Wie willste das bitte lösen, ohne das sportliche Leistungsprinzip außer Kraft zu setzen? Es gibt 2 Feinde dieses Leistungsprinzips: das "Geldprinzip" und der Traditionalismus. Ich sehe keine Lösung für das von Euch so gesehene Problem außer einen "closed shop", wie im US-Profisport: keine Auf- und Abstiege. Da bin ich klar dagegen. Das ist das viel größere Übel als der aktuelle Status Quo.
Die TV-Gelder gleichmäßig(er) aufteilen wäre ein Anfang. Aber das wird mit verweis auf die internationale Konkurrenzfähigkeit ja regelmäßig abgebügelt. Die exorbitanten internationalen Einnahmen verschärfen das Problem dann noch.
Aber theoretisch wäre das eine Möglichkeit. Die 3. Liga zeigt, wie das den Wettbewerb fördern würde.
Aufstockung der ersten und zweiten Liga und Aufnahme der 3. Liga in die DFL ohne zweite Mannschaften wären auch ein Faktor, weil es die Möglichkeit für die zweite und dritte Reihe verbessern würden.
Es gäbe schon Stellschrauben. Die sind aber an entscheidener Stelle nicht gewollt. Was man - das Thema hatten wir kürzlich erst - unter anderem daran sie das einige sehr reiche Leute lieber ihr Ding mit kleinen Ckubs machen, wo man sich nicht mit dem vermeinlichen Pöbel abgeben muss. Viele Fans? Ist denen eigentlich völlig egal und höchstens für den Applaus gern gesehen. Das ist aber dann aber ehr ein Symptom, wohin es mit der Gesellschaft schon gegangen ist und weiter hingehen wird.
Und zu guter Letzt ist auch die Gegenreaktion des "Pöbels" auch nicht immer ohne. Große Clubs scheitern ja auch mitunter an sich selbst, weil man dort wegen des Umfelds kaum konstant arbeiten kann. Vielleicht reagiert Muzel auch deshalb so, wie er es tut auf auch sachliche Kritik, weil er im Hamburger Umfeld sozialisiert wurde.
Das ganze ist also eine ziemlich breite Mischung an Ursachen, die man so ohne weiteres nicht mal gerade ändern kann. Aber man sollte durchaus den Finger in die Wunde legen, damit diese Entwicklung nicht umwidersprochen als unausweichlich, völlig normal und alternatives erscheint.
Viele halte die Kritik ab den Strukture im Profifußball ja für scheinheilig, da schließlich alle Clubs bis zu einem gewissen Grad durchommerzialisiert sind. Ich sehe es genau anders herum. Dadurch dass man die Vorteile des Profisports anerkennt und nicht ablehnt, sondern die extremsten Auswüchse kritisiert, ist die Kritik authentisch und eben kein verblendeter Idealismus.