Also aus meiner eigenen Erfahrung der letzten Monate habe ich viel gelernt über das Verfolgen von Ticketverkäufen. Arminia arbeitet diesbezüglich mit der RuhrKanzlei zusammen, die ihren Sitz in Dortmund haben, und auch viele andere Profivereine betreuen. Diese mahnen dich ab, du sollst 350 Euro Strafe zahlen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Die DK ist dann so oder so weg.
Bei mir war es der Fall, dass ich einem Kumpel zwei Tickets über mein DK-Vorkaufsrecht fürs Pokalspiel gegen Union besorgt habe und zum Originalpreis an ihn verkauft habe. Er hat sich dann beim Fußball nen Bänderriss geholt und die Karten mit Ticketnummer bei Kleinanzeigen reingesetzt. Sechs Stunden später hat er sie wieder unverkauft rausgenommen, weil sein Vater zum Spiel gegangen ist.
Da die Ticketnummer mit mir in Verbindung gebracht wurde, habe ich vom Anwalt der RuhrKanzlei eine böse Mail erhalten. Eine Klärung des Sachverhalts brachte keinerlei Erfolg. Ich habe mich daraufhin an Arminia und die Fanbetreuung gewandt, von denen gab es aber leider keinerlei Unterstützung. Die Kanzlei beruft sich darauf, dass ich die Tickets hätte nur weitergeben dürfen, wenn ich dem Käufer die AGBs von Arminia erklärt hätte. Somit bin ich laut denen halt auch mit dran. Inzwischen muss ich keine Unterlassungserklärung mehr unterschreiben und wir sind nur noch bei 90 Euro Strafe 😉. Die DK ist aber wohl trotzdem weg (wäre sie aber wohl auch wegen zu wenig besuchter Spiele). Dabei gibt es viele Urteile, dass man seine Tickets verkaufen darf, wenn es privat ist und man keinen großen Gewinn dadurch hat.
Also Arminia lässt das schon verfolgen, hat das aber komplett abgegeben. Als Fan, der dreißig Jahre ins Stadion gegangen ist, und aus seiner Sicht keinen Fehler begangen hat, fühlt man sich diesbezüglich vom Verein und der Fanbetreuung leider völlig allein gelassen.
Nach meinem Verständnis hätte der Kumpel die Initiative ergreifen müssen. Im Zweifel mit der Versicherung, dass er ohne dein Wissen den Verkauf angeleiert hat. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn er dich nach seiner Verletzung gefragt hätte, was er nun mit den Tickets machen kann. Eigentlich versucht man es ja auch erst einmal privat.