Kentsch hat die Struktur mit der KGaA zwar immer sehr penetrant betont. Aber die Struktur als solche besteht bis heute und ist auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ausgestaltet. Fehler waren der schlecht geplante und finanzierte Tribünenbau und den e.V. mit den Schulden der KGaA zu verknüpfen, was den Sinn der Struktur zu guten Teilen wieder ausgehebelt hat. Aus demselben Grund wurde ja auch seine Doppelfunktion als Schatzmeister des e.V. und Geschäftsführer der GmbH & Co. KGaA. Vermutlich hat er die Trennung immer so stark betont, um seine Machtposition zu verdeutlichen.
Auch fehlte es von Beginn an, an einer eigenen Stadiongesellschaft. Heute sind wir besser aufgestellt. Paderborn und viele andere haben solche Dinge vom ersten Tag an getrennt.
Ein Charakter entwickelt sich, auch und gerade unter wechselnden Umständen und Möglichkeiten man hat seine Marotten auszuleben. Wer ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sowie ehrlich und selbstkritisch zu sich ist, wird das aus eigener Erfahrung kennen. Das hat nichts mit Verstellen zu tun.
Und Vereinsgelder in seinen esoterischen Aberglauben zu stecken ist eben nicht integer. Den Rest erspare ich mir. Klar kann man einen Charakter nicht aus der Ferne beurteilen, aber man kann aus gewissen Handlungen in begrenztem Umfang Rückschlüsse ziehen. Das heißt ja umgekehrt nicht, dass Arabi - sofern er auf dem Teppich bleibt - nicht auch sehr positive Seiten haben kann. Niemand hat nur positive oder negative Seiten, aber hier haben sich halt deutliche Schwächen gezeigt. Wenn er sie überwunden hat. Glückwunsch. Das erfordert auch Charakter. Aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Ich weiß von mir selbst, wie schwer es sein kann mit schlechten Angewohnheiten zu brechen.
Das " verstellen" wer auf Jockels Post ( "wahrer "Charakter) bezogen.
Ansonsten gebe ich dir Recht.
Wir sind alle " charakterschwach" und jederzeit anfällig für Stolz, Hochmut, Egoismus ,Sünde etc., nicht nur Arabi.



