Interessant übrigen, nur als Feststellung und nicht als Kritik, dass die feste Verpflichtung der Leihspieler in Dresden als gute Arbeit angesehen wird, während das hier eher kritisch und als "zu wenig" gesehen wird.
Ich glaube, die unterschiedliche Wahrnehmung hat vor allem zwei Gründe.
Zum einen hat Dresden insgesamt bereits ein Dutzend Neuzugänge verpflichtet. Selbst wenn man Bauer und Rochelt bei Arminia als Neuzugänge zählt, stehen wir aktuell bei gerade einmal drei.
Zum anderen sind die Fälle nur bedingt vergleichbar. Bei Bauer war durch die Kaufpflicht im Falle des Klassenerhalts ohnehin früh klar, dass er bleiben würde. Und bei Rochelt muss man auch sagen, dass er in der Rückrunde keine Bäume ausgerissen hat. Dass Hannover ihn für eine überschaubare Ablöse an einen direkten Ligakonkurrenten abgegeben hat, spricht zumindest dafür, dass das Interesse an ihm überschaubar war.
In Dresden ist die Ausgangslage eine völlig andere. Mit bislang über drei Millionen Euro Ablöse gehören sie zu den größten Investoren der 2. Liga und bewegen sich damit auf einem historischen Niveau für den Verein.
Vor allem aber geht es um die Spieler selbst: Wagner (Marktwert 2,5 Mio. €), Bobzien (2,0 Mio. €) und Keller waren absolute Leistungsträger der Rückrunde. Bei allen drei schien eine feste Verpflichtung aufgrund von Marktwert, Vertragslage und erwartetem Interesse anderer Vereine zunächst völlig unrealistisch. Dass Dresden diesen Kern am Ende dennoch halten konnte, war alles andere als selbstverständlich und ist für mich der eigentliche Grund, warum diese Transfers so positiv bewertet werden.
Deshalb kommt es meiner Meinung nach zu der unterschiedlichen Wahrnehmung – Dresden hat alle Spieler gehalten, bei denen fast jeder davon ausgegangen ist, dass sie komplett außer Dresdens Reichweite liegen würden.