammer" meiner Dortmunder Freunde an. Bloß nicht Europa League, dann lieber nur 8. werden. Sonst spielt man ja so oft Sonntag. Schlecht für die Gastronomie in Dortmund, Millionen weniger Umsatz auf die Saison...

    ... Das sind Sorgen in diesen Regionen der Tabelle, sage ich euch. :lol:

    Und das Schlimme, es sieht so aus, als würde sich das Jammern erneut auszahlen und man am Ende doch wundersamer Weise auf Platz 4 einlaufen. RB schießt schon genug nach, aber den BVB kann man ja nicht ohne CL lassen. So hat unser geschätzter Freund Benjamin Brand (hab irgendwie im Urin, der pfeift in Berlin :thefinger: ) letzte Woche ein Tor gegeben, obwohl Kollege Baumann mit dickem Schädel auf dem Boden lag.

    Natürlich wollen finanziell alle wieder an diese Töpfe dran. Wenn es dann Elversberg, Paderborn, Heidenheim und Kiel schaffen, dann ist das so. Die Kohle wird doch ohnehin mit den großen Zugpferde verdient. Die Konferenz ist doch kein Premium Produkt mehr. Hat Sky dann auch mittlerweile eingesehen. Und solange die Puffer Clubs in der Mitte nicht rebellieren, brauchen sich Bayern und Dortmund keine Gedanken machen. Die kleinen von unten verschwinden schon wieder.

    Von internationalem Wahnsinn wie Paris, den spanischen Pleiteclubs ganz oben, den englischen Investoren oder Saudi Arabien braucht man da gar nicht mehr anfangen. Es zeigt leider nur, dass die Blase (zumindest ganz oben) nicht platzen wird. Schaut im Urlaub, was die Kinder für Trikots anhaben. Dann weiß man doch, was Phase ist.

    P.S.

    Evtl wäre der allgemeine Fußball Thread der bessere Thread zum Verschieben gewesen?!

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    Im US-System hast du aber auch einen besonderen Schutz vor wirtschaftlichem Zusammenbruch, weil du nicht absteigen kannst. Du kaufst dich in die Liga ein und dann wird erst im Ligamodus und dann in den Playoffs der Meister ermittelt. Wenn du die Playoffs nicht erreichst, dann ist die Saison halt früh zu Ende. Das lässt sich halt auf die deutschen Ligen-Systeme nicht übertragen.

    Deshalb wollten die großen Clubs ja auch die Super Ligue, wo man das amerikanische System kopieren wollte. Die CL geht ja auch einen ähnlichen Weg, weil sich auch da immer mehr Mannschaften qualifizieren.

    Ich finde Auf- und Abstieg auch spannender und der Meistertitel nach 34, bzw. 38 Spieltagen ist der ehrlichere Titel. Nur bei der Finanzentwicklung wird halt irgendwann die Meisterschaft zur Farce. Aber was du natürlich immer trägst, ist ein unglaubliches wirtschaftliches Risiko. Denn ein abstieg bedeutet ja sofort einen finanziellen Aderlass, der kaum zu kompensieren ist. Im Gegensatz dazu bringt der Aufstieg durch die Verteilung der Gelder aber nicht so viel mehr, dass du für einen möglichen spüortlichen Erfolg gefahrlos den Kader aufwerten kannst. Der Effekt ist der, den wir gerade erleben. Eine zweigeteilte Liga, mit ein paar "Fahrstuhlmannschaften", die entweder oben in Liga 2 oder unten in Liga 1 spielen. Dem gegenüber stehen gesicherte Mittelfeldmannschaften in der Bundesliga und 5-6 Spitzenteams, die kaum noch Risiko haben.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Gönner
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    • 6. Mai 2025 um 08:15
    • #157

    Bei uns sind Verband und Liga der Zusammenschluss selbstständiger Vereine. In den USA ist die Liga die Rechtspersönlichkeit und die Franchaise sind untergeordnete Teilorganisationen dieser Liga. Ein geschlossenes System. Nach innen solidarisch zur Besitzstandswahrung, nach außen abgeschottet als Unterhaltungsindustrie. Je nach Blickwinkel eine Mischung aus Mono- und Oligopol.

    Ein ganz anderes System mit einigen Vor- aber auch Nachteilen gegenüber unserem Modell.

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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  • Pille71
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    • 6. Mai 2025 um 18:50
    • #158
    Zitat von Gönner

    Bei uns sind Verband und Liga der Zusammenschluss selbstständiger Vereine. In den USA ist die Liga die Rechtspersönlichkeit und die Franchaise sind untergeordnete Teilorganisationen dieser Liga. Ein geschlossenes System. Nach innen solidarisch zur Besitzstandswahrung, nach außen abgeschottet als Unterhaltungsindustrie. Je nach Blickwinkel eine Mischung aus Mono- und Oligopol.

    Ein ganz anderes System mit einigen Vor- aber auch Nachteilen gegenüber unserem Modell.

    Hast Du jetzt sehr anschaulich die amerikanische Regierung oder die amerikanische Profiliga erklärt? 🤣🤣🤣😂😂 sorry. Ja, richtig, aber das Prinzip würde in Deutschland nicht funktionieren. Vielleicht kann man sagen, noch nicht. Aber die Denkweise ist auch eine andere. Ich persönlich brauche beides nicht. Die europäische Entwicklung der letzten Jahre nicht, USA schon gar nicht.

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    FSV-Armine
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    • 26. Mai 2025 um 21:43
    • #159

    Nur Gestörte, wohin man schaut :nein: :

    Autorast in Liverpool in Menschenmenge – mehrere Verletzte
    Fußballfans feiern den Meistersieg des FC Liverpool. Plötzlich wird der Polizei gemeldet, dass ein Auto mehrere Menschen erfasst haben soll.
    www.t-online.de

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  • Pille71
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    • 26. Mai 2025 um 21:44
    • #160
    Zitat von FSV-Armine

    Nur Gestörte, wohin man schaut :nein: :

    https://www.t-online.de/nachrichten/pa…isterfeier.html

    Ganz ganz schlimm.

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