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  4. Fußball allgemein

Dortmund

  • andreas
  • 3. Januar 2005 um 16:30
  • andreas
    Erleuchteter
    Beiträge
    2.978
    • 3. Januar 2005 um 16:30
    • #1

    Unglaublich. Nun soll der Staat den Dortmundern helfen.
    Erst auf großem Fuße leben, anderen vernünftig wirtschaftenden
    die Leute wegholen, Preise verderben und dann sowas.

    Wie kann man bloß noch Fan von so einem Scheissladen
    sein ?

    Den "WM-Standort" erhalten... Wieso ? Man kann das
    Stadion doch auch NACH der WM abbauen.

    :D


    Aus dem "Kicker":
    Bundesliga
    Dortmund: An jedem Tag wachsen die Verbindlichkeiten bei Borussia um etwa 72 000 Euro - 03.01.2005 11:00
    BVB: Kampf um die Lizenz

    --------------------------------------------------------------------------------
    Und minütlich tickt die Schuldenuhr um etwa 50 Euro weiter: Ergibt 72 000 Euro pro Tag und etwa 26 Millionen Euro bis zum Ende dieser Saison. Bis dann, so ist zu befürchten, dürften die Verbindlichkeiten von Borussia Dortmund bei konservativer Schätzung auf etwa 140 Millionen Euro angewachsen sein.
    --------------------------------------------------------------------------------


    Muss zur Lizenzerteilung zurückerworben werden: Das Westfalenstadion, die Heimstätte von Borussia Dortmund.Per 20. Juni 2004 betrugen die Verbindlichkeiten 118,9 Millionen Euro nach dem Rekordverlust in Höhe von 67,7 Millionen Euro in der vergangenen Saison.

    Dortmund bangt und kämpft um die Lizenz, und mit der Borussia bangen die Liga, die im Februar eine neue Rekordverschuldung von über 700 Millionen Euro wird erklären müssen, und das OK für die WM 2006, denn der Verein kann die erforderlichen mindestens sechs Millionen Euro für Umbaumaßnahmen zu den Welt-Titelkämpfen im Westfalenstadion nicht mehr leisten.

    Den Verfall der Borussia dokumentiert der Aktienkurs des ersten börsennotierten deutschen Fußballklubs. Vor vier Jahren mit elf Euro an die Börse gebracht, beendete das BVB-Papier das Jahr 2004 an der Frankfurter Börse mit exakt 2,00 Euro. Nur noch 18 Prozent des Ausgabepreises, aber immerhin 18 Cent mehr als bei seinem historischen Tiefstand von 1,82 Euro im Handelsverlauf des 22. Dezember 2004. Dazu die prekäre sportliche Situation als 14. der Vorrunde, gescheitert im UI-Cup, gescheitert im DFB-Pokal, mithin ohne Perspektiven auf zusätzliche Einnahmen über sportliche Erfolge bis zum Ende dieser Saison.

    Wie soll da das auf der Mitgliederversammlung im November unter dem Oberbegriff KON:TER präsentierte Konsolidierungsprogramm greifen, wie die jährlichen Kosten um etwa 50 Millionen Euro gesenkt werden?

    Der Transfermarkt ist in diesem Winter fast zum Erliegen gekommen. Europaweit. Kein Wunder bei den exorbitanten Schulden vieler der Klubs in Italien und Spanien. Jan Koller oder Tomas Rosicky als Beiträge zur BVB-Sanierung wie zuletzt Torsten Frings über den Transfer zum FC Bayern? Kaum zu erwarten. Und wenn doch noch ein Star verkauft werden kann, werden die Mechanismen des Geschäfts greifen. Niedrige Ablöse, wenn überhaupt. Vielleicht sofortige Gehaltseinsparungen, wenn der Spieler nicht eine Abfindung für die Vertragsauflösung fordern sollte.

    Der Fall ist klar: Aus eigener Kraft kann es Dortmund nicht mehr packen. Und die Liga kann der Borussia nicht mehr die Lizenz erteilen, wenn die Schuldenuhr weiter tickt. In den nächsten drei Monaten, bis zur Abgabe der Lizenzierungs-Unterlagen per 31. März, steht der neue Präsident Dr. Reinhard Rauball in einem Zwei-Fronten-Kampf. Um das wirtschaftliche Überleben, während der Kampf ums sportliche Überleben sogar noch länger dauern kann - bis zum letzten Spieltag am 21. Mai.

    Der Klassenerhalt ist die eine Voraussetzung für das Überleben der Borussia, der Rückkauf des Westfalenstadions die andere. Rauball scheint längst seine hervorragenden Kontakte zur nordrhein-westfälischen Landesregierung bemüht zu haben. Um den WM-Standort Dortmund zu erhalten, wird Hilfe der Landesregierung für die noch erforderlichen Umbaumaßnahmen im Westfalenstadion erforderlich sein. Um die Lizenz zu erhalten, wird Borussia bis zum Frühjahr das Westfalenstadion zurückerworben haben müssen. Dann würden 52 Millionen Euro frei, die der Verein beim Verkauf des Stadions verpfändet hat.

    "Die Lösung diese Schwerpunktthemas wäre für die Lizenzerteilung ein sehr wichtiger Faktor", sagte Rauball kurz vor Weihnachten. Voraussetzung dafür ist, dass die WestLB den Restbetrag von geschätzten 100 Millionen Euro für den Rückkauf des Stadions von der Commerzbank-Tochter Molsiris bereitstellt. Von dieser Bank hängt das Schicksal des Traditionsvereins ab, mit dem zu Beginn des Jahres 2005 die ganze Liga zittert. Scheitert die Sanierung in Dortmund, würde der gesamte Profifußball einen gewaltigen Imageschaden hinnehmen müssen.

    Wie soll das denn heissen ? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion ?
    Johannes Rau zum Vorschlag, Fußballstadien nach Frauen zu benennen.

  • Block9
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    581
    • 3. Januar 2005 um 16:50
    • #2

    Die Politik hängt da wohl fett mit drin: Bürgschaften den Landes und die WestLB ist doch auch im Landesbesitz?!

    Letztens las ich, das sich selbst Struck und Merz da einklinkten.
    Jedenfalls gibt es wohl außerhalb des Clubs verschiedene Akteure, die Interesse daran haben, den BVB noch am Leben zu erhalten.

  • Exteraner
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    • 3. Januar 2005 um 17:06
    • #3

    Jetzt scheint die Party bei den Dortmundern ja erst so richtig abzugehen. 72000 € neue Schulden pro Tag ist ja echt der Hammer. Mal schauen wie sich das noch weiter auf die Leistung der Profis auswirkt.

    Für immer Arminia!

  • Paderborner
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    31
    • 3. Januar 2005 um 17:34
    • #4
    Zitat

    Original von Exteraner
    Jetzt scheint die Party bei den Dortmundern ja erst so richtig abzugehen. 72000 € neue Schulden pro Tag ist ja echt der Hammer. Mal schauen wie sich das noch weiter auf die Leistung der Profis auswirkt.


    72000 :pillepalle: sind echt hammer! Aber es gibt ja genug städte (mit kleineren aber wesentlich schöneren Stadien) die auch gerne die Wm austragen wollen!

    Wenns so iss kann das ja jeder verein machen - ma eben die komplette brasilianishe nationalmannschaft kaufen dazu noch beckham und kahn und dann gibts kohle vom staat :wall: :wall: :wall:

  • Exteraner
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    • 4. Januar 2005 um 17:07
    • #5

    Als erstes verlässt jetzt Stefan Reuter das sinkende Schiff. Auf seinen Wunsch hin wurde sein Vertrag aufgelöst. Er war erst zum Beginn der Saison als Team-Manager eingestiegen.

    Für immer Arminia!

  • Fichte
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    • 4. Januar 2005 um 18:58
    • #6

    Ganz witziger Artikel über den BVB - obwohl "pro BVB"...


    Quelle: http://www.die-kirsche.com

    Zitat

    Heißer Herbst für Borussia Dortmund - Teil Zwei

    Im ersten Teil dieser Finanzübersicht stand der wirtschaftliche status quo der Borussia Dortmund KGaA und insbesondere die mangelnde Transparenz seitens der Geschäftsführung im Mittelpunkt unserer Betrachtung. Gerade diese "mangelnde Transparenz" hatte viele Kritiker aufs Trapez gerufen und Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Kein Wunder also, dass bei ständig neu auftretenden Schreckensmeldungen rund um die finanzielle Situation das Vertrauen in den Vorstand geradezu schwindsüchtig ist. Die Frage ist nun: wie geht es weiter?

    Noch in der abgelaufenen Saison wurde der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass rund 20 Mio. Euro im Bereich Personalkosten eingespart werden müssen. Zudem könnten Spieler bei vorliegenden sehr guten Angeboten wechseln. Dies sei aber kein Muss. Zwar sei kein Spieler eine heilige Kuh, der Preis müsse aber in jedem Fall stimmen. So ergab sich bisher, dass nach den Verkäufen von Reina an Hertha BSC und dem Karriereende von Reuter und Herrlich (hier werden die Gehälter aber nur bedingt eingespart, erhielten sie schließlich neue Aufgaben beim BVB), nur Torsten Frings noch verkauft wurde. Oliseh ist wieder zurück und Amoroso verdient seine Brötchen mittlerweile in Spanien. Ohnehin schon ausgeliehene Spieler wie Conor Casey und Emmanuel Krontiris wurden an Mainz 05 bzw. 1860 München verkauft.

    Bedenkt man allerdings den immensen Verlust aus diesem Geschäftsjahr ist fraglich, ob das alles ausreicht, um die von Michael Meier in Bloomberg-TV in Aussicht gestellte schwarze Null innerhalb von zwei Jahren zu erreichen und den „Turnaround“ zu schaffen. Eher nicht. Viel wahrscheinlicher erscheint, dass noch weitere Spieler verkauft werden müssen und zusätzliche Marketingeinnahmen erzielt werden müssen. Im letzteren Bereich gibt es tatsächlich die ersten Erfolge zu vermelden. So konnten durch neue Partnerschaften mit ODDSET, TV Digital, Clubschiff AIDA, sowie KARSTADT und WILO rund 3 Mio. Euro zusätzlich eingenommen werden. Ein schöner Erfolg, allerdings bei Weitem nicht ausreichend. Interessanterweise kalkuliert man in dieser „Projekt Leopard“ genannten Prognose zudem im nächsten Jahr mit UEFA-Cup-Einnahmen, und erstaunlicherweise mit Champions-League-Einnahmen im Jahr 2006. Welche Chuzpe muss man eigentlich haben, um bei dem momentanen sportlichen Verlauf solche Prognosen gegenüber Anlegern zu äußern? In besagtem Handout an die Anleger wurde neben den Europapokaleinnahmen auch der Verkaufserlös von Spielern in Höhe von 16 Mio. Euro in Aussicht gestellt.
    Man muss also kein Prophet sein, um sich das personelle Gesicht der Borussia im Jahre 2005 vorzustellen, zumal auch einige Verträge noch der Verlängerung bedürfen (Metzelder, Dede, Evanilson) und schon Verhandlungen über potentielle Nachfolger im Kader geführt werden (Warmuz/Weidenfeller – im Gespräch ist u.a. Tim Wiese, sowie Evanilson – im Gespräch ist der Baseler Nachwuchsspieler Degen).

    Die Einsparungen im personellen Bereich sind allerdings nicht das einzig taugliche Instrument, um den Verein zu konsolidieren. Allein die monatlichen Leasingraten für das Stadion oder das Bedienen der vielen Kredite schnürt die Luft ab und beschneidet die schwache Liquidität empfindlich. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass auf den BVB noch einige Kosten für das Trainingsgelände, die WM-Tauglichkeit des Stadions oder aber die Rückführung der Gerling-Gelder des goool.de-Deals zukommen. Ein Teufelskreis, dem man sich durch völlig überzogene und kurzsichtige Finanzplanung ausgesetzt hat. Das alles hat zur Folge, dass der Konzern BVB mittlerweile jährlich mindestens einen "Lucio" alleine an Zinsaufwendungen zu schultern hat - von der Tilgung mal ganz abgesehen. Das Heft des Handelns im Sinne einer proaktiven, vorausschauenden Unternehmenspolitik hat der BVB schon längst aus der Hand gegeben.
    BVB-Boss Dr. Niebaum betrieb Ursachenforschung und fand einmal mehr den wahren Grund für die Misere: neben dem CL-Reinfall ist das schwarzgelbe WM-Halbfinal-Stadion bzw. dessen „bedarfsgerechter“ Ausbau als Mitauslöser für die Schieflage zu nennen. Auf den ersten flüchtigen Blick wirkt das plausibel, waren doch alle drei Ausbaustufen sicher nicht ganz preiswert. Doch eine etwas sachbezogenere Betrachtung entlarvt diese „Erklärung“ ,wie bereits die Märchen rund um die potentiellen Champions-League-Einnahmen (man sollte langsam mal daran denken, dass der BVB die 30 Mio. in der Champions-League als Meister erreichte; diese Größenordnung wäre niemals erneut zu realisieren gewesen), als hanebüchenen Mythos. Zur Erinnerung: der BVB hat rund 150 Mio. Verbindlichkeiten OHNE den vermeintlichen Klotz Westfalenstadion. Insgesamt hat man in den 9 Jahren seit Ausbaustufe Eins 35 Mio. Euro Verbindlichkeiten, die originär vom Stadionausbau stammen, abgetragen, Rest 55 Mio, die jetzt letztendlich vom Stadion-Fonds getragen werden. Das steht in absolut keiner Relation zum angehäuften Schuldenberg und der erschreckend mageren Liquidität - erst Recht nicht wenn man das mittlerweile über Bord geworfene "Steine & Beine-Konzept" des 131 Mio. Euro-Börsengangs berücksichtigt.

    Es gibt schlicht und einfach kein singuläres Ereignis welches den BVB urplötzlich in dieses Schlamassel stieß, das alles ist ein Resultat einer langjährigen, graduellen Entwicklung, einer Kultur des Geldverbrennens, die dieses Jahr ihren vorläufigen Gipfel erreicht hat.

    Ein User im Kirsche-Forum spielte bereits am 03.Juni diesen Jahres mit dem Gedanken, ob man nicht durch eine Kapitalerhöhung - wie in Italien gerne praktiziert - frisches Geld in die Kassen spülen könnte und formulierte gleich die passende Ad-hoc-Mitteilung dazu:
    "Durch die Kapitalerhöhung wird dem enormen Nachfragedruck für die Borussia-Aktie Rechnung getragen. Gleichzeitig wird es einem erweiterten Kundenkreis aus Gönnern, Fans und Sympathisanten ermöglicht, am Erfolg der Premium-Marke "Borussia Dortmund" zu partizipieren."

    Wenn er nur geahnt hätte, dass er seiner Zeit nur wenig voraus war ...

    So kam es in diesen Tagen fast schon erwartet, dass die KGaA für rund 25 Mio. Euro 9,75 Mio. frische Aktien auf den Markt warf. Und prompt folgte die Erklärung des Präsidenten Dr. Niebaum: „Dieses Votum aus dem Kapitalmarkt, der den Sparkurs und die neue Unternehmensausrichtung von Borussia Dortmund stützen will, kann als Vertrauensbeweis gewertet werden.“ Vergleicht man diese Aussage mit der ad-hoc-Mitteilung unseres Users, so kann man sich eines Schmunzelns nicht erwehren.

    Nebeneffekt der Ausgabe junger Aktien: der Verleger Norman Rentrop hatte vor Jahresfrist knapp 15% der Aktien von der Deutschen Bank übernommen und verkündet „Wir sehen das als langfristige Finanzanlage und verstehen uns als neutraler Finanzinvestor“. Dennoch hatte Rentrop wohl versucht, massiv auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates Einfluss zu nehmen. Scheinbar war dieser misslungene Versuch, sowie die drohende Verwässerung seines Aktienpaketes Anlass genug, seine Aktien abzustoßen. So sehen mittlerweile langfristige Engagements in die BVB-Aktie aus.
    Der neue Inhaber des größten Teiles der Rentropschen Aktien ist die FM Fund Management Limited (FM) um den Investor Florian Homm, ein ausgewiesener Finanzjongleur. Und dieser macht gleich mächtig Druck. So analysierte er, dass der aktuelle Kurs durch die Faktoren „Schlechte Performance im Finanzbereich seit dem IPO“, „Externe und interne Ereignisse, die das Management mit vielen schwierigen Aufgabestellungen konfrontiert haben“ und „Mangelnde internationale sportliche Präsenz im letzten und in diesem Jahr mit den damit verbundenen Einnahmeausfällen“ geprägt sei.

    So sei „jeglicher Fortschritt bei der Stärkung der Eigenkapitalbasis, jeder bedeutende Erfolg in der Restrukturierung der Fremdverbindlichkeiten genau wie jeder Beweis der Fähigkeit des Managements, den aktuellen Prozess (Kostenmanagement) pro-aktiv zu gestalten sowie sportlicher Erfolg zur Zeit nicht in der Aktie reflektiert“. Gleichzeitig äußerte er aber auch, dass die Geschäftsführung nicht mit Milde rechnen könne. Sollte kein Fortschritt ersichtlich sein, dann müssten halt „fähigere Köpfe“ her. Vor allem den letzten Satz ließ die gepeinigte Fangemeinde aufhorchen.

    ...

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    Einmal editiert, zuletzt von Fichte (4. Januar 2005 um 18:58)

  • Fichte
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    4.737
    • 4. Januar 2005 um 19:03
    • #7
    Zitat

    ...

    Aber damit nicht genug. Eingangs wurde bereits erwähnt, dass insbesondere die hohen Leasing- und Zinszahlungen eine Konsolidierung erschweren bis unmöglich machen. So brachte es der Analyst Peter-Thilo Hasler Mitte September auf den Punkt: das Stadion muss wieder in den BVB-Besitz, da die Leasingraten jegliche Luft zum Atmen nehmen. Auch er bewies Weitsicht, denn es folgte das bereits erwähnte „Leopard Project“. Dieses Projekt sieht vor, dass die so genannte „Schechter Anleihe“ in Höhe von 126 Mio. Euro aufgenommen wird. Mit diesem Geld und dem dann freiwerdenden Depot in Höhe von 52 Mio. Euro, welches zurzeit zwecks Stadionrückkauf verpfändet ist, sollen folgende Umfinanzierungen vorgenommen werden:

    - Rückkauf des Stadions
    - Bankverbindlichkeiten begleichen
    - Grundschulden ablösen
    - das vom DFB geforderte Trainingsgelände soll endlich gebaut werden
    - Ausbau des Stadions gemäß der to-do-Liste der FIFA zur WM-Tauglichkeit

    Nach allen Transaktionen würden die verbleibenden finanziellen Mittel (inkl. Kapitalerhöhung) zumindest erst einmal die Liquidität für diese Saison erhalten. Die Kosten für die Schechter-Anleihe betragen ca. 6,5% für die Zinsen zzgl. der Abtretung der Sponsoringeinnahmen als Tilgung. Als weitere Maßnahme wird der Vertrag mit dem Vermarkter Sportfive zum 30.6.2007 gekündigt. Durch diesen wurden 20% der Sponsoringeinnahmen abgetreten. Dass dieser Vertrag bis zum Jahr 2011 läuft kommentiert BVB-Manager Meier mittlerweile mit dem Begriff „Versehen“.
    Es ist wohl der letzte Strohhalm, den der BVB da zu greifen sucht. Zum einen würde wieder echtes Eigenkapital in Form des Stadions geschaffen und nicht nur auf fiktive Spielerwerte gesetzt, zum anderen würde massiv an der Kostenschraube gedreht. Ein zwingender Schritt, um auch weiterhin die Verbindlichkeiten zu reduzieren und den Verein handlungsfähig zu halten.
    Doch fehlt nicht noch ein letzter Schritt, ein schlüssiger zudem? In der Wirtschaft ist es bislang wohl noch keinem Vorstand gelungen, die Karre, die er in den Dreck gefahren hatte, wieder heraus zu ziehen. Warum sollte der BVB da die rühmliche Ausnahme bilden? Unbestritten sind alle Erfolge, die das Duo Niebaum/Meier in der Vergangenheit erzielt hat. Die gegenwärtige Situation ist allerdings ebenfalls einzig auf ihr Handeln zurückzuführen. Alle Versuche, die Gründe für das finanzielle Chaos in der Kirchkrise, dem Wegbrechen der Transfereinnahmen oder fehlenden Europapokalerlösen festzumachen, sind lediglich der untaugliche Versuch, eigenes Versagen und mangelnde Voraussicht und Planung zu kaschieren. Aber gerade jetzt ist das Vertrauen in Fans, Investoren und Sponsoren ein unverzichtbares Mittel zur Konsolidierung. Doch haben die beiden Herren dieses noch? Sicherlich nicht. Es wäre also ein wichtiger Schritt, dass die beiden den Weg frei machen für neue Köpfe.

    Es sind viele Fragen offen und insbesondere der Vorstand sollte sich nicht wieder in Ausreden flüchten, sondern auf den Versammlungen im November zu seinen Fehlleistungen stehen. Vielleicht bekommen ja die Teilnehmer dieser Veranstaltungen endlich konkrete Auskünfte. Insbesondere die Aktionäre werden darauf drängen. Und uns allen bleibt letztlich nur zu hoffen, dass die aus dem derzeitigen Ist-Zustand ableitbaren Prognosen hinsichtlich der langfristigen Aufstellung des Unternehmens BVB, sich am Ende als falsch herausstellen und sich die Lage durch die beschriebenen Maßnahmen doch noch irgendwie zum Guten wenden lässt. Dazu könnte auch die Mannschaft mit guten Leistungen und Erfolgen maßgeblich beitragen. Wir zumindest wünschen es uns von ganzem Herzen!!

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    Ganz witzig, obwohl "pro BVB" !!

    Vor allem das Schaubild mit dem Stadion ist nicht schlecht gemacht.

    Cu, Fichte!

    Einmal editiert, zuletzt von Fichte (4. Januar 2005 um 19:03)

  • FlimFlam
    Schüler
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    112
    • 12. Januar 2005 um 00:09
    • #8

    Kann jemand nicht einen Spendenaufruf für die Gelb-Schwarzen starten?
    Momentan ist doch ganz Deutschland im Spendefieber.
    "Helfen auch Sie, damit Dortmund auch nächste Saison 3 Punkte in Bielefeld lässt!"

    [Blockierte Grafik: http://www.rheinlandarminen.de/cms/images/stories/logo_3.jpg]

  • Marcio
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    • 12. Januar 2005 um 13:50
    • #9

    Laut Sport-Bild ( ok das sagt schon alles ) hat der BvB schon 30 Mille € von den Schulden runterschrauben können.

  • Kai
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    6.357
    • 12. Januar 2005 um 18:18
    • #10

    der Spiegel hat da aber vor einigen Wochen was ganz anderes gesagt. Demnach baut der BVB täglich neue Schulden auf. Wer jetzt wohl seriöser ist gg ????

    Never argue with an idiot, he'll just drag you down to his level and beat you with experience

    Managerspiele haben Menschen glauben lassen sie könnten einen Bundesligaverein führen.

  • welle
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    1.441
    • 12. Januar 2005 um 18:28
    • #11

    ich meine das die entweder in der stunde oder am tag 72000€ neue schulden machen! das finde ich eine riesige summe!

  • Exteraner
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    • 12. Januar 2005 um 18:56
    • #12

    Borussia Dortmund drückt Schuldenstand

    12. Jan 11:37, ergänzt 15:08

    20 Millionen Euro Schulden will Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen abgetragen haben. Das sagt Manager Michael Meier.

    Borussia Dortmund vermeldet Fortschritte beim Abtragen der Schulden. «Wir haben den Schuldenstand durch die Kapitalerhöhung und die Trennung von Wertpapierbesitz von 118,8 Millionen Euro auf weniger als 98 Millionen Euro gedrückt», sagte Manager Michael Meier den «Ruhr Nachrichten».
    Der Fußball-Bundesligist will im Februar seine Halbjahresbilanz vorlegen. Im Geschäftsjahr 2003/2004 waren die Schulden der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA auf knapp 119 Millionen Euro angestiegen.


    Angeblich weitere Interessenten

    Als Indiz für eine positive Entwicklung werten die Geschäftsführer Meier und der ehemalige Präsident Gerd Niebaum das Engagement von Sadettin Saran. «Ich sehe mein Engagement als ein passives und werde nicht in das operative Geschäft eingreifen», sagte Saran am Mittwoch in Antalya. Zudem stellte der Türke der Borussia weitere Interessenten in Aussicht: «Ich stehe in Verhandlungen mit einem amerikanischen Unternehmen, dass eventuell weitere Anteile übernehmen will.» (nz)

    Quelle: http://www.netzeitung.de

    Für immer Arminia!

  • KSV-Jens
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    • 3. Februar 2005 um 17:26
    • #13

    Dortmund verpfändet den eigenen Namen - ein Artikel der Süddeutschen über die Kartoffelkäfer. [URL=http://www.sueddeutsche.de/,spom2/sport/b…ikel/155/47108/]Klick hier[/URL]

  • oemmes
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    4.242
    • 3. Februar 2005 um 17:52
    • #14

    dieses finazierungsdickicht der borussia durchschaut doch keiner mehr, auf sicher hätte man bei ähnlichen gebahren dem dsc den hahn schon abgedreht, in reutlingen müssen die schaum vor dem mund haben.

    oemmes

    "Am Ende wirkte alles wie eine Demonstration der Tradition gegen die moderne Fußballindustrie. Als wollten die Fans eines alten Bundesligastandorts den modernen Parvenüs aus den Retortenklubs zeigen wie sich echte Stimmung anhört."

    (BZ am 30.04.2015 nach dem Pokalhalbfinale gegen Wolfsburg)

  • Alm-Fanatiker
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    • 3. Februar 2005 um 18:10
    • #15

    :pillepalle: :wall:
    Wie kann man nur den eigenen Namen verkaufen ?!?! Das geht nun wirklich zu weit.
    Ich würde mich sicher nicht in Aldi umbennnen, nur weil ich Geld bräuchte. ;)

  • Exteraner
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    • 3. Februar 2005 um 19:32
    • #16

    Im Kommentar des Kicker heißt es dazu:
    "Warum Sie diesen Vertrag sechs Wochen vor dem Börsengang, der immerhin 130 Millionen Euro in die Kasse spülte, überhaupt abschlossen, lässt nur zwei Deutungen zu. Es war die pure Gier - oder blanke Not, weil der Borussia schon 2000 das Wasser bis Oberkante Unterlippe stand."

    Dieses Management besteht mit Niebaum und Meier aus zwei Totalversagern. Wenn die noch über das Saisonende weiterbeschäftigt werden, dann wäre das wohl der Untergang der Dortmunder.

    Für immer Arminia!

  • NetJay
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    • 9. Februar 2005 um 10:43
    • #17

    Für all jene, denen der Wertverlust von 8€ pro Aktie noch nicht genug ist, kann hier gern weiterhin nachgelesen werden. Kurz angerissen, laut Statuten der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist es wohl nicht konform einen Club an die Börse zu bringen, dessen Name verkauft ist.
    Weiterhin dreht es sich um den Deal mit der West LB, den Politiker gern durchprügeln würden ´macht sich gut im Wahlkampf´ , leider verfolgt ein Kredit an Dortmund nicht wirklich die Ziele der West LB. Schlimmer noch, es heißt dort

    Zitat

    Außerdem sei der Kunde Borussia für einen Kredit in dieser Größenordnung nicht solvent genug

    Nicht das mich das jetzt persönlich treffen würde, aber es wird wirklich langsam mal Zeit das die "Großen" Vereine mal in ihre Schranken gewiesen werden, ich weiß zwar nicht wer die dort mal so gesteckt hat, aber schön ist ja das es mal wirklichin die Hose ging. Nicht wegen Rivalität oder Neid, nein die Vereine die wirtschaftlich hart am Limit arbeiten müssen, wegen evtl Lizenzentzug sollten mal bitte gestarkt werden. Das ist nämlich auch Wettbewerbsverzerrung!

    mfg
    NetJay

  • Stefan
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    • 9. Februar 2005 um 13:44
    • #18

    Borussia Dortmunds Geschäftsführer Gerd
    Niebaum ist zurückgetreten. Dies teilte der börsennotierte Fußball-
    Bundesligist am Mittwoch mit. Damit zog der Rechtsanwalt und Notar
    die Konsequenzen aus der Finanzmisere des Vereins.


    ... wurde auch zeit!!

  • Exteraner
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    • 9. Februar 2005 um 17:40
    • #19

    Die Dortmunder können wirklich froh sein, dass er gegangen ist. Ich dachte wirklich Herr Niebaum hält noch länger aus. Mal schauen wie es jetzt mit dem Konsolidierungskurs weitergeht.

    Für immer Arminia!

  • Owo
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    • 9. Februar 2005 um 19:11
    • #20

    Michael Meier hat seinen Rücktritt auch angeboten, aber Raubein hat abgelehnt.

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