Ich gebe dir ja Recht. Das ist sicherlich nicht die feine englische Art, wie man so schön sagt. Hier wird jedoch meiner Meinung nach ein riesen Fass aufgemacht und das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Inwiefern sichert man sich damit denn einen riesigen Vorteil? Janßen hätte seine Spieler auch zusammenrufen können. Außerdem gibt es durch sowas dann wieder minutenlange Nachspielzeiten. Wo waren hier denn bitte 7 Minuten angebracht? Davon spricht aber niemand.
Guter Punkt! Die langen Nachspielzeiten, wenn Kniat an der Seitenlinie steht sind womöglich kein Zufall. ![]()
Und natürlich können auch Feldspieler für eine Verletzungsunterbrechung sorgen. Dann spielt halt irgendwer den Ball ins Aus. Der Schiri unterbricht das Spiel und die Medis rennen aufs Feld. Schon unendliche Male passiert. Spieler steht wieder auf und rennt wie Usain Bolt zu seinen besten Zeiten. Ist das etwa fairer oder unfairer?
Natürlich ist es keinen deut besser auf diese Weise Einfluss auf den Spielfluss zunehmen. Es wird ja auch kritisiert und ich habe umschrieben, welche Auswirkungen das hat. Zum Beispiel den, dass der Ball eigentlich nicht mehr ins Aus gespielt wird etc.
Dann werden die Regeln weiter angepasst. Ist mir nur nicht ganz klar, wie man das unterbinden will. Man kann den Spielern ja schließlich nicht in den Kopf gucken.
Komplett unterbinden kann man das vermutlich nicht, aber man kann es unattraktiver machen. Mit dem Problem, dass diese Nachteile dann auch jene treffen, die nicht schauspielern.
Und der Schiedsrichter wird auch garantiert niemanden dazu nötigen, dass er jetzt weiterspielt, wenn er doch augenscheinlich verletzt ist. Der Schiri ist nämlich Schiri und nicht Arzt. Das wäre ja noch schöner, wenn das demnächst die Schiedsrichter entscheiden dürfen.
Tun sie doch schon. Klassische Geste: "War nichts! Weiter spielen!" Da gibt es schon Möglichkeiten. Man sollte sein Gegenüber nicht für dumm halten.
Zu Vata kann ich nichts sagen. Jedoch hinkt hier doch der Vergleich ein bisschen. Mit Schwalbe einen Elfmeter schinden und mal das Spiel für ein paar Minuten unterbrechen, sind für mich schon unterschiedliche Nummern.
Das finde ich nicht. Den Spielfluss von außen bewusst zu stören, wenn der Gegner gerade einen Lauf hat ist schon nicht ganz ohne. Aber selbst wenn. Es ging mir darum, welche Konsequenzen es hat auf diese Weise seinen Ruf zu schädigen. Ich bin mir der Realtität, dass man diese Dinge nie ganz abstellen kann bewusst, wie auch der Tatsache, dass man vermutlich hinten rüberfällt, wenn man als einziger ohne Tricks agiert. Aber man soll es doch bitte nicht übertreiben. Das fällt am Ende auf einen selbst zurück. Das wird nicht dadurch besser, dass man ein netter Typ ist, der dann auf der Pressekonferenz darüber plaudert als sei man unter Kollegen und nicht vor der Kamera. Das ist dann in Summe einfach drüber.
Mitch hat schon oft Lehrgeld bezahlt. Ich wäre froh, wenn es diesmal ohne solches gehen würde. Lernwillig ist er ja.



