Weiter, immer weiter. Keine Kupplung treten, voll auf dem Gas bleiben, im Flow bleiben und den Schwung mitnehmen. Das Kniat´sche Mantra zeigt seine Wirkung und bringt meine Finger unweigerlich zurück auf die Tastatur. Also gut, noch ein Schritt bis zum großen Ziel. Der Aufstieg ist nun wirklich zum Greifen nah. Sollten da etwa die Untertanen aus Unterhaching zum Stolperstein werden ? Kaum zu glauben und damit Vorhang auf für den
37. Spieltag: Unterhaching-Arminia Bielefeld
Der Gegner
klebte fast die ganze Saison am unteren Ende der Tabelle fest. Zu groß der Substanzverlust vor der Saison, zu wenig körperlich robust die jungen Wilden, zu langsam die vielen "Alten". In der Winterpause wurde nochmal notdürftig "aufgerüstet". Doch auch die neuen Spieler aus Liga 2 brachten trotz klangvoller Namen wie "TOR-siello" und "Popp" (allerdings nicht verwandt oder verschwägert mit der Frauen-Torjägerin aus Wolfsburg) keinen deutlichen Aufschwung. Auch Ex-Nationalspieler Bender konnte es trotz seines Namens nicht gerade biegen. Allerdings gilt er als Hoffnungsträger für die neue Saison. Abgestiegen sind die Hachinger schon seit Wochen. Jetzt gilt es, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen. Das gelang z.B. beim letzten Heimspiel ganz gut, trotzten doch die Oberbayern den Cottbusern vor 2 Wochen ein 1:1 ab. Am Mittwoch dürfen die Hachinger dann gerne noch zu Hause die Rostocker ärgern, bevor sie sich dann möglichst platt am Sonntag ihrem Schicksal ergeben.
Aufpassen sollte man dennoch auf den ehemaligen Bundesligaspieler und Weitschuss-Tor-Experten Johannes Geis, der uns im Hinspiel seine Kunst zeigte, sowie auf den immerhin 7-Tore-Toptorjäger namens Jastremski. Das zweitschlechteste Heimteam trifft am Sonntag auf die zweitbeste Auswärtstruppe. Klare Kiste, sollte man meinen, wäre da nicht
Die Arminia
die alte Drama-Queen, die es immer dann gerne "verkackt", wenn das Ziel auf dem Silbertablett präsentiert wird. Nur ungern wird erinnert an das schmachvolle 3:3 im Hinspiel vor heimischer Kulisse, indem uns "Edel-Joker" Biankadi tief in der Nachspielzeit noch den einen Zähler rettete. Nominell wird es am Sonntag kaum Veränderungen geben. Auch wenn das "never change a winning team" nach dem letzten Spieltag eher in ein "never change a running system" geändert werden müsste sind Wechsel in der Startelf kaum zu erwarten. Mit dem Wissen, dass wir auch in der Nachspielzeit immer für ein Tor gut sind und dies notfalls auch erzwingen können, werden die Arminen am Sonntag im Münchner Vorort voll Selbstbewusstsein auftreten nach unfassbaren 8 Siegen und zwei remis in den letzten 10 Partien.
Während sich der Thread-Starter am Sonntag auf der Rückfahrt einer Familienfeier aus dem fernen Thüringen befindet, werden sich wieder zahlreiche schwarz-weiß-blaue bekleidete Arminen-Fans in diversen Fortbewegungsmitteln auf den weiten Weg ins Bayern-Land begeben. Ein heimliches Heimspiel könnte es auch diesmal wieder werden und damit vielleicht der entscheidende Faktor auf dem Weg zum Aufstieg.
"Auf geht`s Arminia - kämpfen und Siegen !" ![]()