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  4. Der Verein

Stadion Alm

  • Almadler
  • 12. Oktober 2003 um 16:20
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    • 28. August 2025 um 09:38
    • #8.921

    Die Beispiele Augsburg, Mainz und Freiburg zeigen doch gerade, wie so etwas läuft und sind eben kein gutes Argument die Alm kurzfristig in Abrede zu stellen. Freiburg hat sich über Jahre bis Jahrzehnte mit dem Dreisamstadion arrangiert - dass nebenbei bemerkt für den Fußballromantiker deutlich schöner als der neue Kasten geraten ist - bevor ein neues Stadion überhaupt in Angriff genommen wurde. Die sportliche Konstanz und Bodenständigkeit hat den Club überhaupt erst in diese Lage gebracht. Selbiges ist in Mainz mit dem Stadion am Bruchweg der Fall. Es hat viele Jahre gebraucht den Club so aufzustellen, bis er bereit war ein neues Stadion auf die Beine zu stellen. Augsburg hingegen ist mit massiven Investitionen von außen in die Bundesliga gehievt worden und versauert seit dem dort im Mittelfeld. Etwas graueres als den FC Augsburg habe ich im deutschen Fußball noch nicht gesehen. Dazu ein Stadion, dass sofern man nicht auf die seltsame Fassade steht nun so überhaupt nichts besondere zu bieten hat. Ich muss mich offen gesagt selbst immer wieder erinnern, dass der graue Fusionsverein aus Augsburg in der Bundesliga spielt. Es gibt keinen zweiten Club in Deutschland der nichtssagender ist als die Augsburger.


    Das sind also eben gerade nicht die Beispiele, die gegen eine Weiternutzung der Alm sprechen. Im Gegenteil die Alm ist genau so ein Stadion mit dem sich Freiburg und Mainz in Position für etwas größeres gebracht haben und Augsburg ist ein totaler Sonderfall im wohlhabenden Bayern.


    Daraus folgt, dass auch in dem Fall, dass Arminia den Boom mitnehmen und sich längerfristig erfolgreich oben in der zweiten Liga oder gar höher etablieren könnte es Jahre bis Jahrzehnte dauern wird, bis das Thema konkret wird. Frühstens also in den 2030 Jahren. Und bis dahin muss man natürlich auch weiter in Geld in die Alm stecken! Es ist nicht nur die Pflicht eines Nutzers mit Eigentümer gleichen Rechten den Wert zu erhalten. Es ist auch schlicht erforderlich um die Verkehrssicherheit, den Spielbetrieb und den Komfort aufrecht zu erhalten. Arminia wird nicht attraktiver dadurch das Stadion verlodern zu lassen im Glaube es gäbe absehbar eh etwas neues. Im Gegenteil. So setzt man eine Abwärtsspirale in Gang und gerät irgendwann wegen dem Stadion in Zugzwang und das garantiert zu einem Zeitpunkt wo das nicht zu realisieren ist. Dann bleiben noch mehr Investitionen aus und die Spirale dreht sich fröhlich nach unten.


    Abgesehen davon ist es nicht nur die Heimat, sondern die Lebensversicherung des ganzen Clubs, falls sich die ganzen Luftschlösser nicht erfüllen werden. Das mit uns vergleichbare Bochum spielt seit bald 50 Jahren im Ruhrstadion. Ohne die Bude im Rücken wären die lange weg vom Fenster. Und nochmal: Verfall ist immer der Anfang vom Ende und keine Animation für ein neues Stadion. Das gibt es wenn es prima läuft die Alm schön weiter gepflegt wird, sich dort alle wohl fühlen, diese weiter aus allen Nähten platzt und dann, wirklich erst dann denkt man darüber nach, ob es nicht einen schönen kultigen Standort für was neues größeres gibt. Das wäre dann Schritt Nummer 15 oder so.


    Abgesehen davon sind die Investitionen in die Alm auch mittelfristig überschaubar. Das Tragwerk macht einen guten Eindruck, neue Sitzschalen wären mal nett, die Korrosion muss in Schach gehalten werden, vor allem das Dach und die Fugen müssen dichtgehalten werden und ein neu gestalteter Haupteingang wäre mal angezeigt seit die Alm-Halle weg ist. Das zusammen kostet im schlimmsten Fall einen niedrigen bis maximal mittleren Millionenbetrag, der durch den Spielbetrieb zu decken sein müsste. Vieles davon sind sowieso Kosten. Und wenn es dann gut läuft, kann man dieses absolute Kultstadion noch 10 bis 15 Jahre genießen und sich im Anschluss was neues aufbauen. Vorausgesetzt der Verein wäre erstmalig in der Lage solange ohne fundamentalen Rückschlag auszukommen. Und falls dieser Rückschlag doch kommen sollte, dann sind wir alle froh, wenn man die Alm in guten Zeiten in Schuss gehalten halt!


    Alles andere sind Träumereien und Luftschlössen genau jener Art, warum sich z.B. in Münster über 50 Jahre nichts an der Hammer Straße getan hat und die in einem total heruntergekommen Stadion dahinvegetiert haben, während eine Seifenblase nach der anderen zerplatzt ist. Arminia ist deswegen so lange soweit vor Münster platziert gewesen und wird auch nach deren Umbau das größere Stadion haben, weil man immer den Spatz in der Hand genommen hat als es die Gelegenheit gab und nicht auf Utopien gebaut hat.

    Arminia Bielefeld - Stadion Alm
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  • Speedy
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    • 28. August 2025 um 09:42
    • #8.922

    Ich wäre auch mit einer Sanierung/Ausbau der Alm auf 35000 Zuschauer glücklich! Aber baurechtlich scheint das nicht möglich zu sein(Stichwort: Bezirkssportanlage). Wenn es dennoch so käme, um so besser.

    Bei einer eventuellen Finanzierung muss man wohl auch dafür die Hilfe der Wirtschaft in Anspruch nehmen.

    Wir haben schon heute nur das 10. größte Stadion in der 2. Liga. Das weist schon Mal den langfristigen sportlichen Weg. Kurzfristig kann man sportlichen Erfolg durch kluge Kaderplanung kompensieren, langfristig ist das sehr, sehr schwierig.

    Wenn man die Stadionkapazität auf jetzigem Status Quo beläßt, dann wird man den DSC langfristig in die 3. Liga führen. Dort wird selbst die Finanzierung der Sanierung bzw. Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz ein Kraftakt.

    Noch gibt es ja finanzielle Ressourcen, z.B Steigerung der Fernsehgelder, Erweiterung des Sponsoringpools, Ausweitung des Marketings, die man noch heben kann. Das erschöpft sich aber.

    Der Beton bröckelt schon stellenweise. Irgendwann muss man dann abwägen, was wirtschaftlich sinnvoller ist.

    - Die Gelehrten sind meist gehässig, wenn sie Widerlegen; einen Irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.

    - Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß;mit dem Wissen wächst der Zweifel.

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  • BiLeFelt
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    • 28. August 2025 um 09:48
    • #8.923
    Zitat von justdoitDSC

    Wenn man über die Baukosten spricht, sollte man die andere Seite mit einbeziehen. Das jetzige Areal sollte als Wohngebiet schon ein paar Millionen einbringen.

    Momentan sieht der Flächennutzungsplan der Stad Bielefeld "Grünflächen" vor. Ob dies vor dem Hintergrund des Regionalplans so ohne Weiteres umwandelbar wäre...

    30.09.1978 | 24.05.2025 | 17.05.2026

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    • 28. August 2025 um 09:54
    • #8.924
    Zitat von Speedy

    Der Beton bröckelt schon stellenweise. Irgendwann muss man dann abwägen, was wirtschaftlich sinnvoller ist.

    Ich wüsste eine Menge Dinge die an der Alm bröckeln, aber der Beton ist bis auf leichte Nutzungserscheinungen äußerlich in keinem schlechten Zustand. Hätte da den Fokus eher auf den Korrosionsschutz beim Stahldach und Verkleidungen gelegt. Das käme indirekt auch dem Beton zu gute. Oder dass das Wasser am Übergang der neuen Ost zur Geschäftsstelle immer an der Hauswand runtersuppt. Man sollte also wirklich hart in die Substanzerhaltung investieren. Vor allem bei Dingen, die Folgeschäden verhindern. Das werden die Zuständigen Stellen aber auch auf dem Schirm haben. DomAlmbaumeister!


    Zitat von BiLeFelt

    Momentan sieht der Flächennutzungsplan der Stad Bielefeld "Grünflächen" vor. Ob dies vor dem Hintergrund des Regionalplans so ohne Weiteres umwandelbar wäre...

    Parkfläche mit Landschaftsrasen und Sitzgelegenheiten. Dazu ein kleines gastornomisches Angebot. Passt doch! ;)

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  • DSC_Tine
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    • 28. August 2025 um 10:06
    • #8.925
    Zitat von Arminiaseit89

    Die Baupreise sind allgemein im Moment im Abschwung, aber immer noch recht hoch, wenn man sich den Vergleich über die letzten Zehn Jahre ansieht. Das Stadion in Freiburg hat zwischen 2018 und 2021 inkl. Erschliessung und Infrastrukturmaßnahmen 131 Millionen Euro gekostet. Eine Sanierung der Max-Morlock-Arena soll 290 Millionen kosten. Daher kann man sicher mit Kosten um die 120-150 Millionen rechnen. Das erscheint mir im Moment unrealistisch zu sein. Das Problem bei solchen Projekten sind ja die langen Planungs- und Genehmigungsphasen, denen wir uns leider inzwischen in Deutschland ausgesetzt sehen. Diese stehen nochmal konträr der (sowieso bei uns schlecht planbaren) sportlichen Entwicklung gegenüber. Ob am Standort Melanchthonstraße wirklich gar nichts mehr geht, müsste diskutiert werden. Den Lärmschutz könnte durch einen moderaten Ausbau sogar verbessern, ob 8-10 k mehr Besucher infrastrukturell ein Problem darstellen, kann man im Vorfeld klären. Ich sehe 35.000 Zuschauer als möglich an, auch mit nicht ganz so großen Eingriffen in die Statik des bestehenden Stadions. Ich gebe aber zu, das ich mir so eine Entwicklung sehr wünschen würde, weil ich die Alm, so wie sie ist, einfach großartig finde, und ich immer, wenn aus dem Treppenaufgang ins Stadion komme, ein kribbeln im Bauch bekomme.

    So geht es mir auch. Der Moment, wenn man durch die Straßen geht und irgendwann die Alm im Blickfeld auftaucht, hat schon immer so ein freudiges Kribbeln in mir ausgelöst.

    Wenn ich den Block betrete, wird das stärker. Ich liebe die Alm.

  • schulzinho
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    • 28. August 2025 um 10:14
    • #8.926

    WENN man neubaut, dann auch richtig. Freiburg z. B. hat mit 33.000 eindeutig zu klein neu gebaut. Ein neues Stadion bringt auch alleine schon (meist) neue Zuschauer. Karlsruhe hatte vor dem Umbau 10-15.000 Zuschauer im Schnitt, jetzt sind es 28.000.

    Die Entscheidung kann aber nicht aufgrund eines sportlich guten Halbjahres getroffen werden. 2,3 Jahre Entwicklung anschauen, bei einem Aufstieg würde sowieso die Diskussion entstehen. Bis Standort gefunden und Stadion gebaut ist werden nochmal 10 Jahre vergehen. Bis dahin ist das neue Stadion dann wirklich notwendig. Aber bitte nicht für 30.000, sondern gleich mindestens 40.000.

  • Dr. Udo Brömme
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    • 28. August 2025 um 10:31
    • #8.927

    2035 lieber eine unerfolgreiche 2.Liga oder 3.Liga Arminia auf der Alm als ein Bundesligist wie Mainz 05 oder FC Augsburg mit 0815 Stadion am Arsch der Welt. Es ist gerade fast alles gut so wie es ist, ich genieße jeden Moment in diesem Stadion und bin dankbar.

  • Arminiaseit89
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    • 28. August 2025 um 10:31
    • #8.928
    Zitat von Jockel

    Seit 2018-21 haben sich aber Bau- und Handwerkerkosten exorbitant um 30-50% erhöht und bis das Ding in 10 Jahren stehen würde, sicher nochmal genauso viel. Daher würde ich eher von 250-300 Mio ausgehen. Völlig utopisch aus meiner bescheidenen Sicht.

    Das ist absolut richtig, aufgrund der im Moment stark rückläufigen Bau-Konjunktur erleben wir aber wieder Unternehmen, die Lücken in ihren Kalendern haben... Während die Gewerke Elektro und Sanitär hoch beschäftigt sind, sieht es im Hochbau eher mau aus.. Wenn dann noch das Geld etwas günstiger wird, worauf einige Parameter derzeit hindeuten, werden wir eher auf dem jetzigen Niveau bleiben, oder sogar ein wenig günstiger werden. Deswegen sind 300 Mio. auch etwas hoch gegriffen. Aber daran sollten wir uns nicht aufhalten, da die Baukosten doch immer sehr individuell von vielen Faktoren abhängig sind.

  • Speedy
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    • 28. August 2025 um 10:32
    • #8.929

    "Der Beton bröckelt..." war ne Metapher. Hätte ich mit Smiley versehen sollen!

    - Die Gelehrten sind meist gehässig, wenn sie Widerlegen; einen Irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.

    - Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß;mit dem Wissen wächst der Zweifel.

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    • 28. August 2025 um 10:38
    • #8.930
    Zitat von Speedy

    "Der Beton bröckelt..." war ne Metapher. Hätte ich mit Smiley versehen sollen!

    Hätte ja sein können, dass du Stellen im Hinterkopf hattest, die mir noch nicht so aufgefallen sind. :bier:

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  • Arminiaseit89
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    • 28. August 2025 um 10:38
    • #8.931
    Zitat von BiLeFelt

    Momentan sieht der Flächennutzungsplan der Stad Bielefeld "Grünflächen" vor. Ob dies vor dem Hintergrund des Regionalplans so ohne Weiteres umwandelbar wäre...

    Der FNP der Stadt ist ja, ich nenne es mal flexibel :D Der Regionalplan von unserer Bezirksregierung ist da schon geeigneter, aber auch immer mal für Überraschungen gut. Die Bodenrichtwerte rund um die Alm sind natürlich exorbitant (ca. 500-700 €/m²), aber so viel kommt bei dem Verkauf von nivht erschlossenem Bauland für den Verkäufer nicht rum, dass man da ein Stadion finanzieren kann...

  • justdoitDSC
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    • 28. August 2025 um 10:46
    • #8.932
    Zitat von Gönner

    Hätte ja sein können, dass du Stellen im Hinterkopf hattest, die mir noch nicht so aufgefallen sind. :bier:

    Zumindest hat sich mit concon.com schon eine Firma für Beton-Sanierung mit einem Sponsoring in Stellung gebracht.

    Jedes schwankende Regime hat bisher versucht, als letzten Ausweg seine Untertanen durch einen Krieg an sich zu fesseln.(George Bernard Shaw)

  • Arminiaseit89
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    • 28. August 2025 um 10:48
    • #8.933
    Zitat von Gönner

    Die Beispiele Augsburg, Mainz und Freiburg zeigen doch gerade, wie so etwas läuft und sind eben kein gutes Argument die Alm kurzfristig in Abrede zu stellen. Freiburg hat sich über Jahre bis Jahrzehnte mit dem Dreisamstadion arrangiert - dass nebenbei bemerkt für den Fußballromantiker deutlich schöner als der neue Kasten geraten ist - bevor ein neues Stadion überhaupt in Angriff genommen wurde. Die sportliche Konstanz und Bodenständigkeit hat den Club überhaupt erst in diese Lage gebracht. Selbiges ist in Mainz mit dem Stadion am Bruchweg der Fall. Es hat viele Jahre gebraucht den Club so aufzustellen, bis er bereit war ein neues Stadion auf die Beine zu stellen. Augsburg hingegen ist mit massiven Investitionen von außen in die Bundesliga gehievt worden und versauert seit dem dort im Mittelfeld. Etwas graueres als den FC Augsburg habe ich im deutschen Fußball noch nicht gesehen. Dazu ein Stadion, dass sofern man nicht auf die seltsame Fassade steht nun so überhaupt nichts besondere zu bieten hat. Ich muss mich offen gesagt selbst immer wieder erinnern, dass der graue Fusionsverein aus Augsburg in der Bundesliga spielt. Es gibt keinen zweiten Club in Deutschland der nichtssagender ist als die Augsburger.


    Das sind also eben gerade nicht die Beispiele, die gegen eine Weiternutzung der Alm sprechen. Im Gegenteil die Alm ist genau so ein Stadion mit dem sich Freiburg und Mainz in Position für etwas größeres gebracht haben und Augsburg ist ein totaler Sonderfall im wohlhabenden Bayern.


    Daraus folgt, dass auch in dem Fall, dass Arminia den Boom mitnehmen und sich längerfristig erfolgreich oben in der zweiten Liga oder gar höher etablieren könnte es Jahre bis Jahrzehnte dauern wird, bis das Thema konkret wird. Frühstens also in den 2030 Jahren. Und bis dahin muss man natürlich auch weiter in Geld in die Alm stecken! Es ist nicht nur die Pflicht eines Nutzers mit Eigentümer gleichen Rechten den Wert zu erhalten. Es ist auch schlicht erforderlich um die Verkehrssicherheit, den Spielbetrieb und den Komfort aufrecht zu erhalten. Arminia wird nicht attraktiver dadurch das Stadion verlodern zu lassen im Glaube es gäbe absehbar eh etwas neues. Im Gegenteil. So setzt man eine Abwärtsspirale in Gang und gerät irgendwann wegen dem Stadion in Zugzwang und das garantiert zu einem Zeitpunkt wo das nicht zu realisieren ist. Dann bleiben noch mehr Investitionen aus und die Spirale dreht sich fröhlich nach unten.


    Abgesehen davon ist es nicht nur die Heimat, sondern die Lebensversicherung des ganzen Clubs, falls sich die ganzen Luftschlösser nicht erfüllen werden. Das mit uns vergleichbare Bochum spielt seit bald 50 Jahren im Ruhrstadion. Ohne die Bude im Rücken wären die lange weg vom Fenster. Und nochmal: Verfall ist immer der Anfang vom Ende und keine Animation für ein neues Stadion. Das gibt es wenn es prima läuft die Alm schön weiter gepflegt wird, sich dort alle wohl fühlen, diese weiter aus allen Nähten platzt und dann, wirklich erst dann denkt man darüber nach, ob es nicht einen schönen kultigen Standort für was neues größeres gibt. Das wäre dann Schritt Nummer 15 oder so.


    Abgesehen davon sind die Investitionen in die Alm auch mittelfristig überschaubar. Das Tragwerk macht einen guten Eindruck, neue Sitzschalen wären mal nett, die Korrosion muss in Schach gehalten werden, vor allem das Dach und die Fugen müssen dichtgehalten werden und ein neu gestalteter Haupteingang wäre mal angezeigt seit die Alm-Halle weg ist. Das zusammen kostet im schlimmsten Fall einen niedrigen bis maximal mittleren Millionenbetrag, der durch den Spielbetrieb zu decken sein müsste. Vieles davon sind sowieso Kosten. Und wenn es dann gut läuft, kann man dieses absolute Kultstadion noch 10 bis 15 Jahre genießen und sich im Anschluss was neues aufbauen. Vorausgesetzt der Verein wäre erstmalig in der Lage solange ohne fundamentalen Rückschlag auszukommen. Und falls dieser Rückschlag doch kommen sollte, dann sind wir alle froh, wenn man die Alm in guten Zeiten in Schuss gehalten halt!


    Alles andere sind Träumereien und Luftschlössen genau jener Art, warum sich z.B. in Münster über 50 Jahre nichts an der Hammer Straße getan hat und die in einem total heruntergekommen Stadion dahinvegetiert haben, während eine Seifenblase nach der anderen zerplatzt ist. Arminia ist deswegen so lange soweit vor Münster platziert gewesen und wird auch nach deren Umbau das größere Stadion haben, weil man immer den Spatz in der Hand genommen hat als es die Gelegenheit gab und nicht auf Utopien gebaut hat.

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    Absolut. Substantiell ist die Alm auch in einem guten Zustand. Die üblichen Probleme mit Stahlbetonbauten, die teilweise auch großen Kräften ausgesetzt sind, hat man an der Melanchthonstraße auf dem Schirm, ein Wartungsstau (insbesondere bei Dehnungsfugen) wäre sehr schlecht. Instandhaltung und "Kosmetik" sollten reichen, um das Stadion in den nächsten Jahren fit zu halten.

  • Zappa
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    • 28. August 2025 um 11:17
    • #8.934

    Die Alm ist Zuschauermäßig ausgereizt. Mehr geht an diesem Standort nicht. Ein Neubau (wo auch immer) ist nicht bezahlbar. Also sollten wir uns wieder den wichtigen Themen zuwenden: Der Bierstand auf der Almterasse verkauft wieder Bier an die Stehplatzbesucher. Wahrscheinlich sind da die Bierverkäufe kurzfristig eingebrochen. LOL

  • Pille71
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    • 28. August 2025 um 13:09
    • #8.935
    Zitat von Arminiaseit89

    Der FNP der Stadt ist ja, ich nenne es mal flexibel :D Der Regionalplan von unserer Bezirksregierung ist da schon geeigneter, aber auch immer mal für Überraschungen gut. Die Bodenrichtwerte rund um die Alm sind natürlich exorbitant (ca. 500-700 €/m²), aber so viel kommt bei dem Verkauf von nivht erschlossenem Bauland für den Verkäufer nicht rum, dass man da ein Stadion finanzieren kann...

    Wir könnten in Harsewinkel bauen und uns ein Stadion mit Verl und Münster teilen. Außen eine Light Show die je nach Gastgeber in grün schwarz, schwarz weiß blau oder schwarz wriß leuchtet.

  • RuhrArmine
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    • 28. August 2025 um 13:32
    • #8.936
    Zitat von Pille71

    Wir könnten in Harsewinkel bauen und uns ein Stadion mit Verl und Münster teilen. Außen eine Light Show die je nach Gastgeber in grün schwarz, schwarz weiß blau oder schwarz wriß leuchtet.

    Hm irgendwie erinnert mich das an was. Glaub das ging nur so semi gut. :D

  • Phil1983le
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    • 28. August 2025 um 14:20
    • #8.937

    Ich finde die ganze Diskussion relativ absurd..... Wir wissen alle wo wir vor einem halben Jahr standen, das kann auch alles ganz schnell wieder kommen. Wenn man sich über Jahre 4-5 irgendwo etabliert hat und auch ein paar Mio auf der hohen Kante hat kann man sich über sowas Gedanken machen. Wir wissen wo nur " 10 Mio Mehrkosten" beim Bau der neuen Haupttribüne hingeführt haben...... ein neues Stadion kostet aber sicher mal 200-300 Mio Euro, das soll dann wer bezahlen bei unserer Wirtschaftslage in Deutschland?!

  • RuhrArmine
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    • 28. August 2025 um 15:53
    • #8.938
    Zitat von Phil1983le

    ein neues Stadion kostet aber sicher mal 200-300 Mio Euro, das soll dann wer bezahlen bei unserer Wirtschaftslage in Deutschland?

    Kurze Rückfrage meinerseits dazu: Bin nicht auf dem aktuellen Stand. Wem gehört das Stadion und Grundstück? Denke das ist auch einiges Wert wenn man es verkauft. Das kann man doch als "Anzahlung" nehmen. Aber ich stimme zu. Über sowas muss man sich erst Gedanken machen WENN es jetzt 5 bis 10 Jahre sehr gut weiter läuft. Steigen wir in der Zeit wieder 3 mal in Liga 3 ab, dann erledigt sich das Thema von selbst.

  • Raju
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    • 28. August 2025 um 17:10
    • #8.939
    Zitat von Hitchcock

    So sah das gegen AS Monaco aus:

    Und so gegen Dresden:

    Mir kam im Urlaub der Gedanke, ob die Stühle dort unten für eine bessere Sicht aus dem Gäste Stehblock geopfert wurden.

    Für eine Erweiterung der Stadionkapazität könnte man Block J zu Stehplätzen umbauen. Dann würde auch dieser komische Knick in Block J wegfallen.

    Evtl könnte man statt den VIP Containern ein paar Sitzplatzreihen dazu bauen, wäre allerdings die billigste Lösung.

    Auf jeden Fall sollte man mal die Dachkonstruktion ein bisschen anmalen. Nicht nur schöne Grafitis malen, sondern auch ein wenig die Blechverkleidung aufhübschen. Vor allem auch mal das Arminia Wappen austauschen.

    Ich meine es gab in den 90ern/00er Jahren mal eine Einigung mit den Anwohnern, dass die Stadionkapazität nicht höher sein darf als 30.000. Das würde den Standort auf lange Sicht einschränken. Glaube nicht, dass die Anwohner 30.000-40.000 Fans alle 2 Wochen akzeptieren würden.

    ⚫⚪🔵

  • Halbakademiker
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    • 28. August 2025 um 17:18
    • #8.940

    Ich bin kein Jurist, mich würde aber mal interessieren ob diese Abmachungen aus den 1990ern Jahren eigentlich Ewigkeitsgültigkeit haben? Ein nicht geringer Anteil derjenigen, die damals mit Arminia im Clinch lagen, liegt doch inzwischen wahrscheinlich final in der Kiste...

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass der derzeitige Popularitionsboost und die allgemeine Entwicklung des Fußballs in den letzten Jahren auch bei einigen Anwohnern die Sicht auf Arminia geändert hat. Vor dem Leverkusen-Spiel waren in und um die Melanchtonstraße viele Schals und Fahnen zu sehen, manche davon sind jetzt dort auch öfter bei Heimspielen.

    Ich weiß aber nicht, inwieweit es rechtlich möglich, sowas wieder aufzurollen. Aber für alle Ewigkeit kann das ja eigentlich nicht gelten, oder?

    "Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs. Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." (Heribert Bruchhagen)

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