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  4. Der Verein

Finanzen beim DSC

  • 33615
  • 12. Januar 2024 um 08:33
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    Richie
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    • 28. Juni 2025 um 16:38
    • #501
    Zitat von Gönner

    11 Millionen. Krass. Hätte nicht im Ansatz mit so einem Berg gerechnet. Da hat man in unter zehn Jahren also ein Drittel der Verbindlichkeiten, die uns fast für immer versenkt hätten wieder aufgebaut.

    Es wäre echt mal interessant, wie sich der Bwrg so schnell wieder aufgebaut hat. Doppelabstieg und Corona alleine oder ist da strukturell noch was im Busch?

    Dann reicht der Pokalerfolg wohl mal gerade dafür den Club zu sanieren, um mit minimalen Bonus bei den TV-Geldern aus den Erstligajahren wieder nahe Null als Aufstieger in Liga 2 anzufangen.

    Da bin ich echt platt.

    Wo holst du denn 11 Millionen her? Das Finanzergebnis in 2024 war - 317 000,- € Der Fehlbetrag in 2024 lag bei rund 2 Millionen. In der Gewinn- und Verlustrechnunbg waren also 2 Millionen nicht durch Einnahmen gedeckt, beeinflussbar davon waren aber nur die 317 000.

    Die Verbindlichkeiten in der Bilanz sind ja nicht zwangsläufig Schulden, sondern weisen finanzielle Verpflichtungen gegenüber anderen aus. Das können z.B:. auch Materialbestellungen sein, die noch bezahlt werden müssen oder Kredite von Banken, usw. Bedeutet, wenn du Kredite hast, musst du die halt abbezahlen. Aber der Verein hat keine 11 Millionen Schulden. Das einzige Problem ist das negative Eigenkapital in Höhe von 4 Millionen.

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah! 

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das, was andere verstehen.

  • Gönner
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    • 28. Juni 2025 um 19:48
    • #502
    Zitat von 33615

    Mit diesem Beitrag rückt der Gönner die finanziellen Möglichkeiten des DSC dann mal wieder zurück in die Realität, danke dafür.

    Wider Willen, wie ich betonen möchte. Hätte da doch mit einer mittleren siebenstelligen Summe weniger gerechnet. Deshalb ist der Dank etwas deplatziert , wenn auch gut gemeint.


    Zitat von Fonzie

    Abwarten. Wortmann hat gesagt, dass der Pokalerfolg alle kurzfristigen Verbindlichkeiten wie auch die letzten Altlasten von Arabis Raten-Transfers getilgt hat. Übrig bleiben längerfristige Verbindlichkeiten, die jetzt nicht getilgt werden. Da bin ich auf die JHV gespannt, wie hoch dieser Betrag ist. Wenn man auf die Zahlen der anderen Vereine schaut, ist da aber doch fast keiner, der gar keine Verbindlichkeiten hat. Nur 6 Vereine in Liga 2 hatten weniger Verbindlichkeiten, darunter kein Verein ganz ohne Schulden. Daher sehe ich das entspannter.

    Da stand aber in der Regel auch ganz anderes Eigenkapital dahinter oder die Clubs und damit der Umsatz spielen in anderen Sphären. Das muss man schon in Relation sehen.


    Zitat von Richie

    Wo holst du denn 11 Millionen her? Das Finanzergebnis in 2024 war - 317 000,- € Der Fehlbetrag in 2024 lag bei rund 2 Millionen. In der Gewinn- und Verlustrechnunbg waren also 2 Millionen nicht durch Einnahmen gedeckt, beeinflussbar davon waren aber nur die 317 000.

    Die Verbindlichkeiten in der Bilanz sind ja nicht zwangsläufig Schulden, sondern weisen finanzielle Verpflichtungen gegenüber anderen aus. Das können z.B:. auch Materialbestellungen sein, die noch bezahlt werden müssen oder Kredite von Banken, usw. Bedeutet, wenn du Kredite hast, musst du die halt abbezahlen. Aber der Verein hat keine 11 Millionen Schulden. Das einzige Problem ist das negative Eigenkapital in Höhe von 4 Millionen.

    Die Elf Millionen müssen aber halt noch aufgebracht werden . Ob die Verbindlichkeit darin besteht, dass noch ein Lieferant bezahlt werden muss oder ob die Gelder an eine Bank gehen ist da weniger erheblich. Dann eher die Frage, wie langfristig diese Verbindlichkeiten zu bedienen sind und wie die Auswirkungen auf die Liquidität sind.

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  • 33615
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    • 28. Juni 2025 um 19:59
    • #503

    Gefallen tun mir diese Summen natürlich auch nicht, allerdings hat Richie ja auch schon angemerkt das man die Verbindlichkeiten ohne weitere Informationen auch überhaupt nicht einordnen kann. Entweder wir sind +- 0, inzwischen wieder anständig verschuldet oder haben trotz langfristiger Verbindlichkeiten tatsächlich beträchtliche,finanzielle Möglichkeiten. Ich sehe mich, entgegen meiner vorherigen Meinung, nicht in der Lage die finanzielle Situation des Vereins auch nur ansatzweise einzuschätzen.

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  • ArminiaRulez
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    • 28. Juni 2025 um 20:45
    • #504

    Von den 11 Millionen bleiben die langfristigen natürlich über. Von der Summe gehen z. B. die letzten Raten der Arabi-Transfers ab, die wir jetzt endlich komplett getilgt haben.

    Soweit ich mich nicht verrechnet habe, bleibt ca. die Hälfte über, vielleicht etwas weniger.

    Darunter befindet sich auch der Anteil der Familie & Freunde Gesellschaft der z. B. über bleibt.

    Und etwas um die 5 Millionen ist in Liga 2 jetzt nichts dramatisches, was man nicht tilgen könnte.

    Darum bin ich da völlig entspannt.

  • Gönner
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    • 28. Juni 2025 um 21:53
    • #505

    Das verdankt man allerdings dem DFB-Pokal und dem Aufstieg. 11 Millionen in Liga 3 sind hingegen schon ein Brett. Die Frage, wie es wieder soweit kommen konnte ist daher nicht unberechtigt.

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  • Halbakademiker
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    • 28. Juni 2025 um 22:15
    • #506
    Zitat von Gönner

    Das verdankt man allerdings dem DFB-Pokal und dem Aufstieg. 11 Millionen in Liga 3 sind hingegen schon ein Brett. Die Frage, wie es wieder soweit kommen konnte ist daher nicht unberechtigt.

    Die sind ja nicht in der 3. Liga entstanden.

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  • Hitchcock
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    • 28. Juni 2025 um 22:28
    • #507

    Eieiei… wären wir da tatsächlich in die Regio runtergegangen, hätte das böse enden können… . Mit Arminia geht es immer wieder ganz nah dran an den Rand der Klippe. 🙈

    Ohne Aufstieg hätte man da in der kommenden Saison wahrscheinlich auch nur kleine Brötchen backen müssen.

    Mit Pokal, dem Aufstieg, guten Einnahmen aus Ticketing und Merch sieht’s nun wahrscheinlich besser aus.

    ---
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    • 29. Juni 2025 um 13:36
    • #508
    Zitat von Gönner

    Das verdankt man allerdings dem DFB-Pokal und dem Aufstieg. 11 Millionen in Liga 3 sind hingegen schon ein Brett. Die Frage, wie es wieder soweit kommen konnte ist daher nicht unberechtigt.

    Noch mal, das sind keine 11 Millionen Schulden, die problematisch sind. Problematisch ist das negative Eigenkapital, weil das der Betrag ist, um den diese Ausgaben nicht gedeckt sind. Du hast als Verein mit zwei Abstiegen und den Ratenzahlungen Verpflichtungen aufgebaut, denen beim Abstieg in Liga 3 keine Werte mehr gegenüber standen.

    Interessant für mich ist nicht die Bilanz, sondern die G+V-Rechnung, weil du daraus ablesen kannst, wie sich der Schuldenstand entwickeln wird. Arminia hat in 2023/2024 ca. 317 000,- € Minus vor Steuern gemacht. in 2023 und 2024 hat Arminia ein Minus von insgesamt fast 4 Millionen eingefahren. In der dritten Liga ist das leider nromal. Man wird nun durch den Pokal sicherlich ein deutliches Plus in 24/25 gemacht haben. Alles in allem besteht da kein Grund zur Sorge, zumal in der 2. Bundesliga auch wieder deutlich höhere TV-Einnahmen zur Verfügung stehen werden. Nimmt man mal im Vergleich Schalke, mit einem negativen Eigenkapital von 100 Millionen, dann hätte ich dort schlaflose Nächte.

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    • 29. Juni 2025 um 13:47
    • #509
    Zitat von Richie

    Noch mal, das sind keine 11 Millionen Schulden, die problematisch sind. Problematisch ist das negative Eigenkapital, weil das der Betrag ist, um den diese Ausgaben nicht gedeckt sind. Du hast als Verein mit zwei Abstiegen und den Ratenzahlungen Verpflichtungen aufgebaut, denen beim Abstieg in Liga 3 keine Werte mehr gegenüber standen.

    Interessant für mich ist nicht die Bilanz, sondern die G+V-Rechnung, weil du daraus ablesen kannst, wie sich der Schuldenstand entwickeln wird. Arminia hat in 2023/2024 ca. 317 000,- € Minus vor Steuern gemacht. in 2023 und 2024 hat Arminia ein Minus von insgesamt fast 4 Millionen eingefahren. In der dritten Liga ist das leider nromal. Man wird nun durch den Pokal sicherlich ein deutliches Plus in 24/25 gemacht haben. Alles in allem besteht da kein Grund zur Sorge, zumal in der 2. Bundesliga auch wieder deutlich höhere TV-Einnahmen zur Verfügung stehen werden. Nimmt man mal im Vergleich Schalke, mit einem negativen Eigenkapital von 100 Millionen, dann hätte ich dort schlaflose Nächte.

    Schlaflose Nächte fangen bei mir erst an ab dem Punkt, wo das negative Kapital oder die Schulden Sondervermögen genannt würden

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    • 29. Juni 2025 um 14:27
    • #510
    Zitat von Pille71

    Schlaflose Nächte fangen bei mir erst an ab dem Punkt, wo das negative Kapital oder die Schulden Sondervermögen genannt würden

    Bei mir nicht, denn im Gegensatz zu meinem Club kann man damit nicht insolvent gehen.

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  • Fonzie
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    • 29. Juni 2025 um 15:57
    • #511
    Zitat von Richie

    Noch mal, das sind keine 11 Millionen Schulden, die problematisch sind. Problematisch ist das negative Eigenkapital, weil das der Betrag ist, um den diese Ausgaben nicht gedeckt sind. Du hast als Verein mit zwei Abstiegen und den Ratenzahlungen Verpflichtungen aufgebaut, denen beim Abstieg in Liga 3 keine Werte mehr gegenüber standen.

    Interessant für mich ist nicht die Bilanz, sondern die G+V-Rechnung, weil du daraus ablesen kannst, wie sich der Schuldenstand entwickeln wird. Arminia hat in 2023/2024 ca. 317 000,- € Minus vor Steuern gemacht. in 2023 und 2024 hat Arminia ein Minus von insgesamt fast 4 Millionen eingefahren. In der dritten Liga ist das leider nromal. Man wird nun durch den Pokal sicherlich ein deutliches Plus in 24/25 gemacht haben. Alles in allem besteht da kein Grund zur Sorge, zumal in der 2. Bundesliga auch wieder deutlich höhere TV-Einnahmen zur Verfügung stehen werden. Nimmt man mal im Vergleich Schalke, mit einem negativen Eigenkapital von 100 Millionen, dann hätte ich dort schlaflose Nächte.

    Das negative Eigenkapital resultiert ja aus der Differenz Verbindlichkeiten (11 Mio) minus Vermögenswerte (v.a. Marktwerte Spieler; Spielerwerte werden auf jeden Fall bilanziell abgeschrieben. Das hatte der kundige TG DSC hier mal geschrieben). Oder sehe ich das falsch? D.h. durch den Abstieg hatte der Wert des Spielerkaders massiv nachgelassen. Dann sinkt natürlich auch das Eigenkapital entsprechend. Umgekehrt heißt das jetzt nach dem Aufstieg, dass der Wert des Spielerkaders deutlich steigt. Daher rechne ich mit einer deutlichen Steigerung des Eigenkapitals, weil a) die Verbindlichkeiten sich laut ArminiaRulez ca. halbieren (was ich plausibel finde) und b) der Kaderwert steigt.

  • Speedy
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    • 29. Juni 2025 um 15:59
    • #512

    Eine Bilanz ist eine Stichtagsbetrachtung. Da sind Erträge drin, die erst in folgenden Perioden zufließen (passive Rechnungsabgrenzung) und Aufwendungen, die erst in der nachfolgenden Periode fällig werden (aktive Rechnungsabgrenzung). Wenn man diese mit den Verbindlichkeiten verrechnet kommt man auf die ca. 4 Mio negativem Eigenkapital.

    Durch die Pokaleinnahmen, Transfererlöse und die über der Kalkulation liegenden Zuschauereinnahmen sollte in der Bilanz per 30.06.25 ein positives EK ausgewiesen werden. Durch den neuen Dauerkartenrekord entstehen aber wieder eine hohe passive Rechnungsabgrenzung, die wohl erneut hohe bilanzielle Verbindlichkeiten erzeugen.

    Entscheidend ist also nur das ausgewiesene Eigenkapital.

    - Die Gelehrten sind meist gehässig, wenn sie Widerlegen; einen Irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.

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    • 29. Juni 2025 um 16:07
    • #513
    Zitat von Fonzie

    Das negative Eigenkapital resultiert ja aus der Differenz Verbindlichkeiten (11 Mio) minus Vermögenswerte (v.a. Marktwerte Spieler; Spielerwerte werden auf jeden Fall bilanziell abgeschrieben. Das hatte der kundige TG DSC hier mal geschrieben). Oder sehe ich das falsch? D.h. durch den Abstieg hatte der Wert des Spielerkaders massiv nachgelassen. Dann sinkt natürlich auch das Eigenkapital entsprechend. Umgekehrt heißt das jetzt nach dem Aufstieg, dass der Wert des Spielerkaders deutlich steigt. Daher rechne ich mit einer deutlichen Steigerung des Eigenkapitals, weil a) die Verbindlichkeiten sich laut ArminiaRulez ca. halbieren (was ich plausibel finde) und b) der Kaderwert steigt.

    Wobei die Wertsteigerung durch Auf- bzw. Abstiege nicht in der Bilanz erfasst wird, da Arminia nach HGB und nicht nach IFRS bilanziert also nur gezahlte Ablösen bzw. Anschaffungskosten (bspw. Berater) bilanziert werden und nicht der nominell vorhandene Wert der Spieler.

    An der Stelle hat der Abstieg also tatsächlich nahezu gar keine Auswirkungen.

  • 33615
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    • 29. Juni 2025 um 16:12
    • #514
    Zitat von Speedy

    Eine Bilanz ist eine Stichtagsbetrachtung. Da sind Erträge drin, die erst in folgenden Perioden zufließen (passive Rechnungsabgrenzung) und Aufwendungen, die erst in der nachfolgenden Periode fällig werden (aktive Rechnungsabgrenzung). Wenn man diese mit den Verbindlichkeiten verrechnet kommt man auf die ca. 4 Mio negativem Eigenkapital.

    Durch die Pokaleinnahmen, Transfererlöse und die über der Kalkulation liegenden Zuschauereinnahmen sollte in der Bilanz per 30.06.25 ein positives EK ausgewiesen werden. Durch den neuen Dauerkartenrekord entstehen aber wieder eine hohe passive Rechnungsabgrenzung, die wohl erneut hohe bilanzielle Verbindlichkeiten erzeugen.

    Entscheidend ist also nur das ausgewiesene Eigenkapital.

    Anscheinend kennst Du Dich im Rechnungswesen aus, leider kann ich ab „positivem Eigenkapital“ nicht mehr wirklich folgen. Siehst Du Dich dazu den Rest nochmal für Dummies wie macht zu erklären?

    Was mich interessiert ist einfach die aktuelle, finanzielle Situation des Vereins. Wie solide ist er aufgestellt und was kann man mit welchem Risiko (Hilterman!) in die Qualitätssteigerung des Kaders investieren?

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  • Speedy
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    • 29. Juni 2025 um 16:33
    • #515

    Deine letzte Frage kann ich nicht beantworten, denn es ist letztlich eine Entscheidung der Geschäftsleitung.

    Aber wenn man die Pokaleinnahmen (inkl. der Zuschauer einnahmen aus dem Pokal abzgl. der Prämien für Spieler und Staff), der Transfererlöse (Sumbu und Wörl) und den ca. 4000 höheren Zuschauereinnahmen pro Ligaspiel, einrechnet, dann sollte Geld für Neuverpflichtungen vorhanden sein. Selbst wenn man unterstellt, das die 4 Mio negatives Eigenkapital egalisiert werden sollen und evtl. anderweitige Investitionen beabsichtigt sind.

    Genaueres kann man evtl. aus der Bilanz zum 30.06.25 herleiten, erfahrungsgemäß wird die aber noch eine Weile auf sich warten lassen.

    - Die Gelehrten sind meist gehässig, wenn sie Widerlegen; einen Irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.

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    • 29. Juni 2025 um 21:13
    • #516

    längerfristige Verbindlichkeiten sind ja selten das Problem, eher kurzfristige die plötzlich dazu kommen. Den aus genau diesen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsteht ja meistens eine Zahlungsunfähigkeit, sprich Insolvenz.

    Und das Problem unserer Schuldenlast von vor ein paar Jahren waren ja eben jene kurzfristigen Verbindlichkeiten die wir angehäuft haben ohne entsprechende Einnahmen zu haben.

    Die langfristigen sind ja durch einen Zahlungsplan abgedeckt. Und auch eher positiv anzusehen da sie den Gewinn verringern und somit die Steuerlast.

    Robert Enke *24.08.77 - †10.11.09 Ruhe in Frieden.Ich werde dich nie vergessen.

    Für immer Arminia.Bis in den Tod und darüber hinaus :arminia:

  • Gönner
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    • 30. Juni 2025 um 08:18
    • #517

    Auch längerfristige Verbindlichkeiten sind eben doch Verbindlichkeiten. Wenn dem Werte gegenüberstehen und es einen längerfristigen Zahlungsplan gibt, dann ist das gut für die Liquidität und das kurzfristige überleben von Gesellschaft und Verein. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Verbindlichkeiten angehäuft und bedient werden müssen.


    Da reden wir halt über zwei paar Schuhe und man braucht es nicht so hinstellen, als ob die Gegenseite von alledem keine Ahnung hätte. Zumal die längerfristigen Zahlungspläne die kurzfristigen Liquidität in der Zukunft durchaus beeinflussen können. Es ist in jedem Fall kein Wunder, dass man sich für die Zulassung zur dritten Liga gehörig strecken musste. Dass man das jetzt entspannt sehen kann liegt in erster Linie am Aufstieg und in zweiter Linie an den Pokalerfolgen.


    Lasst Arminia aber mal gleich wieder absteigen oder uns mal durchrechnen was passiert wäre, wenn der Aufstieg ein paar Jahre nicht geklappt hätte, bzw. der Pokalerfolg ausgeblieben wäre. Dann würde hier bei den selben Zahlen ganz anders geschrieben werden. Die Frage, wie solche Verbindlichkeiten zu Stande kommen, auch wenn sie durch die kurzfristigen Erfolge gedeckt sind darf man doch schon stellen in Anbetracht der vollmundigen Ankündigungen nach der letzten Sanierung.


    Das negative Eigenkapital ist halt das Geld das kurzfristig fehlt, aber eben nicht die Verbindlichkeiten insgesamt, die man langfristig bedienen muss. Schön, wenn von den elf Millionen sieben gedeckt waren. Das heißt nicht, dass dies so geblieben wäre, wenn der überplanmäßige Erfolg ausgeblieben wären. Klar ist das eine Folge des Doppelabstiegs gewesen, den man nicht seriös einplanen kann. Fakt ist aber halt auch, dass man sich die 11 Millionen vorher auch erstmal ans Bein gebunden hat.

    So. Und jetzt könnt ihr weiter mit euren Zahlen jonglieren. Ich wünsche euch und dem Club sogar das es gut geht und sich meine Worte als überflüssig erweisen, aber versucht mir nicht die Welt zu erklären, indem ihr von etwas anderen sprecht. Die Frage war, wie diese 11 Millionen Verbindlichkeiten, ob gedeckt oder nicht in so kurzer Zeit sich aufbauen konnten. Und ihr erklärt mir etwas von Eigenkapitaldeckung. Schönen Dank auch.

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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    Einmal editiert, zuletzt von Gönner (30. Juni 2025 um 08:23)

  • DSCMarco05
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    • 30. Juni 2025 um 08:54
    • #518

    Bin da ehrlich gesagt auch bei Gönner

    Mich hat alleine die Tatsache geschockt dass man in relativ kurzer Zeit schon wieder 11 Mil aufm Deckel angehäuft hat.

    Ob das dann in Langfristigen Finanzierungen alles gedeckelt ist, schön und gut.

    Aber wie kann man überhaupt wieder bei 11Mil stehen? Da wird doch wieder völlig über den Verhältnissen gelebt oder Geld für was weiss ich verbraten.

    Wenn Arminia jetzt permanent unter den Planungen geblieben wäre in den letzten Jahren könnte ich das verstehen, aber vom Merch, von Tickets war man immer über den Planungen, teilweise sogar deutlich.

    Das die 3 Liga verlustig ist sollte klar sein. Aber das man bei 11Mil steht trotz 1 und 2 Liga Jahren finde ich schon krass. Wie gesagt auch wenn alles anscheinend finanziert werden kann. Aber hoffe man kommt jetzt mal in der 2 Liga in die andere Richtung, gerade mit der Kohle die man derzeit einnimmt und mit der man auch damit im Vorfeld nicht planen konnte.

  • Speedy
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    • 30. Juni 2025 um 09:00
    • #519

    So klar wie Du es hier darstellst ist es eben nicht!

    Von den in der Bilanz ausgewiesenen 11 Mio Verbindlichkeiten sind 7,4 Mio passive Rechnungsabgrenzung. Was heißt das?

    Das sind Erträge, die in der zu bilanzieren den Periode dem Verein zugeflossen sind, ihm aber wirtschaftlich noch nicht gehören. Deshalb sind sie als Verbindlichkeiten auszuweisen. Hierzu ein Beispiel: Man verkauft bis zum 30.06. Dauerkarten für die kommende Saison. Es besteht gegenüber den Dauerkarteninhabern jedoch in der kommenden Periode eine Verpflichtung , deshalb ist es bilanztechnisch eine Verbindlichkeit!

    Ein weiteres Beispiel: Ein Sponsor leistet vorab eine Zahlung für eine Werbemaßnahme (z.B. Trikotwerbung) für die kommende Spielzeit, so besteht hier gegenüber dem Sponsor auch eine Verbindlichkeit.

    Das ist reine Bilanzlogik, die aber mit langfristigen Verbindlichkeiten, wie sie ein Privatmann versteht, nichts zu tun hat. Sie soll einem Außenstehenden anzeigen, daß der Bilanzierende noch Verpflichtungen zu erfüllen hat.

    - Die Gelehrten sind meist gehässig, wenn sie Widerlegen; einen Irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.

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  • ArminiaRulez
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    • 30. Juni 2025 um 09:01
    • #520

    Das lag aber auch an Corona. Man hatte in der Zeit einen Kredit von 2,5 oder 3,5 Millionen aufnehmen müssen. Ich meine das der immer noch in den Büchern steht. Dazu der Kredit der Familie&Freunde GmbH.

    Dann die ganzen Transfers mit Ablöse und der Raten dazu.

    Abfindungen für diverse Trainer, Verantwortliche usw.

    Die Einrichtung des Trainingszentrums musste man auch bezahlen etc.

    Diese 11 Millionen haben sich scheinbar schnell aufgetürmt.

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